Cookies Meldung

Cookie kommt. Ruft der Nutzer etwa die Webseite eines Online­shops auf, sendet der Server das Cookie mit der Webseite an den Browser. Anhand des Cookies wird der Nutzer wieder­erkannt...

Unerwünschte Werbung ist lästig – auch im Internet. Doch die Technik der Werbestrategen lässt sich über­listen. Wie Nutzer ihren Rechner sauber halten.

Zum Geburts­tag wollte Herr S. aus B. seiner Freundin etwas Hübsches für „darunter“ schenken. Im Internet recherchierte er die aktuellen Trends bei Damen­wäsche. Seither wird er von Werbung für Dessous verfolgt – auch wenn er auf Webseiten unterwegs ist, die mit Wäsche nichts zu tun haben. Wie das geht? Cookies machen es möglich. Sie identifizieren Herrn S. als denjenigen, der sich vor einiger Zeit im Internet für Büstenhalter interes­siert hat. Und sie können noch einiges mehr.

Was sind Cookies?

Cookies (zu Deutsch: Kekse) sind kleine Text­dateien, die einen Nutzer erkenn­bar machen, während er im Internet unterwegs ist. Man kann sie sich wie kleine elektronische Krümel vorstellen, die der Webserver auf dem Computer eines Nutzers hinterlässt, wenn der eine bestimmte Adresse aufruft. Öffnet der Nutzer dieselbe Seite erneut, sendet der Browser, also das Zugangs­programm fürs Internet, die Informationen aus dem Cookie wieder zurück. Der Server, der die Webseiten ausliefert, erkennt den Browser wieder.

Wozu müssen Nutzer erkenn­bar sein?

Webserver sind ziemlich vergess­lich. Ohne Cookies erinnern sie sich nicht daran, dass ein und derselbe Nutzer von Seite zu Seite surft. Um das Internet richtig nutzen zu können, ist das aber unerläss­lich: Wer sich bei seinem E-Mail-Anbieter mit Namen und Pass­wort anmeldet, möchte schließ­lich auch auf den Folge­seiten erkannt werden – zum Beispiel um Post abzu­rufen. Cookies stellen zudem sicher, dass man beim Onlineeinkauf den Warenkorb füllen kann, ohne sich bei jedem Artikel wieder als derselbe Kunde ausweisen zu müssen. Gleiches gilt fürs Online­banking: Auch hier wird der Nutzer mithilfe von Cookies „wieder­erkannt“, zwar nicht mit Namen und persönlichen Daten, aber als der, in dessen Browser das Cookie abge­legt wurde.

Wer setzt Cookies?

Anbieter von Webseiten setzen Cookies – aber auch Dritte, zum Beispiel Werbefirmen. Diese legen mit Vorliebe sogenannte Tracking Cookies im Browser ab, also eine Art „Verfolgungs-Cookies“. Sie bleiben dort oft über Jahre hinweg und geben Aufschluss darüber, welcher Nutzer welche Seiten besucht hat.

Wieso verfolgt den Nutzer Werbung?

Webseiten­betreiber und Werbefirmen können mithilfe mancher Cookies das Surf­verhalten ihrer Nutzer analysieren und nach­voll­ziehen, welche Seiten diese besucht haben. Wer, wie Herr S., beim Onlinehändler ­enamora.de nach Dessous schaut, bekommt bei seinem nächsten Abstecher ins Internet die Werbung eben jenes Herstel­lers zugespielt – auch wenn er sich auf anderen Webseiten aufhält.

Mit Cookies lassen sich also Nutzer­profile erstellen; die im Netz einge­blendete Werbung wird dann pass­genau auf jeden einzelnen Nutzer zuge­schnitten. Die Folge: Die Werbeanzeigen, die zwei Nutzer auf ein und derselben Webseite zu sehen bekommen, können sehr unterschiedlich sein: Während der eine Urlaubs­angebote präsentiert bekommt, erscheint beim anderen eine Anzeige für Baby­nahrung. Oder eben Unter­wäsche.

Wie wird man die Werbung los?

Am besten, indem man die Cookies löscht. Denn von allein verschwinden nur die wenigsten. Lediglich sogenannte Session Cookies werden auto­matisch eliminiert, wenn der Nutzer die Internetsit­zung – also zum Beispiel den Einkauf oder das Bank­geschäft – beendet und den Browser schließt. Die übrigen Cookies sind zwar auch mit einem Verfalls­datum versehen und damit in ihrer Lebens­dauer limitiert. Das Ablaufdatum kann aber – je nachdem, wer es programmiert hat – schon mal 100 Jahre in der Zukunft liegen. Wer so lange nicht warten will, sollte aktiv werden.

Wie geht das: Cookies löschen?

Cookies löschen ist kein Hexen­werk und dauert nur wenige Minuten. Alle gängigen Browser bieten dazu eine Möglich­keit.

Tipp: Wenn Sie den Mozilla Firefox in der Version 11.0 verwenden, klicken Sie beim Menü­eintrag „Einstel­lungen“ auf den Reiter „Daten­schutz“. Wählen Sie den Eintrag „einzelne Cookies löschen“. Es öffnet sich ein Fenster, in dem Sie „Alle Cookies entfernen“ ankli­cken. Beim Internet Explorer 9 wählen Sie im Menü „Extras“ den Eintrag „Browser­verlauf löschen“. Es erscheint ein Fenster mit acht kleinen Käst­chen. Setzen Sie einen Haken bei „Cookies“ und klicken Sie auf „Löschen“. Die personalisierte Werbung ist verschwunden.

Cookies lieber ganz blockieren?

Über die Browser­einstel­lungen können Nutzer auch verhindern, dass Cookies über­haupt gespeichert werden. Das ist aber nicht empfehlens­wert. Wichtige Funk­tionen des Internets gehen flöten, wenn alle Cookies blockiert werden. Denn ohne Cookies kann sich der Server zum Beispiel nicht merken, ob der Nutzer einge­loggt ist: beim sozialen Netz­werk, Online­shop, der Bank oder beim E-Mail-Dienst.

Tipp: Löschen Sie Cookies von Zeit zu Zeit, wenn Sie nicht möchten, dass Ihnen jemand dauer­haft beim Surfen auf den Bild­schirm sieht. Verfolgt Sie Werbung, können Sie im Browser einstellen, dass nur die Cookies von Dritten, etwa Werbefirmen, blockiert werden. Beim Mozilla Firefox wählen Sie unter „Daten­schutz“ den Eintrag „Firefox wird eine Chronik nach benutzerde­finierten Einstel­lungen anlegen“. Entfernen Sie das Häkchen bei „Cookies von Drittanbietern“. Beim Internet Explorerfinden Sie die Einstellung über „Extras“, „Internet­optionen“, „Daten­schutz“ und „Erweitert“. Es öffnet sich ein Fenster, in dem Sie unter „Cookies von Drittanbietern“ auf „Blocken“ klicken.

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