DIW-Studie mit Schwächen Magere Renditen für Vermieter?

Millionen privater Vermieter verdienen nichts, viele zahlen drauf, berichteten Ende September zahlreiche Medien. Sie beriefen sich auf eine Studie des Deutschen Instituts für Wirt­schafts­forschung (DIW) im Auftrag einer Immobilienfirma. Danach erzielten Vermieter im Jahr 2012 nur eine durch­schnitt­liche Nettorendite von 2 Prozent. Die Studie hat aber viele Schwächen.

Die Fall­zahlen waren nach Angaben der Autoren gering. Die Befragten schätzten den Wert ihrer Immobilien selbst. Viele hatten zwar vermiet­bare Immobilien, gaben aber keine Einkünfte dafür an.

In verdächtig vielen Fällen (36,5 Prozent) betrug die Bruttorendite exakt 0,0 Prozent – „wahr­scheinliche Mess­fehler“, wie die Autoren einräumen. In der Studie heißt es, dass „falsche Angaben“ und „Fehler bei der Zuordnung von Einkünften“ möglich seien. Aufschluss über die wirk­lichen Renditen privater Immobilien­anleger gibt die Studie nicht.

Tipp: Bevor Sie eine vermietete Wohnung kaufen, können Sie Ihre Rendite mithilfe des Finanztest-Rechners ermitteln.

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