Mund-Nasen-Schutz. Er ist 2020 in der ganzen Welt alltäglich geworden.

Millionen haben sich infiziert, mehr als eine Million sind gestorben – und es hört nicht auf. Das Infektions­geschehen in Europa lässt nicht nach. Wie kann man sich schützen? Wer hat ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf? Kann man immun gegen das Virus werden? Soll man sich gegen Pneumokokken und Grippe impfen lassen? Was bringen Masken und wie oft sollte man lüften? Die Gesund­heits­experten der Stiftung Warentest beant­worten die wichtigsten Fragen zum Coronavirus.

Corona – Informationen der Stiftung Warentest

Corona – Reisen. Im Special Corona – Reisen informieren die Experten der Stiftung Warentest Sie über Ihre Rechte rund um abge­sagte, abge­brochene und geplante Reisen.

Corona – Jobs. Alles zu Lohn­fortzahlung, Minijobs, Kinder­betreuung und Home Office im Special Corona und Job.

Corona – Recht & Förderung. Im Special Corona – Rechtsrat und finanzielle Hilfen lesen Sie, wo Familien und Selbst­ständige Hilfe erhalten und was mit laufenden Verträge geschieht.

Corona – Aktienmärkte. Informationen zur Lage auf den Aktienmärkten finden Sie im Special Corona-Krise und Aktienmärkte.

Corona – Betrugs­maschen. Wie Kriminelle Geld aus der Corona-Krise schlagen lesen Sie im Special Corona-Betrügereien.

Aktuelle Behörden-Informationen

Gerüchte, Fake-News, Über­treibungen – zurzeit kursieren einige Falsch­informationen rund um die Corona-Krise im Internet. Unter den folgenden Links finden Sie seriöse Einschät­zungen wichtiger Behörden zum Coronavirus:

Bundesgesundheitsministerium (BMG)

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Robert-Koch-Institut (RKI)

Auswärtiges Amt

Europäische Präventionsbehörde (ECDC)

Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Wo ist das nächste Gesund­heits­amt?

Das zeigt die RKI-Schnellsuche.

Aktuelle Fall­zahlen

Welt­weit: Johns Hopkins University & Medicine, Coronavirus Resource Center

Europa: European Centre for Disease Prevention and Control

Deutsch­land und seine Bundes­länder: Robert-Koch-Institut

Aktuelle recht­liche Informationen, etwa zu den finanziellen Hilfen und den derzeit gültigen Regeln und Einschränkungen, finden sich auf der Corona-Website der Bundesregierung.

Coronavirus und Covid-19

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Was weiß man über das Virus Sars-CoV-2?

Das Virus Sars-CoV-2 verursacht die Krankheit als „Covid-19“ (für „Corona virus disease 2019“). Bekannt ist der Erreger, seit chinesische Behörden im Dezember 2019 die Welt­gesund­heits­organisation (WHO) informierten, dass in der zentralchinesischen Metro­pole Wuhan in der Provinz Hubei vermehrt Menschen an Lungen­entzündungen mit unklarer Ursache erkrankt seien. Kurz darauf identifizierten chinesische Wissenschaftler ein neuartiges Virus als Ursache. Es zählt zu den Coronaviren.

Es gibt Hunderte Typen von Coronaviren. Der Name leitet sich von dem lateinischen Wort „Corona“ für „Krone“ ab, weil die Viren auf ihrer Oberfläche kronen­artige Moleküle tragen. Sie können laut Robert-Koch-Institut sowohl Menschen als auch Tiere infizieren und verschiedene Krankheiten auslösen – im güns­tigen Fall nur eine Erkältung. Das neue Virus gehört zu den sogenannten Beta-Coronaviren. Zwei von ihnen haben in den vergangenen Jahren Epidemien von Atemwegs­erkrankungen ausgelöst: Sars (Severe acute respiratory syndrome) und Mers (Middle East respiratory syndrome).

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Was passiert bei Covid-19 im Körper?

Verschiedene Studien und Fall­berichte beschreiben, dass Covid-19 sich auf vielfältige Weise im Körper mani­festiert. Das liegt daran, dass das Virus außer der Lunge auch andere Organe befallen kann. Laut RKI hängt das unter anderem von der Dichte der ACE-2-Rezeptoren im jeweiligen Gewebe ab. Diese Rezeptoren ermöglichen dem Virus, in eine Zelle einzutreten. Ärzte haben bei einigen Patienten auch über­schießende Immun­reaktionen und Durch­blutungs­störungen beob­achtet.

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Welche Symptome verursacht das Coronavirus am häufigsten?

Die Krank­heits­verläufe von Covid-19 sind laut RKI unspezi­fisch, vielfältig und variieren stark – einige Erkrankte zeigen gar keine Symptome, andere bekommen etwa schwere Lungen­entzündungen, die mit Lungenversagen und Tod enden können.

Für Europa fasst das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) die häufigsten Symptome zusammen: Fieber, Husten, Hals­schmerzen. Mitunter kommt es auch zu Geruchs- und Geschmacks­störungen.

Zu den weiteren Symptomen zählen allgemeine Schwäche, Schmerzen, laufende Nase, Durch­fall, Kopf­schmerzen, Bauch­schmerzen, Haut­ausschläge, Lymph­knoten-Schwellung, Apathie, Atemnot, Lungen­entzündung.

Nicht selten leiden Covid-19-Patienten unter weiteren Infektionen durch andere Erreger. Zudem wurden in einigen Fällen Super­infektionen mit multiresistenten Bakterien fest­gestellt.

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Welche weiteren Symptome sind bekannt?

Hier eine Zusammenfassung, die sich auf das RKI stützt.

Lungen-Erkrankungen. Das Coronavirus verursacht sehr häufig Atemwegs­erkrankungen. Meist in der zweiten Woche kann sich eine Lungen­entzündung entwickeln, die unter Umständen eine Sauer­stoff­gabe oder sogar künst­liche Beatmung nötig macht.

Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen. Bei einem Teil der Covid-19-Patienten ließ sich nach­weisen, dass das Herz bei der Erkrankung beteiligt war – darunter waren auch Kinder und Patienten mit mildem Verlauf. Zunehmend berichten Forscher über Herz-Kreis­lauf-Komplikationen und -Folge­erkrankungen, die vor allem Covid-19-Patienten mit schwerem Verlauf betreffen. Dazu gehören etwa Schädigungen und Entzündungen des Herz­muskels, Herz­infarkt, Herz­insuffizienz, Herz­rhythmus­störungen, Lungen­embolien und Venen­thrombosen.

Neurologische Symptome und Erkrankungen. Neben Schwindel, Kopf­schmerzen und den oft beschriebenen Störungen des Geruchs- und Geschmacks­sinns sind schwere neurologische Erkrankungen in Zusammen­hang mit einer Infektion beschreiben. So liegen laut einer Literaturrecherche des RKI Einzel­fall­berichte über Beein­trächtigungen der Gehirn­funk­tion und Hirnhaut­entzündungen vor. Es gebe auch die These, dass das Virus das zentrale Nerven­system schädigen und so zum Lungenversagen beitragen könne. Es lägen darüber hinaus Fall­berichte von Patienten vor, bei denen eine Infektion durch das Coronavirus mit dem Guillain-Barré-Syndrom – einer akuten Lähmung des gesamten Körpers – in Zusammen­hang stehen könnten.

Magen-Darm-Probleme. Einige Infizierte leiden an Übel­keit, Appetitlosig­keit, Erbrechen, Darm­schmerzen und Durch­fällen.

Hautirritationen. Verschiedene Studien und Fall­berichte beschreiben laut RKI eine relativ große Band­breite an Symptomen der Haut, die aber eher selten auftreten können: juckende, masern­ähnliche Ausschläge, Papeln, Quaddeln, Rötungen, Bläschen, an Frostbeulen erinnernde Haut­ver­änderungen.

Nieren­erkrankungen. Studien beob­achteten bei Covid-19 Patienten im Kranken­haus akutes Nieren­versagen, besonders bei schwer erkrankten, zu beatmenden Covid-19-Patienten.

Hyper­inflammations-Syndrom. Bei einigen Patienten mit schwerem Covid-19 entzünden sich 8 bis 15 Tage nach Krank­heits­beginn mehrere Organe gleich­zeitig. Das kann zu einem Multi­organ-Versagen führen, das nicht selten zum Tod führt.

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Wie viel Prozent der Infizierten erleiden einen schweren Verlauf von Covid-19?

Wissenschaftler nehmen laut RKI an, dass die Krankheit bei etwa 81 Prozent der diagnostizierten Patienten milde verläuft, bei etwa 14 Prozent schwer und bei etwa 5 Prozent kritisch.

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Welche psychischen Folgen können auftreten?

Die Isolation in der Corona-Pandemie kann auf die Psyche schlagen. Einige Menschen fühlen sich einsam. Andere sorgen sich, schwer zu erkranken, die Existenz zu verlieren, oder halten die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Pandemie nicht gut aus. Das kann sowohl bei Gesunden als auch psychisch Vorerkrankten Depressivität, Ängst­lich­keit, Schlafstörungen, Stress und Wut verursachen, so die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Zwischen­menschliche Begegnungen stabilisierten die Gesundheit. Der persönliche Kontakt, Mimik, Gestik und Berührung förderten Wohl­befinden und Gesundheit.

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Was ist über Spät­folgen bekannt?

Die WHO macht in einem Dossier auf Spät­folgen aufmerk­sam, an denen einige Covid-19-Patienten leiden. Betroffen seien nicht nur Menschen mit schweren Verläufen und nach Kranken­haus­auf­enthalten, sondern auch Erkrankte mit milden Symptomen.

Die WHO nennt folgende, mögliche Spät­folgen: Schäden am Herz­muskel und Herz­insuffizienz, einge­schränkte Lungenfunk­tion, Verlust des Geruchs- und Geschmacks­sinns, erhöhtes Risiko für Embolien, Herz­infarkt und Schlag­anfall, kognitive Beein­trächtigungen wie verschlechterte Konzentrations- und Merk­fähig­keiten, Muskel­schmerzen und Fatigue (anhaltende Müdig­keit und Antriebs­losig­keit) – darüber hinaus können mentale Probleme chro­nisch werden, etwa Angst­zustände, Depressionen, Schlafstörungen und post­traumatischer Stress.

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Wie viel Prozent der Infizierten leiden unter Spät­folgen?

Das ist noch unklar. Verläss­liche, repräsentative Daten zum Anteil der Erkrankten mit Lang­zeit­folgen liegen laut RKI derzeit nicht vor. Erhebungen aus England deuteten aber, dass etwa 40 Prozent der im Kranken­haus behandelten Patienten länger­fristige Unterstüt­zung benötigten. Bei etwa 10 Prozent der Erkrankten mit milden Symptomen hielten diese Symptome länger als vier Wochen an.

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Kann man gegen das Coronavirus immun werden?

Laut RKI sind bei Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, in der Regel etwa zwei Wochen nach Symptom­beginn bestimmte Antikörper gegen das Virus nach­weisbar. Sie könnten für Immunität sorgen. Jedoch könne insbesondere bei Menschen mit milder oder symptomfreier Infektion das Maß an neutralisierenden Antikörpern wie auch der Gesamt-Immun­globuline-Antikörper abnehmen.

Bislang sind laut RKI nur wenige Fälle von Reinfektionen beschrieben worden. Da Wieder­anste­ckungen aber nach Infektionen mit anderen Coronaviren vorkämen, seien sie auch für Sars-CoV-2 denk­bar.

Bei anderen Coronavirus-Erkrankungen wie Sars und Mers hat sich laut RKI angedeutet, dass Infizierte zumindest einen teil­weisen Schutz von bis zu drei Jahre hatten.

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Ist das Coronavirus im Winter aktiver im Sommer?

Wissenschaftlich geklärt ist noch nicht, inwiefern das Klima bei der Viren­verbreitung eine Rolle spielt. Generell verbreiten sich Erkältungs­viren – darunter auch die Gruppe der Corona-Viren – bei kühlen Temperaturen besser als bei Wärme und intensiver UV-Strahlung. Vor allem die Tatsache, dass Menschen im Herbst und Winter mehr Zeit in Innenräumen mit anderen Menschen verbringen, erhöht die Chance auf Verbreitung.

Corona-Infektionen bei Schwangeren und Kindern

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Was ist über Coronavirus-Infektionen bei Schwangeren bekannt?

Es liegen laut RKI keine Daten vor, ob Schwangere wegen körperlicher und immunologischer Umstellungs­prozesse empfäng­licher für eine Infektion sind als nicht-schwangere Frauen. Im Fall einer Infektion jedoch scheinen Schwangere häufiger keine Symptome zu entwickeln. Doch falls die Frauen tatsäch­lich Symptome zeigen, dann deuten laut RKI zwei Studien mit eher wenigen Fällen an, dass Schwangere durch­aus ein erhöhtes Risiko für einen schweren schweren Verlauf haben könnten. Das relative Risiko für schwerere Krank­heits­verläufe für gesunde Frauen im gebär­fähigen Alter ist laut RKI aber grund­sätzlich gering. Erste Auswertungen des Cronos-Registers von der Deutschen Gesell­schaft für Perinatale Medizin hätten gezeigt, dass Schwangere mit Covid-19 einen über­wiegend güns­tigen Krank­heits­verlauf gehabt hätten.

Das RKI weist darauf hin, dass Covid-19 und auch die Schwangerschaft an sich die Blut­gerinnung verstärken können. Ärzte sollten bei schwangeren Frauen sorgfältig prüfen, ob eine Prophylaxe gegen Thrombosen sinn­voll sein könnte.

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Ist das Ungeborene einer infizierten Schwangeren gefährdet?

Noch lassen sich laut RKI keine verläss­lichen Aussagen machen, inwiefern sich eine Infektion der Mutter auf das ungeborene Kind auswirkt. Es lägen zu wenige Daten über infizierte Schwangere vor. „Grund­sätzlich kann hohes Fieber während des ersten Trimenons der Schwangerschaft das Risiko von Komplikationen und Fehl­bildungen erhöhen“, so das RKI.

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Kommt es häufiger zu Früh­geburten, wenn Schwangere Covid-19 haben?

Es wurde noch nicht beob­achtet, dass es bei Schwangeren mit Covid-19 häufiger zu Früh­geburten kommt – so das RKI. Die Behörde verweist auf ein großes systematisches Review, das einen möglichen Zusammen­hang untersucht hatte.

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Können sich Neugeborene bei ihren Müttern anste­cken?

Die meisten neugeborenen Kinder von Müttern, die mit dem Coronavirus infiziert waren, zeigten nach der Geburt keine Krank­heits­zeichen. Das berichtet das RKI. Bislang seien nur Einzel­fälle von erkrankten Neugeborenen beschrieben. Das könne auf eine Infektion im Mutterleib zurück­gehen, aber auch auf eine Anste­ckung erst nach der Geburt. Ob das Virus in Muttermilch vorkomme und über diese über­tragen werden könne, sei noch nicht umfang­reich erforscht. Eine Veröffent­lichung berichtet, das Virus-Erbgut in Muttermilch nachgewiesen wurde.

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Wie empfäng­lich sind Kinder und Jugend­liche für eine Infektion?

Wenn man allein die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen betrachtet, erkranken Kinder seltener als Erwachsene. Allerdings ist bekannt, dass bei Kindern eine Infektion häufig gar nicht auffällt – sie zeigen meist gar keine oder nur milde Symptome. Studien, bei denen das Blut von Kindern auf mögliche Antikörper gegen das Coronavirus untersucht wurde, ergeben laut RKI aber kein einheitliches Bild über das wirk­liche Infektions­geschehen in dieser Alters­gruppe. Da die Studien meist während oder im ersten Lock­down durch­geführt wurden, sei ihre Aussagekraft nur begrenzt

In weiteren Studien, in denen Kontakt­personen von Infizierten untersucht wurden, zeigte sich bei Kindern im Vergleich zu Erwachsenen meist seltener Infektionen. Tendenziell waren Kinder­garten­kinder weniger empfäng­lich für eine Anste­ckung als Schul­kinder. Wieder andere Studien kommen allerdings zu dem Schluss, dass Kinder genauso viele Menschen anste­cken können wie Erwachsene und dass sie bei einer Infektion auch vergleich­bar viele Viren im Nasen-Rachen-Raum.

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Was weiß man über schwere Verläufe bei Kindern?

Nur sehr wenige Kinder, die an Covid-19 erkranken, benötigen eine intensivmedizi­nische Versorgung. Aber auch bei ganz Kleinen, also Säuglingen und Klein­kindern, sind schwere Verläufe beschrieben. Das Risiko steigt bei Vorerkrankungen, insbesondere von Lungen und Herz. Auch bei Säuglingen und Klein­kindern sind schwere Verläufe beschrieben.

Sehr selten entwickeln Kinder und Jugend­liche eine schwere, aber behandel­bare Entzündungs­reaktion: Sie heißt multi­systemisches inflammatorisches Syndrom. Eine Fall­serie wurde unter anderem in Italien beschrieben. Typische Symptome sind etwa hohes Fieber, Haut­ausschlag, entzündete Bindehäute, Magen-Darm-Probleme. Das Krank­heits­bild ähnelt teil­weise dem Kawasaki-Syndrom, das in Zusammen­hang mit anderen Virus­infektionen beob­achtetet wurde.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) schätzt das Risiko für Kinder, am multi­systemischen inflammatorischen Syndrom zu erkranken, als gering ein. Todes­fälle seien sehr selten. Die WHO erklärt zudem, dass Todes­fälle bei Kindern sehr selten seien.

Corona-Risiko­gruppen

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Wer gehört zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf?

Folgende Personen­gruppen haben laut RKI, basierend auf der aktuellen Studien­lage, ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krank­heits­verlauf:

- Ältere Menschen: Ab 50 bis 60 Jahren steigt das Risiko für einen schweren Verlauf stetig

- Raucher

- stark adipöse Menschen

- Personen mit bestimmten Vorerkrankungen: Dazu gehören Erkrankungen des Herz-Kreis­lauf-Systems wie koronare Herz­erkrankungen und Blut­hoch­druck, chro­nische Lungen­erkrankungen wie COPD, chro­nische Leber­erkrankungen, Diabetes mellitus und Krebs

- Menschen mit geschwächtem Immun­system, etwa durch eine Erkrankung oder durch die regel­mäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immun­abwehr beein­flussen und herab­setzen können wie Kortison.

- Männer.

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Gehören Asth­matiker zur Risikogruppe?

„Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass Patienten mit Asthma ein höheres Risiko für schwere Covid-19-Verläufe habe“, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie in einer Stellung­nahme. Es gebe sogar die Hypothese, das dieses Risiko bei Asthma-Patienten nied­riger liegen könnte. Der Grund: Der ACE-2-Rezeptor im Körper, der für die Aufnahme des Coronavirus verantwort­lich ist, könnte bei ihnen sogar weniger ausgeprägt wirken.

Es liegen auch keine Hinweise vor, wonach eine Therapie mit inhalativen Steroiden bei Asthma das Risiko schwerer Covid-19-Verläufe steigert. Asth­matiker sollten auf keinen Fall auf ihre inhalativen Medikamente mit Kortison verzichten oder die Dosis eigenmächtig ändern. Unsere Daten­bank Medikamente im Test informiert zum Themen­bereich Asthma über Unterschiede von kortisonhaltigen Medikamenten zum Inhalieren und solchen zum Einnehmen.

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Beein­flusst meine Blutgruppe das Risiko für einen schweren Verlauf?

Mehrere Studien deuten laut RKI darauf hin, dass die Blut­gruppen A, B und 0 das individuelle Infektions­risiko beein­flussen könnten. Dies betreffe sowohl die Wahr­scheinlich­keit, sich zu infizieren, als auch die Schwere der Symptome. Allerdings lägen noch keine einheitlichen Ergeb­nisse vor, die Fach­welt diskutiere die Studien noch.

Unter anderem hatten Forscher des Universitäts­klinikums Schleswig-Holstein, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Universität Oslo in einer großen genetischen Studie einen Zusammen­hang zwischen Blutgruppe und Krank­heits­verläufen von Covid-19-Patienten fest­gestellt. Danach könnten Menschen mit der Blutgruppe A ein um 50 Prozent höheres Risiko für einen schweren Covid-19 Verlauf haben als Menschen mit anderen Blut­gruppen; Menschen mit Typ-0-Blut sind womöglich um fast 50 Prozent besser vor einer ernsten Covid-19-Erkrankung geschützt.

Die Forscher berichten, im Erbmaterial von 1 610 schwer erkrankten Covid-19-Patienten aus Italien und Spanien Genvarianten gefunden zu haben, die den Verlauf von Covid-19 deutlich beein­flussen könnten. Eine Variante betreffe das Gen für die Blut­gruppen­eigenschaft. Die Forscher verglichen die Ergeb­nisse dieser Patienten, die alle im Kranken­haus Sauer­stoff erhielten oder maschinell beatmet wurden, mit dem Erbgut von gut 2 200 gesunden Italienern und Spaniern.

Welche Mecha­nismen hinter den häufigeren schweren Verläufen bei Patienten mit Blutgruppe A liegen könnten – etwa in Bezug auf Immun­reaktion und Gerinnungs­faktoren – müsse noch näher untersucht werden. Die Unter­suchung bestätigt laut Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zwei frühere Studien, die bei Covid-19-Patienten bereits einen möglichen Zusammen­hang zwischen der Blut­gruppen­eigenschaft und Erkrankung beschrieben hatten.

Allerdings erwähnt das RKI auch Unter­suchungen aus den USA, die keinen Zusammen­hang zwischen Blutgruppe und Covid-19-Verlauf herstellen konnten. Auch nach einer Studie aus der Türkei beein­flusst die Blutgruppe A nicht das Risiko für einen schweren Verlauf, könnte aber die Wahr­scheinlich­keit einer Infektion erhöhen.

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Liegen gesicherte Erkennt­nisse darüber vor, dass bestimmte Mittel gegen Blut­hoch­druck das Risiko für Covid-19 erhöhen?

Nein. Neuere wissenschaftliche Artikel haben mögliche Zusammenhänge zwischen der Einnahme von bestimmten Blut­druck­senkern und der Erkrankung an Covid-19 thematisiert. Im Fokus standen ACE-Hemmer und Angiotension-II-Rezeptor­blocker (ARB).

Das Bundes­institut für Arznei­mittel und Medizin­produkte (BfArM) sagt dazu: „Diese Zusammenhänge sind theoretischer Natur, wobei einige auf ein Komplikations­risiko und andere auf eine schützende Wirkung dieser Medikamente hinweisen.“ Derzeit gebe es keine wissenschaftlichen Beweise, die beide Behauptungen stützen. Sollten sich neue Erkennt­nisse ergeben, werde die Öffent­lich­keit informiert.

Wichtig: Patientinnen und Patienten sollen die Arznei­mittel nicht eigenmächtig absetzen und sich bei Fragen an ihre Ärztin oder ihren Arzt wenden. Mehr Infos darüber, welche Blut­druck­senker sich für wen eignen sowie Tipps, wie sich der Blut­druck womöglich auch ohne Medikamente senken lässt, finden Sie in unserer Bewertung von Medikamenten gegen Bluthochdruck. Im Test von Blutdruckmessgeräten finden Sie die besten Geräte zum Blut­druck­messen.

Unterschiede zwischen Covid-19 und Grippe

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Gibt es Unterschiede bei der Anste­ckung?

Ja. Die Weltgesundheitsorganisation WHO führt einige der Unterschiede zwischen Grippe und Covid-19 aus: Die Inkubations­zeit von Grippe liegt danach im Durch­schnitt bei etwa 3 Tagen, die von Covid-19 bei 5 bis 6 Tagen. Influenza sei vor allem in den ersten 3 bis 5 Tagen nach Ausbruch der Krankheit anste­ckend, wohl auch schon vorher. Coronavirus-Infizierte sind schon vor Ausbruch der Krankheit infektiös, als besonders kritisch gelten die 24 bis 48 Stunden vor Einsetzen der ersten Symptome.

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Sterben mehr Patienten an Covid-19 als an Grippe?

Ja. Laut RKI ist der Anteil beatmungs­pflichtiger und verstorbener Patienten bei Covid-19 in Krankenhäusern hier­zulande während der ersten Welle deutlich höher gewesen als üblicher­weise bei Grippe-Patienten. Das RKI stützt sich bei dieser Aussage auf eine eigene Studie. Dafür wurden die Daten von 1 426 Covid-19-Patienten erfasst, die zwischen Anfang März und Anfang Mai wegen schwerer Atemwegs­erkrankungen in einem Kranken­haus in Deutsch­land behandelt werden mussten. Diese Daten wurden mit den Krank­heits­verläufen von 69 573 Grippepatienten aus den Jahren von 2015 bis 2019 verglichen, die unter ähnlich gravierenden Atem­problemen litten und stationär aufgenommen worden waren.

Der Vergleich offen­bart, dass in der Gruppe der Covid-19-Patienten 22 Prozent beatmet werden mussten und 21 Prozent verstarben. Dagegen wurden in der Gruppe der Grippekranken nur 14 Prozent der Patienten beatmet und 12 Prozent starben. Wenn Covid-19-Patienten beatmet wurden, dauerte das im Mittel 10 Tage und damit mehr als doppelt so lange wie bei Grippepatienten. Sie wurden im Mittel 4 Tage beatmet. Zudem fällt in der RKI-Studie auf, dass die intensivmedizi­nisch behandelten Covid-19-Patienten durch­schnitt­lich zwei bis drei Tage länger im Kranken­haus lagen als die Grippepatienten. Insgesamt waren die Patienten aus beiden Gruppen ähnlich alt: im Mittel 81 Jahre.

An Covid-19 sterben im Durch­schnitt mehr Menschen als an Grippe. Bei Grippe liegt die Sterberate regel­mäßig bei etwa 0,1 Prozent, wobei über­wiegend ältere Menschen sterben. Das RKI sagt dazu: „Die Zahl der Todes­fälle kann bei den einzelnen Grippewellen stark schwanken, von mehreren hundert bis über 20 000.“ Betagte Menschen hätten auch bei Covid-19 ein deutlich erhöhtes Risiko, zu sterben. Während bei Erkrankten bis etwa 50 Jahren weniger als 0,1 Prozent sterben würde, nehme der Anteil bei Menschen ab 50 Jahren zu und liege bei Personen über 80 Jahren häufig über 10 Prozent.

Coronavirus – Anste­ckungen von Mensch zu Mensch

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Wie wird das Coronavirus über­tragen?

Die Über­tragung des Coronavirus erfolgt nach aktuellem Wissen­stand über­wiegend über Tröpf­chen oder Aerosole, die beim Sprechen, Husten und Niesen von einem Menschen auf den anderen über­tragen werden. Das RKI verweist auf Studien und Meldungen, wonach die Aerosole in Abhängig­keit von der Laut­stärke sowie beim Singen und sport­licher Aktivität freigesetzt und vor allem in schlecht belüfteten Räumen verteilt werden könnten. Das RKI rät dazu, „derartige Situationen zu vermeiden“.

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Wie lange bleiben Viren in Aerosolen vermehrungs­fähig?

In einer Studie mit experimentell hergestellten, mit Sars-CoV-2-Viren angereicherten Aerosolen waren vermehrungs­fähige Viren nach drei Stunden noch im Aerosol nach­weisbar. Darüber berichtet das RKI.

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Wie anste­ckend ist das Coronavirus?

Sehr. Ohne Gegen­maßnahmen würde ein Infizierter laut RKI (gerundet) zwei bis drei Menschen anste­cken.

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Wie viel Zeit liegt zwischen Anste­ckung und Erkrankung?

Die Zeit von der Anste­ckung bis zum Erkrankungs­beginn – Inkubations­zeit genannt – liegt laut RKI im Mittel bei 5 bis 6 Tagen. Die Spann­weite dabei betrage 1 bis 14 Tage.

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Wie lange sind Infizierte infektiös?

Laut Robert-Koch-Institut kann man aufgrund der Daten­lage davon ausgehen, dass Infizierte das Virus in relevantem Maße zwei Tage vor den ersten Symptomen weitergeben. Modellierungen wiesen darauf hin, dass 9 Prozent der Über­tragungen mehr als drei Tage vor Symptom­beginn erfolgten. Am Tag vor dem Symptom­beginn sei die Infektiosität am höchsten.

Verschiedene Studien ermittelten, wie lange Infizierte nach Symptom­beginn das Virus über­tragen können. Der Durch­schnitt liegt demnach bei fünf bis sieben Tagen, wobei die Infektiosität mit der Zeit abzu­nehmen scheint. Die Zeiträume, die in den verschiedenen Studien genannt wurden, variierten teils erheblich. Sie könnten bei Infizierten ohne Symptome sowie bei Kindern kürzer sein, bei schwer Erkrankten länger.

Anste­ckung über Kontakt mit Dingen und Lebens­mitteln

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Kann man sich über Gegen­stände mit dem Coronavirus infizieren?

Über­tragungen könnten durch Schmier­infektionen erfolgen, schreibt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Das kann passieren, wenn jemand einen infizierten Gegen­stand oder eine Oberfläche mit der Hand berührt und diese dann in Kontakt mit Schleimhäuten – etwa von Nase, Mund und Auge – kommt. Über die Schleimhäute kann das Virus dann in den Körper dringen. Das BfR verweist aber darauf, dass es derzeit keine belast­baren Belege für Anste­ckungen über Oberflächen gäbe

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Wie lange kann das Coronavirus auf Oberflächen über­leben?

Die Stabilität von Coronaviren in der Umwelt hängt laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) von vielen Faktoren wie Temperatur, Luft­feuchtig­keit, Beschaffenheit der Oberfläche, Licht, Virus­stamm und Virusmenge ab. Im Allgemeinen seien Coronaviren, die über den Menschen auf trockene Oberflächen gelangten, nicht besonders stabil.

Unter­suchungen in einem Labor einer amerikanischen Arbeitsgruppe zeigten, dass das Coronavirus (Sars-CoV-2) auf verschiedenen Oberflächen verschieden lang vermehrungs­fähig blieb: auf Kunststoff bis zu 72 Stunden, auf Edelstahl bis zu 48 Stunden, auf Karton bis zu 24 Stunden und auf Kupfer bis zu 4 Stunden. In früheren Studien zu einem anderem Coronavirus, dem Sars-CoV-1, blieben die Viren auf Papier, Baumwoll­gewebe oder Einwegschutz­kitteln bis zu 24 Stunden infektiös – bei hoher Viruslast gar bis zu zwei Tage.

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Reisen die Viren in Cars­haring-Autos, Bussen und Bahnen mit?

Das Lenk­rad im Cars­haring-Wagen oder Haltegriffe in Bus und Bahn – auch das sind Oberflächen, auf denen sich die Viren einige Zeit halten können (siehe vorherige Frage). Sicher ist: Wo viele Menschen direkt oder indirekt in Kontakt kommen, gilt besonders: Abstand halten, Nies- und Händehygiene wahren, nicht ins Gesicht fassen. Fürs Cars­haring empfiehlt es sich zusätzlich, vor der Fahrt gut durch­zulüften.

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Können Viren ins Essen geraten?

Das hängt davon ab: Sollte ein infizierter Koch versehentlich beim Kochen ins heiße Essen husten, dann würde Hitze die hitze­empfindlichen Viren abtöten. Bei kalten Gerichten wie Obst, einem Brötchen oder einer Scheibe Käse wäre das nicht der Fall, bei Berührung könnte es zu Schmier­infektionen kommen.

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung sind derzeit keine Fälle bekannt, bei denen sich jemand durch den bloßen Verzehr kontaminierter Lebens­mittel wie Back­waren Obst, Gemüse mit dem Coronavirus infiziert hätte. Wichtig für alle, die Speisen zubereiten: die Hygiene­regeln einhalten.

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Bleiben Coronaviren in Tiefkühl­kost anste­ckend?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) verweist auf eine Studie, die zeigt, dass Sars-CoV-2-Viren auf gefrorenem Fleisch nach drei Wochen nur wenig von ihrer Infektiosität einge­büßt haben. Zuvor war bereits bekannt, dass auch die Coronaviren Sars und Mers kälteun­empfindlich sind und bei minus 20 Grad Celsius bis zu 2 Jahre im gefrorenen Status infektiös bleiben können.

Sicher­heits­halber sollten Verbraucher Tiefkühl­kost durch­erhitzen – mindestens zwei Minuten lang bei mindestens 70 Grad Celsius. Bisher gibt es laut BfR keine Hinweise, dass sich Menschen über den Kontakt mit tiefgekühlten Lebens­mitteln mit dem Coronavirus infiziert haben.

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Können Coronaviren über Tassen und Gläser in der Gastronomie oder Pfle­geeinrichtungen über­tragen werden?

Das BfR hat davon eigenen Angaben zufolge keine Kennt­nis. Theoretisch könnte eine infizierte Person ein Glas über die Berührung mit der Hand oder über Speichel mit dem Virus belasten. Wenn eine weitere Person aus diesem Glas tränke, wäre eine Über­tragung möglich – voraus­gesetzt, das Glas würde zwischen­durch nicht ausreichend gereinigt (siehe Frage weiter unten zum Thema Spülen).

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Können Corona-Viren das Leitungs­wasser belasten?

Das ist nach derzeitigem Kennt­nisstand höchst unwahr­scheinlich, vermeldet das Umweltbundesamt. Leitungs­wasser, das unter Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik gewonnen, aufbereitet und verteilt werde, sei sehr gut gegen alle Viren, einschließ­lich Coronaviren, geschützt.

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Sind Coronaviren im Stuhl infektiös?

Das ist noch nicht geklärt. Bei Covid-19-Patienten wurde vereinzelt Virus im Stuhl identifiziert. Für eine Anste­ckung müssten Viren jedoch vermehrungs­fähig sein, was Studien bisher erst selten zeigten.

Anste­ckungs­risiken in besonderen Situationen

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Kann ich mich beim Schwimmen anste­cken?

„Generell ist eine direkte Über­tragung von Sars-CoV-2 über Schwimm- und Bade­wasser höchst unwahr­scheinlich“, erklärt das Umweltbundesamt (Uba). Die Behörde verweist auf eine Einschät­zung der WHO, wonach keine Hinweise für eine Über­tragung über den Wasserweg vorlägen, und beschreibt die Situation für verschiedene Badegewässer:

Frei- und Hallenbäder: Das Wasser wird dort ständig aufbereitet. Filtration und Desinfektion sind laut Uba wirk­same Verfahren, um einge­tragene Bakterien und Viren zu inaktivieren. Coronaviren seien als behüllte Viren leichter durch Desinfektions­verfahren zu inaktivieren als unbe­hüllte Viren wie Noro- und Adenoviren. Schwimm­bäder müssen Hygienepläne aufstellen. Diese legen etwa fest, wie viele Bade­gäste höchs­tens einge­lassen werden, dass nur jede zweite Dusche in Betrieb ist oder dass das Personal Oberflächen und Türklinken regel­mäßig desinfiziert.

Bäder mit biologischer Aufbereitung: In diesen Bädern wird das Wasser nicht mit Desinfektions­mitteln desinfiziert, sondern durch natürliche Verfahren und Pflanzen. Laut Uba geht vom Wasser dieser Bäder generell ein gewisses Infektions­risiko mit Mikro­organismen aus.

Meere, Seen, Flüsse: In größeren Naturgewässern könnten infizierte Menschen das Coronavirus zwar einbringen, aber eine Anste­ckungs­gefahr gilt wegen der Verdünnung im Wasser als äußerst gering: „Steigende Wasser­temperaturen und erhöhte Sonnen­einstrahlung im Sommer werden zu einer noch stärkeren Inaktivierung möglicher­weise in das Wasser einge­tragener Viren führen“, so das Uba.

Tipp: Beachten Sie an Bade­stellen die Abstands­regeln, also im Wasser, auf der Liegewiese, am Strand, an der Schlange vor Rutschen, Kiosken und dem Sanitär­bereich. Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie sich krank fühlen oder Kontakt zu Infizierten hatten.

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Was ist, wenn vor mir ein infizierter Jogger läuft und stark ausatmet?

Das ist unklar. Ein belgisch-nieder­ländisches Forscher­team der Universitäten Eindhoven und Leuven hat einen Aufsatz zu einer animations­basierten Untersuchung veröffent­licht, wonach Jogger eine Atemwolke mit möglicher­weise anste­ckenden Tröpf­chen hinter sich zurück­lassen. Wenn dann etwa kein Wind herr­sche und Menschen direkt in den Wind­schatten des infizierten Läufers gerieten, könnten sie sich anste­cken – trotz einer Distanz von 1,5 Metern.

Die Autoren sind keine Virologen, sondern Ingenieure. Sie haben ihre Erkennt­nisse durch Laborsimulationen gewonnen. Kritiker der Studie vermissen unter anderem Daten zum Einfluss des Windes, ob die Luft die Tröpf­chen­konzentration verdünne und ob man sich wirk­lich auf diese Weise infizieren könne.

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Wie oft sollen Sport­treibende Hallen und Studios lüften?

Wer Sport in Innenräumen treibt, muss für ausreichende Lüftung sorgen – mahnt Innenraumlufthygiene-Kommission (IRK) am Umwelt­bundes­amt. Schon bei geringer körperlicher Belastung sei die Atemfrequenz gegen­über Ruhephasen deutlich erhöht. Die Menge an ausgeatmeten Partikeln steige mit zunehmender Aktivität weiter an. Deswegen sollte in Sport­hallen und -studios die verbrauchte Luft in jeder Stunde mindestens fünf­mal durch frische Luft ersetzt werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann Sport im Freien treiben. Mehr dazu: Sport im Winter – Warum Training in der Kälte gut tut.

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Wie kann ich mich bei der Über­gabe eines Pakets durch den Paketboten vor einer Infektion schützen?

Das Bundesministerium für Gesundheit stuft die Über­tragung des Coronavirus durch Pakete als sehr unwahr­scheinlich ein und rät, nach dem Auspacken die Hände zu waschen. Eine Desinfektion des Pakets sei nicht nötig.

Praktisch alle Paket­dienste haben ihre Sicher­heits­vorkehrungen angepasst, um Mitarbeiter und Kunden vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen: Die Zusteller übergeben das Paket nicht mehr direkt, sondern stellen es in einem Sicher­heits­abstand vor dem Empfänger auf den Boden. Wenn der Zusteller sich entfernt, hebt der Kunde das Paket auf – so bleibt immer der Mindest­abstand von 1,50 Metern gewahrt.

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Muss ich bei der Paket­über­gabe noch einen Scanner oder Eingabestift berühren?

Nicht mehr. Jetzt unterzeichnet der Zusteller selbst auf dem Eingabegerät, dass er das Paket abge­liefert hat. Der Kunde braucht das Gerät nicht mehr zu berühren. Bis vor Kurzem noch haben Kunden den Empfang mit einem Stift auf einem Erfassungs­gerät quittiert – dabei konnte es zum Haut­kontakt mit dem Zusteller kommen. In jedem Fall hat der Kunde den Stift berührt, dadurch bestand zumindest in der Theorie das Risiko einer Infektion.

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Kann ich den Kontakt mit dem Zusteller auch ganz vermeiden?

Ja, denn die meisten Paket­dienste bieten an, das Paket an einem vereinbarten Ort zur Abholung zu hinterlegen – das kann die Garage sein, die Terrasse oder die Haus- oder Wohnungs­tür. Es ist auch weiterhin möglich, das Paket in einen Paket­shop oder eine Pack­station schi­cken zu lassen, aber hier gibt es eine Veränderung: Manche Geschäfte, die auch als Abhol­stelle dienen, sind jetzt geschlossen.

Richtig Abstand halten – draußen, zu Hause, in der Bahn, im Büro

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Welche Hygienemaß­nahmen schützen vor einer Corona-Anste­ckung?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt, die AHA-Formel einzuhalten. AHA steht für Abstand – Hygiene – Alltags­maske:

Abstand halten. Achten Sie auf einen Mindest­abstand von mindestens 1,5 Meter zu anderen.

Hygiene beachten. Befolgen Sie die Hygiene­regeln: die Hände regel­mäßig gründlich mit Seife für 20 bis 30 Sekunden waschen, immer in die Armbeuge niesen und husten. Sobald man zu Hause, bei der Arbeit oder in anderen Räumen ange­kommen ist, erst einmal die Hände gründlich waschen.

Alltags­masken. Tragen Sie eine Alltags­maske oder Mund-Nasen-Bedeckung dort, wo es vorgeschrieben ist (mehr Infos dazu weiter unten).

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Was sollte ich zu Hause und gegen­über Angehörigen bedenken?

Zu Hause bleiben. Verlassen Sie Ihre Wohnung nur, wenn es nötig ist.

Risiko­gruppen wenig begegnen. Beschränken Sie den direkten Kontakt mit älteren oder chro­nisch kranken Menschen, um diese zu schützen. Alternativen können etwa Anrufe, E-Mail-Kontakte, Video­gespräche sein.

Lüften. Sorgen Sie in allen Zimmern regel­mäßig für frische Luft.

Auf sich achten. Sport treiben, Spazieren gehen, möglichst wenig Alkohol trinken, nicht rauchen, gesund essen, genug schlafen.

Erkrankte auf Abstand halten. Wenn eine Person in Ihrem Haushalt erkrankt ist, sollte diese sich möglichst in einem eigenen Raum aufhalten, die Mahl­zeiten allein einnehmen und genügend Abstand zu den übrigen im Haushalt lebenden Personen wahren.

Arzt­besuche nicht aufschieben. Schieben Sie notwendige Arzt­besuche nicht auf – das gilt auch für andere Erkrankungen als Covid-19.

Besuch im Kranken­haus und Pfle­geheim. Wenn Sie Angehörige im Kranken­haus, in einer Behinderten­einrichtung, einem Alten- oder Pfle­geheim besuchen möchten, müssen Sie die dort geltenden Besuchs­regelungen beachten. Erkundigen Sie sich vor Ihrem Besuch am besten direkt bei der jeweiligen Einrichtung über die genauen Bestimmungen.

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Wie schütze ich mich draußen?

Körperkontakt vermeiden. Verzichten Sie auf Händeschütteln und Umarmungen.

Abstand halten. Bemühen Sie sich, etwa beim Spazieren­gehen, Sport und auf dem Spiel­platz, den Mindest­abstand zu anderen Personen von 1,5 Metern einzuhalten.

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Wie verhalte ich mich im Job?

Im Home­office arbeiten. Arbeiten Sie – in Abstimmung mit dem Arbeit­geber – ruhig öfter noch von zu Hause aus. Absprachen lassen sich weiter gut per Telefon, E-Mail und Video­konferenz treffen. Die Stiftung Warentest hat Programme für Video-Chats geprüft.

Bei Symptomen daheim bleiben. Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie bei sich Krank­heits­anzeichen wahr­nehmen.

Bei Kontakt gut lüften. Wenn Sie sich mit Kollegen in einem geschlossenen Raum treffen, sollten Sie den Mindest­abstand wahren und ständig lüften.

Kleine Teams einrichten. Arbeiten Sie, wenn Sie am Arbeits­platz präsent sind, möglichst einzeln oder in kleinen festen Teams.

Büromaterial nicht teilen. Teilen Sie Arbeits­plätze oder Arbeits­mittel wie Tastaturen und Werk­zeuge möglichst nicht mit anderen. Ist dies nicht möglich, reinigen Sie Arbeits­platz und -geräte bei Dienst­antritt und -ende gründlich. Dafür reichen handels­übliche Haus­halts­reiniger – außer Sie arbeiten im Gesund­heits­wesen oder der häuslichen Pflege. Wenn der Arbeits­platz allerdings von einer erkrankten Person genutzt wurde, sollten Sie ihn mit Desinfektions­mitteln desinfizieren.

Allein essen. Nehmen Sie Ihre Mahl­zeiten im Büro möglichst allein ein. Wenn Sie Pausenräume oder die Kantine nutzen, halten Sie ausreichenden Abstand zu Kolleginnen und Kollegen.

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Wie verhalte ich mich in öffent­lichen Verkehrs­mitteln?

Mund-Nasen-Schutz tragen. In allen Bundes­ländern sind Sie verpflichtet, im öffent­lichen Nahverkehr eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Abstand halten. Achten Sie auf den Mindest­abstand, nutzen Sie möglichst eine Tür mit wenig Andrang, setzen Sie sich soweit wie möglich von den anderen Fahr­gästen hin.

Stoß­zeiten meiden. Nutzen Sie öffent­liche Verkehrs­mittel am besten, wenn nicht so viel los ist.

Radfahren, Laufen, Auto­fahren. Nutzen Sie Alternativen zu öffent­lichen Verkehrs­mitteln: Fahren Sie Rad, gehen Sie zu Fuß. Auch das eigene Auto ist eine Option. Bilden Sie aber keine Fahr­gemeinschaften mit Leuten aus anderen Haushalten.

Die passende Maske finden – Unterschiede, Pflege, Wirk­samkeit

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Was ist der Unterschied zwischen Alltags­masken und medizi­nischen Masken?

Für Alltags­masken, die häufig Stoff­masken sind, gelten keine Normen und spezi­fische gesetzliche Anforderungen. Es handelt sich im weitesten Sinne um Masken, die nach allen möglichen Anleitungen aus handels­üblichen, unterschiedlichen Stoffen und anderen Materialien produziert werden.

Dagegen müssen mehr­lagige medizi­nische Masken und filtrierende Halb­masken, auch FFP-Masken genannt, bestimmte Anforderungen erfüllen (siehe weiter unten).

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Was weiß man über den Nutzen von Stoff­masken?

Erste Hinweise zum Nutzen liefert unter anderem ein Test von 15 handels­üblichen Stoff­masken unserer britischen Part­ner­organisation Which. Da sich der Test nicht mit Coronaviren durch­führen ließ, wurden die Stoff­masken statt­dessen mit Bakterien­partikeln aus einem Aerosol-Generator beschossen. Das Ergebnis: Zwei- und dreilagige Masken filterten meist 73 bis 99 Prozent der Partikel. Einlagige schafften deutlich weniger, im schlechtesten Fall nur 7 Prozent. Hinsicht­lich ihres Nutzens entsprechen Alltags­masken am ehesten dem medizi­nischen Mund-Nasen­schutz.

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Gibt es Material­empfehlungen für Stoff­masken?

Masken mit mehreren Lagen Stoff bieten offen­bar mehr Schutz als einlagige, vor allem wenn eine davon fest gewebt ist oder aus Vlies besteht. Die Welt­gesund­heits­organisation WHO rät ausdrück­lich zu dreilagigen Masken – es lohnt sich also, beim Kauf darauf zu achten. Stoff­masken sollten wasch­bar und wieder­verwend­bar sein (siehe Frage zu den Pflegetipps). Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass Textilien eine Vielzahl chemischer Substanzen enthalten können, etwa für Farbe, Form und Griffig­keit. Diese könnten beim Tragen freigesetzt werden. Verbraucher sollten Stoff­masken sicher­heits­halber vor dem ersten Tragen waschen.

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Was nutzen medizi­nische Gesichts­masken?

Medizi­nische Gesichts­masken aus zwei Schichten mit einge­bettetem Filtervlies, auch als OP-Masken bekannt und in Drogerien und Apotheken erhältlich, schützen vor allem das Gegen­über vor möglicher­weise infektiösen Tröpf­chen. Begrenzt können diese Masken auch den Träger selbst vor Anste­ckung bewahren, weil sie ausgeatmete Tröpf­chen des Gegen­übers abfangen sowie vor Berührungen durch kontaminierte Hände. Allerdings könnte der Träger – je nach Sitz der Maske – auch belastete Luft an den Rändern vorbei „als Leck­strom“ ansaugen.

Die Masken sind als Einweg-Artikel vorgesehen. Wenn möglich, sollten sie nach jedem Gebrauch gewechselt werden – zumindest aber nicht länger als einen Tag getragen werden. Benutzte Masken sind im Hausmüll zu entsorgen.

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Welche Vorgaben gelten für medizi­nische Gesichts­masken?

Wenn Masken die Anforderungen der europäischen Norm EN 14683 für medizi­nische Gesichts­masken erfüllen, dürfen sie als Medizin­produkte in den Handel. Hersteller garan­tieren mit dem CE-Zeichen, dass die Masken den europäischen Sicher­heits­vorgaben entsprechen.

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Was sind FFP-Masken und was leisten sie in Corona-Zeiten?

Der Name FFP-Maske leitet sich von der eng­lischen Bezeichnung „Filtering Face Piece“ ab, in Deutsch­land heißen sie auch partikelfiltrierende Halb­masken. Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua) stellt eine „dicht sitzende FFP2-Maske einen geeigneten Schutz vor infektiösen Aerosolen, einschließ­lich Viren dar“.

Die FFP2-Masken könnten Aerosole in der einge­atmeten Luft um bis zu 94 Prozent verringern, FFP3-Masken sogar um 99 Prozent. Wichtig: Die Masken müssen dicht am Gesicht anliegen, um gut zu filtern. Das erschwert allerdings das Atmen für den Träger. Die Sauer­stoff­versorgung bleibe dabei aber gewähr­leistet.

Die Behörde empfiehlt FFP2-Masken vor allem für bestimmte Berufs­gruppen wie Pfle­gekräfte und medizi­nisches Personal. FFP-3-Masken sind laut Baua nur etwas für Menschen, die direkt mit infizierten Menschen zu tun haben und daher ein hohes Infektions­risiko eingehen. Das Tragen dieses Masken­typs sei besonders anstrengend.

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Welche Vorgaben gelten für FFP-Masken?

FFP-Masken sind offiziell Gegen­stände der persönlichen Schutzausrüstung im Rahmen des Arbeits­schutzes. Die Masken müssen die Anforderungen der Norm EN 149 erfüllen. Die Norm unterscheidet je nach Rück­halte­vermögen der Partikelfilter drei Klassen: FFP1, FFP2 und FFP3. Anbieter garan­tieren über das CE-Zeichen, dass ihre Produkte die europäischen Sicher­heits­anforderungen erfüllt.

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Wodurch unterscheiden sich FFP-Masken mit und ohne Ventil?

Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) filtern nur Masken ohne Ventil zum Ausatmen sowohl die einge­atmete Luft als auch die ausgeatmete Atem­luft des Trägers. Sie bieten daher gleich­zeitig Fremd- und Eigen­schutz. Hingegen filtern Masken mit Ausatemventil die ausgeatmete Luft nicht, so dass sie keinen Fremd­schutz bieten.

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Wie lange ich kann ich FFP-Masken tragen?

Die Deutsche Gesetzliche Unfall­versicherung empfiehlt denjenigen, die aus beruflichen Gründen FFP-Masken nutzen müssen, die Trage­zeit zeitlich zu begrenzen. Eine FFP-Maske ohne Ausatem-Ventil solle maximal 75 Minuten durch­gehend getragen werden und danach mindestens 30 Minuten lang nicht mehr.

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Kann ich FFP-Masken mehr­mals verwenden?

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Bfarm) rät davon ab, wenn es sich um FFP-Einwegmasken handelt – erkenn­bar am aufgedruckten Kürzel „NR“ für „non-reusable“, also nicht wieder­verwend­bar. Bei akutem Mangel könne aber eine Mehr­fachnut­zung dieser Masken ange­zeigt sein, was aber eine sorgfältige und sichere Hand­habung erfordere. Daneben gibt es wieder­verwend­bare FFP-Masken, die mit einem „R“ gekenn­zeichnet sind. Hinweise zu Tragedauer, Reinigungs- und Desinfektions­zyklen für diese Masken stehen in der Gebrauchs­anleitung.

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Wie vermeidet man es, gefälschte FFP-Masken zu kaufen?

Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua) kursieren auch gefälschte und qualitäts­geminderte Masken auf dem Markt. Verbraucher sollten auf die CE-Kenn­zeichnung und den Aufdruck der europäischen Norm EN 149 achten – damit erklärt der Hersteller, alle recht­lichen Anforderungen für sein Produkt erfüllt zu haben.

Dabei ist aber eine Besonderheit zu berück­sichtigen: Es gibt derzeit auch noch FFP-Masken am Markt, die kein CE-Zeichen haben und trotzdem den europäischen Stan­dards entsprechen. Der Grund: Wegen des anfäng­lichen Masken­mangels in der Pandemie konnten Hersteller USA, Kanada, Australien und Japan bis zum 30. September 2020 FFP-Masken auch ohne CE-Kenn­zeichen auf den europäischen Markt bringen. Die länder­eigenen Zertifizierungen reichten in der besonderen Situation, um in der EU verkehrs­fähig zu sein.

Inzwischen besteht kein Masken­mangel mehr. Wie lange es aber dauert, bis die Masken mit Ausnahme­genehmigung abver­kauft sind, ist unklar. Die Baua hat eine Übersicht veröffent­licht, wie Verbraucher die Qualitäts­kenn­zeichnungen auf Masken aus diesen und weiteren Ländern entschlüsseln können.

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Was ist mit Masken, die aussehen wie medizi­nischer Mund­schutz, aber „kein Medizin­produkt“ sind?

Diese Einwegmasken ähneln dem medizi­nischen Mund­schutz, haben aber kein CE-Zeichen. Auf den Verpackungen steht zum Beispiel der Hinweis „kein medizi­nischer Mund­schutz“ oder „Staub­schutz“. Diese Masken erfüllen nicht die Anforderungen der Originale und sollten nicht im Gesund­heits­bereich getragen werden. Sie fallen also – wie die Stoff­masken – in die Kategorie Alltags­maske.

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Was ist von Masken mit Nano-Silber zu halten?

Im Handel und im Internet können Verbraucher inzwischen Masken mit Nano-Silber kaufen. „Über die Wirkung von Nano-Silber auf Viren ist bisher nur wenig bekannt“, erklärt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Für Coronaviren lägen einzelne Studien vor, die einen moderaten inaktivierenden Effekt zeigten – allerdings abhängig von der Art der Nanop­artikel und deren Applikation.

Eine kürzlich veröffent­lichte erste Studie beschrieb in Zusammen­hang mit Sars-CoV-2 einen inaktivierenden Effekt durch eine Silber-Nanocluster-Lösung, die auf eine Atem­schutz­maske aufgebracht worden war. Das BfR weist aber darauf hin, dass beim Tragen der Masken auch durch Atem­kondensat und Speichel Silber­ionen freigesetzt werden könnten. Abschließend sei noch nicht bewertet, ob von Masken mit Silber­beschichtungen Gesund­heits­risiken ausgingen, zum Beispiel Auswirkungen auf die Haut.

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Ist der Einsatz von Visieren anstatt einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffent­lichen Raum sinn­voll?

„Die Verwendung von Visieren kann nach unserem Dafürhalten nicht als gleich­wertige Alternative zur Mund-Nasen-Bedeckung ansehen werden“, erklärt das RKI. Visiere könnten in der Regel maximal die Tröpf­chen auffangen, die direkt auf die Scheibe treffen. Ein korrekt getragener Mund-Nasen-Schutz dagegen minimiere das Vorbeiströmen von Luft an den Seiten. Es lägen bislang auch keine Daten vor, ob Visiere gleich­wertig zu einem Mund-Nasen-Schutz seien.

Das RKI nimmt bei dieser Einschät­zung explizit medizi­nische Visiere aus, die Mitarbeiter in Einrichtungen des Gesund­heits­wesens als Bestand­teil einer mehr­teiligen Schutz­ausrüstung tragen.

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Was sollte man beim Tragen eines Mund-Nasen­schutzes beachten?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte geben folgende Tipps.

Saubere Hände. Waschen Sie sich vor dem Anlegen und nach dem Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gründlich die Hände mit Seife.

Guter Sitz. Die Bedeckung sollte durch­gehend eng anliegen und Mund und Nase voll­ständig bedecken.

Atemtest. Testen Sie vor der ersten Verwendung, ob die Maske genügend Luft durch­lässt. Sie sollte das normale Atmen möglichst wenig behindern.

Stoff­art. Fest gewebte Stoffe sind besser geeignet als leicht gewebte.

Wechseln. Wenn der Atem die Maske durch­feuchtet, sollte sie gewechselt werden. Sonst könnten sich Keime ansiedeln.

Nicht berühren. Vermeiden Sie beim Tragen, die Mund-Nasen-Bedeckung anzu­fassen und zu verschieben. Sonst könnten Sie mit der Hand Viren auf die Maske bringen.

Abnehmen. Nehmen Sie den Schutz ab, indem Sie nur die seitlichen Laschen oder Schnüre berühren. Auf der Außenseite der Maske könnten sich Erreger von anderen Menschen befinden.

Nicht am Hals tragen. Hängen Sie die Maske nicht um den Hals oder ans Hand­gelenk, wenn Sie sie zwischen­durch abnehmen. Es könnten Viren von Jackenkragen, Ärmeln oder infizierten Händen auf die Maske übergehen.

Aufbewahren. Bewahren Sie die gebrauchte Maske etwa in einem sauberen, wasch­baren Beutel, einer Tüte oder einem Käst­chen auf.

Waschen. Waschen Sie die Masken am besten direkt nach dem Tragen zusammen mit dem Aufbewahrungs­beutel bei mindestens 60 Grad Celsius mit einem Voll­wasch­mittel in der Wasch­maschine. Beachten Sie Wasch­empfehlungen. Alternativ können Sie die Maske auch 10 Minuten in einem Topf Wasser abkochen. Trocknen Sie die Maske voll­ständig. Laut Bundes­zentrale für gesundheitliche Aufklärung liegen noch keine Studien darüber vor, ob das Reinigen durch Hitze von Back­öfen oder Mikrowellen sinn­voll ist.

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Darf ich die Hygiene­regeln lockerer sehen, wenn ich einen Mund-Nasen-Schutz trage?

Auf keinen Fall. Das RKI betont, dass auch beim Tragen einer Maske ein Abstand von mindestens 1,5 Meter zu anderen Personen einge­halten werden müsse – ebenso die Husten- und Nies­regeln sowie eine gute Händehygiene.

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Ab welchem Alter müssen Kinder einen Mund-Nasen-Schutz tragen?

In den meisten Bundes­ländern müssen Kinder ab dem sechsten Geburts­tag einen Mund-Nasen-Schutz tragen. „Unter zwei Jahren kann ein Kind kaum einen Gesichts­schutz tragen“, erklärt der Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Die Experten warnen: Auf Spielplätzen – sofern frei zugäng­lich – berge der Mund-Nasen-Schutz die Gefahr, dass ein Kind daran hängen bleiben könnte.

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Ist es für Kinder gefähr­lich, eine Alltags­maske aus Stoff zu tragen?

Nein. In sozialen Netz­werken kursierten Spekulationen, wonach ein Mund-Nasen-Schutz für Kinder gefähr­lich sein könnte. Es hießt, dass sich schädliches Kohlen­dioxid unter den Alltags­masken sammeln und gerade bei Kindern zu Atemlähmungen führen könne. Dies ist nach Recherchen des Bundes­gesund­heits­ministeriums bei einem herkömm­lichen Mund-Nasen-Schutz aus Stoff nicht der Fall. Wenn durch den Stoff geatmet werden könne, würden keine Kohlen­dioxid-Moleküle zurück­gehalten.

Potenziell gefähr­lich seien nur Bedeckungen, die den Gesichts­bereich fest abschließen und den Luft­austausch behindern, zum Beispiel zweck­entfremdete Schnorchelmasken oder andere Kunst­stoff­masken. Von den aktuellen Vorschriften zum Tragen von Alltags­masken sind Kinder vor dem Grund­schul­alter meist ausgenommen.

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Kann jeder einen Mund-Nasen-Schutz tragen?

Nein. Manche Menschen können ihn aus medizi­nischen oder anderen triftigen Gründen nicht tragen. Sie könnten sich mit Tüchern oder Schals behelfen, durch die das Atmen leichter fällt.

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Warum ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wichtig?

Nach Einschät­zung des RKI kann ein Mund-Nasen-Schutz „ein zusätzlicher Baustein“ sein, um die Ausbreitungs­geschwindig­keit von Covid-19 zu verringern und Risiko­gruppen zu schützen. Die Bedeckung könne infektiöse Tröpf­chen und Aerosole abfangen, die Menschen etwa beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstoßen. Außerdem verlang­samen Textilien vorm Mund grund­legend den Atem­strom, so dass Tröpf­chen nicht so weit kommen.

Das gelte insbesondere für Situationen, in denen mehrere Menschen in geschlossenen Räumen zusammentreffen und der Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen nicht einge­halten werden könne. Das sei zum Beispiel in Geschäften, öffent­lichen Verkehrs­mitteln, in Büroräumen der Fall.

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Öffent­lichen Raum könne vor allem dann Über­tragungen verringern, wenn ihn möglichst viele Menschen tragen. Das RKI betont: Für den Fremd­schutz durch eine Maske liegen inzwischen wissenschaftliche Hinweise vor, nicht aber für den Eigen­schutz.

Tipps fürs Desinfizieren, Spülen und Waschen

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Was ist bei Desinfektions­mitteln zu beachten?

Grund­sätzlich reicht es im Alltag, sich mit Seife gründlich die Hände zu waschen und Oberflächen mit gängigen Haus­halts­reinigern zu desinfizieren. Wer zusätzlich Desinfektions­mittel für Flächen oder Hände benutzen will, sollte darauf achten, dass sie wirk­sam gegen Coronaviren sind. Erkenn­bar ist das laut RKI an der Auslobung „begrenzt viruzid“ (wirk­sam gegen behüllte Viren), „begrenzt viruzid Plus“ oder „viruzid“.

Kommerzielle Desinfektions­mittel sind mit Beginn der Pandemie in Apotheken knapp geworden. Daher gibt es nun eine Ausnahme­genehmigung der Bundes­anstalt für Arbeits­schutz und Arbeits­medizin, wonach das Apotheken­personal Produkte zur Hände­des­infektion herstellen kann, etwa für Kunden, Arzt­praxen, Pfle­geheime.

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände rät davon ab, zu Hause Desinfektions­mittel in Eigen­produktionen herzu­stellen. Ob diese dann wirk­lich gegen Viren wirk­sam seien, sei ungewiss; bei vielen Ausgangs­stoffen handele es sich zudem um gefähr­liche Chemikalien.

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Wie temperatur­beständig ist das Coronavirus eigentlich?

Das Virus weist eine hohe Temperatur­beständig­keit auf. Das RKI verweist auf Daten, die die Entwick­lung des Virus in unterschiedlich warmen Flüssig­keiten beschreiben. Danach verringere sich die Virenlast bei einer Temperatur von 56 Grad Celsius inner­halb von 5 bis 20 Minuten um mehr als eine Vierer­potenz. Bei 60 Grad Celsius würden die Viren in 15 bis 30 Minuten bis unter die Nach­weis­grenze deaktiviert, bei 65 Grad inner­halb von 10 Minuten und bei 70 Grad inner­halb von 5 Minuten. Ein kompletter Verlust der Infektiosität werde bei Temperaturen von 56 bis 65 Grad in 90 Minuten und bei 75 Grad in 30 bis 40 Minuten erreicht.

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Setzt Spülen mit der Hand oder im Geschirr­spüler das Virus auf Geschirr schachmatt?

Coronaviren, deren Erbgut von einer Fett­schicht umhüllt ist, reagieren laut BfR empfindlich auf fett­lösende Substanzen wie Alkohole und Tenside in Seifen und Geschirr­spül­mitteln. Auch wenn für Sars-CoV-2 noch keine spezi­fischen Daten vorliegen, sei es wahr­scheinlich, dass die fett­lösenden Substanzen die Virus­oberfläche beschädigten und das Virus inaktivierten. Das BfR verweist auf eine Studie mit dem verwandten Virus Sars-CoV-1, in der dieses durch eine fünf­minütige Behand­lung mit handels­üblichem Spül­mittel voll­ständig inaktiv wurde.

Höhere Temperaturen und noch längerer Kontakt mit den fett­löslichen Substanzen bieten noch mehr Sicherheit, das Virus auszuschalten – zum Beispiel beim Reinigen von Trinkgefäßen im Geschirr­spüler bei mindestens 60 Grad Celsius. Wer mit der Hand spült, sollte möglichst heißes Wasser nutzen – mindestens 45 Grad Celsius und maximal 50 Grad Celsius, um die Haut der Hände nicht zu strapazieren.

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Wie lassen sich Coronaviren aus Textilien entfernen?

Es ist noch unklar, wie lange Coronaviren auf Textilien oder in der Wasch­maschine über­leben, teilt das BfR mit. Weil das Erbgut von Coronaviren von einer Fett­schicht umhüllt sei, reagierten sie generell empfindlich auf fett­lösende Substanzen wie Tenside. Diese sind als Fett­löser in Wasch­mitteln enthalten.

Das BfR rät Privathaushalten, die Wäsche wie gewohnt zu waschen. Wenn ein Haus­halts­mitglied erkrankt sei, sollten dessen Kleidung, Bett­wäsche, Unter­wäsche, Hand­tücher und Wasch­lappen sicher­heits­halber bei einer Temperatur von mindestens 60 Grad Celsius in einer Wasch­maschine mit Voll­wasch­mittel gewaschen und gründlich getrocknet werden.

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Hilft seifenfreie Wasch­lotion genauso gut gegen Coronaviren wie normale Seife?

Ja. Solche Wasch­lotionen, auch Syndets genannt, enthalten ebenfalls wasch­aktive Substanzen, allerdings sind diese synthetisch hergestellt – im Gegen­satz zu den Salzen aus natürlichen Ölen und Fetten in vielen Seifen. Wie Seife lösen die wasch­aktiven Substanzen die Fett­hülle der Coronaviren auf, so spülen Wasser plus Wasch­lotion die Viren leichter weg. Syndets eignen sich meist für empfindliche Haut.

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Ich habe vom vielen Hände­waschen trockene Hände. Wie pflege ich sie am besten?

Mit Hand­creme. Die Stiftung Warentest hat Ende 2018 Handcremes gegen trockene Haut geprüft. Darunter waren Produkte von Body Shop, Nivea und dm sowie einige Naturkosmetik­produkte. Viele pflegten gut, aber nur wenige zogen schnell ein. Wer Probleme mit trockenen Händen hat, sollte sie lieber mit milden Wasch­lotionen und Syndets waschen als mit herkömm­licher Seife und beim Putzen Haus­halts­hand­schuhe tragen.

Innenräume richtig lüften

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Durch­zug oder Stoß­lüften?

Wenn sich mehrere Leute aus unterschiedlichen Haushalten in einem Raum aufhalten, ist häufiges Lüften angesagt. Das Umwelt­bundes­amt hält das sogenannte Querlüften für optimal. Dafür wird zum Beispiel zwischen einem geöff­neten Fenster und einem weiteren offenen Fenster oder einer Tür Durch­zug hergestellt. Raum- und Frisch­luft tauschen sich dann schnell aus.

Alternativ geht auch Stoß­lüften: Dabei wird das Fenster für einige Minuten weit geöffnet. Im Winter reichen 5 Minuten Stoß­lüftung, weil die Temperatur­unterschiede zwischen drinnen und draußen den Luft­austausch beschleunigen. Im Sommer dauert das nicht selten 20 bis 30 Minuten. Als wenig wirk­sam gilt es, die Fenster nur teil­weise zu öffnen oder ununterbrochen auf Kipp zu stellen.

Schulen empfiehlt die Innenraum­luft­hygiene-Kommis­sion am Umwelt­bundes­amts (IRK) beispiels­weise, Klassenräume regel­mäßig alle 20 Minuten für etwa 3 bis 5 Minuten zu lüften – und in jeder Unterrichts­pause durch­gehend.

Tipp: Gutes Lüften allein kann Infektionen mit dem Coronavirus nicht verhindern. In Innenräumen, die von mehreren Personen genutzt werden, sind zusätzliche Maßnahmen wie das Tragen notwendig – Abstand halten und möglichst ein Mund-Nasen-Schutz.

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Wie viel bringt das Lüften über­haupt?

Laut der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zeigen Berechnungen, dass das Risiko einer Corona-Infektion durch regel­mäßiges Stoß­lüften etwa um die Hälfte sinkt. Zusätzliches Maskentragen könne das Risiko sogar um einen Faktor fünf bis zehn verringern.

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Muss ich sofort lüften, wenn jemand im Raum hustet oder niest?

Ja, sofort. Das empfiehlt die Innenraumlufthygiene-Kommission (IRK) am Umwelt­bundes­amt.

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Was bringen mobile Luft­reiniger?

Mobile Luft­reiniger stellen nach Einschät­zung der Innenraumlufthygiene-Kommission (IRK) am Umwelt­bundes­amt keinen Ersatz für konsequentes Lüften dar. Luft­reiniger mit HEPA-Filtern könnten aber unterstützend etwas bringen und zum Beispiel in Klassenräumen die Zahl an virushaltigen Partikeln senken.

Die Geräte sollten mit sogenannten hoch­abscheidenden Filtern der Filterklassen H 13 oder H 14 ausgerüstet sein. Nur sie gewähr­leisteten eine wirk­same Reduktion von Viren in der Luft. Feinfilter der Klassen F 7 bis F 9 reichten nicht aus.

Wer mobile Luft­reiniger aufstellt, sollte nach Empfehlung der IRK auf die Raumgegebenheiten achten. Der Luft­durch­satz müsse sich an die Raumgröße und die Personenzahl im Raum anpassen lassen.

Vorrichtungen zum Ansaugen und Abblasen der Luft sollten so ausgerichtet sein, dass diese nicht zusätzlich verwirbelt werde und die Viren sich erst recht im Raum verteilen könnten.

Die Universität der Bundeswehr in München hatte Anfang August eine Studie über die Wirkung von Luft­reinigern gegen Corona-Viren veröffent­licht, die zu einer positi­veren Einschät­zung als die IRK in seiner späteren Stellung­nahme kam.

Die IRK lehnt es ab, Luft mit chemischen Wirk­stoffen wie Ozon zu behandeln. Ozon etwa sei selbst ein Reizgas für die Atem­luft und könne zudem mit anderen chemischen Stoffen in der Luft reagieren kann und unbe­kannte, eventuell giftige Folge­produkte bilden.

Die Stiftung Warentest hat Anfang 2020 sieben Luftreiniger getestet, von denen zwei gut abschnitten – allerdings wurde damals ihre Wirk­samkeit gegen Viren noch nicht mitgeprüft.

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Was nutzen CO2-Ampeln?

Einige Privatleute, Schulen und Unternehmen haben sich CO2-Konzentrations-Ampeln für Innenräume ange­schafft. Laut Innenraumhygiene-Kommission am Umwelt­bundes­amt können CO2-Ampeln als Anhalts­punkt für gute oder schlechte Lüftung dienen. Sie schützten aber nicht grund­sätzlich vor Infektionen.

Welche Impfungen angesagt sind

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Soll ich mich gegen Pneumokokken impfen lassen?

Das kommt darauf an. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt bestimmten Personen­gruppen, sich in Corona-Zeiten gegen Pneumokokken impfen zu lassen: Personen mit Immun­schwäche, Menschen mit chro­nischen Erkrankungen des Herzens oder der Atmungs­organe, Senioren ab 70 Jahre, Babys und Klein­kinder bis zwei Jahre. Die Impfung schützt zwar nicht vor Covid-19, aber vor möglichen zusätzlichen Infektionen durch Pneumokokken-Bakterien, die den Krank­heits­verlauf erschweren. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass in Deutsch­land schon zu normalen Zeiten jähr­lich rund 5 000 Menschen an einer Pneumokokken-Infektion sterben.

Die Impf­experten der Stiftung Warentest haben den Nutzen und die Risiken der Impfung bewertet. Unser kostenloser Test zur Pneumokokken-Impfung informiert über die generelle Einschät­zung und coronabe­dingte Besonderheiten. Wenn Sie sich allgemein über Impfungen informieren wollen, empfehlen wir unsere Tests Impfungen für Erwachsene und Impfungen für Kinder

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Für wen ist die Grippeimpfung sinn­voll?

Die Impf­experten der Stiftung Warentest raten gefähr­deten Personen­gruppen dazu, etwa chro­nisch Kranken mit Atemwegs­erkrankungen wie COPD, mit Blut­hoch­druck, Diabetes, Herz­leiden sowie Immun­geschwächten. Anders als die Ständige Impf­kommis­sion empfehlen unsere Experten die Grippeimpfung aber nicht generell für über 60-jährige Menschen, die gesund sind. Mehr über die Einschät­zung zur Grippeimpfung in unserem Grippe-Special.

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Sollen Kinder weiter nach dem empfohlenen Impf­plan ihre Impfungen bekommen?

Ja. Laut Robert-Koch-Institut sollten Eltern ihre Babys wie vorgesehen und mit hoher Priorität grund­immunisieren lassen. Das umfasst die Sechs­fach-Impfung gegen Tetanus, Polio, Diph­therie, Hepatitis B, Keuchhusten und Haemophilus influenzae Typ b (Hib), die Impfung gegen Pneumokokken und die Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und eventuell gegen Wind­pocken. Wenn weitere allgemein empfohlene Impfungen anstehen, sollen diese ebenfalls gegeben werden.

Tipp: Impfungen und Vorsorgeunter­suchungen lassen sich um zwei Wochen verschieben, wenn das Kind Symptome einer Atemwegs­infektion zeigt. Die Begleit­person darf nicht an akuter Atemwegs­infektion oder Fieber leiden und sollte möglichst allein – auch ohne Geschwisterkind – mit dem Impf­ling zum Termin erscheinen. Alle unsere Impf­empfehlungen haben wir im Special Impfungen für Kinder zusammen­gestellt.

Kontakt mit Arzt, Therapeut, Krankenkasse und Co

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Muss ich persönlich zum Arzt gehen, wenn ich eine Krank­schreibung brauche?

Nicht unbe­dingt. Befristet auf die Zeit vom 19. Oktober bis 31. Dezember 2020 können sich Patienten mit leichten Atemwegs­erkrankungen – wie bereits im Früh­jahr – telefo­nisch von ihrem Arzt krank schreiben lassen, berichtet der Gemeinsame Bundesbundesausschuss. Telefo­nische Krank­schreibungen seien für bis zu 7 Kalendertage möglich und könnten einmalig telefo­nisch um weitere 7 Tage verlängert werden. Dabei müsse sich der Arzt im Telefonat persönlich vom Krank­heits­zustand des Anrufenden über­zeugen.

Alternativ können Krank­schreibungen auch per Video­sprech­stunde erfolgen. Voraus­setzung dafür: Der Patient muss in der Praxis mindestens schon einmal untersucht worden und damit persönlich bekannt sein. Der Arzt kann dann eine erste Krank­schreibung für maximal sieben Kalendertage per Video ausstellen.

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Ärzte können mehr Video­sprech­stunden anbieten. Was muss ich dazu wissen?

Patienten haben noch mindestens bis zum 31. Dezember 2020 deutlich mehr Möglich­keiten, mit ihrem Arzt per Video­chat zu sprechen, als vor der Corona-Krise. Die Voraus­setzung dafür ist natürlich, dass der Arzt diese Möglich­keit über­haupt anbietet. Vor der Krise war dieses Angebot auf 20 Prozent der Behand­lungs­fälle eines Arztes beschränkt, in der Krise kann unbe­grenzt Video­sprech­stunden anbieten. Die neue Regelung soll dazu beitragen, dass Patienten derzeit wie empfohlen, nur in dringenden Notfällen die Praxen aufzusuchen. Ärzte müssen sich für die Videosprechstunde einen zertifizierten Video­dienst­anbieter aussuchen.

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Was ist mit meinen Sitzungen beim Psycho­therapeuten? Finden diese in der Praxis statt?

Teils, teils. Bis zum 31. Dezember 2020 sind psycho­therapeutische Sprech­stunden auch per Video­sprech­stunde möglich. Das gilt auch für sogenannte probatorische Sitzungen, also die anfäng­lichen Sitzungen vor Beginn der eigentlichen Therapie. Diese Regelung schließt auch neuro­psychologische Therapien mit ein. Darauf haben sich die Kassen­ärzt­liche Vereinigung und der GKV-Spitzen­verband geeinigt. Zuvor war eine Video­sprech­stunde nur unter bestimmten Voraus­setzungen möglich.

Grund­sätzlich bleibt es bei der Psycho­therapeutischen Sprech­stunde weiterhin wichtig, dass Patienten persönlich in die Praxis kommen. Das ist vor allem für die Eingangs­diagnostik, Therapie­empfehlung und Aufklärung wichtig. Diese Sprech­stunden sollten aber auf ein Mindest­maß reduziert werden, um Infektions­risiken zu minimieren. In Einzel­fällen soll nun auch eine diagnostische Einschät­zung oder eine Einleitung der Psycho­therapie per Video­sprech­stunde möglich sein.

Generelle Infos zum Thema finden Sie in unserm Test von Online-Psychotherapien

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Ich habe mit meinem Kind Vorsorgetermine beim Kinder­arzt. Hingehen oder den Termin lieber verschieben?

Der Verband der Kinder- und Jugend­ärzte rät, vor jedem Arzt­besuch telefo­nisch in der Praxis nach­zufragen. Vorsorgetermine in den ersten zwei Lebens­jahren und Impfungen von Klein­kindern sollten möglichst nicht verschoben werden. Bis auf Weiteres müssen die Vorsorgeunter­suchungen U6, U7, U7a, U8 und U9 nicht mehr in begrenzten Zeit­fens­tern statt­finden, die Unter­suchungen können also auch später statt­finden. Zudem sollten Kinder möglichst nur noch mit einem Eltern­teil in die Praxis kommen – wenn möglich auch ohne Geschwister. Begleit­personen, die älter als 60 Jahre sind, oder chro­nisch Kranke sollten die Praxis möglichst nicht aufsuchen.

Wichtig: Rufen Sie vorher in der Praxis an, wenn Ihr Kind an akuten Beschwerden leidet.

Kinder­arzt­praxen können Rezepte, Über­weisungen oder Krank­schreibungen auch per Post schi­cken. Weitere Infos zum Thema Impfen finden Sie in unserem Test Impfungen für Kinder.

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Ich habe noch Vorsorge- und Kontroll­termine beim Arzt. Werde ich dort noch regulär behandelt?

Ja. Die Arzt­praxen haben normaler­weise weiter regulär geöffnet und behandeln ihre Patienten und Patientinnen weiter. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie alle Termine jetzt wahr­nehmen müssen, weil sie für Ihre Gesundheit wichtig sind, oder ob Sie diese auch aufschieben können. Wichtig: Bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus sollten Sie das weitere Vorgehen telefo­nisch abklären. Vermeiden Sie dann unbe­dingt einen Besuch in der Praxis.

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Was gilt für jetzt für Präventions­kurse?

Die Krankenkassen, die an der Zentralen Prüf­stelle Prävention teilnehmen, bieten ihren Versicherten an, begonnene oder während der Zeit der Kontakt­begrenzung beginnende Präventions­kurse vorüber­gehend auszusetzen, wenn diese nicht wie vorgesehen durch­geführt werden können. Die Kurse müssen aber bis spätestens 31. Dezember 2020 nachgeholt werden (Vergleich Krankenkassen).

Wenn die Möglich­keit besteht, kann ein Präventions­kurs für einen begrenzten Zeitraum auch per Video- oder Onlinekurs (etwa Live-Stream) statt­finden. Das gilt auch für die weiteren Einheiten bereits begonnener Kurse und für geplante Kurse. Aus der Teil­nahme­bescheinigung für die Kurs­teilnehmer sollte hervorgehen, wie viele Kurseinheiten auf Grund der Corona-Pandemie online statt­gefunden haben oder ausgefallen sind.

Für die Kurs-Zuschüsse, die Versicherte von ihren Krankenkassen erhalten, gilt vorüber­gehend folgende Regelung: Beendet ein Versicherter seinen Präventions­kurs aufgrund der Corona-Pandemie vorzeitig und kann er diesen auch nicht fortführen, erhält er von seiner Krankenkasse mindestens eine Erstattung auf Basis der schon durch­geführten Kurseinheiten. Eine regel­mäßige Teil­nahme prüft die Kasse nicht. Bei der Zentralen Prüf­stelle Prävention nehmen fast alle gesetzlichen Krankenkassen mit ihren Präventions­angeboten teil.

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Ich bin pflegebedürftig und habe einen Antrag zur Einstufung in einen Pfle­gegrad gestellt. Finden Begut­achtungen über­haupt statt?

Nein. Aufgrund der sich abzeichnenden Engpässe in der gesundheitlichen Versorgung wollen die Medizi­nischen Dienste der Kranken­versicherung (MDK beziehungs­weise MDS) zum einen medizi­nisches und pflegerisches Personal einsetzen, um bei der Bewältigung der Corona-Epidemie zu helfen. Und zum anderen wird jede Form der körperlichen Unter­suchung durch den MDK ausgesetzt, um vorerkrankte und pflegebedürftige Menschen vor Anste­ckung mit dem Coronavirus zu schützen.

Das hat zur Folge, dass aktuell keine persönlichen Begut­achtungen in Pfle­geheimen und zu Hause zur Fest­stellung der Pflegebedürftig­keit erfolgen. Statt­dessen beabsichtigen die Medizi­nischen Dienste, die Einstufung auf Basis der bereits vorliegenden Informationen – etwa medizi­nische Unterlagen oder Pfleg­etagebücher – und eines ergänzenden Telefon­interviews mit den Pflegebedürftigen beziehungs­weise ihren Bezugs­personen vorzunehmen. So soll sicher­gestellt werden, dass Antrag­steller auch in der Coronakrise zeit­nah Leistungen abrufen können.

Sollte die Entscheidung über einen Pfle­gegrad negativ ausfallen, können Antrag­steller weiterhin dagegen Wider­spruch einlegen. Mehr dazu in unserem Special Pflegeversicherung.

Corona – Behand­lungs­möglich­keiten

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Welche Behand­lungs­möglich­keiten gibt es?

Schwer erkrankte Patienten werden über­wiegend durch unterstützende Maßnahmen behandelt: Sie erhalten zum Beispiel Sauer­stoff oder bei Super­infektionen Antibiotika oder der Flüssig­keits­haushalt im Körper wird ausgeglichen. Eine spezi­fische Therapie gegen das Coronavirus steht derzeit noch nicht zur Verfügung.

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Gibt es Medikamente gegen andere Krankheiten, die auch gegen Covid-19 helfen könnten?

Die Forschung nach geeigneten Mitteln läuft auf Hoch­touren: Die Welt­gesund­heits­organisation WHO testet in einer interna­tionalen Mega-Studie namens Solidarity ausgewählte Wirk­stoffe – sie sind etwa in Medikamenten gegen Malaria und Ebola enthalten oder stammen aus der HIV-Medizin. Weitere Wirk­stoffe sind in der Diskussion.

Die WHO hat eine Liste veröffent­licht, auf der alle potenziellen Therapeutika und die derzeit damit durch­geführten Studien aufgeführt sind. Auch die französische Gesund­heits­behörde Inserm hat angekündigt, im europäischen Projekt Discovery Therapien gegen das Coronavirus auszupro­bieren.

Mitte Juni hat die WHO den Wirk­stoff Dexa­methason als viel­versprechend für Patienten mit schwerem Covid-19-Verlauf beur­teilt. Anlass für den Optimismus geben die vorläufigen Ergeb­nisse der sogenannten Recovery-Studie, die von der Universität Oxford koor­diniert wird. Danach könnte der Wirk­stoff aus der Gruppe der Glucocorticoide etwa einem Drittel von mecha­nisch beat­meten Covid-19-Patienten das Leben retten und bei Patienten, die Sauer­stoff bekommen, etwa ein Fünftel. Dexa­methason wird schon seit Jahr­zehnten etwa bei schwerem akuten Asthma oder anaphylaktischem Schock einge­setzt.

Anfang April hatten australische Forscher erste Ergeb­nisse aus einem vorklinischen Experiment mit Ivermectin vermeldet – einem Medikament gegen Parasiten. In einem Zell­modell habe das Mittel das Corona-Virus Sars-CoV-2 inner­halb von 48 Stunden so gut wie voll­ständig eliminiert, hieß es. Allerdings ist die Unter­suchung noch längst nicht abge­schlossen. Anwendungs­empfehlungen und zumindest im Ansatz belast­bare Äußerungen sind nur nach klinischen Studien möglich.

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Ist ein Impf­stoff in Sicht?

Laut RKi zeichnet sich ab, dass mit ersten sicheren und wirk­samen Impf­stoffen, die vor Covid-19 schützen, ab Anfang 2021 zu rechnen sein könnte. Welt­weit wird an der Entwick­lung mehrerer Impf­stoff-Typen gearbeitet. Das Tempo der Impf­stoff­entwick­lung ist enorm. Bislang dauerte es von der Virus­analyse bis zur Markt­zulassung eines Impf­stoffs meist 15 bis 20 Jahre. Neue Technologien und Erfahrung mit Impf­stoffen gegen ähnliche Viren haben die Entwick­lung voran­getrieben.

Wie bei Impf­stoffen üblich, werden auch Impf­stoffe gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 intensiv geprüft. Die verschiedenen Impf­stoff-Kandidaten durch­laufen jeweils streng kontrollierte Prozesse. Es gibt dafür klare gesetzliche und wissenschaftliche Vorgaben, bevor die Impf­stoffe bei gesunden Menschen angewendet werden dürfen. Das Zulassungs­verfahren unterliegt strengen wissenschaftlichen und gesund­heits­politischen Kontrollen. Das RKI erklärt: „Es scheint aber möglich zu sein, dass es diesmal gelingt, so schnell wie noch nie einen Impf­stoff zu entwickeln, der den hohen nationalen und interna­tionalen Qualitäts­anforderungen entspricht.“

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Wie wird der Impf­stoff verteilt?

Wenn ein Impf­stoff zugelassen sein sollte, kann er zu Beginn nicht allen Menschen über­all zur Verfügung stehen. Er muss erst hergestellt und verteilt werden. Zuständig für die Verteilung des Impf­stoffs in Deutsch­land sind das Bundes­ministerium für Gesundheit (BMG) und die Bundes­länder. Die Ständige Impf­kommis­sion (Stiko) entwickelt die Impf­empfehlung. Bei vermutlich einge­schränkter Verfügbarkeit wird der Impf­stoff zunächst wahr­scheinlich Risiko­gruppen angeboten sowie Menschen, die ein erhöhtes Infektions­risiko haben – etwa Mitarbeitern in Krankenhäusern. Details zur Verteilung finden sich im gemein­samen Positionspapier von Stiko, Leopoldina und Deutschem Ethikrat.

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Sollen Kinder weiter nach dem empfohlenen Impf­plan ihre normalen anderen Impfungen bekommen?

Ja. Laut Robert-Koch-Institut sollten Eltern ihre Babys wie vorgesehen und mit hoher Priorität grund­immunisieren lassen. Das umfasst die Sechs­fach-Impfung gegen Tetanus, Polio, Diph­therie, Hepatitis B, Keuchhusten und Haemophilus influenzae Typ b (Hib), die Impfung gegen Pneumokokken und die Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und eventuell gegen Wind­pocken. Wenn weitere allgemein empfohlene Impfungen anstehen, sollen diese ebenfalls gegeben werden.

Tipp: Impfungen und Vorsorgeunter­suchungen lassen sich um zwei Wochen verschieben, wenn das Kind Symptome einer Atemwegs­infektion zeigt. Die Begleit­person darf kein Fieber haben, nicht an einer akuten Atemwegs­infektion leiden und sollte möglichst allein mit dem Impf­ling zum Termin erscheinen – Geschwisterkinder also nicht mitbringen! Weitere Infos in unserem Special Impfungen für Kinder.

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Wann kommt die Impfung gegen das Coronavirus?

Zum jetzigen Zeit­punkt lässt sich laut Robert-Koch-Institut noch nicht sagen, wann es einen sicheren und wirk­samen Impf­stoff gegen Sars-CoV-2 geben wird. Er stände frühestens 2021 in relevanten Mengen zur Verfügung. Welt­weit wird an der Entwick­lung mehrerer Impf­stoff-Typen gearbeitet. Dazu hat die WHO einen Über­blick zusammen­gestellt.

Derzeit arbeiten Wissenschaftler an mehr als 190 möglichen Impf­stoff-Kandidaten, die auf unterschiedlichen „Platt­formen“ aufbauen (zum Beispiel DNA, RNA, Protein Subunit oder Vektor-Impf­stoffe). Für die Entwick­lung eines Impf­stoffs müssen das Virus sowie seine Wirkungen aufs Immun­system genau identifiziert werden. In Deutsch­land läuft die Zulassung von Impf­stoffen über das Paul-Ehrlich-Institut.

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Können Medikamente gegen Covid-19 beschleunigt zugelassen werden?

Ja. Die Zulassungs­verfahren für Medikamente und Impf­stoffe gegen das Coronavirus laufen aktuell beschleunigt ab. So können Pharma­hersteller die Ergeb­nisse für notwendige Studien zum Beispiel kapitel­weise einreichen, Behörden können sie schneller prüfen. Interna­tionale Koope­rationen sollen helfen, Erkennt­nisse zu bündeln.

Möglicher­weise helfen längst zugelassene Mittel, etwa gegen HIV, Malaria, Hepatitis C und Rheuma, auch bei Covid-19. „Sie haben den Vorteil, dass bereits Wirk­samkeits- und Sicher­heits­erfahrung vorliegen, müssen aber als Medikamente gegen Covid-19 zusätzlich klinisch geprüft werden“, sagt der Arznei­mittel­experte der Stiftung Warentest, Professor Gerd Glaeske von der Uni Bremen.

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Wie steht es um die Behand­lung mit dem viel diskutierten Wirk­stoff Remdesivir?

Der antivirale Wirk­stoff Remdesivir ist nun in der EU zugelassen – aber noch nicht auf dem deutschen Arznei­mitt­markt verfügbar, berichtet die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Remdesivir wurde eigentlich gegen Ebola entwickelt und zeigte auch Effekte gegen Sars und Mers – beide Krankheiten werden auch von Coronaviren ausgelöst.

Der Wirk­stoff ist in einem Medikament namens Veklury enthalten und darf nur unter erheblichen Auflagen einge­setzt werden, um Covid-19-Patienten zu behandeln. Diese müssen mindestens 12 Jahre alt sein, mindestens 40 Kilogramm wiegen und an einer Lungen­entzündung erkrankt sein, die eine zusätzliche Sauer­stoff­zufuhr erfordert.

Studien zufolge kann Remdesivir bei einigen Covid-19-Patienten mit schwerem Verlauf die Genesung beschleunigen und Klinik­aufenthalte verkürzen. Die Arznei­mittel­kommis­sion geht davon aus, dass von diesen Vorteilen durch Remdesivir wahr­scheinlich haupt­sächlich jüngere Patienten profitieren. Ob die Behand­lung das Sterberisiko senkt, sei derzeit unklar.

Laut Zulassungsbewertung erscheint Remdesivir bisher gut verträglich. Bei einigen Patienten könne es aber zu Über­empfindlich­keits­erscheinungen und einer Erhöhung der Leber­werte kommen. Die verfügbaren, vorläufigen Daten zur lang­fristigen Sicherheit und eventuellen Spät­folgen seien noch nicht umfassend. Der Wirk­stoff wird über Infusionen verabreicht.

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Im Internet kursieren Angebote für Medikamente und Nahrungs­ergän­zungs­mittel gegen Covid-19. Was ist davon zu halten?

Nichts. Die Europäische Medikamentenbehörde EMA warnt davor, Fake-Arznei­mittel von nicht auto­risierten Online-Shops und anderen unseriösen Anbietern zu kaufen. Sie werben damit, dass ihre Produkte Covid-19 vorbeugen oder gar heilen könnten.

Laut EMA sehen die Fake-Arznei­mittel oft aus wie zugelassene Präparate. Sie enthielten aber falsche, falsch dosierte, unwirk­same oder für Medikamente nicht zugelassene Substanzen. Die Inhalts­stoffe könnten der Gesundheit sogar schaden. Verbraucher sollten in stationären Apotheken oder registrierten Versand-Apotheken kaufen (mehr Infos in unserem Test von Versandapotheken).

Ergänzend warnt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vor Nahrungs­ergän­zungs­mitteln, die als Mittel zur Vorbeugung gegen Covid angepriesen werden. Es gebe keine Nahrungs­ergän­zungs­mittel, die eine Infektion mit dem Virus verhindern könnten. Die kritisierten Nahrungs­ergän­zungs­mittel enthalten laut Verbraucherzentrale NRW zum Beispiel Grüntee – beziehungs­weise den Inhalts­stoff Epigallocatechinagallat – , Rhodiola (Rosenwurz), Cistus (Zistrosenkraut), Propolis, Kapuzinerkresse, Schwarze Johannis­beere, Kurkuma oder Zimt.

Die Verbraucherzentrale warnt auch davor, das gefähr­liche Miracle Mineral Supplement (MMS), auch Chlor­dioxidlösung (CDL) genannt, einzunehmen. Es handelt sich dabei um ein Desinfektions­mittel, das zum Bleichen von Textilien dient. Abge­sehen davon nütze es – anders als kolportiert – nicht gegen Sars-CoV-2, ebenso wenig wie Arsen in homöo­pathischen Dosen.

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Das Schmerz- und Fieber­mittel Ibuprofen steht unter Verdacht, Covid-19-Verläufe zu verschlimmern. Was ist dran?

Es kursieren verschiedene Meldungen, wonach Ibuprofen einen Covid-19-Verlauf verschlimmern könnte. Das Thema haben etwa soziale Netz­werke, der französische Gesund­heits­minister und ein einzelner WHO-Sprecher gegen­über der Deutschen Presseagentur dpa aufgegriffen. Die Europäische Arzneimittelagentur Ema stellte inzwischen klar: „Es besteht kein wissenschaftlich erwiesener Zusammen­hang zwischen der Einnahme von Ibuprofen und einem schwereren Verlauf einer Corona-Erkrankung.“

Anlass der ganzen Diskussion ist ein Leser­brief vom 11. März 2020 im Fachmagazin The Lancet. Dieser fasst erste Beob­achtungen von Patienten zusammen, die schwer an Covid-19 erkrankt oder daran verstorben waren. Danach litten einige von ihnen an schweren Vorerkrankungen wie etwa Herz­erkrankungen, Blut­hoch­druck oder Diabetes. Die Autoren schließen aus ihren Beob­achtungen und Ergeb­nissen aus der Grund­lagen­forschung, dass bestimmte Medikamente eine Infektion mit Coronaviren befördern könnten. Dazu gehört auch Ibuprofen.

Fazit: Der Artikel aus The Lancet formuliert lediglich Hypothesen, die auf Labor­unter­suchungen und Beob­achtungen einiger weniger Patienten basieren. Es ist noch unklar, ob das Ganze tatsäch­lich eine klinische Bedeutung hat. Wer an Fieber – einem typischen Symptom von Covid-19 – leidet, sollte es ohnehin nicht gleich senken. Fieber unterstützt das körper­eigene Immun­system, Viren abzu­wehren. Wer sehr hohes Fieber senken möchte und sicher­heits­halber eine Alternative zu Ibuprofen sucht, kann auch Paracetamol nehmen – sofern dieser Wirk­stoff für ihn geeignet ist. Paracetamol ist etwa nicht geeignet für Menschen mit Leber­krankheiten und muss genau dosiert werden. Mehr Infos über Nutzen und Risiken von Paracetamol finden Sie in unserer Datenbank Medikamente im Test.

Generell auf Ibuprofen verzichten sollten Patienten, die aufgrund ihres hohen Blut­drucks neben blut­druck­senkenden ACE-Hemmern oder Sartanen auch noch Diuretika einnehmen. Die Kombination der drei Wirk­stoffe kann die Nieren stark schädigen. Ibuprofen ist auch nicht gut für alle, die an Magen- oder Zwölffingerdarm­geschwüren oder Nieren­einschränkungen leiden oder allergisch auf andere nicht­steroidale Antirheumatika (NSAR) reagieren. Patienten sollten vom Arzt verordnete Medikamente keinesfalls auf eigene Faust absetzen – statt­dessen sollten sie mit ihm über ihre Sorgen sprechen.

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Wie sieht die Studien­lage beim Zusammen­hang von Vitamin D und Corona aus?

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zeigen einigen Studien, dass Covid-19-Patienten häufig einen zu nied­rigen Vitamin-D-Spiegel im Blut haben. Doch seien keine wissenschaftlich hoch­wertigen Studien bekannt, die tatsäch­lich belegten, dass die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten vor einer Infektion mit dem Coronavirus noch vor dem Ausbruch von Covid-19 schütze. „Es ist wissenschaftlich unstrittig, dass Vitamin D zur normalen Funk­tion des Immun­systems beiträgt und dass eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung wichtig für die Gesundheit ist“, betont das BfR.

Die Deutsche Gesell­schaft für Ernährung verweist ergänzend auf frühere epidemiologische Studien, die auf einen möglichen Zusammen­hang zwischen dem Vitamin-D-Status und dem Auftreten von akuten Atemwegs­infekten hinweisen.

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Soll ich Präparate einnehmen, um mich mit Vitamin D zu versorgen?

Auch wenn sie jetzt mehr Zeit als sonst drinnen verbringen: Die meisten Menschen in Deutsch­land brauchen nach Einschät­zung der DGE auch im Winter kein Extra-Vitamin D. Von April bis September bilden Gesunde bis etwa 65 Jahre unter dem Einfluss von intensivem Sonnenlicht einen Über­schuss an knochen­stärkendem Vitamin D und speichern ihn. Die Reserven reichen normaler­weise für die sonnen­armen Monate, in denen der Körper mangels UV-Strahlen selbst nicht genug Vitamin D herstellen kann.

Die DGE rät daher gesunden jüngeren und mittel­alten Leuten nur dann zu Vitamin-D-Präparaten, wenn ihr Arzt eine unzu­reichende Versorgung fest­gestellt hat. Nur für bestimmte Personen­kreise gilt es generell als sinn­voll, Präparate einzunehmen. Dazu gehören beispiels­weise Menschen ab etwa 65 Jahre, weil ihr Körper nicht mehr so gut Vitamin D bildet. Auch Bett­lägerige und Pflegebedürftige, die kaum nach draußen kommen, profitieren von Extra-Vitamin-D – ebenso voll­verschleierte Frauen.

Insbesondere bei einem Vitamin-D-Mangel könnten nied­rig dosierte Vitamin-D-Präparate (7,5 bis 100 µg pro Tag oder 35 bis 500 µg pro Woche) die Häufig­keit von akuten Atemwegs­infekten verringern. Für hohe Einmalgaben an Vitamin D (> 750 µg pro Tag) könne aber kein Zusammen­hang beob­achtet werden, auch nicht bei der Behand­lung akuter Atemwegs­infekte. Die DGE hält eine Zufuhr­menge von 20 µg Vitamin D pro Tag bei fehlender körper­eigenen Bildung für adäquat – laut BfR ist diese Menge „gesundheitlich unbe­denk­lich“. Wofür Vitamin D wichtig ist und wann Präparate wirk­lich angebracht sind, erfahren Sie in unseren FAQ Vitamin D.

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Was mache ich, wenn meine preis­werten Medikamente nicht mehr vorhanden sind?

Seit April 2020 gilt die vom Bundes­gesund­heits­ministerium initiierte Sars-CoV-2-Arznei­mittel­ver­ordnung. Apotheker dürfen jetzt auch ein anderes, wirk­stoff­gleiches Arznei­mittel abgeben, wenn das eigentlich verordnete Mittel nicht vorrätig ist. Ist kein wirk­stoff­gleiches Arznei­mittel in der Apotheke vorhanden und das verordnete Medikament nicht liefer­bar, darf ein anderes wirk­stoff­gleiches Arznei­mittel, das liefer­bar ist, abgeben werden.

Nach Rück­sprache mit dem Arzt können Apotheker auch ein pharmakologisch-therapeutisch vergleich­bares Arznei­mittel ausgeben, wenn weder das eigentlich verordnete noch ein entsprechendes wirk­stoff­gleiches Arznei­mittel vorrätig oder liefer­bar ist. Dies gilt auch, wenn der verordnende Arzt den Austausch des Arznei­mittels auf dem Rezept ausgeschlossen hat. Ärzte müssen dafür kein neues Rezept ausstellen, der Apotheker muss dies aber auf dem Rezept dokumentieren.

Apotheker könne auch ohne Rück­sprache mit dem Arzt von der Packungs­größe, der Packungs­anzahl, der Entnahme von Teilmengen aus Fertigarznei­mittel­packungen und der Wirk­stärke von der ärzt­lichen Verordnung abweichen. Das ist aber nur zulässig, wenn dadurch die verordnete Gesamt­menge des Wirk­stoffs nicht über­schritten wird. Die Rege­lungen gelten, bis die derzeitige Ausnahme­situation aufgrund der Corona-Pandemie vom Bundes­tag aufgehoben wird – sonst bis spätestens zum 31. März 2021.

Verdacht auf Infektion – Anlauf­stellen und Möglich­keiten von Tests

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Wo wende ich mich hin, wenn bei mir Covid-Symptome auftreten?

Wer nur leichte Symptome verspürt, sollte sich sofort freiwil­lig isolieren und seinen Arzt oder die Nummer des Kassen­ärzt­lichen Notdienstes 116 117 anrufen. Bei Kindern, die Atemwegs­erkrankungen haben, ist ein Anruf beim Kinder­arzt angebracht. Die Mitarbeiter der Hotline informieren über Anlauf­stellen in Wohn­ortnähe. Wenn der Betroffene – zum Beispiel am Wochen­ende – niemanden erreicht, sollte er es mehr­mals unter der 116 117 versuchen. In Notfällen, zum Beispiel bei Atemnot: den Notruf 112 oder eine Rettungs­stelle anrufen.

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Wer wird getestet?

Das RKI hat Anfang November 2020 eine Teststrategie veröffent­licht, nach der nicht jeder mit leichten Erkältungs­symptomen wie Hals­schmerzen, Schnupfen und Husten gleich getestet wird. Der Grund: Die Test-Kapazitäten sind wieder knapp geworden. Ärzte und Gesund­heits­ämter sollen nun vorrangig diejenigen mit testen, die an starken Erkältungs­symptomen leiden, deren Geruchs- und Geschmacks­sinn gestört ist, die erkältet sind und im direkten Kontakt zu Infizierten standen oder Kontakt zu Risiko­gruppen oder zu vielen Menschen haben, wie zum Beispiel Lehre­rinnen und Lehrer.

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Wie verhalte ich mich bei leichten Erkältungs­symptomen?

Jedes Atemwegs­symptom – selbst ein kleiner Schnupfen – könnte eine Corona-Infektion anzeigen. Wer etwas Verdächtiges bei sich spürt, sollte sich auch ohne Test so verhalten, dass er im Falle einer Corona-Infektion niemanden anste­cken kann. Soweit umsetz­bar, sollten sich Betroffene für fünf Tage zu Hause isolieren und mindestens 48 Stunden symptomfrei sein, bevor sie wieder vor die Haustür treten. Wenn sich die Symptome verschlechtern, ist ein Test angesagt.

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Was gibt es bei Tests für Reiser­ückkehrer aus dem Ausland zu beachten?

Wer aus Ländern zurück­kehrt, die auf der Risikoliste des Robert-Koch-Instituts stehen, muss sich unver­züglich in eine 10-tägige Quarantäne begeben. Dies steht so in der Muster-Quarantäne-Verordnung des Bundes, die die Bundes­länder weit­gehend über­nommen und in Landes­recht umge­setzt haben. Außerdem müssen sich Reisende, die sich in den letzten 10 Tagen in einem Risiko­gebiet aufgehalten haben, seit dem 8. November 2020 vor ihrer Ankunft in Deutsch­land online anmelden und den Nach­weis über die Anmeldung bei Einreise mit sich führen.

Tipp: Prüfen Sie, ob Ihr Bundes­land die Rege­lungen aus der Musterquarantäne-Verordnung über­nommen hat. Dort steht, dass die Quarantäne für Reisende verkürzt werden könne, wenn sie frühestens am fünften Tag nach der Einreise einen Corona-Test durch­führen lassen. Ist dieser negativ, soll die Quarantäne mit dem Vorliegen des Test­ergeb­nisses enden. Der Test soll dem zuständigen Gesund­heits­amt auf Verlangen unver­züglich vorlegt werden und nach der Testung zehn Tage aufbewahrt werden.

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Welche Tests gibt es, um das Coronavirus nach­zuweisen?

Eine Infektion mit dem Coronavirus lässt sich mit verschiedenen Methoden nach­weisen. Hier die wichtigsten:

Poly­merase-Chain-Reaction (PCR)-Test. Dieser Test gilt als am zuver­lässigsten. Dabei weisen Labore das Erbgut des Virus über hoch-sensitive, molekulare Test­systeme nach. Die reine Test­zeit beträgt laut RKI etwa 4 bis 5 Stunden. Doch von der Probenent­nahme bis zur Ergeb­nismitteilung können ein bis zwei Tage verstreichen, falls große Mengen an Proben vorliegen, auch mehr. Wenn die Infektion noch nicht lange zurück­liegt, gelten Abstriche aus den oberen Atemwegen – also aus Rachen oder Nase – als besonders geeignet für den Test. In späteren Phasen der Infektion können auch Sekrete aus den unteren Atemwegen untersucht werden. Der Nach­weis des Coronavirus ist auch im Stuhl und seltener im Blut möglich. Noch ist aber nicht geklärt, wie aussagekräftig diese Befunde sind.

Antigen-Test. Dieser Test soll inner­halb von wenigen Minuten eine akute Infektion mit dem Coronavirus identifizieren. Das Probenmaterial ist ein Rachen­abstrich. Allerdings weisen die bislang vorliegenden Test­verfahren laut RKI eine Infektion lange nicht so zuver­lässig nach wie ein PCR-Test.

Virus­anzucht. In der Forschung spielt die Virus­anzucht von Patienten­proben in Zell­kultur­systemen eine große Rolle. Sie können helfen, die Infektiosität eines Patienten einzuschätzen. Die Virus­anzucht setzt jedoch Fach­kunde und dafür speziell ausgestattete Labore voraus.

Antikörper-Test. Einen Test auf spezi­fische Antikörper gegen das Coronavirus im Blut/Serum hält das RKI aus epidemiologischer Sicht für sinn­voll, weil sich damit zusätzliche Erkennt­nisse über die tatsäch­liche Verbreitung des Virus in der Bevölkerung gewinnen lassen. Zwischen den ersten Symptomen und der Nach­weisbar­keit spezi­fischer Antikörper vergehen etwa ein bis zwei Wochen. Die Antikörper können sowohl während der Erkrankung, nach Abklingen der Symptome als auch nach dem Verschwinden Virus aus dem Körper nachgewiesen werden.

Bild­gebende Diagnostik. Zur Ergän­zung der molekularen Diagnostik sollte bei schweren Krank­heits­verläufen auch eine radio­logische/bild­gebende Diagnostik der Atemwege erfolgen. Das kann aber stets nur in Kombination mit einem Nach­weistest erfolgen.

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Wie lange dauert der Nach­weis des Coronavirus beim Testen?

Das Test­verfahren nimmt laut Bundes­gesund­heits­ministerium derzeit etwa vier bis fünf Stunden in Anspruch. Hinzu komme noch Zeit für den Trans­port ins Labor, die Vorbereitung der Probe und bei hohem Probeauf­kommen noch Warte­zeit. In den meisten Fällen liege ein Ergebnis inner­halb von 48 Stunden vor.

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Gibt es schon einen Corona-Schnell­test für zu Hause?

Ein zuver­lässiger Schnell­test für zu Hause, der eine Infektion mit dem Coronavirus – nach Vorbild eines Schwanger­schafts­tests – nach­weisen kann, existiert noch nicht. Zurzeit müssen Tests noch relativ aufwendig in Laboren analysiert werden (siehe oben).

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Muss ich mich testen lassen, bevor ich auf einer Station im Kranken­haus aufgenommen werde?

Ja. Wer stationär in ein Kranken­haus aufgenommen wird, soll laut Bundes­gesund­heits­ministerium vorher auf Sars-CoV-2 getestet werden.

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Was muss man beachten, wenn eine Behörde für mich Quarantäne ange­ordnet hat?

Wenn Sie zu den Menschen zählen, die mit dem Coronavirus infiziert sind oder anste­ckungs­verdächtig sind, ordnet die zuständige Behörde – in der Regel das Gesund­heits­amt – Quarantänemaß­nahmen an. Die Behörde legt die Länge der Maßnahme fest. Sie endet nicht auto­matisch, sondern erst, wenn sie durch die zuständige Behörde wieder aufgehoben wurde. Wer die Quarantäne nicht einhält, muss mit Strafen rechnen.

Das RKI hat ein Merk­blatt mit Tipps und Hilfs­angeboten für Menschen in Quarantäne heraus­gebracht. Darin steht etwa, wie Betroffene mit einem Arzt in Kontakt treten und Unterstüt­zung beim Einkaufen finden können und was der seelischen Gesundheit hilft. Eine Verkürzung der Quarantäne ist meist nicht möglich – auch wenn die Betroffenen einen negativen Coronatest vorlegen. Das kann auch für Schüler, die sich in Quarantäne befinden, gelten (siehe Verwaltungsgericht Düsseldorf Az. 7 L 1939/20).

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt in einem Flyer Tipps zur häuslichen Quarantäne. Es rät sich eine Tages­struktur zu schaffen und mit Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben. Wer nieder­geschlagen ist und sich allein fühlt, kann auch die Telefonseelsorge anrufen unter 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0222 oder 116 123. Generell sollten Menschen auch in Quarantäne die Hygiene­regeln beim Hände­waschen, Husten und Niesen einhalten.

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Wie verhalte ich mich, wenn ich Kontakt zu einem Infizierten hatte?

Wenn Sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten, wenden Sie sich sofort und unabhängig von Symptomen an Ihr zuständiges Gesund­heits­amt. Nach einer individuellen Befragung können ihnen die Mitarbeiter Ihren Kontakt­grad zur infizierten Person einstufen und Maßnahmen empfehlen und über die weiteren erforderlichen Schritte entscheiden.

Wenn Sie als Kontaktperson der Kategorie I einge­stuft wurden, weil Sie etwa mindestens 15 Minuten mit einer Person in einem Raum gesprochen haben oder mit dessen Körperflüssig­keiten oder -sekreten in Berührung gekommen sind, sind besonders strikte Quarantäne-Maßnahmen erforderlich.

Kontaktperson der Kategorie II bedeutet, dass Sie weniger als 15 Minuten Face-to-Face-Kontakt mit einer infizierten Person hatten und auch mit keinen Körperflüssig­keiten in Kontakt gekommen sind. In solchen Fällen leitet das Gesund­heits­amt nur dann gesonderten Maßnahmen ein, wenn ein besonderes Risiko vorliegt.

Zu den Kontaktpersonen der Kategorie III gehört medizi­nisches Personal, das entweder Kontakt von weniger als 2 Meter zu einem Infizierten hatte und Schutz­kleidung trug, oder mehr als 2 Meter Abstand hatte – aber keine Schutz­kleidung trug.

Über­tragungs­risiken zwischen Mensch und Tier

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Wie gefähr­lich ist es, wenn das Virus in Nerzen mutiert?

In Dänemark ist im November 2020 aufgefallen, dass auf zahlreichen Nerzfarmen Nerze mit einer Variante von Sars-CoV-2 infiziert waren. Einige Menschen mit Kontakt zu den Farmen hatten sich bereits damit angesteckt – allerdings verliefen die Infektionen ungewöhnlich. Experten befürchteten zunächst, dass die derzeit entwickelten Impf­stoffe nicht gegen die mutierten Viren wirken könnten. Doch dafür fehlen laut Friedrich-Löffler-Institut belast­bare wissenschaftlich Beweise. Es sei noch offen, ob die beob­achteten Varianten wirk­lich weitergehende Veränderungen der Biologie von Sars-CoV-2 zur Folge hätten. Vorsorglich haben die dänischen Behörden das Keulen von Millionen von Nerzen ange­ordnet, um eine Ausbreitung der Variante in der Region Jütland einzudämmen.

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Können Hunde und Katzen das Coronavirus auf den Menschen über­tragen?

Bisher haben sich laut Friedrich-Löffler-Institut Hunde, Katzen, Kanin­chen, Gold­hamster und Frett­chen als empfäng­lich für Sars-CoV-2 erwiesen. Meer­schweinchen ließen sich nicht mit dem Virus infizieren. Trotzdem gäbe es bisher keine Hinweise darauf, dass Haustiere wie Hunde oder Katzen eine Rolle bei der Verbreitung von Sars-CoV-2 spielen.

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Können sich Hunde und Katzen bei infizierten Menschen anste­cken?

Da gibt es Unterschiede. Während für Hunde laut Friedrich-Löffler-Institut (FLI) keine wissenschaftlich belast­baren und epidemiologisch relevanten Hinweise vorliegen, dass der Mensch sie infizieren könnte, gibt es für Katzen inzwischen verschiedene Nach­weise: Mehrere Ländern haben virus­positive Katzen gemeldet, welche zum Teil Krank­heits­symptome zeigten.

Die Katzen hielten sich in Haushalten mit an Covid-19 erkrankten Personen auf und wurden wahr­scheinlich von diesen Personen angesteckt. So berichtete der Bronx Zoo in New York über den Nach­weis des Coronavirus bei allen seinen acht Tigern und Löwen. Dabei habe nur ein Tiger­weibchen deutliche Krank­heits­symptome gezeigt. Wahr­scheinlich hätten sich die Tiere bei ihren Tier­pflegern angesteckt. Und chinesische Forscher fanden im Blut von 11 von 140 Katzen aus Wuhan Antikörper gegen das Coronavirus.

In experimentellen Studien aus China ließen sich Katzen sowie marder­artige Frett­chen mit Sars-CoV-2 infizieren. Diese Tiere konnten das Virus unter besonderen Versuchs­bedingungen an Artgenossen weitergeben. Beides hat das FLI eigenen Angaben zufolge ebenfalls für Frett­chen nachgewiesen.

Das FLI betont: „Diese Studien und gemeldeten Fälle erlauben allerdings keine Rück­schlüsse darauf, ob Katzen und Frett­chen Virusmengen ausscheiden, die für eine Infektion des Menschen ausreichen.“

Tipp: Infizierte Personen sollte beim Kontakt zu ihren Haustieren besonders auf Hygiene achten, engen Kontakt möglichst vermeiden, die Tiere nicht anhusten oder anniesen und sich von den Tieren nicht durchs Gesicht lecken lassen.

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Was hat es auf sich mit der Melde­pflicht für Haustiere, die mit dem Coronavirus infiziert sind?

Seit Juli 2020 gilt eine Verordnung, nach der positive Befunde von Corona-Tests bei Haustieren melde­pflichtig sind. Das heißt, dass die Halter dieser Tiere die Infektion etwa dem zuständigen Veterinär­amt melden müssen. Es besteht aber keine Pflicht, seine Tiere testen zu lassen.

Ein Test gilt laut Bundes­ministerium für Land­wirt­schaft nur unter bestimmten Bedingungen als sinn­voll – zum Beispiel wenn eine Katze in einem Haushalt mit infizierten Menschen lebe und typische Symptome zeige. Wer ein erkranktes Tier hat, soll direkt mit seinem Tier­arzt, der Veterinärbehörde oder dem Gesund­heits­amt vor Ort Kontakt aufnehmen. Dort erfahren die Tierhalter, ob und wo ein Tier getestet werden kann.

Positiv getestete Tiere sollten mindestens 14 Tage isoliert werden und keinen engen Kontakt zu Menschen und anderen Tieren mehr haben. Die zuständigen Behörden vor Ort sollen positive Test­ergeb­nisse an das Bundes­land­wirt­schafts­ministerium weiter melden. Die Infos sollen helfen, mehr Klarheit über das Vorkommen und die Ausbreitung von Corona-Infektionen bei Haustieren zu erhalten.

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Können Nutztiere das Coronavirus auf den Menschen über­tragen?

Laut Friedrich-Löffler-Institut (FLI) liegen bislang keine Hinweise vor, dass Nutztiere wie Schweine und Hühner eine Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus spielen. Das Institut hat Studien durch­geführt, wie empfäng­lich die Tiere gegen­über Sars-CoV-2 sind. Die Ergeb­nisse zeigten, dass sich weder Schweine noch Hühner, Enten und Puten infizieren lassen. Rinder jedoch wiesen eine geringe Empfäng­lich­keit auf, könnten das Virus aber nicht weitergeben.

Dieses Special ist erst­mals am 28. Januar 2020 auf test.de erschienen. Es wird seitdem regel­mäßig aktualisiert.

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