Cinerenta-Medienfonds Meldung

Per Gerichsbeschluss erstritten sich ­Anleger der Cine­renta-Fonds Einsicht in die staatsanwalt-
schaftlichen Ermittlungsakten von Mario Ohoven (links) und Alexander ­Hemmelrath.

Anleger der Filmfonds „Cinerenta II“ und „Cinerenta III“ dürfen Einsicht in die Ermittlungsakten der Staatsan­waltschaft nehmen, damit sie Schadenersatzansprüche prüfen können. Das hat eine große Strafkammer des Landgerichts München entschieden (Az. 5 AR 25/05).

Die Beschuldigten, der Präsident des Verbandes der Deutschen Wirtschaft, Mario Ohoven, Professor und Rechtsanwalt Alexander Hemmelrath und Fondsgeschäftsführer Eberhard Kayser müssten hinnehmen, dass Informationen öffentlich würden und über sie in der Presse berichtet werde.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie wegen des Verdachts, Anleger über die steuerliche Absetzbarkeit der Fonds getäuscht und mit wertlosen Ausfallpolicen einer Gesellschaft in Panama abgesichert zu haben. Für die Fonds habe Ohoven über 200 Millionen Euro Anlegergeld eingesammelt, teilte die Kanzlei Mattil & Kollegen mit. Sie klagt für 100 Anleger auf Schadenersatz, weil diese über die Risiken der Fonds getäuscht wurden.

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