DVB-T Handy von LG Schnelltest

Bisher war Fernsehen auf dem Handy immer mit zusätzlichen Gebühren verbunden. Doch nun bietet LG - pünktlich zur Fußball-EM - ein Fernseh­handy, das kostenlose DVB-T-Signale nutzt. test.de hat es im Schnelltest ausprobiert.

Überall und kostenlos

Digitales Antennenfernsehen ist in Deutschland mittlerweile weit verbreitet und zudem kostenlos. Anders als herkömmliche Handys besitzt das LG HB620T eine ausziehbare DVB-T-Antenne. Unter dem Display befindet sich ein TV-Knopf, der zwischen Fernsehen und Handybetrieb hin und her schaltet.

Kleines Display

Allzu viel Fernsehgenuss sollten Handyfans nicht erwarten. Mit fünf Zentimetern Bildschirmdiagonale ist das Display des LG-Handys recht klein. Außerdem spiegelt es stark. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist kaum noch etwas zu erkennen. Fürs Fernsehen im Freibad ist das Handy also weniger geeignet. Um kurz den Spielstand zu überprüfen, reicht es aber aus.

Spiele sind gesichert

Wegen seiner kleinen Antenne empfängt das LG HB620T nur Sendungen im UHF-Bereich. In den meisten Regionen betrifft das nur einige dritte Programme, die im VHF-Frequenzbereich senden. Lediglich in Teilen Bayerns und Niedersachsens sendet auch die ARD im VHF-Bereich. Fußballfans kommen trotzdem auf ihre Kosten: Eigens für die Europameisterschaft wird der NDR in diesen Regionen die von der ARD ausgestrahlten EM-Spiele übertragen - im UHF-Bereich.

Akku leer vor Abpfiff

Bei Spielen mit Überlänge wird es für den Akku eng. Im Test war er nach 140 Minuten DVB-T Fernsehen am Ende. Wenn dann die Nachspielzeit mit Elfmeterschießen läuft, ist es für Fußballfans doppelt ärgerlich: Erstens weil sie das Ende des Spiels verpassen. Zweitens weil sie mit dem leeren Akku nicht einmal mehr jemanden anrufen können, um den Ausgang des Spiels zu erfragen. Eine rechtzeitige Warnung wegen schwacher Batterien gab es nicht.

Test: Handys

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