Beispiel: Ein Programm für Diabetiker

Regelmäßig zur Untersuchung, rechtzeitig zum Spezialisten: Das Beispiel „Curaplan“ der AOK zeigt, wie Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 (Altersdiabetes) in einem Disease-Management-Programm (DMP) betreut werden. Die DMPs anderer Kassen sehen wegen der genauen gesetzliche Vorgaben fast genauso aus.

Programmpunkt

Was wird gemacht?

Wie oft?

Regelmäßig zur Untersuchung, rechtzeitig zum Spezialisten: Das Beispiel „Curaplan“ der AOK zeigt, wie Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 (Altersdiabetes) in einem Disease-Management-Programm (DMP) betreut werden. Die DMPs anderer Kassen sehen wegen der genauen gesetzliche Vorgaben fast genauso aus.

Programmpunkt

Was wird gemacht?

Wie oft?

Eingangs­untersuchung

Der Arzt legt einen Erstdokumentationsbogen an, in dem die aktuellen medizinischen Werte (Blutzucker, Blutdruck usw.), Begleiterkrankungen (Augen, Füße, Herz, Nieren), Medikamente und Krankenhausaufenthalte des zurückliegenden Jahres eingetragen werden.

Einmal beim ­Eintritt ins DMP

Zielvereinbarung

Patient und Arzt legen gemeinsam Ziele für die nächsten drei oder sechs Monate fest. Ziele können sein: Teilnahme an Schulungen, Erreichen bestimmter Blutdruck- oder Blutzuckerwerte, Gewichtsabnahme, Aufhören zu rauchen, regelmäßiger Ausdauersport.

Alle drei oder alle sechs ­Monate

Schulungen

Angeboten werden ärztlich geleitete Schulungen speziell zum Umgang mit Diabetes (Informationen über die Krankheit, Anleitung zur Blutzucker-Selbstkontrolle), aber auch zu Bluthochdruck oder zur richtigen Ernährung.

Je nach Zielvereinbarung

Regelmäßige
Arztbesuche

Nach dem ersten Termin geht der Patient in regelmäßigen Abständen zu seinem Arzt. Es wird besprochen, ob der Patient die vereinbarten Ziele erreichen konnte, welche Ziele als Nächstes angestrebt werden und ob Probleme aufgetreten sind.

Alle drei oder alle sechs ­Monate

Überweisungen an Spezialisten

Alle DMP-Teilnehmer müssen regelmäßig zur Netzhaut-Untersuchung zum Augenarzt und zur Kontrolle der Füße, um Nervenschädigungen früh festzustellen. Patienten, die bereits eine diabetesbedingte Netzhauterkrankung haben, müssen sich zusätzlich regelmäßig auf Nierenerkrankungen untersuchen lassen.

Je einmal pro Jahr

Erinnerung

Der Patient erhält einen Erinnerungsbrief von seiner Kasse, wenn er einen Untersuchungs- oder Schulungstermin versäumt hat, und zusätzliches Informationsmaterial, wenn er zuvor stark erhöhte Blutdruck- oder Blutzuckerwerte hatte.

Nach versäumtem Termin

Dokumentation

Alle Arztbesuche und alle medizinischen Werte werden dokumentiert. Patienten erhalten auf Wunsch einen Durchschlag jedes Dokumentationsbogens.

Bei jedem Arzt­kontakt