Crosstrainer von Aldi Süd Schnelltest

Aldi Süd hilft im Kampf gegen den Winterspeck. Ab sofort gibts für 199 Euro einen Crosstrainer - ab Januar voraussichtlich auch bei Aldi Nord. Der Trainingscomputer dokumentiert die körperliche Anstrengung: Trainingszeit, zurückgelegte Entfernung, Body-Mass-Index (BMI), Fitnessnote, Körperfettanteil, Energieverbrauch, Puls und Geschwindigkeit. Damit Aldi-Kunden kontrolliert schlanker und fitter werden, bietet das Gerät Trainings-, Herzfrequenz- und Typenprogramme an. Stiftung Warentest hat im Schnelltest kräftig reingetreten und verrät, ob Aldi-Kunden mit dem Crosstrainer gut und sicher über den Winter kommen.

Sperrige Verpackung

Wer den Crosstrainer in einer Aldi-Filiale kauft, kann schon mal vorm Auspacken und Aufbauen seine Fitness testen. Der Karton ist sehr groß und sperrig, das Gerät selbst wiegt knapp 60 Kilogramm. Allein ist das praktisch nicht zu verstauen. Dazu passt das Aldi-Angebot kaum in ein normales Auto. Zum Transport muss schon ein Van oder Kombi her. Selbst ein Dachgepäckträger bringt wenig, die 60 Kilogramm sind für diese Lösung zu schwer.

Scharfe Kanten

Auch beim Aufbau zu Hause sollte jemand mithelfen. Die Montageleitung ist zwar gut und die mitgelieferten Teile wie Unterlegscheiben, Federringe oder Schrauben passen zu- und aufeinander. Doch etwa zum Montieren der Standfüße muss einer das Gerät hochkant stellen, der andere sollte bei dieser Aktion absichern. Selbst zum Zusammenstecken der Kabel am Computer tun sich zwei Personen leichter. Leider nützt alle Absicherung nichts, wenn sich jemand an den scharfen Kanten der Schweißnaht unter dem Gerät oder an den scharfen Kunststoffkanten am Flaschenhalter oder der Pedale kratzt oder gar verletzt.

Hochwertiges Kugellager

Steht das Gerät erst einmal, treten auch große und schwere Menschen sicher. Der Crosstrainer kippt nicht um, kein Teil erhitzt sich zu stark, und die Pedale und Handgriffe sind ausreichend groß und rutschfest. Auch haben die oberen Enden der Handgriffe die vorgeschriebenen Maße, sodass es nicht zu Augenverletzungen kommen kann. Der Crosstrainer läuft ruckfrei und sehr leise. Dafür verantwortlich sind hochwertige Kugellager, die Hersteller normalerweise nur bei deutlich teureren Maschinen einsetzen. Auch sinnvoll und ungewöhnlich für diesen Preis: Der Pulsmesser sitzt in den Handschalen der mitschwingenden Trainingsarme und nicht in den starren Handgriffen.

Spiegelndes Display

Wer sich morgens oder abends durch den Winter strampelt, will natürlich wissen, wie viel er trainiert hat. Das ist aus zwei Gründen nicht ganz einfach. Erstens lassen sich auf dem Touchscreen des Geräts wegen der Spiegelungen und dem schwachen Kontrast die Zahlen nicht immer gut ablesen. Ebenso verwirren die vielen parallel angezeigten Informationen den Sportler eher.

Andere Geschwindigkeit

Zweitens weiß der Trainierende nicht genau, was der Computer misst und er gerade abliest. Der Computer berechnet die angezeigten Werte per Formel, rechnet also die gemessenen Daten um. Das heißt: Die Geschwindigkeit auf dem Gerät entspricht nicht der Geschwindigkeit, die der Crosstrainierende als Läufer gehabt hätte. Auch sind die angegebenen Kilojoule nicht unbedingt die wirklich verbrauchte Energie des Sportlers. Wer regelmäßig seine Trainingseinheiten misst, kann aber immer im Vergleich zu den vorherigen Einheiten sehen, was er letztlich geleistet hat und wie fit er war. Dann muss er aber mit den gleichen Pedal-Einstellungen trainieren, um die Werte sinnvoll miteinander vergleichen zu können.

Testkommentar: Sicher leise
Technische Daten: Ausstattung im Überblick

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