DB-Fahrradverleih Meldung

Kein Ersatz für das eigene Fahrrad, aber ein Gewinn für Stadtbesucher und spontane Radler: Nach München hat die Deutsche Bahn nun auch in Berlin das Fahrrad-Leih-System „Call a Bike“ eingeführt. 2 000 silberfarbene Gefährte sind an Straßenkreuzungen in der Berliner Innenstadt verteilt. Blinkt die grüne Leuchtdiode am Fahrrad, kann es ausgeliehen werden.

Und so funktionierts: Jedes Fahrrad besitzt eine Kennnummer, die der Kunde telefonisch anwählt. Dadurch erhält er einen vierstelligen Zahlenkode zum Öffnen des Zahlenschlosses. Für die Rückgabe erscheint ein Quittungskode auf dem Display. Durch Eingabe dieses Kodes über die Telefontastatur wird der Leihvorgang beendet. Wichtig ist es, dem Sprachcomputer den korrekten Standort mitzuteilen. Unter www.callabike.de gibt es Infos im Internet.

Anmeldung: Wer „Call a Bike“ zum ersten Mal nutzt, muss sich unter 0  800/5  22  55  22 registrieren lassen. Mit Kreditkarte und Mobiltelefon dauert die Anmeldung wenige Minuten. Wer sich mit der Kreditkarte im Internet anmeldet, muss 24 Stunden warten, ehe er losradeln kann, bei Bezahlung per Bankeinzug dauerts ganze vier Tage.

Kosten: Nach der Registrierung werden einmalig 15 Euro abgebucht, die dem Radfahrer aber als Budget zur Verfügung stehen. Die Leihgebühr beträgt für Bahncard-Besitzer drei Cent, für andere fünf Cent pro Minute. Für 20 Euro pro Jahr extra können Kunden auch ohne Bahncard günstiger radeln. Pro Tag werden höchstens 15 Euro abgebucht. Hinzu kommen die Telefonkosten (Ortstarif) bei Ausleihe und Rückgabe.

test-Kommentar: Eigentlich ein guter Zug der Bahn. Aber bei unseren Testfahrten ließen bei einigen Rädern die Bremsen zu wünschen übrig. Außerdem sind die stabilen Räder mit etwa 26 Kilo relativ schwer. Ob sich das pfiffige Verleihsystem auf Dauer bewährt, wird auch davon abhängen, ob die Mechaniker im Wettstreit mit den Vandalen unter den Mitmenschen die Oberhand behalten.

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