Das digitale terrestrische Fernsehen hält bundesweit Einzug. Bis 2010 sollen alle Fernsehsender auf Digitaltechnik umgestellt werden. Doch mit den digital ausgestrahlten Programmen können herkömmliche Fernsehgeräte nichts anfangen. Deshalb müssen alle, die auch weiterhin ihre Fernsehprogramme per Antenne empfangen wollen (für Empfang über Kabel und Satellit gilt das nicht), eine Vorschaltbox kaufen, die das Digitalfernsehen für ihren Fernsehapparat verdaulich macht – einen so genannten DVB-T-Receiver. Solch ein Kasten kostet derzeit etwa 200 Euro (siehe Test DVB-T-Empfänger).

Die Fernsehgerätehersteller halten sich hierzulande noch zurück, ihre Empfänger mit Empfangsteilen für digitales terrestrisches Fernsehen (DVB-T) auszustatten. Dabei ließe sich die neue Technik locker in die Fernsehgeräte integrieren. Denn während große Markenanbieter in Deutschland bestenfalls die DVB-T-Boxen verkaufen, haben sie fast alle – und das ist ärgerlich – für den englischen oder finnischen Markt solche Fernsehgeräte bereits im Sortiment.

Immerhin: Einzelne Anbieter folgen dem Trend. Grundig und Metz liefern Digitalmodule zum Nachrüsten einiger ihrer Fernsehgeräte oder bauen sie optional gleich ein. Loewe will zur Funkausstellung im August folgen. Ein Schnäppchen sind die Steckmodule aber nicht: Sie kosten rund 400 Euro.

In Berlin ist schon Ende August Schluss mit dem analogen terrestrischen Fernsehen. Niedersachsen, Bremen und Hamburg starten in diesem Jahr Testsendungen mit Digital-TV. Im Jahr 2004 wollen Baden-Württemberg, Bayern, Mitteldeutschland und Nordrhein-Westfalen folgen. Weitere Informationen unter www.digitv.de.

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