Colorwaschmittel Test

Wenn Buntes nach vielen Wäschen noch leuchten soll, muss ein Colorwaschmittel ran. Nur so bleiben Farben erhalten. Doch manche Mittel schonen zwar die Farben, entfernen aber kaum Schmutz. test.de sagt, was bei über 850 Waschgängen von mehr als einer Tonne Schmutzwäsche mit rund 4 400 Flecken aus Blut, Motoröl und Spaghettisoße herausgekommen ist.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test:Colorwaschmittel

Discounter halten mit

Viele Colorwaschmittel sind gut. Von 15 Pulvern erhalten neun Gesamtnoten zwischen 2,1 und 2,5. Die erfreuliche Nachricht für den Geldbeutel: Neben teuren Markennamen wie Ariel, Persil und Perwoll befinden sich darunter auch mehrere preiswerte Nonameprodukte von Discountern wie Aldi, Lidl und dm. Im Schnitt sind diese Handelsmarken halb so teuer je Waschgang wie die Pulver aus der Werbung. Schmutz entfernen und Farben erhalten die Billigen jedoch ähnlich gut wie die Teuren.

Mangelhaft für Coral

Deutlich schlechter ist die Bilanz der flüssigen Colorwaschmittel. Die drei Flüssigen im Test schneiden alle schlechter ab als sämtliche Pulver. Bei Coral Optimal Color sind die Fehler besonders gravierend: Statt Schmutz zu entfernen, verteilt Coral diesen oft nur gleichmäßig auf der Wäsche. Farben ändern sich nach mehreren Wäschen besonders stark. Außerdem belasten die Inhaltsstoffe des Coral Flüsse und Seen. test-Qualitätsurteil: Mangelhaft (Note 5,2).

Stark gegen Flecken

Bei hartnäckigen Flecken sind Ariel, dm / Denk mit und Persil Megaperls am stärksten. Sie wirken auch bei 40-Grad-Programmen. Ariel und Denk mit machen vor allem Fettflecken den Garaus. Bei Tee und Rotwein zeigt eher Persil seine Stärken. Wunder vollbringen die Colors jedoch keine. Kaffee- oder Saftflecken lösen oft nur Vollwaschmittel mit Bleiche. Diese sollten allerdings nur ausnahmsweise bei Buntem in die Dosierkammer gelangen. Denn Bleiche lässt nicht nur Flecken verblassen, sondern auch Farbe.

Schutz für Farben

Gute Buntwaschmittel erhalten nicht nur Farben, sondern schützen auch davor, dass Farbstoffe eines Kleidungsstücks auf ein anderes wandern. So genannte Farbübertragungsinhibitoren sorgen dafür. Auch für den Farbtonerhalt sind sie mit zuständig, damit blau blau bleibt und gelb gelb. Am wenigsten klappt das bei Meister Proper und Sunil Power. Sie verändern kräftige Farben am stärksten. Guten Schutz für Farben gewähren dagegen Persil Megaperls und Schlecker / AS. Auch die Flüssigwaschmittel sind gute Farbschützer. Das ist allerdings ihr einziger Vorteil. Mittel, die Schmutz wenig anhaben können, entfernen eben auch keine Farben.

Der Umwelt zuleide

Fast alle Pulverwaschmittel gehen schonend mit der Umwelt um. Schlechter sind jedoch die Flüssigwaschmittel. Sie enthalten mindestens doppelt so viel waschaktive Tenside wie Pulver und belasten die Umwelt entsprechend stärker. Zwei Flüssige fallen auf: Aldi (Nord) / Una verwendet eine besonders belastende Tensidart und Coral Optimal Color ein belastendes Konservierungsmittel. Damit gefährden beide Waschmittel das Gleichgewicht in Flüssen und Seen.

Umweltsiegel für Umweltsünder

Peinlich: Die Coral-Flasche schmückt ein Siegel der Initiative für „Nachhaltiges Waschen und Reinigen“. Dieses Abzeichen dürfen Hersteller verwenden, die sich verpflichten, ihre Wasch- und Reinigungsmittel umweltschonend und sozial zu produzieren. Im Fall von Coral hat diese Selbstverpflichtung offensichtlich nicht zu einem umweltschonenden Endprodukt geführt.

Ergebnisse der Kurzumfrage: Womit waschen Sie Ihre Buntwäsche?

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