Container kaufen

So haben wir getestet

Container kaufen Alle Testergebnisse für Container-Direkt­investments 12/2017

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Inhalt

Im Test

Finanztest hat alle fünf, aktuell angebotenen Container-Direkt­investments mit Zulassung der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht untersucht. Verpflichtend sind Verkaufs­prospekt und Vermögens­anlagen-Informations­blatt.

Investitions­objekt und Vermietung (35 Prozent)

Investitions­objekt. Container sind mobile, weiterver­äußer­bare Güter. Aussagekräftige Informationen zu Beschaffenheit und Alter sollen vorliegen.

Unabhängige Einschät­zungen. Wir haben geprüft, ob Anlegern unabhängige, aktuelle Markt­einschät­zungen und Wert­gut­achten zum Kauf­preis vorliegen.

Eigentum. Anleger sollen ihre Container eindeutig identifizieren können und tatsäch­lich Eigentümer werden.

Vermietung. Wir haben durch­leuchtet, ob der Mieter solvent und unabhängig vom Anbieter ist, wie lange die Miet­verträge laufen, ob es Verlängerungs­optionen gibt und ob es Abhängig­keiten von einem Allein­mieter gibt.

Rück­kauf. Wichtig ist, ob der Rück­kauf zugesichert und der Rück­käufer solvent und unabhängig vom Anbieter ist.

Ertrag und Risiko (35 Prozent)

Währungs­risiken. Hängt der Markt vom US-Dollar ab, birgt das für Euro-Anleger Wechsel­kurs­risiken.

Kostenbelastung. Wir haben die anfäng­lichen und laufenden Kosten sowie die Gebühren beim Exit ausgerechnet.

Prognose. Die Rendite­chancen müssen angemessen und die Annahmen dafür nach­voll­zieh­bar und realistisch sein.

Verflechtungenund Schlüssel­personen. Wir haben untersucht, ob es potenziell für Anleger nach­teilige Abhängig­keiten zwischen wichtigen Vertrags­part­nern oder einzelnen Personen gibt.

Insolvenzrisiken. Wir haben kontrolliert, ob bei wichtigen Vertrags­part­nern die Risiken für einen Zahlungs­ausfall kalkulier­bar und akzeptabel sind.

Sons­tige Risiken. Wir haben geprüft, ob der Anleger ausschließ­lich mit dem deutschen Rechts­system in Berührung kommt, es unvor­hersehbare Kosten geben kann und wichtige Versicherungen abge­schlossen oder geplant sind.

Kontrolle und Vertrag (20 Prozent)

Lauf­zeit. Die Lauf­zeit der Anlage sollte kalkulier­bar und nur seitens des Anlegers verlänger­bar sein.

Dokumente. Gutachten sollten die Inhalte des Verkaufs­prospektes und die Konformität der Werbe­unterlagen mit dem Wert­papier­handels­gesetz bestätigen. Außerdem sollte eine Einsicht in Jahres­abschlüsse inklusive Lagebericht und Wirt­schafts­prüfer­testat für alle wichtigen Vertrags­partner möglich sein.

Rendite­chancen. Nach unseren Vorgaben sollte der Verkaufs­prospekt eine qualifizierte Rendite­angabe und eine nach­voll­zieh­bare Erfolgs­prognose auf Emittenten- und Anleger­ebene für die gesamte Anlagedauer enthalten.

Rechte der Anleger. Wir haben geschaut, ob Anlegern Rechte auf Informationen, Kontrolle und Mitbestimmung beim Emittenten einge­räumt werden.

Gremien. Ein Anlegerbeirat und ein mit Anleger­vertretern besetzter Aufsichts­rat sind positiv für die Investoren.

Verträge. Damit Investoren eine Beur­teilung vornehmen können, sollten alle wichtigen Verträge im Verkaufs­prospekt voll­ständig abge­druckt sein.

Über­trag­barkeit. Positiv ist die Möglich­keit, Anteile ohne Zustimmung zu über­tragen.

Treuhänder. Die Freigabe der Anlegergelder sollte durch einen unabhängigen Mittel­verwendungs­kontrolleur erfolgen.

Leistungs­bilanz. Wir haben geprüft, ob eine aktuelle und voll­ständige Leistungs­bilanz des Anbieters vorliegt und ob diese über Erfolge der Vergangenheit nach­voll­zieh­bar Auskunft gibt.

Anleger­information (10 Prozent)

Das Vermögens­anlagen-Informations­blatt (VIB) soll wesentliche und voll­ständige Angaben zu Risiken, Ertrag, Kosten und Provisionen bieten. Es muss auf der Anbieter-Website zugäng­lich sein und formale Anforderungen erfüllen.

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