Menschen, die trotz Frührente wieder in den Beruf einsteigen, müssen 2020 keine Abstriche bei ihrer Rente hinnehmen.

Durch das „Sozial­schutz­paket“, mit dem die wirt­schaftlichen Folgen des Corona-Virus gemindert werden sollen, können Frührentner 2020 deutlich mehr hinzuver­dienen, bevor ihnen die Rente gekürzt wird. 44 590 Euro bleiben anrechnungs­frei. Das erleichtert den Wieder­einstieg für Menschen in Bereichen, die dringend Personal suchen, etwa im Gesund­heits- und Pflege­bereich. Die Regelung ist jedoch nicht an Berufs­felder geknüpft und kann von allen Frührentnern genutzt werden.

Corona – Informationen der Stiftung Warentest

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Möglicher Hinzuver­dienst steigt auf das Siebenfache

Wer neben einer vorgezogenen Rente arbeitet, durfte parallel zum Rentenbe­zug bisher nur 6 300 Euro im Jahr verdienen, ohne dass ihm die Rente gekürzt wird. Alles was Rentner über dieser Frei­grenze verdienen, wird zu 40 Prozent auf die Rente ange­rechnet. Die Renten­versicherung zahlt dann nur noch eine Teilrente aus. Diese Frei­grenze wird durch das Sozialschutzpaket (Bundes­ministerium für Arbeit und Soziales) für das Jahr 2020 auf 44 590 Euro ange­hoben. Soviel können Frührentner parallel zum Rentenbe­zug hinzuver­dienen, ohne dass ihre Rente gemindert wird.

Anreiz für Wieder­einstieg in den Job

Das ermöglicht es zum Beispiel Frührentnern, die aus dem Gesund­heits- und Pflege­bereich kommen, wieder in den Job einzusteigen, ohne dass sie dadurch Nachteile bei ihrer Rente haben. In diesen und anderen Bereichen werden durch die Corona-Krise teil­weise dringend Personal gesucht. Menschen, die gerade aus dem Job ausgeschieden sind, sind gefragt. Die Regelung ist allerdings nicht an bestimmte Berufe gebunden. Rentner, die ihr reguläres Renten­alter bereits erreicht haben, können sowieso so viel hinzuver­dienen wie sie wollen, ohne dass die Rente gekürzt wird.

Tipp: Den Termin für Ihr reguläres Renten­alter können Sie mit unserem Renteneintrittsrechner berechnen.

Rente erhöht sich

Frührentner, die neben der Rente arbeiten, zahlen auch weiterhin Beiträge in die Renten­versicherung ein. Damit erwerben sie auch einen höheren Renten­anspruch. Dieser wird ausgezahlt, sobald das reguläre Renten­alter erreicht ist.

Regelung bietet Gestaltungs­möglich­keiten

Durch die neue Regelung ergibt sich eine kuriose Gestaltungs­möglich­keit für ältere Angestellte: Für Versicherte, die in nächster Zeit sowieso in Rente gegangen wären, könnte es sich lohnen, die Rente jetzt vorzuziehen und trotzdem weiterzuarbeiten. Sie würden dann 2020 für einige Monate parallel zu ihrer minimal gekürzten Rente auch das volle Gehalt beziehen, solange sie parallel zum Rentenbe­zug unter der Frei­grenze bleiben. Angestellte sollten aber abklären, ob etwa Tarif­verträge die Möglich­keit ausschließen, etwa weil dort geregelt ist, dass Angestellte ausscheiden, sobald sie Rente beziehen. Außerdem ist eine Beratung bei der Renten­versicherung oder einem unabhängigen Rentenberater sinn­voll. Alles zum Renten­antrag finden Sie auf den Seiten der Deutschen Rentenversicherung.

Tipp: Alle Informationen zum früheren Renten­eintritt finden Sie in unserem Special Rente mit 63.

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