DECT-Telefon von Lidl Schnelltest

Seit Donnerstag für 29,99 Euro bei Lidl: Funktelefon Silvercrest Cocoon 1450.

Lidl bietet seit gestern ein Schnurlos-Telefon der Hausmarke Silvercrest mit Anrufbeantworter für 29,99 Euro an. test.de prüft im Schnelltest, ob Sie damit gut ins Gespräch kommen.

Schnellstart

Im Karton finden sich Handapparat, Basis-Station, Telefonkabel, Ladekabel, Akkus und Bedienungsanleitung. Die ist nicht wirklich schön, aber in Ordnung und erfreulicherweise zunächst gar nicht wichtig: Die Kabel lassen sich nur richtig einstöpseln und individuelle Einstellungen sind nicht nötig. Sobald die Akkus im Mobilteil stecken, kann es losgehen; die Akkus sind vorgeladen und liefern sofort genug Strom. Besser ist allerdings, sie erst einmal 16 Stunden im Basisteil vollständig aufzuladen. Sonst kann die Lebensdauer leiden. Immerhin: Als Ersatz für verschlissene Originalakkus passen handelsübliche und preiswerte Metallhydridzellen der Größe AAA/Micro.

Bedienung

Für die Navigation im Menü ist keine Anleitung notwendig. Der Menübaum ist logisch aufgebaut. Die vier Zeilen im schwarz-blauen Display bieten genügend Übersicht. Die Tasten reagieren zwar zuweilen träge, aber zuverlässig und sind ordentlich beschriftet. Eine Beleuchtung allerdings fehlt. Das Einspeichern von Nummern und Namen und die Bedienung des Anrufbeantworters funktioniert problemlos. Einschränkung: Alle Funktionen lassen sich nur vom Mobilteil aus steuern. Die Basisstation hat keinen einzigen Knopf. Nicht einmal neue Anrufbeantworter-Nachrichten lassen sich von dort aus abspielen. Wie bei fast allen einfachen DECT-Telefonen ist es außerdem nicht möglich, Kontaktdaten von einer SIM-Karte fürs Handy oder von einem Computer aufs Telefon zu übertragen.

Telefonsuche

Weitere Einschränkung: Das Basisteil hat keine so genannte „Paging-Taste“. Mit anderen Worten: Wenn das Mobilteil nicht zu finden ist, hilft nur der Anruf mit dem Handy. Bei vielen anderen Funktelefon reicht der Druck auf eine Taste an der Basis-Stations-Taste, um ein Signal des Mobilteils auszulösen – jedenfalls solange die Akkus genug Energie haben und es nicht den Funkkontakt zur Basisstation verloren hat.

Verzerrung

Die Sprachqualität beim Telefonieren ist in Ordnung und nicht schlechter als bei den meisten anderen Funktelefonen auch. Der Lautsprecher fürs Freisprechen und Abhören des Anrufbeantworters allerdings verzerrt ziemlich und gibt Zischlaute wie „s“ und „sch“ unangenehm scharf wieder. Das können die meisten anderen Funktelefone besser – auch die im März schnell-getesteten Aldi-DECT-Telefone. Völlig in Ordnung wiederum: Die Sprachqualität des Anrufbeantworters für Anrufer und bei Fernabfrage.

Ausstattung

Das Funktelefon aus dem Lidl-Angebot bietet 18 verschiedene Klingeltöne und die Basis-Station neun. Der Anrufbeantworter kann insgesamt rund 20 Minuten Nachrichten und Memos abspeichern. Das Telefon überträgt die eigene Rufnummer. Extra-Funktionen wie Babyfon-Betrieb, Babysitter-Call (jeder Tastendruck führt zum Anruf einer bestimmten Rufnummer), Raumüberwachung, SIM-Leser, Unterdrückung der Rufnummernübertragung und funkwellen-sparende Eco-Modi fehlen allerdings .

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