Die Apps der Auto­hersteller: Test­tabelle mit Kommentaren

Produkt

Beschreibung

Daten­sende­verhalten 1

Info zum Daten­schutz 2

Produkt

Beschreibung

Daten­sende­verhalten 1

Info zum Daten­schutz 2

Audi MMI connect

audi_mmi_connect.jpg

Die Apps für Android und iOS können Fahr­ziele ans Bord-Navi schi­cken oder Musik­streaming im Radio ermöglichen. Je nach Auto­typ können sie etwa auch Verriegelung und Standhei­zung fern­steuern und die Park­position anzeigen.

kritisch

Für die volle Funk­tion muss sich der Nutzer mit Namen und Fahr­zeugidentifikations­nummer registrieren. Die Apps senden beim Start den Stand­ort an Google und Tomtom, Android zudem an Dritte – auch wenn nicht navigiert wird. Besonders ärgerlich: Die Android-App läuft unbe­merkt im Hintergrund und sendet Nutzungs­statistiken und unver­schlüsselt den Netz­betreiber.

deutliche Mängel

Im Google Play Store ist nur eine Erklärung auf Eng­lisch, im App Store eine zu allgemeine auf Deutsch. Immerhin: In den Apps findet sich eine längere Erklärung auf Deutsch – jedoch mit einigen Unschärfen.

BMW Connected

bmw_connected.jpg

Mit den BMW-Apps lassen sich zum Beispiel Fahr­ziele ans Bord-Navi über­tragen, sie zeigen die Park­position des Autos an, können den Wagen aus der Ferne verriegeln und die Klima­anlage steuern. Bei Elektro-Autos über­wachen sie den Batterie­status und finden Lade­stationen.

kritisch

Der Nutzer muss sich mit Namen registrieren. Für den vollen Funk­tions­umfang ist ein Teil der Fahr­zeugidentifikations­nummer nötig. Die Apps senden den Stand­ort gleich beim Start an Google, die iOS-Version zusätzlich an den Navi-Dienst Here. Here erhält auch den Mobil­funkanbieter von der iOS-App.

deutliche Mängel

Im Google Play Store führt ein Link auf eine eng­lisch­sprachige Daten­schutz­erklärung, in Apples App Store findet sich keine. Positiv: Inner­halb beider Apps sind relativ umfang­reiche Erklärungen auf Deutsch einsehbar, die aber auch Mängel enthalten.

Ciao Fiat Mobile

ciao_fiat_mobile.jpg

Die Fiat-Apps steuern keine Funk­tionen des Autos. Sie bieten nur Zugriff auf Online-Informationen und -Dienste von Fiat wie etwa Betriebs­anleitungen zum Auto, Händ­lersuche, Werk­statt­termine oder Pannen­hilfe.

kritisch

Positiv: Die Apps funk­tionieren ohne Anmeldung. Auch fanden wir im Daten­strom keine Stand­ortdaten.
Kritisch: Sie senden Daten wie den Mobil­funk­betreiber und Benut­zungs­statistiken an Facebook.

sehr deutliche Mängel

Im Google Play Store ist nur eine Daten­schutz­erklärung auf Eng­lisch verlinkt, in Apples App Store gar keine. Hier gibt es nur einen Link auf eine italienische Website von Fiat. Auch in den Apps selbst fanden wir keine Daten­schutz­erklärung.

Hyundai Service Guide

hyundai_service_guide.jpg

Ähnlich den Android- und iOS-Apps von Fiat und Toyota steuern auch die von Hyundai keine Fahr­zeug­funk­tionen, sondern bereiten Infos und Dienste von Hyundai auf, etwa Betriebs­anleitungen und Händ­lerstand­orte.

kritisch

Positiv: Die Apps erfordern keine Anmeldung. Zudem über­mitteln sie nicht den Stand­ort.
Kritisch: Die Android-Version sendet eine eindeutige Kennung des verwendeten Handys an Hyundai. Beide Apps, iOS und Android, schi­cken unter anderem den Namen des Mobil­funk­betreibers an Facebook.

sehr deutliche Mängel

Weder im Google Play Store noch in Apples App Store noch in den beiden Versionen der App selbst fanden wir eine Daten­schutz­erklärung für die Anwendung.

Mercedes me

mercedes_me.jpg

Die Mercedes-Apps können je nach Fahr­zeugmodell etwa Fahr­ziele ans Bord-Navi schi­cken, Park­häuser oder Werk­statt­termine suchen und aus der Ferne Infos wie Reifen­druck und Tank­füll­stand anzeigen, Türen ver- und entriegeln sowie die Standhei­zung ein- und ausschalten.

kritisch

Der Nutzer muss sich für den vollen Funk­tions­umfang mit Namen, Anschrift, Geburts­datum sowie Fahr­zeugidentifikations­nummer registrieren. Die Apps senden gleich beim Start den Stand­ort an Google, die iOS-Version auch an Apple. Beide Apps senden unter anderem den Mobil­funkanbieter an Daimler.

deutliche Mängel

Im Apple App Store sind nur allgemeine Daten­schutz­richt­linien ohne App-Bezug verlinkt, im Play Store nur eine eng­lisch­sprachige Version des Dokuments. Die Daten­schutz­erklärung in den Apps hat Mängel, ist lang und zu tech­nisch gehalten.

myOpel

myopel.jpg

Mit den Apps lassen sich je nach Modell Fahr­ziele ans Bord-Navi schi­cken und Opel-Händler suchen, aber auch aus der Ferne Fahr­zeug­daten wie Kilo­meter­stand, Reifen­druck und Tank­füllung oder Batterielade­stand anzeigen, die Hupe betätigen oder Türen ver- und entriegeln.

kritisch

Anmeldung mit Namen, Geburts­datum und Fahr­zeugidentifikations­nummer nötig. Die Android-App sendet den Stand­ort sofort an Google, die iOS-App an Apple. Die Android-App sendet eine eindeutige Handy-Kennung und weitere Daten an Dritte, die iOS-App den Mobil­funkanbieter an General Motors, Benut­zungs­statistiken an Facebook.

deutliche Mängel

Im Google Play Store sind nur Daten­schutz-Infos auf Eng­lisch verlinkt, im App Store nur eine Opel-Website. In den Apps lässt sich ein Dokument zum Daten­schutz abrufen. Es hat aber deutliche Mängel.

MyPeugeot App

mypeugeot_app.jpg

Die Peugeot-Apps können zum Beispiel aus der Ferne den Stand­ort des Fahr­zeugs und Angaben wie den Kilo­meter­stand oder die Tank­füllung anzeigen. Auch bieten sie Werk­statt­termine und Kontakt zur Peugeot-Kunden­betreuung.

kritisch

Es ist eine Registrierung mit Namen, Fahr­zeugidentifikations­nummer und Kilo­meter­stand nötig. Die Apps senden sowohl in der Android- als auch in der iOS-Version gleich nach dem Start den Stand­ort an Google, auch wenn die Ortungs­funk­tion nicht genutzt wird.

sehr deutliche Mängel

Im Google Play Store ist nur ein Dokument auf Französisch verlinkt, im Apple App Store gar keines. Auch in den Apps gibt es nur Nutzungs­bedingungen mit wenigen Hinweisen zum Daten­schutz, die zudem französischem Recht unterliegen sollen.

Renault R&Go

renault_r_und_go.jpg

Die Apps können unter anderem Infos aus dem Bordcomputer anzeigen, Musik vom Handy und aus dem Internet aufs Auto­radio streamen sowie SMS-Nach­richten vorlesen. Gegen Aufpreis bieten sie auch GPS-Navigation.

kritisch

Registrierung mit Namen und Fahr­zeugidentifikations­nummer nötig. Positiv: Stand­ortdaten fanden wir nicht gleich beim App-Start, sondern nur beim Aufrufen von Navi-Funk­tionen. Doch die iOS-Version sendet eine Geräte-Kennung und weitere Informationen zum Handy an einen Microsoft-Dienst; einige Daten gehen auch an Google.

sehr deutliche Mängel

Im Google Play Store sind nur französische Infos verlinkt, im Apples App Store nur die Renault-Website. In den Apps fanden wir gar keine Erklärung, lediglich allgemeine Hinweise bei der Registrierung.

Seat DriveMii App

seat_drivemii_app.jpg

Die Android- und iOS-Apps machen das Smartphone zum Bordcomputer: Sie bieten eine Navigations­funk­tion, können das Auto­radio steuern und mit Musik vom Handy versorgen sowie zum Beispiel Angaben zu Kilo­meter­stand, Reich­weite und Fahr­zeiten anzeigen.

kritisch

Positiv: Die Apps funk­tionieren in der Android- und in der iOS-Version komplett ohne Registrierung.
Kritisch: Sie senden den Stand­ort sofort nach Programm­start an Google und Tomtom, auch wenn der Nutzer die Navi-Funk­tion nicht verwendet.

sehr deutliche Mängel

Weder im Google Play Store noch in Apples App Store fanden wir eine Daten­schutz­erklärung. In den Apps gibt es lediglich eine Erklärung auf Eng­lisch.

Škoda Connect

skoda_connect.jpg

Die Škoda-Apps können zum Beispiel Fahr­ziele ans Bord-Navi senden und aus der Ferne die Park­position sowie Informationen wie den Tank­füll­stand oder den Status der Verriegelung anzeigen. Hupe und Warn­blinker können sie von Weitem ebenfalls auslösen.

kritisch

Es ist eine Registrierung mit Namen, Anschrift und auch mit Fahr­zeugidentifikations­nummer erforderlich. Positiv: Wir fanden im Daten­strom keine Stand­ortdaten.

deutliche Mängel

Im Google Play Store ist nur eine eng­lisch­sprachige Daten­schutz­erklärung verlinkt, in Apples App Store gar keine. In den Apps lässt sich eine umfang­reiche Daten­schutz­erklärung auf Deutsch abrufen, die aber deutliche Mängel enthält.

Tesla Motors

tesla_motors.jpg

Die Apps können aus der Ferne etwa den Batterielade­stand von Teslas Elektro-Autos anzeigen, das Auto orten und Tür­schlösser, Klima­anlage, Scheinwerfer und Hupe fern­steuern.

kritisch

Tesla-Fahrer, die die App nutzen wollen, müssen beim Anbieter eine Kopie der Zulassung sowie des Führer­scheins oder des Ausweises hinterlegen. Die Android-App sendet den Stand­ort sofort an Google, die iOS-App an Apple, auch wenn sie nicht zum Navigieren genutzt werden. Die Android-Version sendet zudem eine eindeutige Smartphone-Kennung an Tesla.

deutliche Mängel

Im Google Play Store ist nur eine Erklärung auf Eng­lisch verlinkt, im Apple App Store eine deutsche Daten­schutz­richt­linie. Sie ist sehr umfang­reich, hat aber deutliche Mängel und ist zu vage formuliert.

Toyota Service

toyota_service.jpg

Ähnlich den Apps von Fiat und Hyundai steuern auch die von Toyota keine Funk­tionen des Autos. Sie bieten allgemeine Produktinfos und können Werk­statt­termine vermitteln. Dieses App-Angebot läuft laut Anbieter bald aus.

kritisch

Positiv: Es ist keine Registrierung nötig. Auch fanden wir im Daten­strom keine Stand­ortdaten.
Kritisch: Die Apps senden eine eindeutige Smartphone-Kennung an einen Dritt­anbieter.

sehr deutliche Mängel

Der Link „Daten­schutz­erklärung“ im Google Play Store führt auf das Impressum der deutschen Toyota-Webseite. Auch in Apples App Store und in den Apps selbst fanden wir keine Daten­schutz­erklärung.

Volks­wagen Media Control

volkswagen_media_control.jpg

Die Apps können etwa Fahr­ziele ans Bord-Navi schi­cken, Einstel­lungen des Auto­radios steuern und es mit Musik vom Handy versorgen.

kritisch

Positiv: Der Nutzer muss sich nicht registrieren.
Kritisch: Die Apps schi­cken sofort den Stand­ort an Google, die iOS-Version auch an Apple – selbst, wenn sie nicht zum Navigieren genutzt werden. Zudem sendet die iOS-App eine eindeutige Kennung des Smartphones sowie Benut­zungs­statistiken an einen Dienst von Microsoft.

deutliche Mängel

Weder im Google Play Store noch im Apple App Store ist eine Erklärung direkt abruf­bar. In den Apps ist eine vorhanden. Allerdings ist sie teil­weise zu schwammig formuliert.

    • 1 Urteil bezieht sich auf die im Daten­strom identifizierten Daten. Bewertungs­schlüssel: unkritisch, kritisch, sehr kritisch.
    • 2 Bewertungs­schlüssel: Keine, sehr geringe, geringe, deutliche, sehr deutliche Mängel.