Vergleich Cloud-Gaming Anbieter: So gut laufen Computer­spiele im Netz

„Digitale Zeit sollte begleitete Zeit sein“

Vergleich Cloud-Gaming Anbieter - So gut laufen Computer­spiele im Netz

Benjamin Wockenfuß ist Social-Media-Manager, Sucht­therapeut und Projektmanager bei der Deutschen Telekom Stiftung.

Was Cloudgaming-Dienste beim Jugend­schutz verbessern sollten und wie Eltern Kinder beim Computer­spielen begleiten können, erklärt Sucht­therapeut Benjamin Wockenfuß.

Wie schützen Cloudgaming-Anbieter Kinder und Jugend­liche?

Bei einigen können Eltern die Bild­schirm­zeit regulieren oder Kinder­konten einrichten. Ist das Zeit­limit über­schritten, fährt ein digi­taler Roll­laden runter. Besser wäre aber ein qualitativer Blick.

Wie würde der aussehen?

Wenn ich als Kind früher einen Film sehen wollte, sind meine Eltern vorher ins Kino gegangen und haben sich den angeschaut. Ich sage nicht, dass Eltern das bei Computer­spielen immer genauso machen müssen. Aber ein auto­matisches Zeit­limit entbindet sie nicht von der Verantwortung, sich anzu­schauen, was das Kind da gerade spielen will.

Viele Eltern haben dafür keine Zeit.

Ja, aber digitale Zeit für Kinder sollte vor allem begleitete Zeit sein. Bei einem Kind unter sechs Jahren würde ich empfehlen, dass ein Eltern­teil immer im selben Raum ist. Ältere Kinder können teil­weise schon selbst Zeit­kontingente mit den Eltern aushandeln.

Fach­gremien der Unterhaltungs­software Selbst­kontrolle USK ermitteln, welches Spiel sich für welches Alter eignet. Bietet das Eltern Orientierung?

Die Bewertungen der USK waren sinn­voll, als wir noch Disketten in Lauf­werke geschoben haben und Spiele sich nicht veränderten. Beim Cloudgaming ist das aber nicht mehr zeitgemäß: Ein Spiel, das ich morgens spiele, kann abends schon ein Update haben. Wir kommen also bei der Bewertung gar nicht hinterher und müssen neue Methoden finden.

Was können und sollten Anbieter beim Jugend­schutz verbessern?

Ein Cloudgaming-Angebot, das sich auch an Familien richtet, sollte stan­dard­mäßig erst einmal kinder­sicher sein. Wenn Nutzer es lockern oder erweitern möchten, sollten sie aktiv werden müssen. Heute ist es anders­herum. Anbieter könnten außerdem vor jedem Spiel­start ein Störbanner einblenden, das Informationen anbietet und das Nutzer aktiv wegklicken müssen. Sie könnten Spiel­an­gebote für Kinder mit einem „Counter“ versehen, der fünf Minuten vor dem Ende der Bild­schirm­zeit das Kind ermuntert, den Spiel­stand abzu­speichern und dafür Extra­punkte zu erhalten. Anbieter könnten, ähnlich wie die Glücks­spiel­industrie, einen Teil ihrer Einnahmen an eine unabhängige Online-Sucht­beratung spenden.

Der Experte empfiehlt: Die Website klicksafe.de informiert im Themen­bereich „Digitale Spiele“ über Spieletrends sowie Risiken und beur­teilt einzelne Spiele aus Jugend­schutz­sicht. Infos bietet auch das Portal webcare.plus der hessischen Landes­stelle für Sucht­fragen.

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