DBD Deutsche Biodiesel GmbH & Co. KG Schnelltest

Angebot: Die DBD Deutsche Biodiesel GmbH & Co. KG in Berlin will in Eberswalde in Brandenburg eine Anlage bauen, die jährlich 250 000 Tonnen Biodiesel und Glyzerin aus Raps- und Sojaöl herstellen soll. Sie will dafür bis Ende 2006 knapp 75 Millionen Euro Anlegergeld einsammeln.

Eine Beteiligung ist ab 5 000 Euro plus 5 Prozent Gebühr möglich. Für einmalige Kosten müssen Anleger inklusive dieser Gebühr rund 18 Prozent ihres Beteiligungskapitals aufbringen, für laufende Verwaltungskosten gut 2 Prozent pro Jahr. Die Mindestlaufzeit beträgt 14 Jahre.

Vorteile: Der Biodieselmarkt boomt, weil eine EU-Richtlinie vorschreibt, dass herkömmliche Kraftstoffe ersetzt werden sollen, beispielsweise durch Biodiesel. Biodiesel ist billig, weil es kaum besteuert wird. Die DBD will Anlegern eine Vorabausschüttung von 16 Prozent ihres Beteiligungskapitals jährlich zahlen. Die Gesamtausschüttung am Ende soll über 18 Prozent betragen.

Nachteile: Gelingt es der DBD nicht, das Geld für die geplante große Anlage bald zusammenzubekommen, kann sich der Bau verzögern. Bis Anfang Mai hatte die DBD erst 15 Prozent der 75 Millionen Euro eingesammelt. Risiken liegen auch in schwankenden Preisen für die Beschaffung und den Absatz von Rapsöl. Auch könnten die Steuern für Biodiesel erhöht werden. Derzeit ist ein Gesetz geplant, wonach reiner Biodiesel mit 10 Cent und Beimischungen mit 15 Cent pro Liter Mineralölsteuer belegt werden sollen.

Fazit

Der Biodieselmarkt bietet Anlegern zurzeit attraktive Chancen. Als Mitunternehmer der DBD müssten sie aber auch für Verluste haften. Deshalb sollten sie hier allenfalls einen geringen Teil ihres Vermögens investieren.

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