Menschen, die durch das Medikament Contergan geschädigt wurden, erhalten ab dem 1. Juli um 4 Prozent höhere Entschädigungsrenten. Damit soll nach Angaben der Bundesregierung die wirtschaftliche Situation der rund 2 750 Contergan-Rentner verbessert werden.

Ab 2003 werden zudem die Möglichkeiten erweitert, statt der Rente eine größere Summe auf einmal zu erhalten. Die Betroffenen können sich die Rente dann nicht nur zum Kauf von Wohneigentum auszahlen lassen, sondern beispielsweise auch zur Schuldentilgung oder zur Wohnungsmodernisierung.

Derzeit beträgt die Contergan-Rente maximal 524 Euro im Monat. Die ­Höhe der Rente bemisst sich nach der Schwere der Schäden, die die Opfer ­erlitten.

Die Anhebung um 4 Prozent gleicht nicht einmal die Inflation aus, denn die Rente ist seit Juli 1997 nicht erhöht worden. Seitdem sind die Lebenshaltungskosten um 5,4 Prozent gestiegen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 514 Nutzer finden das hilfreich.