Unser Rat

Reißleine ziehen. Wenn Sie eine ­Cobold- oder eine Colibri-Anleihe ­haben, sollten Sie sich die Papiere ­genau anschauen. Von welchen Unternehmen hängt ihr Erfolg ab? Mit welcher Entwicklung rechnen Experten für diese? Wir raten Ihnen, Ihren Cobold oder ­Colibri nur dann zu behalten, wenn Sie das Risiko für überschaubar halten, dass eine der damit verbundenen Firmen zahlungsunfähig wird. Sind Sie sich unsicher, verkaufen Sie Ihre Anleihe – selbst wenn Sie dabei einen Verlust machen. Besser, Sie bekommen noch 750 Euro je 1 000 Euro, die Sie angelegt haben, als im Falle einer Pleite so gut wie nichts mehr.

Depot ausmisten. Durchforsten Sie Ihr Depot nach anderen strukturierten Anleihen und Zertifikaten. Viele dieser Papiere bergen Risiken, von denen Sie nichts ahnen. Handeln Sie auch hier nach dem Motto: Lieber jetzt mit ­überschaubarem Verlust verkaufen als vielleicht später viel Geld verlieren.

Finden Sie Papiere mit Kapitalgarantie zum Laufzeitende, entscheiden Sie sich: Entweder Sie warten bis zur Fälligkeit und bekommen garantiert Ihr Geld wieder, aber vielleicht keinen Zins. Oder Sie verkaufen mit Verlust, können Ihr Geld aber auch sofort in ­eine bessere Anlage umschichten.

Neue Angebote. Sollte Ihnen Ihre Bank neue Zertifikate oder strukturierte Anleihen verkaufen wollen, lassen Sie sich die Bedingungen und die Risiken genau erläutern. Lassen Sie sich durch eine Kapitalgarantie nicht blenden, denn wenn Sie nur Ihr angelegtes Geld wiederbekommen, dann war das keine gute Geldanlage.

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