Convertible Medion Akoya E3223 Total­ausfall im Test

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Convertible Medion Akoya E3223 - Total­ausfall im Test
Gleich drei Convertibles von Medion fielen im Labor aus. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Was beim Testen von mobilen Computern zuletzt geschah, kommt selten vor: Ein Convertible von Medion fiel komplett aus. Es ließ sich nicht mehr aus dem Standby-Zustand aufwecken und blieb somit nutzlos. Das Problem trat im Labor bei insgesamt drei Prüf­mustern auf. Unsere Nach­frage ergab: Anbieter Medion kennt das Problem. Hier lesen Sie, was betroffene Besitzer eines solchen Geräts tun können.

Kompletter Test unmöglich

Kontinuierlich testet die Stiftung Warentest mobile Computer vom Tablet mit Tastatur bis zum Notebook und veröffent­licht die Ergeb­nisse in der Test­daten­bank zum Test mobile Computer. Was aktuell im Prüf­labor passierte, ist aber eine echte Seltenheit: Das Convertible Medion (MD 61115) fiel während der Test­prozedur komplett aus. Convertibles sind Geräte, bei denen sich die Tastatur voll­ständig nach hinten klappen lässt, um es dann wie ein Tablet nutzen zu können. Unser komplettes Test­programm konnten wir so auf dem Medion Convertible nicht durch­führen.

Rechner wacht nicht aus dem Standby auf

Nachdem das Wind­ows-Gerät komplett ausgeschaltet war oder sich wie üblich nach einem bestimmten Zeit­punkt in den Standby-Zustand versetzte, ließ es sich nicht mehr hoch­fahren. Auch ein Neustart des Geräts über den Hard­ware-Knopf oder das Trennen der Kabel­verbindung zum Akku halfen nicht, um das Gerät wieder zum Laufen zu bringen.

Bei zwei weiteren Prüf­mustern der gleiche Fehler

Um sicher zu gehen, dass es sich nicht um eine einmalige Ausnahme handelt, haben wir zwei weitere Prüf­muster dieses Geräts gekauft. Auch bei diesen Convertibles tauchte das Problem nach kürzester Zeit auf und der Bild­schirm blieb schwarz. Das einzige Lebens­zeichen war ein grün leuchtendes Lämp­chen am Gerät. Wir haben bei dem Gerät die Leistungs­aufnahme gemessen. Die Geräte benötigen im ausgefallenen Zustand wenig Strom, was dafür spricht, dass der Prozessor und andere Hard­ware-Komponenten nicht aktiv sind.

Medion kennt das Problem

Wir haben den Anbieter mit unserem Prüf­ergebnis konfrontiert. Laut Medion ist das Problem bereits bei anderen, fast baugleichen Geräten aufgetreten. Die Zahl der insgesamt betroffenen Geräte liege, bezogen auf die Gesamt­verkaufs­menge, im nied­rigen einstel­ligen Prozent­bereich. Der Bild­schirm bleibe aufgrund eines Wind­ows Update-Files schwarz.

Bios-Update hilft

Laut Medion ließe sich der Fehler mit einem Bios-Update beheben, welches Nutzer online herunter­laden können. Zudem teilte uns Medion mit: „Bereits einge­frorene Geräte konnten und können leider nur dann wieder gestartet und mit den notwendigen Updates versorgt werden, wenn der Akku vom Motherboard getrennt und wieder angesteckt wird“. Das dürfte viele Besitzer allerdings über­fordern, zumal der Akku im Gerät verbaut ist und nicht dafür vorgesehen ist, vom Nutzer ohne weiteren Aufwand gewechselt zu werden. Besser ist es, wenn betroffenen Kunden sich direkt an das Medion-Serviceportal wenden und ihr Gerät einschi­cken, so dass das Convertible dort mit den entsprechenden Updates versorgt wird. Dann sollte es für die Besitzer wieder nutz­bar sein. Einen Rück­ruf seitens Medion gibt es bisher nicht.

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2 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

gunterb1 am 25.11.2018 um 08:54 Uhr
Welche Kabel­verbindung zum Akku?

Da haben Sie wohl etwas nicht ganz richtig gemacht. Denn Sie schreiben: "Auch ein Neustart des Geräts über den Hard­ware-Knopf oder das Trennen der Kabel­verbindung zum Akku halfen nicht, um das Gerät wieder zum Laufen zu bringen."
Weiter unten steht jedoch: "Zudem teilte uns Medion mit: „Bereits einge­frorene Geräte konnten und können leider nur dann wieder gestartet und mit den notwendigen Updates versorgt werden, wenn der Akku vom Motherboard getrennt und wieder angesteckt wird“."

rs2507 am 24.11.2018 um 14:02 Uhr
Leider kein Einzelfall

Updates haben manchmal ihre Tücken, speziell wenn es sich um Treiber- oder BIOS-Updates handelt.
Siehe auch das Beispiel hier:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/BIOS-Option-macht-ThinkPads-zu-Briefbeschwerern-4205185.html
Wenn irgendwann wirklich gar nichts mehr funktionieren sollte, kann man nur hoffen, dass der Hersteller sich kooperativ verhält und das betreffende Gerät kostenlos(??) instandsetzt. Ob die eigenen Daten anschließend noch auszulesen sind, wäre die nächste Frage. Regelmäßige Datensicherung ist äußerst sinnvoll, was muss sie nur durchführen ... ;-)