DVB-T2 Antennen Test

Kein Antennen­fernsehen ohne Antenne: In Gegenden mit passablen Empfangs­bedingungen reicht meist eine Zimmer­antenne. Wir haben 14 aktive Exemplare geprüft, die schwächere Signale verstärken können. Alle eignen sich für den neuen Über­tragungs­stan­dard DVB-T2 HD. Bei schlechtem Empfang empfiehlt sich eine Außen- oder sogar Dachantenne. Sie empfängt die TV-Signale ohne weiteren Verlust durch Hinder­nisse wie Wände oder Fenster. Von diesen Antennen haben wir 12 Modelle getestet.

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TestDVB-T2 Antennen21.02.2017
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Die alte Antenne tut es auch

Wichtig: Für den Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 HD ist eine neue Antenne nicht zwingend nötig. Wer ein älteres Gerät nutzt, kann damit auch über den neuen Stan­dard fernsehen. Dank DVB-T2 HD lassen sich erst­mals hoch­aufgelöste Bilder empfangen, außerdem steigt vieler­orts die Zahl der Programme. Interes­sant sind unserer Tests deshalb vor allem für Leute, die erst­mals Antennen­fernsehen ausprobieren wollen, etwa weil sie die verbesserte Bild­qualität von DVB-T2 HD reizvoll finden – oder für solche Fernseh­zuschauer, die schlicht eine neue Antenne brauchen.

DVB-T2 HD: Unsere Test­ergeb­nisse für Sie

Die Stiftung Warentest hat alle Test­ergeb­nisse, die Sie brauchen. Sie finden neben dem Test von Zimmer- und Außen­antennen bei uns Tests von neuen Fernsehern, die die DVB-T2-HD-Funk­tion bereits mitbringen und Tests von separaten Empfängern mit und ohne Decoder.

Test Alle Fernseher
Test Fernseher mit Empfänger für DVB-T2-HD
Test Empfänger für DVB-T2-HD mit und ohne Decoder
Über­blick Das Wichtigste in Kürze
FAQ DVB-T2 Antworten auf Ihre Fragen

Zimmer­antennen – sehr gute Modelle ab 20 Euro

In vielen Ballungs­räumen reicht eine Zimmer­antenne völlig, um die neuen Fernseh­signale zu empfangen. Aber auf die Auswahl kommt es an: Vier der 14 getesteten Antennen fallen mit der Note Mangelhaft durch. Es gibt allerdings auch drei Modelle mit der Note Sehr Gut. Eine davon ist schon für kaum mehr als 20 Euro zu haben. Aber: Auch solche Zimmer­antennen wollen korrekt aufgestellt und ausgerichtet werden. Früher schwenkte ihr Nutzer dafür die Teleskops­täbe des Gerätes solange, bis ihm das Bild auf der Matt­scheibe gefiel. Heute verfügen die wenigsten Antennen über Teleskops­täbe. Die meisten sind kleine Kästen – flach wie ein Tablet. Justiert wird mit der Antenne selbst. Dabei hilft das Menü des Fernsehers oder Empfängers, in dem sich die Signalstärke und Signalqualität für die aktuelle Antennen­position anzeigen lässt. Wie Sie die Anzeigen auf den unterschiedlichen Fernsehern oder Recei­vern finden, haben wir Ihnen in einer Anleitung für verschiedene Geräte­typen zusammen­gestellt.

Außen­antennen mit mangelhaftem Empfang

Das Fernseh­signal wird über die Distanz und zusätzlich beim Durch­gang durch die Hauswand schwächer. Das spricht für Außen­antennen. Fünf der insgesamt zwölf geprüften Antennen über­zeugten im Test aber weniger – sie empfangen befriedigend beziehungs­weise ausreichend. Am Ende des Test­feldes rangieren zwei Antennen mit sogar nur mangelhaftem Empfang. Die Test­ergeb­nisse der geprüften zwölf Antennen für den Einsatz im Freien variieren wie die Preise. Sie kosten zwischen 26 und 99 Euro. Die billigste Antenne mit sehr guten Empfangs­eigenschaften kostet 40 Euro.

Im Video: Tipps für guten Empfang

Test­verfahren: Küsten­nebel in der Simulation

DVB-T2 Antennen Test

Fest­gerostet: Nach dem mit Salz­nebel simulierten Einsatz an der Küste konnten wir die Muttern der Triax-Antenne nicht mehr von Hand lösen.

Wind und Wetter sorgen für harte Bedingungen, besonders strapaziös ist der Außen­einsatz für die Antennen in Küsten­regionen. Den mehr­jährigen Betrieb an Nord- und Ostseeküste haben wir mit Salz­nebel im Labor simuliert. Den anschließenden Funk­tions­test bestanden zwar alle Modelle. Doch an Nieten, Schrauben, Schellen und Muttern fanden wir oft Weiß- oder Rotrost. Letzterer macht sich auf dem Balkon gar nicht schön, zumal neben dem Platz für die Lieblings­kaffee­tasse. Weit ärgerlicher waren die bei der Antenne von Triax fest­gerosteten Muttern. Sie waren von Hand nicht mehr lösbar.

Wetter­schutz ist Pflicht

DVB-T2 Antennen Test

Dicht: Die Tülle aus Plastik oder Gummi wird über den Stecker geschoben und schützt den Antennen­anschluss vor Schnee und Regen. Auch der außen, an Balkontür oder Fenster liegende Anschluss eines Flach­kabels sollte so geschützt werden.

Dunst, Nebel und Regen sind allerdings über­all eine Gefahr, nicht nur an der Küste. Feuchtig­keit könnte durch den Kabel­anschluss in die Antenne eindringen. Dort steckt meist der empfindliche Antennen­verstärker. Alle Antennen im Test hatten eine Plastik- oder Gummi­tülle zum Abdichten des Antennen­anschlusses. Diese Abdicht­tülle wird über den montierten Antennen­stecker geschoben und hält Feuchtig­keit ab. Leider klappt das nicht bei allen Fabrikaten gilt. Beim Modell von Funke etwa war die Tülle ein weites Stück Gummi­schlauch, das nicht einmal normale Kabel­stecker straff umschloss, geschweige denn das dünne Antennen­kabel. Wetter­schutz hier: Fehl­anzeige.

Oft müssen Stecker montiert werden

Vor dem Start ins TV-Vergnügen sind hand­werk­liche Fähig­keiten gefragt. An leicht zugäng­lichen Orten wie zum Beispiel einem Balkongeländer schaffen es auch Laien, die Antennen mit dem mitgelieferten Zubehör zu montieren. Als nächste Hürde muss das Antennen­kabel von draußen bis zum TV-Gerät verlegt werden. Meist liegt ein Antennen­kabel bei. Sie waren bis zu zehn Meter lang und können bei Bedarf gekürzt werden. Die dann benötigten Stecker für den Anschluss an den Empfänger (Typ IEC) und die Antenne (verschraub­barer Stecker Typ F) fehlen aber meist.

Unter Strom

Alle geprüften Modelle benötigen eine 5-Volt-Spannungs­versorgung für ihren Signalverstärker. Die Spannung kommt entweder vom Empfänger oder von einem externen Steckernetz­teil. Die geprüften Antennen wurden bis auf Funke, Kathrein und Triax mit Steckernetz­teil verkauft. Über eine ebenfalls mitgelieferte Einspeiseweiche wird die Versorgungs­spannung in das Antennen­kabel integriert. Vorteil: Der Nutzer muss nur ein Kabel nach draußen verlegen und nicht zwei.

Montage erlaubt?

Bislang gibt es kaum Gerichts­urteile zu DVB-T2-Antennen, aber sehr viele zu Satelliten­antennen. Demnach muss der Vermieter eine unauffäl­lig aufgestellte Antenne hinnehmen, Löcher in oder gar durch Hauswand, Fens­terrahmen und Balkontüren aber nicht. Diese Rege­lungen sollten auch für DVB-T2-Außen­antennen gelten. Vorteil: Die kleinen Antennen sind weniger auffällig als eine Satellitenschüssel.

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