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Energieprojekte: Sonne und Schatten

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Was fürs Klima tun, zur Energiewende beitragen, bessere Lebens­bedingungen für Menschen schaffen. Das sind Beweggründe, die Anleger im Segment Energie leiten – neben dem Wunsch nach Renditen natürlich.

Drei Varianten stehen zur Wahl: Neue Projekte für erneuer­bare Energien oder eine dezentrale Energieversorgung unterstützen, bei bestehenden Anlagen einsteigen oder Maßnahmen zum Energiesparen finanzieren. In der Regel, aber nicht immer, geben Anleger nach­rangige Darlehen über mehrere Jahre.

Crowd kassiert Teil der Einsparung

Bettervest und Greenvesting vermitteln nicht nur die Finanzierung von Projekten, sondern waren in der Vergangenheit manchmal auch mit deren Betreibern verbunden. Jede Verflechtung birgt die Gefahr von Interes­sens­konflikten.*

Oft suchen die Betreiber bestehender Anlagen Geld­geber. Ihre Solar­parks etwa speisen schon Strom ins Netz ein und bekommen Erträge nach der Einspeise­vergütung. Das Risiko für die Anleger hält sich in solchen Fällen in Grenzen. Dafür sind auch die versprochenen Zinsen verhält­nismäßig gering. Bei einer Photovoltaikanlage in Hohen­mölsen in Sachsen-Anhalt über Greenvesting.de boten die Betreiber zum Beispiel von 3,5 auf 6 Prozent steigende Zinsen für sieben Jahre.

Manche Projekte liegen im Ausland, vor allem in Entwick­lungs­ländern, wie bei Bettervest oder Greenvesting. Gibt es keine Einspeise­vergütung oder produzieren solche Anlagen Energie für den Eigenbedarf, etwa eine Schule in Ghana, hängt die Rendite von der Zahlungs­fähig­keit der Vertrags­partner ab.

Das gilt auch bei Energieeffizienz-Maßnahmen, die Anleger finanzieren. Sie bekommen einen Teil der gesparten Kosten. Die Platt­form Bettervest nennt auch die Anzahl der Tonnen Kohlen­dioxid, die von ihr vermittelte Projekte vermeiden. Sparen die Bettervest-Projekte weniger als gedacht ein, müssen sie trotzdem versprochene Zinsen zahlen.

Doch es gibt auch Ausfälle. Die Schleidt Heimtiermarkt GmbH aus Saar­louis etwa bekam im Dezember 2013 über Bettervest 23 350 Euro für eine bessere Beleuchtung und Aquarien­ausstattung. Die Gesell­schaft setzte die Pläne auch erfolg­reich um. Die Anleger erhielten aber trotzdem kein Geld, denn im Jahr 2014 meldete die GmbH Insolvenz an.

Watt­papier ist kein Wert­papier

Geld über Platt­formen im Bereich Energie lässt sich auch anders anlegen: Über Green-XMoney etwa erwerben Anleger keine Wert­papiere, sondern „Watt­papiere“: Das sind Forderungen über Vergütungs­ansprüche für einge­speiste Energie aus Anlagen für erneuer­bare Energien. Da es sich nicht um Nach­rangdarlehen handelt, gelten nicht einmal die abge­speckten Anleger­schutz­regeln. Ein Vermögens­anlagen-Informations­blatt fehlt.

* Absatz korrigiert am 22.08.2017.

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 04.01.2022 um 15:24 Uhr
Neuauflage des Testberichtes

@Ch_ristian: Im nächsten Heft wird kein Test zu den Crowdfunding-Plattformen veröffentlicht. Weiter in die Zukunft hinein, darf ich keine Infos zu geplanten Veröffentlichungen nach außen tragen. Ob und wenn ja, welche Infos aus diesem test weiterhin aktuell sind, wissen auch wir erst, wenn wir die Plattformen erneut einer Untersuchung unterzogen worden sind.

Ch_ristian am 01.01.2022 um 13:45 Uhr
Neuauflage des Testberichtes

Der Artikel ist aus dem Jahr 2017. Ist es angedacht, diesen zu aktualisieren?
Oder sind alle Angaben, insbesondere bei den Testergebnissen, noch aktuell?

Markttransparenz am 12.04.2021 um 11:00 Uhr
Innovestment: Veralteter Hinweis

Der Hinweis, dass die Plattform Innovestment pleite sei, ist ja recht deutlich dargestellt, allerdings veraltet und damit irreführend. Der Presse ist zu entnehmen, dass die nach einer Neustrukturierung wieder am Markt sind, schon seit 2020 (Innovestment.eu).

Funix_crowdfunding777 am 17.02.2020 um 23:17 Uhr

Kommentar vom Administrator gelöscht. Grund: Spam

gaunerundwahrheit am 11.07.2019 um 16:25 Uhr
Die Maro(n)de Sicherheit

Seit geraumer Zeit bietet das Unternehmen EXPORO immerwieder bei Projekten auch eine nachrangige Sicherheit an, bewirbt diese aber als tatsächliche Sicherheit für den Kunden. Augenwischerei, denn an erster Rangstelle im Grundbuich steht nahezu dnan immer eine das Projekt finanzierende Bank. Dies bedeutet im Falle eines Crahs des Unternehmens bekommen Anleger erst dann Geld, wenn die Bank alle Forderungen bedient bekommen hat. Ein jeder Leser/Anleger mag sich ausmalen, was dann die von EXPORO angebotene Sicherheit noch für einen Wert hat.
Ähnlich verhält es sich dann auch mit "persönlichen Bürgschaften" der Initiatoren. Was soll das? Marketing? Hierr muss mand och einmal genau wissen über welches Vermögen der Bürgschaftsgeber verfügt bzw- wie viele andere Bürgschaften er möglicherweise schon abgegeben hat. Wie will man dann bitte solch eine Bürgschaft von der Erfüllbarkeut her bewerten? Als Sicherheit sicherlich gar nicht.