DKB und ING Diba Am Automaten ausgesperrt

16.09.2008

Direktbankkunden bekommen vielerorts kein Geld mehr. Laut ING-Diba haben fast 50 Sparkassen ihre Automaten gesperrt.

Kunden, die ihr Girokonto bei einer Direktbank wie der Deutschen Kreditbank (DKB) und der ING-Diba führen, bekommen nicht mehr überall Geld. Sie berichten, dass Auszahlungen an den Geldautomaten mancher Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken nicht mehr klappen. Dabei sollen zum Beispiel die DKB-Kunden mit ihrer Visa-Karte laut Werbung doch „weltweit kostenlos Geld abheben“ können.

Der Sparkassenverband bestätigt die Sperre. Welche Karten funktionieren, entscheide jede Filiale selbst. Die Filialen machen Druck gegen die Konkurrenz, die keine eigenen Automaten betreibt und den Filialbanken lediglich Gebühren zahlt. Sie bekommen dabei Rückendeckung. Die Mitteldeutsche Zeitung zitierte die Sprecherin des Ostdeutschen Sparkassenverbandes mit den Worten, „Schmarotzer und Parasiten“ sollten das Netz nicht nutzen dürfen. Auf Nachfrage erklärte sie, dass sie das so harsch nicht gesagt habe. Aber im Kern stimme die Äußerung.

Tipp: Als DKB-Kunde finden Sie unter www.weltweit-kostenlos-geld-abheben.de Kundenberichte, wo es kein Geld mehr gibt. Wenn das Girokonto für Sie mangels Auszahlungsmöglichkeiten in der Nähe wertlos wird und Ihre Bank das nicht ändern kann, bleibt Ihnen nur die Kündigung.

16.09.2008
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