DGB: Das „RentenPlus“ Schnelltest

Angebot: Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) bietet Riester-Verträge zu Sonderkonditionen an: „Das RentenPlus“. Angesprochen werden vor allem Beamte, weil sie keine Riester-geförderte betriebliche Altersvorsorge bekommen können.

Zur Auswahl stehen eine klassische und eine fondsgestützte Rentenversicherung sowie ein Fondssparplan. Die Rentenversicherungen (Sondertarif Förderrente SFR „Klassik“/„Chance“) werden von einem Konsortium aus sechs Lebensversicherern unter Federführung der Debeka angeboten. Bei dem Fondssparplan handelt es sich um die „DWS Top Rente“ des Anbieters DWS Investments mit den Varianten Dynamik, Balance und Plus.

Vorteile: Die Anbieter ziehen bei Renten-Plus-Verträgen weniger Kosten ab als bei individuell abgeschlossenen Riester-Verträgen. Das führt zu einer höheren Rente.

Mit seinen garantierten Renten gehört der Debeka-Sondertarif zur Spitzengruppe. Ein 30-jähriger männlicher Single mit 25 000 Euro Jahresbruttoeinkommen bekommt mit 65 Jahren eine garantierte Rente von 269 Euro im Monat, wenn er immer so viel einzahlt, dass er die maximalen Zulagen erhält. Das entspricht den garantierten Renten der von uns als „sehr gut“ bewerteten Einzelverträge anderer Anbieter (Test Riester-Rentenversicherung).

Der Fondssparplan DWS Top Rente entspricht genau dem Produkt, das auch Privatkunden angeboten wird. Statt den üblichen 3,5 bis 5 Prozent Ausgabeaufschlag verlangt DWS von DGB-Kunden aber nur 1 Prozent Ausgabeaufschlag.

Nachteile: Die Verträge stehen ausschließlich Mitgliedern der Gewerkschaften verdi, GEW, Transnet, IG Bau und IG BCE und ihren Angehörigen offen. Wer aus der Gewerkschaft austritt, verliert die Vorzugskonditionen und kann den Vertrag nur zu den Bedingungen für „normale“ Privatkunden fortführen.

Fazit: Für Beamte ist das RentenPlus auf jeden Fall attraktiv. Nur wegen dieses Angebots extra in die Gewerkschaft einzutreten, lohnt sich aber finanziell eher nicht. Arbeitnehmer, deren Arbeitgeber eine Riester-geförderte betriebliche Altersvorsorge anbietet, sollten auch diese Alternative sehr sorgfältig prüfen. Denn hier können sie ebenfalls von günstigen Gruppenverträgen profitieren.

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