Mund­schutz. In der Metro­pole Wuhan muss ihn jeder tragen, der auf die Straße geht.

Seit dem Covid-19-Ausbruch sind die Zahlen von Infizierten mit dem Coronavirus in Deutsch­land sechs­stel­lig geworden. Welt­weit sind mehr als 4 Millionen Infektionen bekannt. Was weiß man über den Erreger? Was sind Warnzeichen einer Infektion? Wie kann man sich schützen? test.de beant­wortet die wichtigsten Fragen zum Coronavirus („Sars-CoV-2“).

Corona – Informationen der Stiftung Warentest

Corona – Reisen. Im Special Corona – Reisen informieren die Experten der Stiftung Warentest über Ihre Rechte rund um abge­sagte, abge­brochene und geplante Reisen.

Corona – Jobs. Alles zu Lohn­fortzahlung, Minijobs, Kinder­betreuung und Home Office im Special Corona und Job.

Corona – Recht & Förderung. Im Special Corona – Rechtsrat und finanzielle Hilfen lesen Sie, wo Familien und Selbst­ständige Hilfe erhalten und was mit laufenden Verträge geschieht.

Corona – Aktienmärkte. Informationen zur Lage auf den Aktienmärkten finden Sie im Special Corona-Krise und Aktienmärkte.

Corona – Betrugs­maschen. Wie Kriminelle Geld aus der Corona-Krise schlagen lesen Sie im Special Corona-Betrügereien.

Aktuelle Behörden-Informationen

Gerüchte, Fake-News, Über­treibungen – zurzeit kursieren einige Falsch­informationen rund um die Corona-Krise im Internet. Unter den folgenden Links finden Sie seriöse Einschät­zungen wichtiger Behörden zum Coronavirus.

Bundesgesundheitsministerium (BMG)

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Robert-Koch-Institut (RKI)

Auswärtiges Amt

Europäische Präventionsbehörde (ECDC)

Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Weitere wichtige Links

Wo ist das nächste Gesund­heits­amt? Das zeigt die RKI-Schnellsuche.

Aktuelle Fall­zahlen

Welt­weit: Johns Hopkins University & Medicine, Coronavirus Resource Center

Europa: European Centre for Disease Prevention and Control

Deutsch­land und seine Bundes­länder: Robert-Koch-Institut

Aktuelle recht­liche Informationen, etwa zu den finanziellen Hilfen und den derzeit gültigen Regeln und Einschränkungen, finden sich auf der Corona-Website der Bundesregierung.

Coronavirus – Verbreitung

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Wie bedrohlich ist die Lage, welt­weit betrachtet?

Die Welt­gesund­heits­organisation WHO hat die Verbreitung des neuartigen Coronavirus als Pandemie einge­stuft. Inzwischen haben fast alle Länder der Erde Infektionen registriert. Einen Über­blick über die aktuellen Infektions­raten bieten eine interaktive Karte der Johns-Hopkins-Universität, die Informationen des Robert-Koch-Instituts zu Risikogebieten sowie die Seiten mit Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes.

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Wie steht es um die Verbreitung des Coronavirus in Deutsch­land?

In Deutsch­land gibt es laut RKI und Johns-Hopkins-Universität Infektionen im sechs­stel­ligen Bereich. Fachleute versuchen, möglichst viele Kontakt­personen von Infizierten zu ermitteln und auf eine etwaige Infektion zu testen. Oft werden Quarantäne-Maßnahmen ange­ordnet, etwa eine häusliche Quarantäne für leicht Erkrankte oder Verdachts­fälle. Auch Menschen, die aus Risiko­gebieten zurück­kehren, sind zu zweiwöchiger Quarantäne aufgefordert.

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Wie hoch ist der Anteil der infizierten Menschen, die sterben?

Dazu liegen keine verläss­lichen Daten vor. Das RKI führt auf seiner Home­page erste Studien auf, die für bestimmte Regionen Chinas berechnen, wie viele Infizierte dort verstorben sind. Für die Provinz Hubei etwa ermittelten Forscher eine Letalität – also den Anteil Verstorbener an den offiziell Erkrankten – von 5 Prozent. Für China ohne Hubei lag dieser Anteil bei 0,8 Prozent.

Schwierig bei den Berechnungen ist, dass niemand die tatsäch­liche Anzahl erkrankter Menschen kennt und diese wohl deutlich höher liegt als die Zahl der gemeldeten Fälle. Wenn – wie etliche Wissenschaftler derzeit annehmen – bis vier oder gar elf mal so viele Menschen infiziert sein sollten wie offiziell bekannt, dann würden die Letalitäts­quoten der genannten Beispiel vermutlich nied­riger liegen.

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Warum sterben in einigen Ländern mehr Menschen als in anderen?

Virologen sagen, dass in Ländern wie Deutsch­land umfang­reich getestet wird. Dadurch werden mehr Infektionen bekannt, die auch milde verlaufen. Es gibt also eine hohe Anzahl von Infizierten und eine – im Vergleich zu anderen Ländern – nicht so hohe Anzahl von Verstorbenen.

Wirt­schafts­wissenschaftler der Rhei­nischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn haben eine weitere These: Danach wohnen in Ländern wie Italien und Spanien oft mehrere Generationen einer Familie unter einem Dach, so dass jüngere, erwerbs­tätige Familien­mitglieder die älteren leicht infizieren können. In Deutsch­land und skandinavischen Ländern dagegen leben die Generationen einer Familie häufig räumlich stärker getrennt voneinander – das Anste­ckungs­risiko für ältere Menschen sinkt.

Die Bonner Forscher ergänzen, dass der generations­über­greifende Kontakt in Asien zwar auch ausgeprägt sei, dass die Bevölkerung dort aber insgesamt recht jung sei und zum Beispiel andere Begrüßungs­rituale habe. Das würde die Älteren dann schützen, die anfäl­lig für schwere Verläufe von Covid-19 sind.

Coronavirus und Covid-19-Erkrankung

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Was sind Coronaviren über­haupt?

Es gibt Hunderte Typen von Coronaviren. Der Name leitet sich von dem lateinischen Wort „Corona“ für „Krone“ ab, weil die Viren auf ihrer Oberfläche kronen­artige Moleküle tragen. Sie können laut Robert-Koch-Institut sowohl Menschen als auch Tiere infizieren und verschiedene Krankheiten auslösen, im güns­tigen Fall nur eine Erkältung. Das neue Virus gehört zu den sogenannten Beta-Coronaviren. Zwei von ihnen haben in den vergangenen Jahren Epidemien von Atemwegs­erkrankungen ausgelöst: Sars (Severe acute respiratory syndrome) und Mers (Middle East respiratory syndrome).

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Was weiß man über das Virus Sars-CoV-2?

Das Virus wird teils auch als „2019-nCoV“ bezeichnet, die von ihm ausgelöste Krankheit als „Covid-19“ (für „Corona virus disease 2019“). Bekannt ist der Erreger, seit chinesische Behörden im Dezember 2019 die Welt­gesund­heits­organisation (WHO) informierten, dass in der zentralchinesischen Metro­pole Wuhan in der Provinz Hubei vermehrt Menschen an Lungen­entzündungen mit unklarer Ursache erkrankt seien. Kurz darauf identifizierten chinesische Wissenschaftler ein neuartiges Virus als Ursache. Es zählt zu den Coronaviren.

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Welche Symptome verursacht das Coronavirus?

Die Krank­heits­verläufe von Covid-19 sind laut RKI unspezi­fisch, vielfältig und variieren stark – einige Erkrankte zeigen gar keine Symptome, andere bekommen schwere Lungen­entzündungen, die mit Lungenversagen und Tod enden können. Eine Auswertung von 56 000 Fällen in China ergab, dass mehr als 80 Prozent der Betroffenen Fieber hatten und mehr als 60 Prozent Husten. Weniger als 20 Prozent litten an Kurz­atmig­keit, Muskel- und Gelenk­schmerzen, Hals- und Kopf­schmerzen. Übel­keit, verstopfte Nase und Durch­fall traten bei weniger als 10 Prozent der Patienten auf.

Verschiedene europäische Studien stellen bei vielen Erkrankten Geruchs- und Geschmacks­störungen fest – die Anteile variieren von 34 bis 86 Prozent.

In Deutsch­land werden laut RKI am häufigsten Husten, Fieber und Schnupfen registriert. Welt­weit verliefen die meisten Erkrankungen milde bis moderat. Bei 14 Prozent der Erkrankten aber nahm Covid-19 einen schweren Verlauf, sie bekamen etwa Atemnot, und bei 6 Prozent war der klinische Verlauf kritisch bis lebens­bedrohlich.

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Kann Covid-19 weitere Erkrankungen auslösen?

Bislang liegen laut RKI nur wenige belast­bare Informationen zu Folge­erkrankungen durch Covid-19 vor. Erste Studien berichteten über neurologische Symptome und Hinweise auf neurologische Lang­zeit­folgen.

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Kann man gegen das Coronavirus immun werden?

Vorsichtig gesagt: Eine erneute Infektion ist eher unwahr­scheinlich. Anlass zu diesem Optimismus gibt eine kleine Studie, die Wissenschaftler der Chinese Academy of Medical Sciences Mitte März 2020 veröffent­lichten. Für diese Studie haben chinesische Wissenschaftler im Labor vier Rhesus­affen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Rhesus­affen sind nahe Verwandte, ihre DNA hat eine 93,5-prozentige Über­einstimmung mit der des Menschen.

Die Forscher beob­achteten bei den Tieren das Fort­schreiten der Krankheit für vier Wochen. Dafür über­wachten sie das Gewicht und die Temperatur und entnahmen Proben, um die Viruslast zu messen. Als die Affen nach 28 Tagen ausgeheilt waren, wurden sie erneut infiziert: mit einer extremen Dosis – diese war eine Million Mal höher, als für eine Infektion nötig. Dabei zeigte sich: Die Affen wurden nicht wieder krank, die entnommenen Tupfer hatten keine Viruslast. Offen­bar schienen die Affen einen Schutz entwickelt zu haben.

Zwar lässt sich das Ergebnis noch nicht verallgemeinern, aber vor­erst deutet alles darauf hin, dass eine erneute Infektion nicht möglich ist.

Zuvor gab es schon andere Stimmen: Einige Wissenschaftler, unter anderem von der Universität Bern, hatten Mehrfach­infektionen nicht ausgeschlossen, die dann deutlich milder verlaufen könnten. Und China, Japan und Südkorea hatten Fälle gemeldet, bei denen Menschen zum zweiten Mal positiv auf das Coronavirus getestet wurden: So gab China mehr als 100 Wieder­holungs­fälle von Patienten aus Krankenhäusern bekannt. Und auch der Fall einer Reiseleiterin aus Japan sorgte welt­weit für Schlagzeilen: Sie hatte sich kurz nach ihrer Kranken­haus­entlassung inner­halb kürzester Zeit angeblich ein zweites Mal infiziert. Wissenschaftler halten es aber für möglich, dass bei all diesen Patienten die Infektion noch nicht ganz ausgeheilt war.

Für gesicherte Aussagen, wie lange Menschen das Coronavirus verbreiten können, nachdem sie sich selbst erholt haben, ist es aktuell noch zu früh.

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Was ist über Covid-19 bei Schwangeren bekannt?

Schwangere scheinen nach Einschät­zung der Welt­gesund­heits­organisation WHO kein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf zu haben. Generell kann aber hohes Fieber während des ersten Schwanger­schafts­drittels das Risiko von Komplikationen und Fehl­bildungen erhöhen.

Bislang liegen nur wenig Unter­suchungen zur Über­tragung des Virus auf Neugeborene vor. Dabei zeigten Babys direkt nach der Geburt nur in Einzel­fällen Krank­heits­zeichen. In der Folge­zeit kann die Mutter das Virus durch Tröpf­chen­infektion über­tragen. In Muttermilch wurde es bislang noch nicht nachgewiesen.

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Infizieren sich Kinder seltener mit dem Coronavirus als Erwachsene?

Gemäß der meisten, bislang erschienen Studien sind Kinder seltener von einer Infektion betroffen als Erwachsene, berichtet das RKI. Es sei noch unklar, ob Kinder auch weniger empfäng­lich für eine Infektion sind.

Erkrankte Kinder scheinen aber häufiger schwächere Symptome als Erwachsene zu haben – zumindest, wenn sie älter sind. Ersten Studie zufolge zeigen 50 Prozent der infizierten Kinder sogar gar keine Krank­heits­symptome.

Bei jüngeren Kindern – vor allem, wenn sie jünger als 1 Jahr alt sind – kann es allerdings vermehrt schwere Verläufe geben. Das untermauert eine Studie der Jiao Tong University School, die im März 2020 im Fachmagazin Pediatrics erschienen ist.

Darin wurden die Daten von mehr als 2 000 Kindern ausgewertet, die mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert waren. 90 Prozent von ihnen zeigten keine, milde oder moderate Symptome. Signifikante Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen fielen nicht auf. Die Autoren begründen die oft schwachen Verläufe bei Kindern damit, dass das Immun­system von Kindern durch andere Infekte gut trainiert sei und bei ihnen möglicher­weise der Zell­rezeptor für das Corona-Virus noch nicht so entwickelt sei – das Angiotensin-Converting Enzyme II (ACE2).

Bislang liegen laut RKI keine Daten vor, inwiefern Kinder das Coronavirus in der Bevölkerung verbreiten. In den meisten Studien zeigte sich, dass sie sich bei Erwachsenen anste­cken. Allerdings seien die Ergeb­nisse wahr­scheinlich nicht auf die Alltags­situation über­trag­bar, weil im Studien­zeitraum die meisten Bildungs­einrichtungen geschlossen hatten. Eine Über­tragung von Kind zu Kind scheine aber plausibel, weil Kinder engen körperlichen Kontakt unter­einander haben und eine Infektion oft nicht auffällt.

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Was sind Gemein­samkeiten zwischen Covid-19 und Grippe?

Beide Krankheiten werden durch Viren ausgelöst, die sich durch Tröpf­chen- oder Schmier­infektionen über­tragen. Typische Symptome sind Atemwegs­erkrankungen, die teils und sogar tödlich verlaufen können. Es gelten die gleichen Empfehlungen zur Vorbeugung: Hände waschen, in die Armbeuge niesen und husten, Taschentücher nur einmal benutzen. 

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Was sind Unterschiede zwischen Covid-19 und Grippe?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO führt einige der Unterschiede zwischen Grippe und Covid-19 aus: Die Inkubations­zeit von Grippe liegt danach im Durch­schnitt bei etwa 3 Tagen, die von Covid-19 bei 5 bis 6 Tagen. Influenza sei vor allem in den ersten 3 bis 5 Tagen nach Ausbruch der Krankheit anste­ckend, wohl auch schon vorher. Ab wann Coronavirus-Infizierte anste­ckend sind, sei noch unklar – möglicher­weise schon 24 bis 48 Stunden vor Einsetzen der Symptome.

Eine neue Studie des Robert-Koch-Instituts (RKI) vergleicht Krank­heits­verläufe von Covid-19-Patienten mit Lungen­entzündung aus China mit Patienten aus Deutsch­land, die während der Grippewellen von 2015 bis 2019 wegen Lungen­entzündung (Pneumonie) in Krankenhäusern behandelt wurden. Es zeigte sich, dass die Covid-19-Patienten in China im Durch­schnitt jünger waren, weniger Vorerkrankungen hatten und häufiger und länger beatmet werden mussten als Pneumonie-Patienten in Deutsch­land während der Grippewellen.

Auch die Sterberate scheint nach Einschät­zung der WHO bei Covic-19 höher zu sein. Ersten Studien zufolge liege sie bei etwa 3 bis 4 Prozent, wobei jeweils nur gemeldete Infektionen mit den bekannten Todes­fällen verrechnet wurden. Die Quote könnte allerdings nied­riger liegen, wenn auch die nicht bestätigten Fälle einbezogen würden. Bei Grippe liege die Sterberate regel­mäßig bei 0,1 Prozent. Das RKI sagt dazu: „Die Zahl der Todes­fälle kann bei den einzelnen Grippewellen stark schwanken, von mehreren hundert bis über 20.000.“

Das sind die Corona-Risiko­gruppen

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Wer ist besonders gefährdet für schwere Covid-19-Verläufe?

Laut RKI haben bestimmte Personengruppen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf. Dazu gehören generell ältere Menschen, weil ihr Immun­system nicht mehr so gut arbeitet und sie schwerer erkranken können. „Das Risiko steigt ab 50 bis 60 Jahren stetig mit dem Alter an“, so das RKI. Auch Menschen mit Grund­erkrankungen sind gefährdet, darunter fallen Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen, Diabetes, Erkrankungen von Atmungs­system (zum Beispiel Asthma und chro­nische Bronchitis), Leber, Nieren sowie Krebs­erkrankungen. Weitere Risiko­gruppen: Menschen mit starker Adipositas oder unterdrücktem Immun­system, die etwa mit Medikamenten wie Cortison ihre Immun­abwehr unterdrücken, sowie Raucher.

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In welchen Personen­gruppen sind die Erkrankungen an Covid-19 am häufigsten?

Das RKI verweist auf Auswertungen von Krank­heits­fällen aus China: Dort waren die Erkrankten im Durch­schnitt 51 Jahre alt. Bei Unter-20-Jährigen wurde Covid-19 kaum diagnostiziert. Das Infektions­risiko für Männer und Frauen gilt in China als etwa gleich groß.

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Erhöht Heuschnupfen das Corona-Infektions­risiko?

Nein, sagt die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst. „Personen mit einem Heuschnupfen haben keine verminderte immunologische Abwehr“. Die Abwehr gegen Bakterien und Viren verlaufe bei ihnen normal. Pollen­allergiker sollten auch in Corona-Zeiten die gleichen Medikamenten zur Behand­lung des Heuschnupfens nutzen wie bisher.

Wer gerade eine spezi­fische Immun­therapie – auch Hyposensibilisierung genannt – mit Spritzen, Tabletten oder Tropfen erhalte, solle diese weiterführen. Die besten Mittel gegen Heuschnupfen finden Sie in unserer Daten­bank Medikamente im Test.

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Sollen Asth­matiker ihre Kortisonpräparate weiter nutzen?

Unbe­dingt. Asth­matiker sollten auf keinen Fall auf ihre inhalativen Medikamente mit Kortison verzichten oder die Dosis eigenmächtig ändern – aus Sorge, dass diese Mittel eine Anste­ckung mit dem Coronavirus fördern könnten. Darauf verweisen die Deutsche Gesell­schaft für Pneumologie und Beatmungs­medizin, die Gesell­schaft für Pädiatrische Pneumologie und die Gesell­schaft für Pädiatrische Allergologie und Umwelt­medizin.

Die Gefahr, dass sich das Asthma ohne die Medikamente verschlechtere, sei wesentlich bedrohlicher als ein mögliches, allerdings nicht belegtes Infektions­risiko durch die Inhalation von Kortison – fach­sprach­lich: Glucocorticosteroide genannt.

Spekulationen auf verschiedenen Kanälen darüber, dass die Inhalation dieser Präparate das Immun­system schwächen könnte, hatten Asth­matiker verunsichert. Unsere Daten­bank Medikamente im Test informiert zum Themen­bereich Asthma über Unterschiede von kortisonhaltigen Medikamenten zum Inhalieren und solchen zum Einnehmen.

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Liegen gesicherte Erkennt­nisse darüber vor, dass bestimmte Mittel gegen Blut­hoch­druck das Risiko für Covid-19 erhöhen?

Nein. Neuere wissenschaftliche Artikel haben mögliche Zusammenhänge zwischen der Einnahme von bestimmten Blut­druck­senkern und der Erkrankung an Covid-19 thematisiert. Im Fokus standen ACE-Hemmer und Angiotension-II-Rezeptor­blocker (ARB).

Das Bundes­institut für Arznei­mittel und Medizin­produkte (BfArM) sagt dazu: „Diese Zusammenhänge sind theoretischer Natur, wobei einige auf ein Komplikations­risiko und andere auf eine schützende Wirkung dieser Medikamente hinweisen.“ Derzeit gebe es keine wissenschaftlichen Beweise, die beide Behauptungen stützen. Sollten sich neue Erkennt­nisse ergeben, werde die Öffent­lich­keit informiert.

Wichtig: Patientinnen und Patienten sollen die Arznei­mittel nicht eigenmächtig absetzen und sich bei Fragen an ihre Ärztin oder ihren Arzt wenden. Mehr Infos darüber, welche Blut­druck­senker sich für wen eignen sowie Tipps, wie sich der Blut­druck womöglich auch ohne Medikamente senken lässt, finden Sie in unserer Bewertung von Medikamenten gegen Bluthochdruck. Im Test von Blutdruckmessgeräten finden Sie die besten Geräte zum Blut­druck­messen.

Verdacht auf Infektion

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Wie kann ich entscheiden, ob ich mich bei Hals­schmerzen oder leichtem Husten bei einem Arzt oder einer Unter­suchungs­stelle melden sollte?

Die Charité Berlin hat eine nützliche App namens CovApp heraus­gebracht, hinter der ein Fragebogen steht. Der Fragebogen bietet eine Entscheidungs­hilfe, ob man bei Husten, Hals­schmerzen, Schnupfen oder Kontakt mit einem Infizierten wirk­lich eine Unter­suchungs­stelle aufsuchen sollte und ob ein Covid-19-Test sinn­voll ist. Der Fragebogen ist unter covapp.charite.de zu finden. Wer den Fragebogen nutzt, kann zwischen deutscher und eng­lischer Sprache wählen.

Ansonsten gilt: Holen Sie auch bei leichten Krank­heits­symptomen ärzt­lichen Rat ein,

- wenn Sie in den vergangenen zwei Wochen Kontakt zu einem nach­weislich infizierten Menschen hatten,

- wenn Sie sich in letzter Zeit noch in einem Risiko­gebiet aufgehalten haben,

- wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören und eine Vorerkrankung wie Diabetes vorliegt,

- wenn Atemnot besteht,

- wenn Sie zum Beispiel in einem Kranken­haus oder Pfle­geheim arbeiten.

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Welche Warnzeichen deuten auf eine Corona-Anste­ckung hin – und was sollten Betroffene tun?

Warnzeichen sind Atemwegs­beschwerden wie Luft­not, Husten, Fieber. Inzwischen wird es zunehmend schwerer zu wissen, ob man sich angesteckt haben könnte oder nicht, da sich das Virus in Deutsch­land verbreitet. Als Empfehlung gilt: Wer Erkältungs­symptome zeigt und Angst hat, infiziert zu sein, sollte das lokale Gesund­heits­amt oder seinen Arzt anrufen und fragen, ob und wann eine Abklärung möglich ist: sei es in der Praxis, im Rahmen eines Haus­besuchs oder in einer speziell einge­richteten Test­stelle.

Telefo­nische Auskünfte zu diesen Fragen erteilt auch der Patienten­service 116 117 (bundes­weit ohne Vorwahl erreich­bar). Grund­sätzlich gilt: Anrufen ist besser als einfach losgehen, denn es verringert Anste­ckungs­risiken für sich und andere. Bis zur Abklärung sollten Verdachts­fälle zudem möglichst zu Hause bleiben. Zum Nach­weis des Virus dient ein Test.

Hinweis: Ärzte können seit Februar 2020 bei Patienten den Labor­nach­weis des neuartigen Coronavirus zu Lasten der Krankenkasse anfordern, wenn diese zu einer der Risiko­gruppen gehören, die das RKI fest­gelegt hat. Hält der Arzt den Test nach Abklärung von Symptomen und persönlicher Situation des Patienten nicht für sinn­voll, sollte er auch nicht „einfach so“ durch­geführt werden. Zudem ist die Testung dann keine Kassen­leistung: Versicherte müssen mit mindestens rund 60 Euro pro Test rechnen.

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Wer wird auf das Coronavirus getestet?

Für einen Test kommen laut Robert-Koch-Institut in der Regel Personen mit Atemwegs­beschwerden jeglicher Schwere infrage, die zu einer Risikogruppe gehören oder die in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu einem Covid-Erkrankten hatten.

Auch Bewohner von Pfle­geeinrichtungen und Patienten in Krankenhäusern sollen getestet werden, wenn Hinweise auf eine Lungen­entzündung vorliegen und in den Einrichtungen gehäuft Lungen­entzündungen auftreten.

Getestet werden sollen auch Patienten, für die klinische oder radio­logische Hinweise auf eine virale Lungen­entzündung vorliegen. Außerdem werden laut RKI Beschäftigte in Arzt­praxen, im Pflege­bereich und Kranken­haus besonders berück­sichtigt.

Wer eine Atemwegs­erkrankung hat und ehren­amtlich mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf haben, sollte seinen Arzt nach einem Test fragen.

Ärzte und Gesund­heits­ämter sollen nach einem bestimmten Flussschema weiter entscheiden, wer von diesem Personen­kreis getestet wird und wer nicht.

Das RKI empfiehlt zurzeit in der Regel noch keine Tests für Menschen ohne Symptome.

Das Bundes­gesund­heits­ministerium (BMG) hat Pläne vorgelegt, um mehr Menschen testen zu können. Laut „Entwurf eines Zweiten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Trag­weite“ sollen künftig auch Menschen ohne Symptome, die zum Beispiel Kontakt zu Infizierten hatten, getestet werden können. Auch „im Umfeld besonders gefähr­deter Personen“, etwa Pfle­geheimen, soll zunehmend auf Infektionen untersucht werden. Der Gesetz­entwurf sieht vor, dass Kranken­versicherungen verpflichtet werden können, die Kosten von etwa 60 Euro pro Test zu bezahlen. Das Kabinett hat den Entwurf am 29. April beschlossen, das Gesetz tritt laut BMG im Wesentlichen am Tag seiner Verkündigung in Kraft.

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Wie wird auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet?

Eine akute Infektion mit dem SARS-CoV-2 wird über den direkten Nach­weis des Erregers fest­gestellt. Das Virus­genom wird dabei über hoch­sensitive, molekulare Test­systeme nachgewiesen (real-time PCR). Die reine Test­zeit beträgt laut RKI etwa 4 bis 5 Stunden. Die Zeit zwischen Probenent­nahme und Ergeb­nismitteilung könne ein bis zwei Tage betragen, bei hohem Proben­aufkommen auch deutlich mehr Tage. In der frühen Phase einer Infektion gelten Abstriche aus den oberen Atemwegen als besonders geeignetes Probenmaterial, in späteren Phasen auch Sekrete aus den unteren Atemwegen.

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Gibt es schon einen Corona-Schnell­test für zu Hause?

Ein zuver­lässiger Schnell­test für zu Hause, der eine Infektion mit dem Coronavirus – nach Vorbild eines Schwanger­schafts­tests – nach­weisen kann, existiert noch nicht. Zurzeit müssen Tests noch relativ aufwendig in Laboren analysiert werden (siehe oben).

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Können Antikör­pertests, die online angeboten werden, auch Privatleuten nutzen?

Mitt­lerweile lassen sich Schnell­tests online bestellen, die Antikörper gegen Sars-CoV-2 im Blut nach­weisen sollen. Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker warnt, dass diese Tests nur bedingt eine Infektion anzeigen können. Patienten könnten trotz negativer Test­ergeb­nisse infektiös sei, nachgewiesene Antikörper sich auch auf andere Coronaviren beziehen. Antikör­pertests, die online breit angeboten werden, können zudem von den Anbietern selbst zertifiziert werden. Im Wissen­schafts- und Labor­betrieb sieht es anders aus: Einige Labore arbeiten bereits mit Antikör­pertests. Aber selbst diese gelten noch nicht als genau und empfindlich genug, um eine Immunität fest­zustellen. Aktuell befinden sich Tests auf SARS-CoV-2-spezi­fische Antikörper im Blut beziehungs­weise im Serum laut RKI noch in der Zulassungs­phase. Sie könnten für epidemiologische Fragestel­lungen sinn­voll sein. Zudem warnen WHO und Verbraucherzentralen vor gefälschten medizi­nischen Tests.

Coronavirus – Anste­ckungs­gefahr

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Wie anste­ckend ist das Coronavirus?

Sehr. Ein Infizierter steckt nach Schät­zung der WHO durch­schnitt­lich etwa 2 bis 2,5 andere Menschen an, einige Wissenschaftler gehen auch von 2 bis 3 Menschen aus. Sehr wahr­scheinlich läuft die Anste­ckung vor allem über engen Kontakt und Tröpf­chen­infektionen, etwa über Husten, Niesen und Auswurf. Laut Robert-Koch-Institut gehen Wissenschaftler derzeit von einer Inkubations­zeit – also der Phase von der Anste­ckung bis zum Krank­heits­ausbruch – von bis zu 14 Tagen aus. Im Mittel liege die Inkubations­zeit bei 5 bis 6 Tagen.

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Kann das Coronavirus auch über den Stuhlgang über­tragen werden?

Ob das neuartige Coronavirus über den Stuhlgang über­tragen werden kann, ist derzeit nicht ausreichend erforscht. Laut Bundesgesundheitsministerium gehen Wissenschaftler derzeit davon aus, dass sich das Virus vor allem über Tröpf­chen- und Schmierinfektionen über­trägt. Bei einer Schmier­infektionen werden Erreger durch eine Kette von Berührungen weiter gegeben – zum Beispiel per Hand­schlag von Mensch zu Mensch oder über Türgriffe und Armaturen. Die Erreger können dann von der Hand über Mund, Nase und Augen in den Körper gelangen.

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Kann man sich über Gegen­stände mit dem Coronavirus infizieren?

Eine Infektion über importierte Waren wie Lebens­mittel, Mobiltelefone, Spielzeug etwa aus China ist nach Einschät­zung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) unwahr­scheinlich. Das BfR betont: „Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen auf anderem Weg, etwa über den Verzehr kontaminierter Lebens­mittel oder durch importiertes Spielzeug, mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben.“ Allerdings seien Über­tragungen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, durch Schmier­infektionen denk­bar. „Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahr­scheinlich“, so das BfR.

Die Stabilität von Coronaviren in der Umwelt hänge von vielen Faktoren ab wie Temperatur, Luft­feuchtig­keit, Oberflächen­beschaffenheit sowie vom Virus­stamm und der Virusmenge. „Im Allgemeinen sind humane Coronaviren nicht besonders stabil auf trockenen Oberflächen“, so das BfR.

Für das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 zeigten erste Labor­unter­suchungen aus den USA Folgendes: Nach starker Kontamination könne das Virus als Aerosol bis zu 3 Stunden infektiös bleiben, bis zu 4 Stunden auf Kupfer­oberflächen, bis zu 24 Stunden auf Karton und bis zu 2 bis 3 Tagen auf Edelstahl und Plastik. Das BfR weist ausdrück­lich darauf hin, dass sich bei der Veröffent­lichung um einen Preprint-Artikel handele, der noch nicht durch ein in der Wissenschaft übliches Peer-Review-Verfahren geprüft wurde.

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Reisen die Viren in Cars­haring-Autos, Bussen und Bahnen mit?

Das Lenk­rad im Cars­haring-Wagen oder Haltegriffe in Bus und Bahn – auch das sind Oberflächen, auf denen sich die Viren einige Zeit halten können (siehe vorherige Frage). Sicher ist: Wo viele Menschen direkt oder indirekt in Kontakt kommen, gilt besonders: Abstand halten, Nies- und Händehygiene wahren, nicht ins Gesicht fassen. Ein Mund-Nasen-Schutz kann beim Niesen Tröpf­chen zurück­zuhalten. Fürs Cars­haring empfiehlt es sich zusätzlich, vor der Fahrt gut durch­zulüften.

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Können Viren ins Essen geraten?

Das hängt davon ab: Sollte ein infizierter Koch versehentlich beim Kochen ins heiße Essen husten, dann würde Hitze die hitze­empfindlichen Viren abtöten. Bei kalten Gerichten wie Obst, einem Brötchen oder einer Scheibe Wurst wäre das nicht der Fall, bei Berührung könnte es zu Schmier­infektionen kommen. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung sind derzeit keine Fälle bekannt, bei denen sich jemand durch den bloßen Verzehr kontaminierter Lebens­mittel mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hätte. Wichtig für alle, die Speisen zubereiten: die Hygiene­regeln einhalten.

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Können Coronaviren über Milch von Kühen, die verunreinigtes Futter gefressen haben, über­tragen werden?

Eine Über­tragung der Viren durch Milch ist laut Bundesinstitut für Risikobewertung nach derzeitigem Wissens­stand unwahr­scheinlich. Entsprechende Infektionen seien bislang nicht bekannt. Es lägen keine Hinweise vor, dass Futtermittel ein Vehikel für Coronaviren seien.

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Können Nutztiere das Coronavirus auf den Menschen über­tragen?

Laut Friedrich-Löffler-Institut (FLI) liegen bislang keine Hinweise vor, dass sich Nutztiere wie Schweine und Hühner über­haupt mit dem neuartigen Coronavirus infizieren können. Das FLI erklärt, mit Unter­suchungen zur Empfäng­lich­keit von Tieren gegen­über dem Coronavirus begonnen zu haben. Erste Zwischener­gebnisse zeigten, dass sich weder Schweine noch Hühner infizieren ließen.

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Können Haustiere das Corona-Virus auf den Menschen über­tragen?

Bislang liegen laut Friedrich-Löffler-Institut keine Hinweise vor, wonach Hunde und Katzen eine Rolle bei der Verbreitung des Virus spielen. Die Über­tragung von Mensch zu Mensch sei bei der Pandemie ausschlag­gebend.

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Können sich Haustiere bei infizierten Menschen anste­cken?

„Dies ist je nach Tier­art nicht komplett auszuschließen“, schreibt das Friedrich-Löffler-Institut auf seiner Home­page. Für Hunde lägen keine wissenschaftlich belast­baren Hinweise auf eine Infektion durch den Menschen vor – auch wenn bei zwei Hunden in Hong Kong genetisches Material des Erregers nachgewiesen worden sei. Bei katzen­artigen Tieren scheint das Infektions­risiko höher zu sein: Ein New Yorker Zoo meldete, dass sich ein Tiger wahr­scheinlich bei einem Pfleger angesteckt hatte. Belgische Behörden berichteten von einer Katze, die offen­bar Covid-19-Symptome zeigte. Und chinesische Forscher fanden im Blut von 11 von 140 Katzen aus Wuhan Antikörper gegen das Coronavirus. In experimentellen Studie aus China ließen sich Katzen sowie marder­artige Frett­chen mit SARS-CoV-2 infizieren. Diese Tiere konnten das Virus unter besonderen Versuchs­bedingungen an Artgenossen weitergeben. Beides hat das FLI eigenen Angaben zufolge ebenfalls für Frett­chen nachgewiesen.

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Kann ich mich beim Joggen anste­cken, wenn vor mir ein Infizierter läuft und stark ausatmet?

Das ist unklar. Zuletzt veröffent­lichte ein belgisch-nieder­ländisches Forscher­team der Universitäten Eindhoven und Leuven einen Aufsatz zu einer animations­basierten Untersuchung, wonach Jogger eine Atemwolke mit möglicher­weise anste­ckenden Tröpf­chen hinter sich zurück­lassen. Wenn dann etwa kein Wind herr­sche und Menschen direkt in den Wind­schatten des infizierten Läufers gerieten, könnten sie sich anste­cken – trotz einer Distanz von 1,5 Metern.

Je größer der Abstand zu der vor einem laufenden Person, desto geringer das Risiko. Der Rat der Forscher: Nicht im Wind­schatten laufen und den Abstand gegebenenfalls erhöhen. Bei Spaziergängern, die mit 4 Stundenkilo­metern unterwegs sind, sollten es 5 Meter sein und bei intensiven Joggen (14,4 Stundenkilo­meter) möglichst 10 Meter.

Bei dem Aufsatz handelt es sich um einen sogenannten Preprint, der noch nicht von anderen Wissenschaft­lern begut­achtet wurde. Die Autoren sind keine Virologen, sondern Ingenieure. Sie haben ihre Erkennt­nisse durch Laborsimulationen gewonnen. Kritiker der Studie vermissen unter anderem Daten zum Einfluss des Windes, ob die Luft die Tröpf­chen­konzentration verdünne und ob man sich wirk­lich auf diese Weise infizieren könne.

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Falls ich mich bei einer anderen Person oder im Kranken­haus anstecke: Kann ich Schaden­ersatz verlangen?

Das kommt darauf an, ob die Person wusste, dass sie sich bereits infiziert hat. Die Situation ist vergleich­bar mit Anste­ckungen durch Aids, für die der Bundes­gerichts­hof eine detaillierte Recht­sprechung entwickelt hat. Demnach haftet die fremde Person, wenn sie von ihrer Erkrankung oder zumindest von der erheblichen Gefähr­dung wusste und trotzdem Kontakt zu anderen hatte (Bundes­gerichts­hof, Az. 1 StR 262/88). Wer infiziert ist, muss also die Menschen in seiner sozialen Umge­bung, mit denen er Umgang hat, auf die eigene Infektion und die damit verbundene Anste­ckungs­gefahr hinweisen.

Wer wegen einer anderen Erkrankung im Kranken­haus liegt und sich dort mit Corona ansteckt, kann eventuell den Kranken­hausträger haft­bar machen. Infiziert sich ein Patient in der Klinik, muss im Streitfall das Kranken­haus darlegen, dass es die einschlägigen Hygiene­vorschriften einge­halten hat. Den Träger trifft eine so genannte sekundäre Darlegungs- und Beweislast, dass die Hygiene­stan­dards einge­halten wurden (Bundes­gerichts­hof, Az. VI ZR 634/15).

Für Patienten reicht es, wenn sie nach­voll­zieh­bare Gründe anführen für die Vermutung, sich im Kranken­haus angesteckt zu haben. Da gelten ausdrück­lich maßvolle Anforderungen. Von Durch­schnitts­bürgern kann keine genaue Kennt­nis der medizi­nischen Vorgänge erwartet werden. Sie kennen die Behand­lungs­wege nicht, haben nicht das nötige medizi­nische Fachwissen und müssen sich dieses Fachwissen auch nicht aneignen. 

„Für Betroffene, die davon ausgehen, dass sie sich im Kranken­haus mit Corona angesteckt haben, ergibt es durch­aus Sinn, Schadens­ersatz geltend zu machen“, meint der Fach­anwalt für Medizinrecht, Dr. Alexander Lang aus Würzburg: „Voraus­setzung für eine Haftung des Kranken­hauses ist immer auch ein Verschulden, das heißt Vorsatz oder Fahr­lässig­keit.“ Das heißt aber auch: Sollten wegen allzu vieler Corona-Fälle die Umstände so schlimm werden, dass eine sorgfältige Behand­lung nicht mehr möglich ist, könnte ein Verschulden entfallen. Das müsste dann allerdings das Kranken­haus nach­weisen.

Corona – Schutz­maßnahmen (Hygiene, Masken)

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Welche Hygienemaß­nahmen schützen vor einer Corona-Anste­ckung?

Einen Impf­stoff gegen die neuartigen Coronaviren gibt es bislang nicht. Allerdings helfen laut dem RKI allgemeine Maßnahmen, die auch sonst vor Infektionen schützen. Konkret bedeutet das:

Hände waschen. Mehr­mals täglich gründlich mit warmem Wasser und Seife, gut abtrocknen. Wichtig ist das vor allem nach der Ankunft zu Hause oder am Arbeits­platz. Aber auch nach dem Besuch der Toilette, nach dem Kontakt mit Tieren, vor den Mahl­zeiten, vor und nach der Zubereitung von Speisen, vor und nach dem Kontakt mit Kranken.

Hygiene­regeln beachten. Für Besucher, Patienten und Personal in Krankenhäusern und Pfle­geheimen gelten oft strengere Hygiene­regeln – Anweisungen vor Ort beachten.

In die Armbeuge oder ein Taschentuch niesen oder husten. Taschentücher sollten Sie direkt entsorgen. Der Rat, die Hand vor den Mund zu halten, gilt als wissenschaftlich über­holt. Denn auf diese Weise werden Krank­heits­erreger leicht weiterverbreitet, etwa beim Händeschütteln oder Türklinken-Drücken.

Zurück­haltend grüßen und Abstand halten. Es muss nicht unbe­dingt ein Hand­schlag oder eine Umarmung sein. Nach Möglich­keit sollten Sie etwa eineinhalb bis zwei Meter Abstand zu Menschen mit Erkältungs­symptomen halten.

Gesicht in Ruhe lassen. Achten Sie darauf, sich möglichst wenig ins Gesicht zu fassen, damit Viren gegebenenfalls nicht auf diese Weise von den Händen in die Nähe der Atemwege gelangen.

Tipp. Die aufgeführten Maßnahmen sind jetzt im Winter doppelt wichtig. Sie schützen auch vor Erkältung und Influenza. Kürzlich erst teilte das RKI mit, dass die aktuelle Grippewelle ange­laufen ist. Mehr dazu in unserem Special Grippewelle.

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Wie stark soll ich meine sozialen Kontakte einschränken?

So stark wie möglich. Wo immer möglich, sollten die Menschen auf Sozial­kontakte verzichten. Ergänzend dazu empfiehlt das Bundesgesundheitsministerium möglichst öffent­liche Verkehrs­mittel zu meiden und von zu Hause aus zu arbeiten. Das RKI warnt vor sogenannten privaten Corona-Partys, zu denen offen­bar teil­weise einge­laden werde.

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Gibt es eine Masken­pflicht?

Ab dem 27. April 2020 gilt bundes­weit die Pflicht, in bestimmten Situationen in der Öffent­lich­keit einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. In ganz Deutsch­land müssen sich die Menschen im öffent­lichen Nahverkehr Mund und Nase bedecken – dafür reichen sogenannte Behelfs­masken wie selbst genähte Stoff­masken, Tücher oder Schals. Anforderungen an Mach­art und Material existieren nicht. In etlichen Bundes­ländern ist diese Schutz­maßnahme auch beim Einkaufen vorgeschrieben. Je nach Bundes­land, Land­kreis oder Kommune gelten noch weitere Rege­lungen.

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Ab welchem Alter müssen Kinder einen Mund-Nasen­schutz tragen?

In den meisten Bundes­ländern müssen Kinder ab dem sechsten Geburts­tag einen Mund-Nasen-Schutz tragen. „Unter zwei Jahren kann ein Kind kaum einen Gesichts­schutz tragen“, erklärt der Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Die Experten warnen: Auf Spielplätzen – sofern frei zugäng­lich – berge der Mund-Nasen-Schutz die Gefahr, dass ein Kind daran hängen bleiben könnte.

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Was bringen die Masken über­haupt?

Sie sollen den Atem­strom des Trägers abbremsen und Atemtröpf­chen, die das Virus über­tragen könnten, abfangen. Denn das Virus wird vorrangig über Tröpf­chen weiterge­geben – und zwar schon ein bis drei Tage, bevor sich die Infektion beim Träger bemacht.

Laut Robert-Koch-Institut kann das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffent­lichen Leben dazu beitragen, die Ausbreitung von COVID-19 zu verlang­samen und Risiko­gruppen vor Infektionen zu schützen. Das gelte insbesondere für Situationen, in denen mehrere Menschen in geschlossenem Räumen zusammen­träfen und sich dort länger aufhielten wie dem Arbeits­platz oder wenn der Abstand von mindestens 1,5 m zu anderen Personen nicht einge­halten werden könne wie in Geschäften, in öffent­lichen Verkehrs­mitteln. „Voraus­setzung dafür ist, dass genügend Menschen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und richtig mit der Mund-Nasen-Bedeckung umgehen“, betont das RKI.

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Wäre es nicht besser, medizi­nische Masken zu nutzen?

Auf keinen Fall, diese Masken sind Mangelware. Ein mehr­lagiger medizi­nischer Mund-Nasen-Schutz – zum Beispiel Operations-Masken – oder filtrierende Halb­masken wie FFP2 und FFP3 sind für den Schutz von medizi­nischem und pflegerischem Personal essentiell und müssen dieser Gruppe vorbehalten bleiben. „Der Schutz von Fach­personal ist von gesamt­gesell­schaftlichem Interesse“, betont das RKI.

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Auf was muss ich bei Tragen und Pflegen von Behelfs­masken achten?

Detaillierte Hinweise zum Tragen und Pflegen von einfachem Mund-Nasen-Schutz und von Behelfs­masken macht das Bundes­institut für Arznei­mittel und Medizin­produkte BfArM. Hier einige Bespiele:

- Auch beim Tragen einer Maske den Abstand von mindestens 1,5 m wahren zu Personen, die nicht im selben Haushalt wohnen.

- Die Masken nur privat nutzen.

- Beim Aufsetzen darauf achten, dass die Innenseite nicht verunreinigt ist.

- Die Maske richtig über Mund, Nase und Wangen platzieren,

- Die Ränder der Maske sollten eng am Gesicht anliegen, damit von den Seiten nicht so viel Luft eindringt – allerdings muss unbe­schwertes Atmen noch möglich sein.

- Durch­feuchtete Masken abnehmen und austauschen. Benutzte Masken separat lagern.

- Die Außenseite der gebrauchten Maske möglichst nicht berühren, weil sie mit Erregern belastet sein könnte.

- Getragene Einwegmasken entsorgen und Mehr­wegbe­deckungen möglichst bald waschen.

- Noch ist unklar, wie sich Sars-CoV-2 genau beim Wäsche­waschen verhält. Stoff­masken sollten laut Bfarm mindestens bei 60 Grad gewaschen werden. Aber nicht jeder Stoff verträgt so hohe Temperaturen. In der Unter­suchung eines führenden Wasch­mittel­herstel­lers zeigte sich, dass eine Wirkung gegen Viren schon bei 40 Grad im einstündigen Haupt­wasch­gang samt einem gängigen bleichehaltigen Voll­wasch­mittel gegeben war. Laut Bundes­institut für Risiko­bewertung BfR können fett­lösliche Substanzen wie die Tenside in Wasch­mitteln die fett­haltige Außen­schicht des Erbguts von Coronaviren – zu denen auch Sars-CoV-2 zählt –, angreifen (siehe auch Frage „Entfernt die Wasch­maschine eventuelle Viren?“)

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Was ist bei Desinfektions­mitteln zu beachten?

Grund­sätzlich reichen für die Allgemeinbevölkerung Maßnahmen wie häufiges Hände­waschen (siehe oben), um sich vor einer Anste­ckung mit dem neuartigen Coronavirus zu schützen. Wer zusätzlich Desinfektions­mittel für Flächen oder Hände benutzen will, sollte darauf achten, dass sie wirk­sam gegen Coronaviren sind. Erkenn­bar ist das laut RKI an der Auslobung „begrenzt viruzid“ (wirk­sam gegen behüllte Viren), „begrenzt viruzid Plus“ oder „viruzid“.

Inzwischen werden kommerzielle Desinfektions­mittel in Apotheken knapp. Daher gibt es nun eine Ausnahme­genehmigung der Bundes­anstalt für Arbeits­schutz und Arbeits­medizin (BAuA), wonach das Apotheken­personal Produkte zur Hände­des­infektion herstellen kann, etwa für Kunden, Arzt­praxen, Pfle­geheime. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) rät davon ab, zu Hause Desinfektions­mittel in Eigen­produktionen herzu­stellen. Ob diese dann wirk­lich gegen Viren wirk­sam seien, sei ungewiss; bei vielen Ausgangs­stoffen handele es sich zudem um gefähr­liche Chemikalien.

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Soll ich mich jetzt gegen Pneumokokken impfen lassen?

Das kommt darauf an. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt bestimmten Personen­gruppen, sich in Corona-Zeiten gegen Pneumokokken impfen zu lassen. Die Impfung schützt zwar nicht vor Covid-19, aber vor möglichen zusätzlichen Infektionen durch Pneumokokken-Bakterien, die den Krank­heits­verlauf erschweren. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass in Deutsch­land schon zu normalen Zeiten jähr­lich rund 5 000 Menschen an einer Pneumokokken-Infektion sterben

Aber: Aktuell informieren die Ständige Impfkommission (Stiko) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), dass die zwei Pneumokokken-Impf­stoffe nur einge­schränkt verfügbar seien. Die Nach­frage danach ist welt­weit gestiegen, Nach­schub lässt sich wegen der komplizierten Herstellungs­weise nicht so schnell nach produzieren. Die Impf­stoffe sollen jetzt laut Stiko vorrangig an besonders empfindliche Personen­gruppen ausgegeben werden:

An Babys und Klein­kinder bis zum Alter von 2 Jahren,

an Patienten mit Immun­schwäche oder chro­nischen Atemwegs­erkrankungen,

an Senioren ab 70 Jahren.

Die Impf­experten der Stiftung Warentest haben den Nutzen und die Risiken der Impfung bewertet. Im kostenlosen Test zur Pneumokokken-Impfung erfahren Sie die generelle Einschät­zung und welche Besonderheiten in Corona-Zeiten vorliegen. Darüber hinaus informieren die Experten über Unterschiede zwischen den zwei Impf­stoff­typen, welcher für wen sinn­voll ist, wie oft geimpft werden soll und wie lange die Immunität wahr­scheinlich anhält. Wenn Sie sich allgemein über Impfungen informieren wollen, empfehlen wir unsere Tests Impfungen für Erwachsene und Impfungen für Kinder

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Wie kann ich mich bei der Über­gabe eines Pakets durch den Paketboten vor einer Infektion schützen?

Das Bundesministerium für Gesundheit stuft die Über­tragung des Coronavirus durch Pakete als sehr unwahr­scheinlich ein und rät, nach dem Auspacken die Hände zu waschen. Eine Desinfektion des Pakets ist nicht nötig. Praktisch alle Paket­dienste haben ihre Sicher­heits­vorkehrungen angepasst, um Mitarbeiter und Kunden vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen: Die Zusteller übergeben das Paket nicht mehr direkt, sondern stellen es in einem Sicher­heits­abstand vor dem Empfänger auf den Boden. Wenn der Zusteller sich entfernt, hebt der Kunde das Paket auf – so bleibt immer der Mindest­abstand von 1,50 Metern gewahrt.

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Muss ich bei der Paket­über­gabe noch einen Scanner oder Eingabestift berühren?

Nicht mehr. Jetzt unterzeichnet der Zusteller selbst auf dem Eingabegerät, dass er das Paket abge­liefert hat. Der Kunde braucht das Gerät nicht mehr zu berühren. Bis vor Kurzem noch haben Kunden den Empfang mit einem Stift auf einem Erfassungs­gerät quittiert – dabei konnte es zum Haut­kontakt mit dem Zusteller kommen. In jedem Fall hat der Kunde den Stift berührt, dadurch bestand zumindest in der Theorie das Risiko einer Infektion.

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Kann ich den Kontakt mit dem Zusteller auch ganz vermeiden?

Ja, denn die meisten Paket­dienste bieten an, das Paket an einem vereinbarten Ort zur Abholung zu hinterlegen – das kann die Garage sein, die Terrasse oder die Haus- oder Wohnungs­tür. Es ist auch weiterhin möglich, das Paket in einen Paket­shop oder eine Pack­station schi­cken zu lassen, aber hier gibt es eine Veränderung: Manche Geschäfte, die auch als Abhol­stelle dienen, sind jetzt geschlossen.

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Können Luft­reiniger das Coronavirus aus der Luft heraus­filtern?

Geräte zur Luft­reinigung loben teils aus, bestimmte Viren aus der Raum­luft zu reinigen. Auch wenn einzelne Studien eine Minderung der Infektions­rate mit ausgewählten Viren unter Laborbedingungen berichten, ist eine pauschale Aussage zur Wirk­samkeit von Luft­reinigern gegen­über allen möglichen Viren einschließ­lich des Coronavirus Sars-CoV-2 schwierig. Fakt ist, dass die effektive Abscheidung von Viren durch Luft­reinigungs­geräte unter anderem von der Größe des Virus­partikels abhängt. Und auch davon, wie lange die Viren in der Luft schweben, bevor sie sich auf Oberflächen in der Wohnung absetzen.

Auch wenn der Virus­partikel Sars-CoV-2 in einem Größen­bereich liegen mag, der durch Luft­reinigungs­geräte abge­schieden werden könnte, ist dafür eine effektive Verteilung des Virus­partikels in der Raum­luft über einen gewissen Zeitraum erforderlich. Sehr wahr­scheinlich läuft die Anste­ckung mit Sars-CoV-2 vor allem über engen Kontakt und Tröpf­chen­infektionen, etwa über Husten, Niesen und Auswurf. Virus­partikel in größeren Tröpf­chen beim Husten, die sich schnell absetzen, zum Beispiel auf dem Boden, können demnach nicht mit einem Luft­reiniger abge­schieden werden.

Zur Vermeidung einer Infektion sollten Menschen vor allem die empfohlenen Hygienemaß­nahmen einhalten, um eine Anste­ckung mit Sars-CoV-2 oder anderen Viren zu vermeiden. Wer sich darüber hinaus für Luft­reiniger interes­siert, findet in unserem Test von sieben Luftreinigern gute Produkte und viele Infos.

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Können Klimageräte Coronaviren in der ganzen Wohnung verteilen?

Die bisherigen Studien gehen davon aus, dass Corona-Viren über Tröpf­chen über­tragen werden. Zum Über­leben des neuen SARS-Coronavirus-2 in der Luft gibt es bisher keine gesicherten Erkennt­nisse. Generell kann eine Verbreitung von Coronaviren über Lüftungs­anlagen nicht ausgeschlossen werden, da verwandte Coronaviren je nach Umwelt­bedingungen einige Stunden in der Luft über­leben können. Auch bei dem Ausbruch des SARS Erregers 2002/2003 wurde in einigen Fällen aufgrund von Modellierungen vermutet, dass er über Lüftungs­einrichtungen über­tragen wurde.

Laut Umwelt­bundes­amt kann das Infektions­risiko beim Betrieb von Raumklimageräten über die Regulierung der Raum­luft­feuchte beein­flusst werden. Bei einer Raum­luft­feuchte zwischen 40 und 60 Prozent relative Feuchte über­leben Viren nicht lange. Da Raumklimageräte über­wiegend im Sommer genutzt werden, sollte also die Raum­luft auf den angegebenen Ziel­wert entfeuchtet werden. In der Regel wird das Schlaf­zimmer gekühlt, um auch im Sommer ausreichend Schlaf zu finden. Zusätzliche Sicherheit entsteht, wenn eine Person mit Symptomen wie Niesen oder Husten auf Hygiene achtet, den Raum nicht betritt, solange das Gerät in Betrieb ist und die Tür zu diesem Raum geschlossen bleibt.

Bei zentralen Klima­anlagen ist die regel­mäßige Wartung und Kontrolle der Anlagen wichtig. Per se sind solche Anlagen laut Umwelt­bundes­amt keine „Keim- oder Viren­schleudern“. In einer Wohnung, in der sich eine infizierte Person aufhält, ist der beste Schutz vor weiteren Infektionen ohnehin, die empfohlenen Hygienemaß­nahmen einzuhalten.

Auch dezentrale, private Klima­anlagen sollten nach Einschät­zung des Umwelt­bundes­amtes bei sachgerechter Funk­tions­weise die Viren nicht weiter im Raum verbreiten. Splitgeräte saugen die Luft im Zimmer an – kühlen sie ab und blasen sie wieder ins Zimmer zurück. Mono­blöcke führen die Zimmerluft nach draußen ab. Durch den Fens­terschlitz strömt dauer­haft Außen­luft ins Zimmer zurück. Im Test von Klimageräten erfahren Sie mehr über Splitgeräte und Mono­block­geräte.

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Entfernt die Wasch­maschine Viren?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung schreibt in einer Stellung­nahme vom 23. April 2020, dass keine Infos zur Über­lebens­dauer von Sars-CoV-2 auf Textilien oder in der Wasch­maschine vorlägen. Aber: Das Erbgut von Corona-Viren sei mit einer Fett­schicht umhüllt, so dass sie generell empfindlich auf fett­lösende Substanzen in Wasch­mitteln wie Tenside reagierten. „Im normalen Alltag können Personen in Privathaushalten ihre Wäsche wie gewohnt waschen.“

Kleidung, Bett­wäsche, Unter­wäsche, Hand­tücher, Wasch­lappen von Erkrankten sowie Textilien, die mit infektiösen Körperflüssig­keiten in Kontakt gekommen sind, sollten bei einer Temperatur von mindestens 60 Grad Celsius in der Wasch­maschine mit einem Voll­wasch­mittel gewaschen und gründlich getrocknet werden.

Das Forum Waschen gibt Tipps zum Waschen von hygie­nisch anspruchs­voller Wäsche: Sie sollte bei 60 Grad und mit einem pulverförmigen Voll­wasch­mittel gewaschen werden. Alternativ kann ein flüssiges Wasch­mittel mit zusätzlichem Fleckensalz verwendet werden. Außerdem ist auf die Wahl des Wasch­programms zu achten. Besonders geeignet sind „Intensiv“ oder „Hygiene“-Programme. Eco-Programme erreichen meist nicht die notwendigen 60 Gad. Kurz­programme sind zu kurz.

Nicht jede Wäsche verträgt die 60 Gad. Die Desinfektions­wirkung gegen­über Viren war in einer Unter­suchung jedoch auch schon bei 40 Grad in einem 1-stündigen Haupt­wasch­gang samt einem üblichen bleichehaltigen Voll­wasch­mittel gegeben. Die Versuche wurden von der Wasch­mittel­firma Henkel durch­geführt. Bei stark verschmutzter Wäsche könne zur Sicherheit die doppelte Menge Wasch­mittel hinzugefügt werden, so die Henkel-Forscher. Im Forum Waschen arbeiten unter anderem Behörden, Verbraucher­verbände und die Industrie zusammen. Weitere Informationen zur Wahl der richtigen Wasch­temperatur stellt das Forum im Internet zur Verfügung.

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Was passiert in Geschirr­spülern und Gefriertruhen?

Wer den Geschirr­spüler auf über 60 Gad einstellt, entfernt und inaktiviert die Viren. Deren Erbgut ist nämlich von einer fett­löslichen Schicht umgeben, und diese Schicht wird durch Spül­mittel angegriffen – so das Bundes­institut für Risiko­forschung (BfR). Das Trocknen bei über 60 Grad in einer Spül­maschine sei dann noch ein zusätzlicher Schutz. Was nicht hilft, ist Einfrieren: „Die bisher bekannten Coronaviren SARS und MERS sind kälteun­empfindlich und können bei minus 20 Grad Celsius bis zu 2 Jahre im gefrorenen Status infektiös bleiben“, schreibt das BfR. Bisher gibt es jedoch keine Hinweise zu Infektions­ketten von SARS-CoV-2 über den Verzehr von Lebens­mitteln, inklusive tiefgekühlter Lebens­mittel. 

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Welche Maßnahmen können Behörden konkret anordnen?

Im Falle der Ausbreitung einer Infektions­krankheit greift das bundes­weit geltende Infektions­schutz­gesetz. Um die öffent­liche Gesundheit zu erhalten, erlaubt es diverse behördliche Maßnahmen und Einschränkungen von Rechten einzelner Bürger – auch gegen ihren Willen. Infektions­schutz ist zualler­erst Ländersache, zuständig sind die örtlichen Gesund­heits­ämter. Sie dürfen beispiels­weise Veranstaltungen oder Ansamm­lungen verbieten, Einrichtungen wie Schulen und Kinder­gärten schließen, Blut­entnahmen und Abstriche von Haut und Schleimhäuten verlangen und Personen vorschreiben, einen Ort nicht zu verlassen oder bestimmte Orte nicht zu betreten.

§ 30 des Infektions­schutz­gesetzes ermöglicht es, einzelne Personen unter Quarantäne zu nehmen. Hierbei kann das zuständige Gesund­heits­amt anordnen, dass eine Person in einem isolierten Bereich eines Kranken­hauses oder einer anderen geeigneten Einrichtung unterge­bracht wird, wenn der naheliegende Verdacht besteht, dass die Person sich mit einem anste­ckenden Krank­heits­erreger infiziert hat und andere anste­cken kann. Leben im Haushalt weitere Personen, werden diese meist zusammen mit dem Betroffenen isoliert. Denn aufgrund der Inkubations­zeit des Virus ist es wahr­scheinlich, dass bereits eine Anste­ckung erfolgt ist.

Kontakt mit Arzt, Therapeut, Krankenkasse und Co

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Wie kann ich mich in der Corona-Krise krank schreiben lassen?

Bis zum 31. Mai können Patienten mit einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege bei ihrem Arzt anrufen und sich per Telefon krank­schreiben lassen. Das gab der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 14. Mai bekannt. Damit verlängert sich die Sonder­regelung, die zu Beginn der Corona-Krise einge­führt wurde, um weitere 14 Tage. Ab 1. Juni gelte dann wieder, dass für die ärzt­liche Beur­teilung einer Arbeits­unfähigkeit, eine körperliche Unter­suchung notwendig ist.

Wichtig zu wissen: Findet der Kontakt zwischen Arzt und Patient ausschließ­lich per Telefon statt, darf der Behandler eine Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung für maximal sieben Tage ausstellen. Eine Verlängerung der Krank­schreibung ist einmalig für bis zu sieben Tage möglich. Die Sonder­regelung per Telefon können laut GKV-Spitzen­verband auch Eltern in Anspruch nehmen, die für ein krankes Kind eine Bescheinigung brauchen, um Kinder­krankengeld beziehen zu können.

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Ärzte können mehr Video­sprech­stunden anbieten. Was muss ich dazu wissen?

Patienten haben ab April noch stärker die Möglich­keit, mit ihrem Arzt per Video­chat zu sprechen – voraus­gesetzt, der Arzt bietet diese Möglich­keit an. Die Kassen­ärzt­liche Bundes­ver­einigung und der GKV-Spitzen­verband haben sich darauf geeinigt, dass Ärzte die Video­sprech­stunde im zweiten Quartal 2020 unbe­grenzt anbieten dürfen. Bislang war dies auf 20 Prozent der Behand­lungs­fälle beschränkt. Die neue Regelung soll dazu beitragen, dass Patienten derzeit wie empfohlen, nur in dringenden Notfällen die Praxen aufzusuchen. Ärzte müssen sich für die Videosprechstunde einen zertifizierten Video­dienst­anbieter aussuchen.

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Was ist mit meinen Sitzungen beim Psycho­therapeuten, finden diese weiter in der Praxis statt?

Teils, teils. Ab sofort sind psycho­therapeutische Sprech­stunden auch per Video­sprech­stunde möglich – zunächst bis zum 30. Juni 2020. Das gilt auch für sogenannte probatorische Sitzungen, also die anfäng­lichen Sitzungen vor Beginn der eigentlichen Therapie. Diese Regelung schließt auch neuro­psychologische Therapien mit ein. Darauf haben sich die Kassen­ärzt­liche Vereinigung und der GKV-Spitzen­verband geeinigt. Bislang war eine Video­sprech­stunde nur unter bestimmten Voraus­setzungen möglich und auch nur dann, wenn vorher ein persönlicher Kontakt zwischen Patient und Psycho­therapeuten statt­gefunden hat.

Grund­sätzlich bleibt es bei der Psycho­therapeutischen Sprech­stunde weiterhin wichtig, dass Patienten persönlich in die Praxis kommen. Das ist vor allem für die Eingangs­diagnostik, Therapie­empfehlung und Aufklärung wichtig. Diese Sprech­stunden sollten aber auf ein Mindest­maß reduziert werden, um Infektions­risiken zu minimieren. In Einzel­fällen soll nun auch eine diagnostische Einschät­zung oder eine Einleitung der Psycho­therapie per Video­sprech­stunde möglich sein.

Wenn Krankenkassen die Leistungen für eine Gruppen­psychotherapie genehmigt haben, können Versicherte diese in eine Einzel­psychotherapie umwandeln, ohne dass dafür ein neuer Antrag bei der Kasse gestellt werden muss. Eine formlose Mitteilung an die Kasse reicht aus. Es gilt: Aus einer Sitzung mit 100 Minuten in der Gruppen­therapie wird je Patient eine Sitzung von 50 Minuten Einzel­therapie. Die Einzel­sitzungen können dann auch – bis zum 30. Juni 2020 – per Video­sprech­stunde erfolgen. Generelle Infos zum Thema finden Sie in unserm Test von Online-Psychotherapien

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Ich habe mit meinem Kind Vorsorgetermine beim Kinder­arzt. Hingehen oder den Termin lieber verschieben?

Der Verband der Kinder- und Jugend­ärzte rät, vor jedem Arzt­besuch telefo­nisch in der Praxis nach­zufragen. Vorsorgetermine in den ersten zwei Lebens­jahren und Impfungen von Klein­kindern sollten möglichst nicht verschoben werden. Bis zum 30. September 2020 müssen die Vorsorgeunter­suchungen U6, U7, U7a, U8 und U9 nicht mehr in begrenzten Zeit­fens­tern statt­finden, die Unter­suchungen können also auch später statt­finden. Zudem sollten Kinder möglichst nur noch mit einem Eltern­teil in die Praxis kommen – wenn möglich auch ohne Geschwister. Begleit­personen, die älter als 60 Jahre sind, oder chro­nisch Kranke sollten die Praxis möglichst nicht aufsuchen.

Wichtig: Rufen Sie vorher in der Praxis an, wenn Ihr Kind an akuten Beschwerden leidet.

Kinder­arzt­praxen können Rezepte, Über­weisungen oder Krank­schreibungen auch per Post schi­cken. Weitere Infos zum Thema Impfen finden Sie in unserem Test Impfungen für Kinder.

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Krankenkassen haben Filialen geschlossen. Wann öffnen sie wieder und wie komme ich in Kontakt?

Um eine Verbreitung des Coronavirus einzudämmen und Kunden sowie Mitarbeiter zu schützen, haben viele Krankenkassen zunächst ihre Filialen geschlossen. Kassen wie die Barmer, AOK Bayern und die IKK Classic gehen aber wieder dazu über, ihre Geschäfts­stellen zu öffnen. Andere Kassen wie die AOK Baden-Württem­berg und BKK mobil Oil setzten weiter auf Online-und Telefon­service. Kassen wie die TK oder die AOK Rhein­land/Hamburg erlauben den persönlichen Kontakt in den Filialen nur in Ausnahme­fällen und oft nur nach telefo­nischer Anmeldung. Versicherte erreichen ihre Krankenkasse jeder­zeit per Telefon, Mail oder können ihre Anliegen oft über die Onlinefiliale mitteilen. Die Kassen informieren dazu auf ihren Internet­seiten.

Unser Krankenkassenvergleich informiert ebenfalls über Adressen und Telefon­nummern der Kassen und ob es eine Onlinefiliale gibt.

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Ich habe noch Vorsorge- und Kontroll­termine beim Arzt. Werde ich dort noch regulär behandelt?

Ja. Die Arzt­praxen haben normaler­weise weiter regulär geöffnet und behandeln ihre Patienten und Patientinnen weiter. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie alle Termine jetzt wahr­nehmen müssen, weil sie für Ihre Gesundheit wichtig sind, oder ob Sie diese auch aufschieben können. Wichtig: Bei Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus sollten Sie das weitere Vorgehen telefo­nisch abklären. Vermeiden Sie dann unbe­dingt einen Besuch in der Praxis.

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Wie ist der aktuelle Stand beim Mammografie-Scree­ning?

Ab dem 4. Mai 2020 werden wieder Einladungen zum Mammografie-Scree­ning verschickt. Die Scree­ning-Einheiten können wieder ihren regulären Betrieb aufnehmen – unter der Voraus­setzung, dass die Infektions­schutz­regeln einge­halten werden. Kleine Einschränkung: Ob die einge­ladenen Frauen in der jeweiligen Region tatsäch­lich untersucht werden, hängt auch von lokalen Entscheidungen ab – beispiels­weise der örtlichen Gesund­heits­ämter.

Durch die Wieder­aufnahme können auch bislang ausgefallene Früh­erkennungs­unter­suchungen nachgeholt werden: Alle Frauen, die wegen der Aussetzung keine Einladung bekommen haben oder ihren bereits vereinbarten Termin nicht wahr­nehmen konnten, haben ihren Leistungs­anspruch behalten. Dies gilt insbesondere für Frauen, die bis zum Ende der Aussetzungs­frist das 70. Lebens­jahr voll­endet haben.

Der Gemein­same Bundes­ausschuss (G-BA) hatte aufgrund der Coronavirus-Pandemie Ende März beschlossen, dass Mammografie-Scree­ning zunächst bis zum 30. April auszusetzen und auch keine Einladungen zu verschi­cken. Jetzt geht der G-BA davon aus, dass mittels Schutz­maßnahmen und -ausrüstung jetzt Bedingungen geschaffen werden können, die eine Wieder­aufnahme recht­fertigen.

Wichtig: Frauen, die gerade auf ein Mammografie-Ergebnis warten, erhalten es frist­gerecht. Bei einem auffälligen Befund, gibt es wie bisher eine zeit­nahe Diagnostik zur Abklärung.

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Ich benötige vom Arzt ein neues Rezept für meine Tabletten oder für Heil­mittel. Geht das auch per Telefon?

Ärzte können Patienten, die bei ihnen in Behand­lung sind, Folge­rezepte für Arznei­mittel, Folge­ver­ordnungen für Heil­mittel wie Ergo- und Physio­therapie und häusliche Kranken­pflege sowie Über­weisungen auch per Post zusenden. Auch bestimmte Hilfs­mittel­rezepte, etwa zur Inkontinenz­versorgung, sind einbegriffen in die Regelung. Das Porto für die Zusendung der Formulare rechnet der Arzt mit der Krankenkasse ab. Die Rege­lungen gelten bis 30. Juni 2020. Sie gelten aber nicht für Seh- und Hörhilfen, da der Arzt die medizi­nischen Werte hier über­prüfen muss.

Bei Hilfs­mitteln fällt nun die Frist von 28 Kalender­tagen weg, inner­halb derer die Hilfs­mittel­versorgung nach Ausstellung der Verordnung aufgenommen werden muss. Zudem wurden die Genehmigungs­fristen bei der Krankenkasse erweitert: Versicherte haben jetzt 10 Arbeits­tage Zeit (vorher 3 Arbeits­tage), die Verordnung zur Genehmigung bei ihrer Krankenkasse vorzulegen. Dies gilt für folgende Leistungen: Häusliche Kranken­pflege, Sozio­therapie, spezialisierte ambulante Palliativ­versorgung (SAPV).

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Was muss ich bei Verordnungen für die häusliche Kranken­pflege berück­sichtigen?

Folge­ver­ordnungen für die häusliche Kranken­pflege dürfen derzeit auch rück­wirkend ausgestellt werden und zwar für bis zu 14 Kalendertage – zuvor waren rück­wirkende Verordnungen grund­sätzlich nicht zulässig und Ausnahme­fälle besonders zu begründen, was allerdings für Erst­ver­ordnungen nach wie vor gilt. Erst­ver­ordnungen für die häusliche Kranken­pflege können jetzt nach individuellem Bedarf auch für längere Zeiträume als 14 Tage ausgestellt werden. Dies muss der Arzt nicht extra begründen. Diese Rege­lungen gelten zunächst bis zum 31. Mai 2020.

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Was ist mit genehmigten Terminen für Physio- oder Ergo­therapie? Lassen sich Heil­mittel, die ein Arzt verschrieben hat, aussetzen?

Ab sofort können gesetzlich Kranken­versicherte, die sich in einer Heil­mittel-Behand­lung befinden, die kommenden Termine aussetzen – sofern sie dies aufgrund der Coronavirus-Krise wünschen. Das haben die Kassen­verbände beschlossen. Zu den Behand­lungen zählen Physio­therapie, podologische Therapie, Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schluckt­herapie, Ergo­therapie sowie Ernährungs­therapie. Voraus­setzung: Der letzte Behand­lungs­tag muss nach dem 17.02.2020 liegen. Bislang galt eine Frist von 14 Kalender­tagen, danach galt die Therapie als „abge­brochen“. Die Krankenkassen verzichten nun auf eine Prüfung der Fristen.

Die Kassen­verbände einigten sich zudem darauf, dass bei Verordnungen, die nach dem 18. Februar 2020 ausgestellt worden sind, die Behand­lung nicht mehr inner­halb von 14 Tagen (beziehungs­weise 28 Tagen bei Podologie und Ernährungs­therapien) beginnen muss. Die neuen Rege­lungen gelten für Verordnungen von Ärzten und Zahn­ärzten und zunächst bis zum 31. Mai 2020.

Verordnete Heil­mittel­therapien können jetzt auch als Video­behand­lung von Therapeuten durch­geführt werden. Das gilt für alle Behand­lungen der Stimm-, Sprech- und Sprach­therapie, Schluckt­herapie, Ergo­therapie, Physio­therapie (Bewegungs- und Krankengymnastik), sowie der Ernährungs­therapie. Letztere ist auch als telefo­nische Beratung möglich. Voraus­setzung: Die Behand­lungen sind aus therapeutischer Sicht auch per Video­behand­lung sinn­voll. Versicherte müssen der telemedizi­nischen Behand­lung zustimmen.

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Kann mich meine Heb­amme jetzt noch zu Hause besuchen?

Ja, aber einiges geht auch online. Heb­ammen können Schwangere und Wöchne­rinnen jetzt per Video­telefonie betreuen. Darauf haben sich GKV-Spitzen­verband, Deutscher Heb­ammen­verband, Bund freiberuflicher Heb­ammen und das Netz­werk der Geburts­häuser geeinigt. Möglich ist das Angebot etwa für Vor- oder Aufklärungs­gespräche. Diese Gespräche dürfen jetzt auch länger als 20 Minuten dauern, wenn die Schwangere etwa Hilfe bei Beschwerden braucht oder Probleme beim Stillen auftreten.

Heb­ammen können auch Geburts­vorbereitungs- und Rück­bildungs­kurse als Live-Kurse per Video anbieten. In diesen sollen die Teilnehme­rinnen – wie in einem normalen Kurs – Fragen stellen können. Voraus­setzung ist jeweils, dass den Versicherten keine Extra­kosten entstehen sowie in allen Fällen eine Echt­zeit­kommunikation. Das Angebot gilt zunächst bis Mitte Juni 2020.

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Ich bin chro­nisch krank und nehme an einem besonderen Behand­lungs­programm teil. Ich würde das derzeit lieber aussetzten. Geht das?

Chro­nisch Kranke können die Teil­nahme an DMP-Schu­lungen in diesem Jahr ausfallen lassen, ohne damit den endgültigen Abbruch zu riskieren. DMP (Disease Management Programme) sind spezielle, strukturierte Behand­lungs­programme für chro­nisch Kranke, etwa für Asth­matiker, Diabetiker oder Patienten mit chro­nischer Herz­insuffizienz. Deshalb sind auch die zugehörigen quartals­bezogenen Dokumentationen der behandelnden Ärzte für das erste bis dritte Quartal 2020 nicht erforderlich, wenn sich dadurch eine mögliche Anste­ckung der Patienten mit dem neuen Coronavirus vermeiden lässt und der Arzt gleich­zeitig nicht in der Lage ist, telemedizi­nische Kontakte wie eine Video­sprech­stunde anzu­bieten.

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Was gilt für jetzt für Präventions­kurse?

Die Krankenkassen, die an der Zentralen Prüf­stelle Prävention teilnehmen, bieten ihren Versicherten an, begonnene oder während der Zeit der Kontakt­begrenzung beginnende Präventions­kurse vorüber­gehend auszusetzen, wenn diese nicht wie vorgesehen durch­geführt werden können. Die Kurse müssen aber bis spätestens 31. Dezember 2020 nachgeholt werden (zum Vergleich Krankenkassen).

Wenn die Möglich­keit besteht, kann ein Präventions­kurs für einen begrenzten Zeitraum auch per Video- oder Onlinekurs (etwa Live-Stream) statt­finden. Das gilt auch für die weiteren Einheiten bereits begonnener Kurse und für geplante Kurse. Aus der Teil­nahme­bescheinigung für die Kurs­teilnehmer sollte hervorgehen, wie viele Kurseinheiten auf Grund der Corona-Pandemie online statt­gefunden haben oder ausgefallen sind.

Für die Kurs-Zuschüsse, die Versicherte von ihren Krankenkassen erhalten, gilt vorüber­gehend folgende Regelung: Beendet ein Versicherter seinen Präventions­kurs aufgrund der Corona-Pandemie vorzeitig und kann er diesen auch nicht fortführen, erhält er von seiner Krankenkasse mindestens eine Erstattung auf Basis der schon durch­geführten Kurseinheiten. Eine regel­mäßige Teil­nahme prüft die Kasse nicht. Bei der Zentralen Prüf­stelle Prävention nehmen fast alle gesetzlichen Krankenkassen mit ihren Präventions­angeboten teil.

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Ich bin pflegebedürftig und habe einen Antrag zur Einstufung in einen Pfle­gegrad gestellt. Finden Begut­achtungen über­haupt statt?

Nein. Aufgrund der sich abzeichnenden Engpässe in der gesundheitlichen Versorgung wollen die Medizi­nischen Dienste der Kranken­versicherung (MDK beziehungs­weise MDS) zum einen medizi­nisches und pflegerisches Personal einsetzen, um bei der Bewältigung der Corona-Epidemie zu helfen. Und zum anderen wird jede Form der körperlichen Unter­suchung durch den MDK ausgesetzt, um vorerkrankte und pflegebedürftige Menschen vor Anste­ckung mit dem Coronavirus zu schützen.

Das hat zur Folge, dass aktuell keine persönlichen Begut­achtungen in Pfle­geheimen und zu Hause zur Fest­stellung der Pflegebedürftig­keit erfolgen. Statt­dessen beabsichtigen die Medizi­nischen Dienste, die Einstufung auf Basis der bereits vorliegenden Informationen – etwa medizi­nische Unterlagen oder Pfleg­etagebücher – und eines ergänzenden Telefon­interviews mit den Pflegebedürftigen beziehungs­weise ihren Bezugs­personen vorzunehmen. So soll sicher­gestellt werden, dass Antrag­steller auch in der Coronakrise zeit­nah Pflegebedürftige Leistungen abrufen können. Sollte die Entscheidung über einen Pfle­gegrad negativ ausfallen, können Antrag­steller weiterhin dagegen Wider­spruch einlegen. Mehr dazu in unserem Special Gesetzliche Pflege­versicherung.

Corona – Behand­lung

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Welche Behand­lungs­möglich­keiten gibt es?

Eine spezi­fische Therapie gegen die Viren selber oder eine Impfung gibt es derzeit nicht. Bestätigte Verdachts­fälle müssen eine Zeit lang isoliert bleiben, damit sie keine weiteren Personen anste­cken. Schwerkranke Patienten erhalten je nach Symptomen beispiels­weise Sauer­stoff oder Infusionen. Ärzte sollten zudem auch Grund- und Begleit­erkrankungen der Patienten im Blick haben, da sie das Risiko für schwere Krank­heits­verläufe erhöhen.

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Gibt es Medikamente gegen andere Krankheiten, die auch gegen Covid-19 helfen könnten?

Die Forschung nach geeigneten Mitteln läuft auf Hoch­touren: Die Welt­gesund­heits­organisation WHO testet in einer interna­tionalen Mega-Studie namens Solidarity ausgewählte Wirk­stoffe – sie sind etwa in Medikamenten gegen Malaria und Ebola enthalten oder stammen aus der HIV-Medizin. Weitere Wirk­stoffe sind in der Diskussion.

Die WHO hat eine Liste veröffent­licht, auf der alle potenziellen Therapeutika und die derzeit damit durch­geführten Studien aufgeführt sind. Auch die französische Gesund­heits­behörde Inserm hat angekündigt, im europäischen Projekt Discovery Therapien gegen das Coronavirus auszupro­bieren.

Anfang April vermeldeten australische Forscher erste Ergeb­nisse aus einem vorklinischen Experiment mit Iver­mectin – einem Medikament gegen Parasiten. In einem Zell­modell habe das Mittel das Corona-Virus SARS-CoV-2 inner­halb von 48 Stunden so gut wie voll­ständig eliminiert. Allerdings ist die Unter­suchung noch längst nicht abge­schlossen. Anwendungs­empfehlungen und zumindest im Ansatz belast­bare Äußerungen sind nur nach klinischen Studien möglich. Hintergrundinfos zum Medikament Iver­mectin gegen Krätze finden Sie in unserer Medikamenten­daten­bank Medikamente im Test.

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Wie steht es um die Impf­stoff-Entwick­lung?

Welt­weit sind die ersten Studien mit Impf­stoff­kandidaten gegen das neuartige Coronavirus am Menschen ange­laufen. Im April hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) die erste klinische Prüfung eines Impf­stoffs gegen COVID-19 in Deutsch­land genehmigt. Bei dem aktuell ausgewählten Impf­stoff­kandidaten handelt es sich einen sogenannten Ribo­nukleinsäure-(RNA)-Impf­stoff. Er enthält laut PEI die genetische Information über den Bau eines entscheidenden, aber ungefähr­lichen Eiweiß­bestand­teils von Sars-CoV-2. Körperzellen der Geimpften sollen ihn aufnehmen und nicht infektiöse Erregerbestand­teile nach­produzieren. „Das menschliche Immun­system erkennt den fremden Erregerbestand­teil und betrachtet die Zellen, die diesen Erregerbestand­teil gebaut haben, als vermeintlich infizierte Zellen“. So werde eine schützende Immun­antwort gegen den Erreger aufgebaut, um eine Infektion, eine Erkrankung oder einen schweren Verlauf zu verhindern.

RNA-Impf­stoffe bieten in einer Pandemie den Vorteil, dass sie sich schnell und in großen Mengen produzieren lassen. Dabei bilden die Geimpften das Antigen, der Hersteller muss es nicht synthetisieren wie bei einigen anderen Impf­stoffen. Im ersten Teil der klinischen Prüfung sollen laut PEI 200 gesunde Probanden im Alter von 18 bis 55 Jahren mit je einer von mehreren gering modifizierten Impf­stoff­varianten geimpft werden. Nach einer Warte­zeit, in der die Geimpften beob­achtet werden, würden in einem zweiten Teil weitere Probanden der gleichen Alters­spanne geimpft. Diese Gruppe soll auch Probanden mit erhöhtem Infektions­risiko oder erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 einschließen.

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Im Internet kursieren Angebote für Medikamente und Nahrungs­ergän­zungs­mittel gegen Covid-19. Was ist davon zu halten?

Nichts. Die Europäische Medikamentenbehörde EMA warnt davor, Fake-Arznei­mittel von nicht auto­risierten Online-Shops und anderen unseriösen Anbietern zu kaufen. Sie werben damit, dass ihre Produkte Covid-19 vorbeugen oder gar heilen könnten.

Laut EMA sehen die Fake-Arznei­mittel oft aus wie zugelassene Präparate. Sie enthielten aber falsche, falsch dosierte, unwirk­same oder für Medikamente nicht zugelassene Substanzen. Die Inhalts­stoffe könnten der Gesundheit sogar schaden. Verbraucher sollten in stationären Apotheken oder registrierten Versand-Apotheken kaufen (mehr Infos im Test von Versandapotheken).

Ergänzend warnt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vor Nahrungs­ergän­zungs­mitteln, die sich als Mittel zur Covid-Vorbeugung anpreisen. Es gebe keine Nahrungs­ergän­zungs­mittel, die eine Infektion mit dem Virus verhindern könnten. Die kritisierten Nahrungs­ergän­zungs­mittel enthalten laut Verbraucherzentrale NRW zum Beispiel Grüntee – beziehungs­weise den Inhalts­stoff Epigallocatechinagallat – , Rhodiola (Rosenwurz), Cistus (Zistrosenkraut), Propolis, Kapuzinerkresse, Schwarze Johannis­beere, Kurkuma oder Zimt.

Die Verbraucherzentrale warnt auch davor, das gefähr­liche Miracle Mineral Supplement (MMS), auch Chlor­dioxidlösung (CDL) genannt, einzunehmen. Es handelt sich dabei um ein Desinfektions­mittel, das zum Bleichen von Textilien dient. Abge­sehen davon nütze es – anders als kolportiert – auch nicht gegen SARS-CoV-2 ebensowenig wie Arsen in homöo­pathischen Dosen.

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Das Schmerz- und Fieber­mittel Ibuprofen steht unter Verdacht, Covid-19-Verläufe zu verschlimmern. Was ist dran?

Es kursieren verschiedene Meldungen, wonach Ibuprofen einen Covid19-Verlauf verschlimmern könnte. Das Thema haben etwa soziale Netz­werke, der französische Gesund­heits­minister und ein einzelner WHO-Sprecher gegen­über der Deutschen Presseagentur dpa aufgegriffen. Die Europäische Arzneimittelagentur Ema stellte inzwischen klar: „Es besteht kein wissenschaftlich erwiesener Zusammen­hang zwischen der Einnahme von Ibuprofen und einem schwereren Verlauf einer Corona-Erkrankung.“

Anlass der ganzen Diskussion ist ein Leser­brief vom 11. März 2020 im Fachmagazin The Lancet. Dieser fasst erste Beob­achtungen von Patienten zusammen, die schwer an Covid-19 erkrankt oder daran verstorben waren. Danach litten einige von ihnen an schweren Vorerkrankungen wie etwa Herz­erkrankungen, Blut­hoch­druck oder Diabetes. Die Autoren schließen aus ihren Beob­achtungen und Ergeb­nissen aus der Grund­lagen­forschung, dass bestimmte Medikamente eine Infektion mit Coronaviren befördern könnten. Dazu gehört auch Ibuprofen.

Fazit: Der Artikel aus The Lancet formuliert lediglich Hypothesen, die auf Labor­unter­suchungen und Beob­achtungen einiger weniger Patienten basieren. Es ist noch unklar, ob das Ganze tatsäch­lich eine klinische Bedeutung hat. Wer an Fieber – einem typischen Symptom von Covid-19 – leidet, sollte es ohnehin nicht gleich senken. Fieber unterstützt das körper­eigene Immun­system, Viren abzu­wehren. Wer sehr hohes Fieber senken möchte und sicher­heits­halber eine Alternative zu Ibuprofen sucht, kann auch Paracetamol nehmen – sofern dieser Wirk­stoff für ihn geeignet ist. Paracetamol ist etwa nicht geeignet für Menschen mit Leber­krankheiten und muss genau dosiert werden. Mehr Infos über Nutzen und Risiken von Paracetamol finden Sie in der Datenbank Medikamente im Test.

Generell auf Ibuprofen verzichten sollten Patienten, die aufgrund ihres hohen Blut­drucks neben den blut­druck­senkenden ACE-Hemmern oder Sartane noch Diuretika einnehmen. Die Kombination der drei Wirk­stoffe kann die Nieren stark schädigen. Ibuprofen ist auch nicht gut für alle, die an Magen- oder Zwölffingerdarm­geschwüren oder Nieren­einschränkungen leiden oder allergisch auf andere nicht­steroiale Antirheumatika (NSAR) reagieren. Patienten sollten keinesfalls Medikamente auf eigene Faust absetzen, die ein Arzt verordnet hat – und bei Sorgen mit ihm sprechen.

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Ich bin jetzt viel drinnen. Soll ich Präparate einnehmen, um mich mit Vitamin D zu versorgen?

Auch wenn Sie mehr Zeit als sonst drinnen verbringen: Die meisten Menschen in Deutsch­land brauchen auch in der Corona-Krise nach Einschät­zung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) kein Extra-Vitamin D. Sie sollten sich aber mindestens 15 bis 20 Minuten in der Sonne aufhalten, zum Beispiel bei einem kleinen Spaziergang. Von März bis Oktober reiche die Stärke der Sonnen­strahlen hier­zulande aus, damit der Körper genug knochen­stärkendes Vitamin D über die Haut bilde.

Die DGE betont, dass noch keine wissenschaftlichen Studien vorliegen, ob Vitamin D der Infektion mit dem Coronavirus vorbeugen kann. Allerdings gäben frühere epidemiologische Studien Hinweise auf einen möglichen Zusammen­hang zwischen dem Vitamin-D-Status und dem Auftreten von akuten Atemwegs­infekten.

Insbesondere bei einem Vitamin-D-Mangel, könnten nied­rig dosierte Vitamin-D-Präparaten (7,5 bis 100 µg/Tag oder 35–500 µg/Woche) die Häufig­keit von akuten Atemwegs­infekten verringern. Für hohe Einmalgaben an Vitamin D könne aber kein Zusammen­hang beob­achtet werden, auch nicht bei der Behand­lung akuter Atemwegs­infekte. Mehr über den Nutzen von Vitamin D und wann Präparate wirk­lich angebracht sind, erfahren Sie im FAQ Vitamin D.

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Drohen Liefer­engpässe bei Medikamenten?

Viele Wirk­stoffe für in Deutsch­land zugelassene Arznei­mittel werden in China hergestellt. Insofern könnten, wenn in China coronavirus-bedingt Fabriken länger still­stehen, auch in Deutsch­land und Europa Arznei­mittel­engpässe auftreten. Bislang ist die Versorgung offen­bar gesichert, so die Einschät­zung des Bundes­instituts für Arznei­mittel und Medizin­produkte (BfArM).

„Aktuell liegen keine belast­baren Hinweise vor, die auf eine kurz­fristige Einschränkung der Arznei­mittel­versorgung aufgrund von Produktions­ausfällen in Regionen, die von der Ausbreitung des Coronavirus besonders betroffen sind, schließen lassen“, schreibt das BfArM auf seiner Webseite. Allerdings verweist die Behörde auf Hinweise von „einem über­durch­schnitt­lich hohem Abfluss an vermarkteten Arznei­mitteln“. Das deute auf eine nicht bedarfs­gerechte Bevor­ratungs­strategie einzelner Akteure hin. Das könne die Patienten­versorgung verschlechtern und lokal zu Liefer­engpässen führen. Auf der Home­page des BfArM können Verbraucher konkrete Medikamente finden, die derzeit knapp sind – dazu gehören auch einige Paracetamol-Präparate. Laut Bundes­gesund­heits­ministerium sollen etwa Apotheker, deren Kunden Paracetamol kaufen möchten, mit diesen mögliche Alternativen prüfen und den Wirk­stoff nur noch in kleinen Mengen zur Akutbe­hand­lung abgeben.

Um einer möglichen Ungleich­verteilung von Medikamenten entgegen­zuwirken, hat das BfArM nun eine Kontigentierung von Arznei­mitteln ange­ordnet. Danach dürfen Groß­händler und Pharmaunternehmen nicht mehr „über den normalen Bedarf hinaus“ liefern. Für öffent­liche Apotheken soll eine Mindest­bevor­ratung von einer Woche sicher gestellt werden. Für Kranken­haus­apotheken sowie kranken­haus­versorgende Apotheken gilt: „Bei Arznei­mitteln, die im Zusammen­hang mit der Corona-Pandemie angewendet werden, soll die Bevor­ratung den durch­schnitt­lichen Bedarf von acht Wochen nicht über­schreiten. Für alle anderen Arznei­mittel soll die Bevor­ratung den durch­schnitt­lichen Bedarf von vier Wochen nicht über­schreiten.“ Die Maßnahmen gelten laut BfArM bis zum Ende der Pandemie.

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Was mache ich, wenn meine preis­werten Medikamente nicht mehr vorhanden sind?

Seit dem 22. April gilt die vom Bundes­gesund­heits­ministerium initiierte Sars-CoV-2-Arznei­mittel­ver­ordnung. Apotheker dürfen jetzt auch ein anderes, wirk­stoff­gleiches Arznei­mittel abgeben, wenn das eigentlich verordnete Mittel nicht vorrätig ist. Ist kein wirk­stoff­gleiches Arznei­mittel in der Apotheke vorhanden und das verordnete Medikament nicht liefer­bar, darf ein anderes wirk­stoff­gleiches Arznei­mittel, das liefer­bar ist, abgeben werden. Nach Rück­sprache mit dem Arzt können Apotheker auch ein pharmakologisch-therapeutisch vergleich­bares Arznei­mittel ausgeben, wenn weder das eigentlich verordnete noch ein entsprechendes wirk­stoff­gleiches Arznei­mittel vorrätig oder liefer­bar ist. Dies gilt auch, wenn der verordnende Arzt den Austausch des Arznei­mittels auf dem Rezept ausgeschlossen hat. Ärzte müssen dafür kein neues Rezept ausstellen, der Apotheker muss dies aber auf dem Rezept dokumentieren.

Apotheker könne auch ohne Rück­sprache mit dem Arzt von der Packungs­größe, der Packungs­anzahl, der Entnahme von Teilmengen aus Fertigarznei­mittel­packungen und der Wirk­stärke von der ärzt­lichen Verordnung abweichen. Das ist aber nur zulässig, wenn dadurch die verordnete Gesamt­menge des Wirk­stoffs nicht über­schritten wird. Die Rege­lungen gelten, bis die derzeitige Ausnahme­situation aufgrund des neuen Coronavirus vom Bundes­tag aufgehoben wird – sonst bis spätestens zum 31. März 2021.

Tipps für den Alltag mit Corona

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Können Corona-Viren das Leitungs­wasser belasten?

Das ist nach derzeitigem Kennt­nisstand höchst unwahr­scheinlich, vermeldet das Umweltbundesamt. Leitungs­wasser, das unter Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik gewonnen, aufbereitet und verteilt werde, sei sehr gut gegen alle Viren, einschließ­lich Coronaviren, geschützt.

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Ich möchte nicht hams­tern, aber einen sinn­vollen Vorrat an Lebens­mitteln, Hygiene­artikeln und Medikamenten anlegen. Worauf soll ich achten?

Dieser Rat gilt auch für „normale“ Zeiten: Das Bundesamt für Katastrophenschutz empfiehlt jedem Haushalt, einen Vorrat für Notfälle anzu­legen. Er sollte für etwa zehn Tage reichen und jedes Haus­halts­mitglied mit etwa 2 200 Kilokalorien pro Tag versorgen – Hygiene­artikel wie Toiletten­papier und Zahnpasta gehören dazu.

Gut geeignete Lebens­mittel sind Konserven, etwa Fisch, Obst und Gemüse. Trockene Produkte sollten auch ins private Lager, zum Beispiel Nudeln, Reis, Mehl, Zucker, Salz, Kekse und Knäckebrot sowie Erbsen, Linsen, Bohnen, Instant­brühe. Vorschläge für Produkte, die passenden Mengen und Kalorien­gehalte finden Sie in der Vorratstabelle des Bundes­ministeriums für Ernährung und Land­wirt­schaft (BMEL).

Die Vorräte sollten kühl, trocken und dunkel lagern. Neu gekaufte Vorräte sollten hinten ins Regal, so dass ältere Reserven noch vor Ablauf des Mindest­halt­barkeits­datums verzehrt werden können. Eigentlich empfiehlt das Bundes­amt für Katastrophen­schutz auch Getränke – 2 Liter pro Person und Tag.

In der Corona-Krise gilt die Trink­wasser­versorgung als nicht gefährdet. Das BMEL weist ausdrück­lich darauf hin, dass Lebens­mittel zurzeit immer nachgeliefert werden. Auf der Home­page heißt es: „Der Handel reagiert derzeit auf die verstärkte Nach­frage und stockt das Sortiment auf. Wenn es momentan in einigen Filialen vorüber­gehend zu leereren Regalen kommt, liegen dem noch nicht angepasste logistische Abläufe und explizit keine Versorgungs­probleme zugrunde.“

Auch Medikamente gehören zu einer guten Vorrats­haltung. Die Stiftung Warentest erklärt, welche Mittel und Verbands- und Hilfs­mittel in der Hausapotheke nicht fehlen sollten.

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Mein Vorrat an Toiletten­papier geht zu Ende und ich finden im Handel kein neues. Kann ich Küchenkrepp oder Papiertaschentücher nutzen?

Küchenkrepp, Papiertaschentücher, Feucht- und Kosmetiktücher sowie Zeitungs­papier sind keine gute Alternative. „Diese Haus­halts­papiere können aufgrund ihrer großen und festen Beschaffenheit die Toiletten verstopfen“, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die dickeren und festeren Papiere lösten sich nicht im Wasser auf. Feucht­tücher enthielten Kunst­fasern, die nicht ins Abwasser gelangen sollten. „Nur das normale, trockene Toiletten­papier darf ins Klo“, so die Verbraucherzentrale. Alle andere Papiere müssten nach Gebrauch in die Müll­tüte und dann in die Müll­tonne.

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Welche Lebens­mittel und Hygiene­artikel sind besonders stark nachgefragt?

Laut Statistischem Bundesamt sind einige Lebens­mittel deutlich mehr nachgefragt als sonst: Die Nach­frage nach Reis sei in den vergangenen Wochen im Vergleich zum Zeitraum von August 2019 bis Januar 2020 um mehr als 200 Prozent gestiegen, die Nach­frage nach Teigwaren, Mehl und passierten Tomaten um etwas mehr als 100 Prozent. Das Bundes­ministerium für Ernährung und Land­wirt­schaft gab an, dass bei den Milch­produkten derzeit in einigen Geschäften H-Milch, Frisch­milch und Käse fehlten.

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Gibt es schon Wucher­preise bei begehrten Produkten?

Ja. Die Verbraucherzentrale Hamburg berichtet von Wucher­preisen bei bestimmten Produkten: Atemmasken für 999 Euro, ein Desinfektions­mittel für 25 Euro, acht Rollen Toiletten­papier für 30 Euro. Auf der Home­page finden sich auch Beispiele für andere über­teuerte Produkte wie Konserven­mais und Hefe. Verbraucher können dort selbst Miss­stände bei Preisen melden (Kontakt: vzhh.de/missstand-melden).

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Ich möchte möglichst wenig in Geschäfte gehen, um Lebens­mittel einzukaufen. Wie gut sind Online-Supermärkte?

Die Stiftung Warentest hat 2018 einen Test von Online-Supermärkten veröffent­licht. Darin erfahren Sie viel über Stärken und Schwächen der Angebote. Während der Corona-Krise erleben die Online-Shops einen Boom. Etliche Anbieter berichten auf ihrer Home­page, stark angefragt zu sein. Das könne etwa dazu führen, dass kurz­fristige Liefer-Slots ausgebucht seien oder das Sortiment nicht so groß wie gewohnt.

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Stimmt es, dass Betrüger Schutz­masken anbieten und in Wirk­lich­keit nur abzo­cken?

Ja. Cyber-Kriminelle nutzen in Zeiten des Corona-Virus Engpässe und Notlagen aus. Dazu zählt der fiktive Online-Händler FTA First Trading Agency in Bremen, dessen Seite nicht mehr zu erreichen ist. Er hat Groß­händ­lern bundes­weit FFP2-Gesichts­masken und Desinfektions­mittel angeboten und verlangte dabei Vorkasse. Die Kunden wurden nicht beliefert. Der Schaden lag insgesamt im sechs­stel­ligen Bereich. Die Firma fälschte unter anderem eine behördliche Groß­handels­urkunde, auch eventuell vorgelegte Zertifikate für die Masken waren gefälscht. Die Bremer Polizei ermittelt noch.

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Das Deutsche Rote Kreuz hat zum Blutspenden aufgerufen. Wer darf über­haupt spenden?

Das Deutsche Rote Kreuz bittet gesunde Menschen, Blut zu spenden. Sie sollten sich fit fühlen, in letzter Zeit in keinem Corona-Risiko­gebiet aufgehalten und keinen Kontakt zu Corona-Infizierten und potenziell Infizierten haben. Die Versorgung mit Blutpräparaten sei angespannt und könne sich mit Ausbreitung des Coronavirus und den Einschränkungen des öffent­lichen Lebens bald verschlechtern. Viele Spendenlokale haben ihre Termine abge­sagt – das Deutsche Rote Kreuz gibt eine Übersicht.

Allgemeine Infos zum Blutspenden finden Sie im Special Was Spender wissen sollten.

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Ich habe vom vielen Hände­waschen trockene Hände. Wie pflege ich sie am besten?

Mit Hand­creme. Die Stiftung Warentest hat Ende 2018 Handcremes gegen trockene Haut geprüft. Darunter waren Produkte von Body Shop, Nivea und dm sowie einige Naturkosmetik­produkte. Viele pflegten gut, aber nur wenige zogen schnell ein. Wer Probleme mit trockenen Händen hat, sollte sie lieber mit milden Wasch­lotionen und Syndets waschen als mit herkömm­licher Seife und beim Putzen Haus­halts­hand­schuhe tragen.

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Wie verhalte ich mich am besten, wenn ich zu Hause in Quarantäne bin?

„Schaffen Sie sich eine Tages­truktur und setzen Sie sich Ziele“, rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in einem Flyer zur häuslichen Quarantäne. Betroffene sollten mit Familien und Freunden in Kontakt bleiben und etwa Nach­barn bitten, einzukaufen oder mit dem Hund raus zu gehen. Wer nieder­geschlagen ist und sich allein fühlt, kann auch die Telefonseelsorge anrufen unter 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0222 oder 116 123.

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Wie kann ich mich zu Hause fit halten?

Fußball­spielen, Basketball, der Besuch im Fitness-, Tanz- und Yoga-Studio – das alles ist zurzeit nicht möglich. Bewegung bleibt aber wichtig. Wer jeden Tag ein paar Übungen zu Hause macht, bleibt fit. Viele Vereine und Institutionen haben Anleitungen für Sport und Bewegung in der Corona-Krise veröffent­licht.

Der Deutsche Fußballbund DFB hat für Kinder, Jugend­liche und Erwachsene jeweils Übungen zusammen­gestellt.

Der Berliner Basketballverein Alba Berlin bietet für die Zeit der Kita- und Schul­schließungen täglich einen Online-Sport­unter­richt für Kinder und Jugend­liche an.

Für Erwachsene, auch ältere Semester, eignen sich zum Beispiel die Work­outs der Sportmedizin der TU München. Auch Tram­polin­springen kann eine Alternative sein.

Für Leute mit Garten: Im Test von Trampolinen für den Garten erfahren Sie, welche die besten Tram­poline sind und wie Kinder und Erwachse sicher springen. In einem Test von Fahrradtrainern aus dem Jahr 2014 können Sie nach­lesen, wie sich diese Geräte nutzen lassen. Hinweis: Die Stiftung Warentest hat nicht über­prüft, ob die seiner­zeit getesteten Geräte noch unver­ändert erhältlich sind.

Ganz wichtig: Es ist weiterhin erlaubt, zu zweit, mit der Familie oder anderen Haus­halts­mitgliedern spazieren zu gehen. Warum das gut für die Stimmung, die Figur und das Denk­fähig­keit ist, können Sie im Beitrag Flanieren im Park nach­lesen.

Dieses FAQ ist erst­mals am 28. Januar 2020 auf test.de erschienen. Es wird seitdem regel­mäßig aktualisiert.

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