Im Prozess um Schadenersatz haben zwei Aktionäre des ­ehemaligen Neue-Markt-Unternehmens Comroad eine Niederlage vor dem Bundesgerichtshof erlitten. Die obersten Richter in Karlsruhe hoben zwei Urteile des Oberlandesgerichts München auf, in denen die Richter den Klägern Schadensersatz zugesprochen hatten.

Comroad hatte in den Jahren 2000 und 2001 unter anderem Ad-hoc-Mitteilungen mit gefälschten Umsatzzahlen herausgegeben.

Das Oberlandesgericht München muss nun erst prüfen, ob die Kläger ihre Anlageentschei­dungen aufgrund der fehlerhaften Ad-hoc-Mitteilungen getroffen haben. Erst wenn dieser Nachweis erbracht ist, dürfen sie auf Schadenersatz hoffen (Az. II ZR 147/05 und Az. II ZR 173/05).

Dieser Artikel ist hilfreich. 49 Nutzer finden das hilfreich.