Citibank wird Targobank Schnelltest

Aus der Citibank Deutschland wird die Targobank. Seit Dezember 2008 gehört das Unternehmen zur französischen Bankengruppe Crédit Mutuel. test.de hat sich zwei Willkommensangebote der Targobank angesehen und sagt, ob sie sich für Kunden lohnen.

Wechsel zu Crédit Mutuel

Seit Dezember 2008 gehört die Citibank Deutschland nicht mehr zur Citigroup, sondern zur Genossenschaftsbank Crédit Mutuel, zweitgrößte Privatkundenbank Frankreichs. Die ehemalige Citibank Deutschland erhält durch den Eigentümerwechsel nun auch einen neuen Namen. Die Bank entschied sich für das Kunstwort Targobank. Dieses tragen ab sofort alle 335 Filialen in Deutschland. Der Ruf der Citibank litt seit der Lehman-Brothers-Pleite im vergangenen Jahr. Viele Kunden fuhren Verluste mit Lehman-Zertifikaten ein, die ihnen von der Bank empfohlen wurden.

Neuer Name, gleiches Konto

Für Kunden der ehemaligen Citibank ändert sich - abgesehen von dem neuen Namen ihrer Bank - zunächst erstmal nichts. Nach Unternehmensangaben bleiben Kontonummern, Kartennummern und Bankleitzahl identisch. Auch gespeicherte Daueraufträge und Lastschriften bleiben bestehen. Ebenso behalten Bankkunden- und Kreditkarten der ehemaligen Citibank ihre Gültigkeit. Letztere will die Bank nach Angaben von Pressesprecher Peter Herkenhoff erst nach und nach austauschen. Und auch Spareinlagen sind weiterhin vor Verlust geschützt: Die Targobank ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds deutscher Banken.

Zwei Angebote im Check

Zum Marktstart bietet die Targobank Willkommensprodukte an. Zwei davon, das Willkommens-Festgeld und das neue Girokonto „Aktiv-Konto“ hat sich test.de genauer angesehen und sagt, ob sich die Angebote lohnen.

Willkommens-Festgeld:

Die Targobank bietet ein Willkommens-Festgeld mit einer Verzinsung von 3 Prozent pro Jahr. Das Angebot gilt für Neuanlagen, also für Gelder, die noch nicht bei der Targobank (oder der ehemaligen Citibank) angelegt sind. Maximal können Sparer 25 000 Euro anlegen. Die Laufzeit beträgt 6 Monate. Das Willkommens-Festgeld können Sparer in Filialen und im Internet abschließen.
Fazit: Das Angebot ist für Sparer attraktiv, die ihr Geld kurzfristig parken wollen. Im aktuellen Zinstest von Finanztest bot keiner der Top-Anbieter drei Prozent Verzinsung für sechs Monate. Die besten Konditionen für Sechs-Monats-Festgelder liegen dort bei 2,30 (noa Bank), 2,15 ( Degussa Bank) und 2,10 (Isbank) Prozent pro Jahr.

Aktiv-Konto:

Die Targobank bietet Kunden ein neues Girokonto unter dem Namen „Aktiv-Konto“ an. Bei einem monatlichen Zahlungseingang von 600 Euro ist die Kontoführung kostenlos. Dieser Geldeingang muss in einem Betrag erfolgen. Sonst werden 4,90 Euro pro Monat fällig. Überweisungen sind nur kostenlos, wenn Kunden sie online, an Selbstbedienungsterminals oder telefonisch per Sprachcomputer ausführen. Wer sie am Bankschalter abgibt, muss 2,50 Euro pro Überweisung zahlen. Das Einrichten und Ändern von Daueraufträgen ist dagegen generell kostenlos. Das gilt auch für die Bankkarte (girocard). Für Kreditkarten werden dagegen je nach Kartenart zwischen 10 und 88 Euro pro Jahr fällig. Und wer das Konto überzieht, muss 13,99 Prozent an Dispozinsen zahlen. Kleines Extra: Kunden, die das Aktiv-Konto am Bankschalter eröffnen, können sich eine Wunschkontonummer aussuchen. Die Targobank ist Mitglied im Cashpool. Kunden des Aktiv-Kontos können daher an allen Geldautomaten der BBBank, netbank, Santander Consumer Bank, SEB, Sparda-Banken, Südwestbank, Wüstenrot Bank und der Degussa Bank mit der Bankkarte kostenlos Bargeld beziehen.
Fazit: Das Aktiv-Konto hat mit dem geforderten monatlichen Zahlungseingang von 600 Euro eine geringe Einstiegshürde für die kostenlose Kontoführung. Allerdings sind nicht alle Leistungen des „Aktiv-Kontos“ günstig zu haben. Überweisungen per Beleg kosten extra - dadurch kann die kostenlose Kontoführung schnell zunichte gemacht sein. Und auch für die Kreditkarte fallen Gebühren an. Weiterer Nachteil: Die Dispozinsen liegen über dem Durchschnitt von Girokonten anderer Banken.

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