Crash-Tarife.de Meldung

Es gibt wieder etwas Neues auf dem Mobilfunkmarkt: Unter dem Namen Crash-Tarife.de verramscht Debitel im Minutentakt Handyverträge im E-Plus-, O2- und D1-Netz. Anders als bei herkömmlichen Angeboten kann sich hier aber nicht jeder seinen Wunschtarif aussuchen. Gefragt sind statt dessen Glück und vor allem Schnelligkeit. test.de erklärt die Mobilfunkbörse.

Nur mit schneller Leitung

Bei Crash punktet nur, wer schnell ist: Die Verträge auf der Website wechseln ständig. Fünf Verträge sind jeweils für 60 Sekunden wählbar. Fünf weitere sind in der Vorschau sichtbar und rücken nach einer Minute auf. In der Regel sind die angebotenen Verträge innerhalb weniger Sekunden blockiert und lassen sich nicht mehr anklicken. Wer mit einer langsamen Übertragungsrate surft, hat also kaum eine Chance, überhaupt einen Vertrag abzubekommen.

Crash5: seltenes Lockangebot

Zur Auswahl stehen drei Tarifmodelle: Crash5, Crash9 und CrashSMS. Allen gemeinsam ist die monatliche Grundgebühr von 2,95 Euro. Außerdem muss jede angefangene Minute voll bezahlt werden. Highlight ist zweifellos der Crash5 mit einem Preis von 5 Cent je Minute in alle Netze sowie zur Mailbox. Kurzmitteilungen sind mit 20 Cent zwar recht teuer. Doch wer für 5 Cent telefonieren kann, tippt kaum noch SMS. Der Vertrag läuft mindestens sechs Monate. Danach kann ihn auch der Anbieter kündigen. Nachteil Nr. 1: Dieser Tarif steht nur sehr begrenzt zur Verfügung. Trotz recht ausgiebiger Beobachtung der Website von Crash-Tarife.de haben die Redakteure der Stiftung Warentest tagsüber bisher keinen einzigen Vertrag für den Crash5-Tarif gesehen. Vielleicht gibt es nachts welche. Nachteil Nr. 2: Wer im Monat mehr als 3 000 angefangene Minuten telefoniert, zahlt ab dem Folgemonat für alle Gespräche 13 Cent je Minute. Bei 1 800 Minuten wäre allerdings ohnehin die Komplettflatrate von Base für 90 Euro preiswerter.

Crash9 und CrashSMS: nicht billiger als andere

Weniger attraktiv, dafür aber dauerhaft verfügbar sind die Tarife Crash9 und CrashSMS. Bei Crash9 schlägt jede Minute mit 9 Cent und jede Kurzmitteilung mit 17 Cent zu Buche. Bei CrashSMS kosten Gesprächsminute, Mailbox und SMS einheitlich 13 Cent. Hier läuft der Vertrag mindestens 12 Monate. Geht die Kündigung nicht rechtzeitig mindestens einen Monat vorher raus, verlängert er sich automatisch um weitere sechs Monate. Crash9 liegt zwar geringfügig unter den diversen 10-Cent-Tarifen im E-Plus- und D1-Netz. Doch unterm Strich machen die ungünstige Minutentaktung sowie die Grundgebühr den Tarif rechnerisch wieder etwas teurer. Lediglich die kürzere Vertragslaufzeit als bei den meisten anderen Verträgen ist interessant. Sie hält die Hintertür offen, früher auf neue preiswertere Angebote reagieren zu können.

Fazit: Lassen Sie sich bei der Schnäppchenjagd nicht von vermeintlichen Sonderangeboten blenden.

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