Coaching-Lehr­gänge

Test­kommentar ESBA: Mit Aufbaukurs

Inhalt

Angaben zum Kurs laut Anbieter:

Anbieter. ESBA

Kurs­titel. Coaching Intensiv Lehr­gang – Systemisch-konstruktivistisches Coaching nach dem Kieler Beratungs­modell [Qualifizierung bereitet auf optionalen Aufbaukurs beim selben Anbieter vor]

Ort/Preis. Hamburg, München/ca. 5 250 Euro

Dauer. 6 Monate/12 Präsenztage mit 119 Zeitstunden, verteilt auf 4 Module. Plus Zeit für praktische Übungen außer­halb des Unterrichts.

Teilnehmerzahl (min./max.). 6/18

Zertifizierung. Vom Deutschen Bundesverband Coaching (DBVC) und vom Austrian Coaching Council (ACC) zertifiziert.

Abschluss. Zwei Prüfungs­teile: 1. Nach­weis von zehn Stunden Peergroup-Arbeit sowie Teil­nahme an fünf Live-Coachings und fünf Lehrcoachings, 2. Schriftliche Arbeit über eigenen Coachingfall.

Test­kommentar:

Inhalt. Schwer­punkte lagen auf Interventions­techniken und der Entwick­lung persönlicher Kompetenzen. Die Themen Konflikt- und Krisen­management und Positionierung im Berufs­feld hätten vertieft werden können.

Vermitt­lung. Praxis im Unter­richt: Viele Übungen und Rollenspiele, viele Live-Coachings. Praxis außer­halb des Unterrichts: Obliga­torisch waren zwölf Stunden Supervision, zehn Stunden Peergroup-Treffen, ein Coachingfall und fünf Stunden Lehrcoaching. Intervision wurde empfohlen.

Lehr­material. Mittel­mäßig.

Besonderheiten. Basiert auf dem Kieler Beratungsmodell.

Fazit. Mit 119 Stunden relativ kurz. Viele verpflichtende praktische Übungen außer­halb des Unterrichts.

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BIN-X am 09.12.2020 um 08:24 Uhr
Hat Coaching überhaupt einen Markt?

Beruflicher Erfolg oder berufliche Sackgasse und dann selbständig als Coach - wer will das nicht? Leider wird von Seiten vieler Weiterbildungsinstitute verkannt, dass sie mit Grundbedürfnissen "spielen", die allseits bekannten Mythen einer lebenslangen Aus- und Weiterbildung bedienen. Doch eine Weiterbildungs-Qualität wird weder durch eine AZAV noch durch eine ISO29990 ausgewiesen. Und, der teilnehmende Studierende findet meistens gar keine Unterstützung für die "go live" - Praxis. Es wird viel behauptet, doch meistens fehlt der Markt, der das Angebot später auch bezahlt. Die auswählenden Führungskräfte von Arbeitgebern sind häufig "skeptisch" vor gut ausgebildeten "Wettbewerbern" und bei privaten Klienten hört das Interesse beim finanziellen Aufwand oder spätestens beim Umsetzen auf.

Andrea.Päusch am 10.10.2013 um 13:59 Uhr

Kommentar vom Administrator gelöscht.

Antefix am 09.10.2013 um 12:01 Uhr
Qualifikationsansprüche

Wie aber schützt sich eine arbeitgebende Organisation mit Innovationen- und Führungskräftebedarf vor unqualifiziertem Coaching? Jeder Absolvent einer teuer bezahlten Ausbildung (diese u.U. in " ") darf oder will sich am Ende qualifiziert fühlen und möchte schon bei seiner nächsten Bewerbung entsprechend anerkannt werden. Ob die Erwartungen erfüllt werden, zeigt sich i.d.R. aber erst nach Jahren und etlichen Fehlversuchen bzw. nach Kräfteverschleiß an vermeintlich "unbefähigten" zu coachenden oder gar irrelevant "verbogenen" Kandidaten. Derweil hat ein unbefähigter Coach -- Schreckensbeispiel Finanzberatung und Geldanlage -- in erster Linie hauptsächlich sich selbst (finanziell) optimiert. Allfällige Qualifikationsprobleme wie z.B. im freiberuflichen Gutachtenwesen sollten m.E. daher nicht erst neu durchlebt werden (dürfen).

Profilbild Stiftung_Warentest am 09.10.2013 um 11:27 Uhr
Coaching

@Ina765
Persönliche Daten oder Themen der Teilnehmer werden in unseren Untersuchungen nicht erfasst. Die Stiftung Warentest arbeitet bei Dienstleistungstests in der Regel mit der Methode der verdeckten Inanspruchnahme durch geschulte Testpersonen. Nur so können wir sicherstellen, dass der Kurs unbeeinflusst durch einen Test der Stiftung Warentest durchgeführt wird. Bei einer mit dem Anbieter abgesprochenen Inanspruchnahme besteht die Gefahr, dass der Kurs deutlich verändert wird. Damit würden sich aus unserer Sicht jegliche vergleichenden Aussagen über die Qualität der Angebote im Testfeld verbieten.
Auf den Test der Coaching-Qualifizierungen bezogen heißt das, dass jeder Kurs im Testfeld von einer von uns geschulten Privatperson gebucht und besucht wurde. Die Testpersonen hatten Interesse an einer solchen Qualifizierung und erfüllten die Voraussetzungen des jeweiligen Anbieters. Aufgabe der Testpersonen war es, die Prozesse im Kurs zu dokumentieren. Dabei geht es vor allem um die Dokumentation der vermittelten Inhalte, der eingesetzten Medien und Methoden, dem Zeitmanagement im Kurs, der Teilnehmerorientierung und der Kursorganisation. Persönliche Themen von Klienten oder Teilnehmern aus Coaching-Prozessen während der Ausbildung, Erkenntnisse aus Selbstreflexionsprozessen oder ähnlich sensible Informationen über die anderen Teilnehmer wurden nicht erhoben.
(TK)

Ina765 am 04.10.2013 um 00:09 Uhr
Gute Idee - Testmethode??

Einen übergeordneten Leistungskatalog für die Inhalte einer Coaching Ausbildungen anzulegen ist sehr hilfreich, um eine Orientierung zu bekommen. Dieser klingt allerdings so umfangreich, dass ich mich frage, ob die Inhalte in einer einjährigen berufsbegleitenden Weiterbildung auch vermittelbar sind.
Interessant wäre die namentliche Erwähnung der Coaching Experten und Vertreter der Verbände gewesen.
Als Teilnehmer einer aktuell laufenden Fortbildung war mir wichtig, dass diese berufsbegleitend am Wochenende erfolgt und es keine verpflichtenden Elemente zwischen den Einheiten gibt, sondern wir diese individuell gestalten können.
Sehr unwohl und schlecht fühle ich mich zu lesen, dass in Ausbildungskurse inkognito Teilnehmer von Stiftung Warentest saßen und Informationen weitergeleitet haben. Welche Informationen das waren, geht aus dem Bericht leider nicht hervor. Das fühlt sich nach Vertrauensbruch an, denn in der Gruppe kommen auch persönliche Themen zur Sprache.