Cinerenta-Medienfonds Etappensieg für ­geschädigte Anleger

0

Anleger der Filmfonds „Cinerenta II“ und „Cinerenta III“ dürfen Einsicht in die Ermittlungsakten der Staatsan­waltschaft nehmen, damit sie Schadenersatzansprüche prüfen können. Das hat eine große Strafkammer des Landgerichts München entschieden (Az. 5 AR 25/05).

Die Beschuldigten, der Präsident des Verbandes der Deutschen Wirtschaft, Mario Ohoven, Professor und Rechtsanwalt Alexander Hemmelrath und Fondsgeschäftsführer Eberhard Kayser müssten hinnehmen, dass Informationen öffentlich würden und über sie in der Presse berichtet werde.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie wegen des Verdachts, Anleger über die steuerliche Absetzbarkeit der Fonds getäuscht und mit wertlosen Ausfallpolicen einer Gesellschaft in Panama abgesichert zu haben. Für die Fonds habe Ohoven über 200 Millionen Euro Anlegergeld eingesammelt, teilte die Kanzlei Mattil & Kollegen mit. Sie klagt für 100 Anleger auf Schadenersatz, weil diese über die Risiken der Fonds getäuscht wurden.

Infodokument

0

Mehr zum Thema

  • Anlage­skandale Wenn der Insolvenz­verwalter Geld zurück­fordert

    - Nach der Pleite einer Anlagefirma verlangen Insolvenz­verwalter oft die Ausschüttungen zurück, die Anleger erhalten haben. Das dürfen sie nur in bestimmten Fällen.

  • Dubiose Zins­anlagen Fiese Abzocke mit angeblichen Topzinsen

    - Im Internet gibt es viele Angebote, die sichere Topzinsen versprechen. Doch Vorsicht: Einige sind riskant, andere sogar Betrug. Die Experten von Finanztest zeigen, wo bei...

  • PWB Rechts­anwälte Anklage erhoben

    - Die Staats­anwalt­schaft Gera hat Anklage gegen den Rechts­anwalt Philipp Wolfgang Beyer aus Jena vor dem Amts­gericht Jena erhoben. Sie wirft ihm in einem Fall vor,...

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.