Viele Tafeln haben trotz der Corona-Krise geöffnet und versorgen ihre Kunden mit Lebens­mitteln.

Die Corona-Krise löst zum Glück bei vielen Menschen Hilfs­bereitschaft aus. Die einen helfen älteren Nach­barn beim Einkauf, andere unterstützen Organisationen und Einrichtungen mit Spenden. Das Deutsche Zentral­institut für soziale Fragen (DZI) hat Tipps veröffent­licht, wie Sie leichter und sicherer spenden.

Corona – Informationen der Stiftung Warentest

Corona – Verbreitung und Gesundheit. Laufend aktualisierte Einschät­zungen und Gesund­heits­hinweise der Gesund­heits­experten der Stiftung Warentest finden Sie in den FAQ Corona – Ausbreitung, Gesundheit.

Rechts­fragen in der Corona-Krise. Im Special Corona – Job, Recht, Reisen, Verträge informieren die Rechts­experten der Stiftung Warentest unter anderem über Fragen des Arbeits­rechts und des Reise­rechts in Zeiten von Corona.

Corona und die Wirt­schaft. Informationen zur Lage auf den Finanzmärkten finden Sie in dem Special Corona-Krise und die Aktienmärkte.

Hilfe für Corona-Betroffene

Das Deutsche Zentral­institut für soziale Fragen (DZI) hat Tipps für das Spenden in der Corona-Krise gesammelt. In der Spenden-Info „Hilfe für Corona-Betroffene“ empfiehlt die Berliner Prüf­instanz 25 Hilfs­werke, die in Deutsch­land und in vielen Regionen welt­weit Corona-Betroffene unterstützen und das DZI Spenden-Siegel als Zeichen besonderer Vertrauens­würdig­keit besitzen. Die Liste wird laufend aktualisiert.

Das Institut, das Geschäfts­gebaren von Hilfs­organisationen bewertet, gibt außerdem Empfehlungen für die Unterstüt­zung in Not geratener Klein­betriebe oder Künstler und für die Nach­barschafts­hilfe. So raten die Spenden-Experten, Künstler und Selbst­ständige dann zu unterstützen, wenn Sie sie persönlich kennen und ihnen vertrauen.

Organisationen mit DZI-Siegel

Gemeinnützige Hilfs­werke müssen mindestens 25 000 Euro Gesamt­einnahmen* pro Jahr haben, bevor sie das Spendensiegel des Deutschen Zentral­instituts für soziale Fragen (DZI) beantragen können. Um es zu erhalten, müssen sich die Organisationen jedes Jahr einer strengen Prüfung durch Mitarbeiter des DZI unterwerfen, die bis zu sechs Monaten dauern kann. Die Grund­gebühr für die Prüfung beträgt 500 Euro plus einen Zusatz­betrag von 0,035 Prozent der jähr­lichen Gesamt­einnahmen plus 19 Prozent Mehr­wert­steuer. Jede Hilfs­organisation muss nach­weisen, dass sie Spenden zweck­gebunden, spar­sam und wirt­schaftlich verwendet. Dazu müssen alle Einnahmen und Ausgaben für Verwaltung und Werbung offengelegt werden.

Warnung vor Tritt­brett­fahrern und Betrügern

Zugleich warnt das DZI vor Tritt­brett­fahrern. Spender sollten Ihre Mittel gezielt für wenige Organisationen einsetzen, ohne Druck handeln, möglichst Geld spenden und es nur in Ausnahme­fällen an einen bestimmten Zweck binden. Wer sich unsicher ist, ob eine Organisation seriös ist, kann die Checkliste für sicheres Spenden des DZI heran­ziehen.

Spenden und Steuern

Bis zur Höhe von 20 Prozent vom Gesamt­betrag der Einkünfte können Steuerzahler Spenden als Sonderausgabe in der Steuererklärung angeben. Über­schreiten die Zuwendungen den Höchst­betrag, über­trägt das Finanz­amt die Summe als „Spenden­vortrag“ in Folge­jahre. Bei Spenden bis 200 Euro an gemeinnützige Organisationen reicht als Nach­weis der Konto­auszug. Für höhere Beträge müssen Spender sich eine Zuwendungs­bescheinigung nach amtlich vorgeschriebenem Muster bei der Organisation besorgen.

Das Finanz­amt akzeptiert nur Spenden an gemeinnützige, wohl­tätige oder kirchliche Organisationen, wie gemeinnützige Vereine, Kirchen, Stiftungen, Gemeinden, Universitäten, Vereine, die diese mit einer Zuwendungs­bestätigung nach­weisen. Spenden müssen ohne Gegen­leistung erfolgen.

Spenden direkt an bedürftige Personen können steuerlich nicht abge­zogen werden.

*korrigiert am 25.3.2020

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