Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Contor GmbH muss einem Anleger Schadenersatz zahlen, weil sie ihre Aufklärungspflichten bei Cinerenta Filmfonds verletzt hat. Das hat das Oberlandesgericht München entschieden.

Die Contor GmbH habe es bis mindestens 2002 versäumt, Anlegern mitzuteilen, dass sie die Verwendung der Mittel nicht inhaltlich prüfe (Az. 21 U 5051/05, Revision nicht zugelassen). Der Kläger, der sich mit etwa 63 000 Euro an zwei Cinerenta-Fonds beteiligte,  hatte auf die Contor-Kontrolle unter Führung des Professors und Anwalts Alexander Hemmelrath vertraut. Er setzte auf eine Ausfallversicherung, deren Anbieter sich als Briefkastenfirma entpuppte.

Laut Urteil hat die fünfjährige Verjährungsfrist für die Haftung von Wirtschaftsprüfern hier frühestens 2002 begonnen, teilte die Kanzlei Mattil & Kollegen mit. Schadenersatzklagen sind bis Ende 2006 möglich.

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