City-Elektroräder: Eingebauter Rückenwind

Sie helfen dem Vater übern Berg: Räder mit kräftigen Akkus kommen auch bei uns langsam in Fahrt. Sie sind quasi eingebauter Rückenwind. Wir haben drei Modelle geprüft. Zwei Varianten gibt es: Beim E-Bike wird am Drehschalter Gas gegeben, und wenn man Lust hat, kann man auch noch treten (im Test: KTM City Blitz). Beim so genannten Pedelec erhält der Fahrer dagegen automatisch Motorunterstützung, sobald der Antrieb zugeschaltet ist und der Tretwiderstand zu hoch wird. Nachteil: Mit dem Pedelec lässt sich nicht fahren ohne zu treten (getestet: Epple Mainau und Yamaha XPC). Für den kräftesparenden Luxus muss der Käufer aber mit Preisen rechnen, für die es manchmal auch schon einen Motorroller gibt. Zwischen 1 450 und 1 640 Euro kosten zum Beispiel unsere drei Testmodelle.

Wir ließen die Elektroräder im großen Cityrad-Test mitlaufen und beurteilten vor allem die Fahreigenschaften. Nur der KTM City Blitz kam beim Fahren auf ein „Gut“. Dafür sah er aber die gelbe Karte in der Bruchsicherheit („ausreichend“), denn im Labor gab es bei der Überprüfung einen Rahmenbruch. Schlimmer erwischte es Yamaha XPC 26 Deluxe: Das meistverkaufte Pedelec weltweit ging mit einem gefährlichen Lenkerbruch in die Knie („mangelhaft“).

Übrigens: Die angegebenen Reichweiten sind mit Vorsicht zu genießen. Wir haben den praktischen Elektrobetrieb insgesamt stärker gewichtet als die theoretische Power der Akkus auf ebenen Straßen.

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