Corona-Pandemie Sammelklage gegen die Verantwort­lichen in Tirol

Corona-Pandemie - Sammelklage gegen die Verantwort­lichen in Tirol
Gefähr­liches Mitbringsel. Skifahrer bekamen Covid-19. © Getty Images / Mike Harrington

Der österrei­chische Verbraucher­schutz­ver­ein (VSV) bereitet eine Sammelklage gegen die Tiroler Landes­regierung und die Republik Österreich vor. Es geht um ein Amts­haftungs­verfahren. Tausende Touristen hatten sich im Skiurlaub Anfang März in Ischgl, dem Paznauntal, St. Anton am Arlberg, Sölden und dem Zillertal mit dem neuartigen Coronavirus infiziert und zu Hause weitere Menschen angesteckt.

Behörden sollen Sperrungen hinaus­gezögert haben

Peter Kolba, Obmann des Verbraucher­schutz­ver­eins, sagt: „Es gibt massive Hinweise, dass die Tiroler Behörden – offen­bar im Interesse der Tourismusbetriebe – Sperren von Pisten und Hotels hinaus­gezögert haben könnten.“

Mehr als 5000 Urlauber könnten Schaden­ersatz bekommen

Lässt sich dies vor Gericht beweisen, steht Betroffenen Schaden­ersatz zu. Bisher haben sich mehr als 5 300 Urlauber beim VSV gemeldet, 85 Prozent davon aus Deutsch­land.

Tipp: Weitere Informationen finden Sie auf der Website des österrei­chischen Verbraucherschutzvereins

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wofe22 am 01.06.2020 um 09:11 Uhr
Schadenersatz nur für Urlauber?

Der Schaden ist doch weit höher und nicht nur auf Urlauber zu reduzieren. Millionen andere Menschen wurden auch durch diesen vermeindlichen Hotspot extrem geschädigt. Leben wurden vernichtet, Wirtschaft, Existenzen und auf lange Sicht gesehen Generationen ruiniert.
Schadenersatz - hier ist die Politik für die Nicht Urlauber gefordert!