Cinerenta-Medienfonds Meldung

Als Kommissar hat Mario Kopper alias Andreas Hoppe einen guten Draht zur Justiz. Privat prozessiert er seit Jahren um Schadenersatz.

Das Urteil des Bundesgerichtshof könnte auch vielen anderen Anlegern helfen, die mit Cinerentafonds hereingefallen sind.

Tatort-Kommissar Mario Kopper alias Andreas Hoppe hat im Kampf um Schadenersatz für eine gefloppte Beteiligung am Filmfonds Cinerenta III vor dem Bundesgerichtshof (BGH) einen Zwischenerfolg erzielt. Der BGH bestätigte jetzt, dass seine Klage vom Oberlandesgericht (OLG) München zu Unrecht abgewiesen worden ist (Az. III ZR 81/07).

Die Geldanlage war Hoppe als sicher verkauft worden. Doch die Filme des Fonds floppten und die für diesen Fall vorgesehene Versicherung entpuppte sich als Briefkastenfirma in Panama. Hoppe verlor viel Geld.

Seine Schadenersatzklage gegen den Treuhänder der Beteiligung, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Contor, wegen gravierender Prospektfehler wies das OLG ab.

Erst der Bundesgerichtshof gab Hoppe Recht. Cinerenta-Anleger seien über die Verwendung der Gelder getäuscht worden. Im Prospekt hätten die Verflechtungen zwischen der Vertriebsfirma Investor Treuhand und der Cinerenta offengelegt werden müssen, urteilte der BGH. Der Präsident des Bundesverbands der mittelständischen Wirtschaft, Mario Ohoven, ist nämlich nicht nur Hauptgesellschafter der Cinerenta, sondern zugleich auch Gesellschafter und Geschäftsführer der Investor Treuhand. Diese kassierte für ihre Dienste satte Provisionen in Höhe von 20 Prozent.

Das OLG München muss jetzt auf der Grundlage der BGH-Entscheidung neu urteilen, erklärte Anwältin Katja Fohrer, die viele Cinerenta-Geschädigte vertritt. Es geht um viel Geld. Insgesamt sammelten fünf Cinerentafonds rund 450 Millionen Euro ein.

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