Die Commerzbank darf von Kunden, die ihren Dispokredit überzogen haben, nicht zusätzlich zu den Zinsen noch 5 Euro pro Verfügung kassieren. Das hat das Landgericht Frankfurt am Main (Az. 2–02 O 3/09, FIS-ID 43059, nicht rechtskräftig) entschieden.

Das Gericht stellte fest, dass ein erhöhter Aufwand für eine Verfügung, falls er überhaupt entstünde, allein im Interesse der Bank liege. Kunden, die eine Kontoführungspauschale bezahlen, rechneten nicht damit, dass sie durch eine Klausel noch Kosten auferlegt bekommen.

Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Hamburg. Die Zusatzgebühr und die hohen Überziehungszinsen von 18,74 Prozent (Stand 15. Mai 2009) können bei geringen Überziehungen sogar dazu führen, dass die Kosten höher sind als der Betrag, mit dem der Kunde seinen Dispokredit überschreitet.

Tipp: Fordern Sie die Gebühr unter Bezug auf das Urteil schriftlich zurück und nennen Sie dabei auch die Summe. Handeln Sie schnell, damit Ihre Ansprüche nicht verjähren.

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