Countdown für die Steuererklärung Meldung

In diesem Jahr haben alle, die zur Steuererklärung verpflichtet sind, noch bis zum 2. Juni Zeit, ihre Unterlagen beim Finanzamt einzureichen. Wer den Termin nicht schafft, kann eine Fristverlängerung beantragen. Kommt der Bescheid vom Finanzamt, sollten Steuerzahler gründlich prüfen. Oft lohnt der Einspruch. test.de gibt Tipps, wie Sie Ihr Geld vom Finanzamt zurückholen.

Abgabefristen

Da der 31. Mai in diesem Jahr ein Samstag ist, haben alle, die zur Steuererklärung verpflichtet sind, noch bis zum 2. Juni 2008 Zeit, ihre Steuererklärung beim Finanzamt einzureichen. Wer diesen Termin nicht einhalten kann, hat die Möglichkeit, schriftlich eine Fristverlängerung zu beantragen. Ein Aufschub von einigen Monaten ist meist problemlos möglich. Wenn die Abgabe der Steuererklärung erst deutlich später erfolgen kann, müssen Steuerzahler das im Antrag begründen. Wichtig: Das Finanzamt muss zustimmen. Geschieht dies nicht, können die Finanzbeamten für zu spät eingereichte Steuererklärungen Verspätungszuschläge berechnen. Wer seine Erklärung mit Hilfe eines Steuerberaters oder Lohnsteuerhilfevereins macht, hat noch bis zum 31. Dezember Zeit - es sei denn das Finanzamt will die Unterlagen früher sehen. Alle, die nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, können die Einkommensteuererklärung für 2007 noch bis Ende 2011 abgeben. Die bisherige Frist von zwei Jahren gibt es nicht mehr.

Freiwillig oder Pflicht

Grundsätzlich ist die Steuererklärung Pflicht. Doch es gibt Ausnahmen: Wer kein Arbeitnehmer ist und Einkünfte unterhalb des Grundfreibetrags von 7 664 Euro / 15 329 Euro (Alleinstehende / Verheiratete) erhält, muss nicht beim Finanzamt abrechnen. Auch Arbeitnehmer, die nur Lohn in den Steuerklassen I oder IV beziehen, sind befreit. Sie müssen nur in den folgenden Fällen eine Steuererklärung abgeben:

  • ihre Nebeneinkünfte sind höher als 410 Euro im Jahr
  • Leistungen wie Arbeitslosen-, Kranken-, Eltern- oder Mutterschaftsgeld sind höher als 410 Euro jährlich
  • 2007 galt die Lohnsteuerklasse VI
  • das Dienstverhältnis als Beamter hat nicht das gesamte Jahr gedauert
  • ein Ehepartner hat Lohn nach Steuerklasse V versteuert
  • sie hatten sich auf die Lohnsteuerkarte Freibeträge eintragen lassen.

PC-Steuerprogramme helfen

Alle, die ihre Steuererklärung ohne einen Steuerberater erledigen wollen, müssen trotzdem nicht auf Hilfe verzichten. PC-Steuerprogramme bieten Unterstützung. Doch nicht auf alle ist Verlass. Gerade bei kniffligen Steuerfragen sind einige Programme überfordert. Auf welche sich Steuerzahler verlassen können, zeigt der aktuelle Test PC-Steuerprogramme aus Finanztest 03/2008. Neben den herkömmlichen Produkten sind auch Luxus- und Billigversionen vertreten.

Änderungen für 2007

Für das Steuerjahr 2007 gab es wieder zahlreiche Änderungen - manche zum Vorteil, andere zum Nachteil für Steuerzahler.

  • Beispiel Pendlerpauschale. Berufstätige, die höchstens 20 Kilometer von der Arbeit entfernt wohnen, können seit 2007 nichts mehr absetzen. Für weitere Entfernungen gibt es die Pauschale von 30 Cent erst ab dem 21. Kilometer. Arbeitnehmer sollten sich aber in der Steuererklärung nicht darum kümmern und ihre Kilometer wie gewohnt abrechnen. Folge: Der Steuerbescheid bleibt in diesem Punkt vorläufig.
  • Beispiel Arbeitszimmer. Auch Kosten für ein Arbeitszimmer sollten Betroffene wie gewohnt abrechnen. Denn auch hier gibt es mittlerweile Musterprozesse gegen die neue Regelung. Danach gibt es den Höchstbetrag von 1 250 Euro im Jahr nicht mehr. Viele Lehrer, Beamte oder Richter haben ihn zum Beispiel genutzt.
  • Beispiel Spenden. Spender können höhere Beträge absetzen. Für Kleinspenden bis 200 Euro (bisher 100 Euro) reicht oft ein Zahlungsbeleg.
  • Beispiel Eltern. Berufstätige können für jedes Kind unter 14 Jahren Kinderbetreuungskosten bis 6 000 Euro als Werbungskosten absetzen. Zwei Drittel erkennt das Finanzamt an. Das sind für jedes Kind bis zu 4 000 Euro im Jahr.

Tipp: Alle Änderungen für 2007 und die Auswirkungen für die Steuererklärung finden Sie im Artikel Steuererklärung für 2007 aus Finanztest 03/2008.

Einspruch gegen Steuerbescheid

Kommt der Bescheid ins Haus, sollten Steuerzahler ihn gründlich prüfen. Denn viele dürfen auf mehr Geld hoffen als in dem Papier steht - entweder, weil der Finanzbeamte falsch abgerechnet hat oder weil es Musterprozesse für bestimmte Steuerverfahren gibt. Dafür müssen sie nur Einspruch gegen den Bescheid einlegen. Wie das erfolgreich geht erklären die Artikel Protest beim Finanzamt aus Finanztest 04/2008 und Weg zur zweiten Chance aus Finanztest 08/2007.

Finanztest Spezial Steuern 2008

Countdown für die Steuererklärung Meldung

Bei der Steuererklärung hilft das Finanztest Spezial Steuern 2008. Es erklärt detalliert, was sich für Steuerzahler bei der Erklärung für 2007 ändert und welche Möglichkeiten sie haben, zuviel gezahlte Steuern vom Finanzamt zurückzuholen. Außerdem im Heft: Eine CD mit dem Elster-Programm vom Finanzamt. Das Heft kostet 7,50 Euro. Sie können es online bestellen.

Buch Steuererklärung für Rentner

Countdown für die Steuererklärung Meldung

Speziell für Rentner gibt es darüber hinaus den Ratgeber Steuererklärung für Rentner 2007/2008. Das Buch zeigt, wie Rentner bei ihrer Steuererklärung vorgehen sollten und gibt zahlreiche praktische Tipps, damit sich die Erklärung lohnt. Der Ratgeber kostet 12,90 Euro. Sie können ihn ebenfalls online bestellen.

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