DSL-Internettarife Meldung

Die Konkurrenten der Deutschen Telekom wittern Morgenluft und haben die Preise für ihre Internetpauschaltarife (Flatrates) gesenkt. Sie reagieren damit auf die neue Tarifpolitik der Telekom, die diesen Markt derzeit dominiert.

Die Telekom berechnet ihre Tarife zunehmend nach dem Datenvolumen, das die Kunden durch die Kabel jagen. Ihre neue DSL-Turbo-Variante T-DSL-1 500 wird nicht mit den am Markt verfügbaren Flatrates eingesetzt, sondern volumenabhängig abgerechnet: Je mehr Gigabytes (GB) durch die Leitung gehen, desto höher der Preis. Das Datenaufkommen wird zum Beispiel mit 24,95 Euro für fünf GB plus 1,59 Cent für jedes dazukommende GB berechnet.

Das kann teuer werden: Fünf GB entsprechen zum Beispiel zirka vier Fil­men à 90 Minuten Länge – Vielnutzer stoßen da schnell an die tariflichen Grenzen. Kleiner Trost: Die neue DSL-Variante ist mit einer Verbindungsgeschwindigkeit von maximal 1 500 Kilobit pro Sekunde für den Download und höchstens 192 Kilobit pro Sekunde für den Upload doppelt so schnell wie ein herkömmlicher T-DSL-Anschluss.

Den Preis für ihre unbegrenzt gültige Flatrate hebt die Telekom ab November um 5 Euro auf 29,95 Euro an.

Nun hoffen die Konkurrenten, mit günstigen Flatratetarifen der Telekom Kunden abspenstig zu machen: Während Arcor (24,95 Euro) und AOL (24,90 Euro) wenig billiger als die Telekom sind, bietet Tiscali eine Flat­rate für nur 19,99 Euro monatlich an. Weitere kleinere Anbieter unterbreiten mit ihren Pauschaltarifen die Telekom deutlich oder haben Tarifsenkungen angekündigt.

Ein Anbieterwechsel ist nicht schwer: Die Grundgebühr zahlt der Kunde weiter an die Deutsche Telekom; gewechselt wird nur der Internetanbieter.

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