Cityräder Test

Ein Cityrad ist das Richtige, wenns bequem und komfortabel durch die Stadt gehen soll. Das Auf- und Absteigen ist einfach, die Räder sind leicht zu schalten und die aufrechte Sitzposition entspannt. Schwachpunkt vieler Modelle: die Haltbarkeit. 8 von 17 getesteten Cityrädern gingen im Härtetest zu Bruch. test-Online sagt, auf welchen Rädern Sie sicher fahren.

Bruch bei Kilometer 500

Knalleffekt bei Kilometer 500: Bei den Modellen VSF Fahrradmanufaktur S-200 Comfort und Gudereit Comfort Plus brachen die Klemmen, die den Sattel halten. Wenn das während der Fahrt passiert, ist ein Abflug nicht ausgeschlossen. Noch gefährlicher sind Lenkerbrüche. Beispiel: Yamaha XPC Elektrorad. Nach einer simulierten Fahrleistung von 11.000 Kilometern ging der Lenker entzwei. Das zweite Modell blieb immerhin für 16.000 Kilometer im Rennen. Beim Rabeneick Journal Carrier brach der Rahmen: Das klingt heftig – ist aber weniger gefährlich. Rahmenbrüche kündigen sich im allgemeinen durch Risse an. Da bleibt genug Zeit zum Reagieren. Trotzdem gilt: Ein gutes Rad muss die rund 24.000 Testkilometer im Labor unbeschadet überstehen.

Aufrecht und bequem

Sechs Modelle erreichten gute Noten: In der Sicherheit und im Fahrkomfort. Stabile Gepäckträger, bequeme Sättel, Kleiderschutz und Kettenkasten: Diese Cityräder sind maßgeschneidert für den Weg zur Arbeit, den Einkauf und die Fahrt mit Kindersitz. Zwei Frauen und sechs Männer beurteilten die Fahrräder im Alltag. Fazit: Einige Räder verlieren beim Beladen. Beispiel: Bianchi Spillo Pisa – eigentlich ein gutes Rad. Aber: Mit einem Kind an Bord wirds wacklig. Gleiches gilt für die Einkaufstour mit voll beladenem Gepäckträger. Die guten Modelle sind ausgewogener konstruiert. Ob Einkaufstour oder Landpartie: Cityräder fahren sich gemütlich und bequem. Zwei Gründe: Die aufrechte Sitzhaltung und die Federung von Sattelstütze und Vorderad.

Künstlicher Rückenwind

Für Faule gibts die Cityräder auch mit Elektromotor. Der ist in der Nabe eingebaut und kann bei Bedarf aktiviert werden. Ein Akku liefert Strom. Reichweite: rund 40 bis 80 Minuten auf ebener Strecke. Die Stiftung Warentest hat drei solche Elektrobikes ausprobiert: Ein E-Bike mit Gashebel (KTM City Blitz) und zwei Pedelecs mit Automatik (Epple Mainau Elegance SPARC, Yamaha XPC 26 Deluxe). Bei den Pedelecs schaltet sich der Motor automatisch dazu, wenn der Tretwiderstand zu hoch wird. Nachteil: Treten ist Pflicht – sonst fährt das Pedelec nicht. Beim E-Bike arbeitet der Motor notfalls auch allein. Allerdings rollt das Rad dann sehr gemächlich dahin. Insgesamt konnten die Elekroräder nicht überzeugen. Nur das KTM fährt sich gut - blieb aber mit einem Rahmenriss auf der Strecke. Preis: 1.640 Euro. Dafür gibts mitunter schon einen Motorroller – zumindest gebraucht.

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