Mieter, die ihre Wohnung auf Grundlage eines alten DDR-Mustermietvertrags bewohnen, müssen beim Auszug nicht renovieren. Die entsprechenden Klauseln in den seinerzeit gängigen Vertragsformularen haben nach einem Urteil des Landgerichts Rostock Bestand (Az. 1 S 267/99).

Zwar sehen diese Mustermietverträge zumeist vor, dass der Mieter für die "malermäßige Instandhaltung" der Räume verantwortlich sein soll. Aber selbst wenn die Mieter die Räume entgegen der Verpflichtung nicht von Zeit zu Zeit streichen, werde eine Endrenovierung nur ausnahmsweise fällig: etwa dann, wenn die Räume durch das Unterlassen der Malerarbeiten Schaden an der Substanz, also an Putz, Holz oder Mauerwerk, nehmen.

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