Fußgängerschutz: Neues Bewertungssystem

Neben dem Insassenschutz beim Frontal- und Seitenaufprall beurteilt Euro NCAP auch das Gefährdungsrisiko für Fußgänger. Das ist an einem neuen Bewertungssystem leicht ablesbar: einem über Stoßfänger, Haubenvorderkante und die Fläche der Motorhaube gelegten Raster, dessen Zellen je nach Schwere des Verletzungsrisikos grün, gelb oder rot eingefärbt sind.

Anders als bei den Kennfarben der Dummys steht hier Grün für ein geringes, Gelb für ein mittleres und Rot für ein erhöhtes Risiko. Die Ergebnisse zum Fußgängerschutz münden in einer Sternewertung, bei der im Idealfall vier blaue Sterne erreicht werden können.

Nur ein Auto in diesem Test – ausgerechnet einer der Geländewagen – bekam mehr als einen blauen Stern. Der Honda CR-V erwies sich bei der Test-Kollision mit Fußgängern am verträglichsten. Als einziges Auto im Test erreichte es drei Sterne, nachdem der Honda Civic in einer früheren NCAP-Runde auch schon besser abschnitt als die Konkurrenz. Wegen der modifizierten Prüfmethode sind die Ergebnisse des aktuellen Euro-NCAP-Tests mit der Sternewertung früherer Crash-Runden jedoch nicht vergleichbar.

Beispiel: Opel Frontera

Riskant beim Unfall mit einem Geländewagen ist die hohe, wenig gerundete Haubenvorderkante (siehe rechts).

Von den flachen Roadstern werden Fußgänger sehr tief am Bein getroffen. Sie prallen auf die lange Motorhaube, die sehr dicht über harten Bauteilen wie Motorblock oder Federbeindomen verläuft.

Beispiel: VW Polo

Dagegen schneidet der Kleinwagen Polo vergleichsweise günstig ab. Bei ihm wurde zumindest der Bereich über den Wischerachsen wirksam entschärft – insgesamt reichte es aber nur für einen Stern.

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