Computermikroskop Meldung

Preis: etwa 260 Mark
Anbieter: Intel, Tel. 0 69/95 09 60 99, www.intel.de
Vergrößerung: 10x, 60x, 200x
Beleuchtung: Auflicht, Durchlicht
Schnittstelle: USB, Kabel 2 m lang
Funktionen: mikroskopieren (abnehmbarer Tubus), Schnappschuss- und Videofunktion, Bild- und Videobearbeitung (geringer Funktionsumfang)
Betriebssystem: Windows 98 (lief auch unter Windows Me)

Der Liaison zwischen dem Chipproduzenten Intel und der Spielzeugfirma Mattel, bekannt durch die Barbie-Puppe, entsprang ein technisches Spielzeug ­ das Computermikroskop QX3. Die gute Idee wurde allerdings recht lieblos in die Praxis umgesetzt.

Binnen weniger Minuten gelingt es auch Computerlaien, das Computermikroskop in Gang zu setzen: Die Software wird installiert, das Mikroskop an die USB-Schnittstelle des PCs angeschlossen. Und schon kann das mikroskopierte Objekt, beispielsweise eine Ameise, auf dem PC-Monitor betrachtet und per Software "fotografiert" oder sogar gefilmt werden. Die Arbeiten werden dokumentiert, auch wenn die Ameise schnell wieder aus dem Bild läuft.

Die technische Umsetzung allerdings hätte besser sein können. So lässt sich beispielsweise das Bild schlecht scharf stellen, es wirkt etwas trüb und ist unregelmäßig ausgeleuchtet. Darüber hinaus fehlen geeignetes Mikroskopiezubehör sowie eine fundierte, ausführliche Einführung in das Arbeitsgebiet. Die Wortwahl im mitgelieferten "Aktionsheft" stört. Da ist zum Beispiel von der "Handhabung von ekligem Zeug" ­ wie Insekten und Schnecken ­ die Rede. Schade auch, dass nur Software für Windows-, aber nicht für Apple-Computer mitgeliefert wird. Spaß macht allerdings die Möglichkeit, das Mikroskop aus seiner Halterung zu nehmen und auf Dinge zu richten, die für den Objekttisch zu groß sind. Die Grenze für Erkundungen zieht allein das Kabel, mit dem Personalcomputer und Mikroskop verbunden sind. Die wenigen Funktionen der mitgelieferten Software zur Bildbearbeitung erklären sich weitgehend selbst.

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