Chrome­cast & Co

Schnell­test Chrome­cast Ultra: Kaum Neues fürs Geld

Chrome­cast & Co - Mit Dongles bequem im Netz fernsehen
Chrome­cast Ultra. Googles neues Streaminggerät sieht nicht nur so aus wie sein Vorgänger, auch viele innere Werte sind geblieben. Preis: 79 Euro. © Anbieter

Google hat einen Neuen. Sein Name: Chrome­cast Ultra. Das Streaminggerät ermöglicht Videos mit vierfacher HD-Auflösung und erhöhtem Kontrast (HDR). Ob sich dafür der Preis von 79 Euro lohnt oder der einfache Chrome­cast für 39 Euro die bessere Partie ist, klärt unser Schnell­test.

Chrome­cast & Co Testergebnisse für 9 Streaminggeräte 1/2017

Inhalt

Wenig Unterschiede. Der Chrome­cast Ultra will mit zwei Neuerungen begeistern: Er löst Videos in 4k Ultra HD auf – deutlich höher als sein preis­werteres Schwestermodell – und besitzt einen Anschluss für ein Lan-Kabel. Das Kabel ist meist nötig, um 4k-Videos ohne Bild­ruckeln abzu­spielen. Google wirbt mit „heraus­ragender Bild­qualität“. Das bewies sich auch im Test. Sie ist wirk­lich gut, das gilt aber ebenso für die Bild­qualität des preis­werten Chrome­cast. Der Neue gibt lediglich Youtube-Videos einen Tick schärfer und höher aufgelöst wieder als der Alte. Sonst lassen sich keine Unterschiede zwischen beiden Geräten erkennen. Filme aus der Online­video­thek Netflix liefen bei beiden Chrome­cast in gleicher Qualität. Videos laden sie ähnlich flott, auch die Bedienung stimmt über­ein.

Zieht mehr Strom. Einen Nachteil hat der Chrome­cast Ultra: Sein Strom­verbrauch war im Test höher als der des Schwestergeräts. 4k-Videos abzu­spielen, verschlingt mehr Energie.

test-Kommentar

Sparen Sie sich den Aufpreis für den Chrome­cast Ultra. Das einfache Modell ist fast genauso gut und kostet die Hälfte. Der Neue bietet nur wenig Mehr­wert.

Mehr zum Thema

  • Fernseher im Test Top-Bild und Ton – geht auch günstig

    - Ob LG oder Samsung, ob Full HD oder UHD – im Fernseher-Test der Stiftung Warentest finden Sie Ihr TV-Gerät! Erfreulich: Auch güns­tige Fernseher sind unter den Guten.

  • Video-Streaming mit Smart-TV Ältere Smart-TVs künftig ohne Netflix

    - „Aufgrund tech­nischer Einschränkungen wird Netflix ab dem 1. Dezember 2019 auf diesem Gerät nicht mehr verfügbar sein.“ Wer diese Meldung auf seinem Smart-TV sieht, muss...

  • TV-Anschlüsse Die 7 wichtigsten Anschlüsse am Fernseher

    - Auf der Rück­seite eines Fernsehers tummeln sich zahlreiche Buchsen. Doch welche TV-Anschlüsse haben welchen Nutzen? Eine Über­sicht der wichtigsten Ein- und Ausgänge.

20 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Tonekaboni am 12.11.2017 um 08:56 Uhr
ÖR Mediatheken

Hallo
Schade, dass nicht aufgenommen wurde, ob die Geräte die Mediatheken von ARD, ZDF und arte unterstützen.
Ansonsten war mir der Test ein guter Ratgeber.
Schöne Grüße
KT

Boffin am 29.03.2017 um 22:33 Uhr
Nachtrag zum Freenet-USB-Stick

Die ct hat einen Kurztest kostenlos auf ihre Website gestellt, zu dem es auch schon zwei "politische" und einen technisch weiterführenden Kommentar gibt. Letzter und der Test bestätigen alles, was an Negativem zu erwarten war.
Der Stick läuft nur mit der dazugehörigen Software und die ist ein unausgegorener Schnellschuss zum Start, der moderne Hardware nicht ausnutzen kann und so selbst damit leistungshungrig ist. Aber das könnte sich ja noch bessern... Wenn genug davon verkauft werden und das Ding nicht einer der typischen TV-Ladenhüter bleibt, derer wir schon so einige erlebt haben.
DVB-T2-HD wird sich m. E. etlicher Kunden und damit der Rechtfertigung, auch aus Gebühren finanziert worden zu sein, selbst berauben. Neben ohnehin nur (!) 2,3 Mio Exklusiv-Usern, deren viele man potenziell verprellt, verärgert man so ziemlich jeden bisherigen Notebook- und Zweitgeräte-DVB-Benutzer. Das geht gleich mehrfach gut ins Geld...

Boffin am 26.03.2017 um 20:03 Uhr
"Freenet" USB-Stick

Mein Eindruck aus dem erwähnten Erfahrungsbericht:
Wenn die Software des Sticks bei dem Core i5 des Users bei 25% Last "anschlägt" und es trotzdem von Zeit zu Zeit ruckelt (wie dort beschrieben) und dabei primär ein Kern belastet ist (leider nicht genau genug beschrieben, aber sehr naheliegend), würde das m. W. darauf hindeuten, dass die SW oder HW nicht optimal auf Mehrkerner angepasst ist (oder sein kann) und es doch mehr auf den Prozessortakt ankommt, als die Verpackung glauben machen kann, da eine entsprechende Angabe fehlt.
Irgendwie zahlen wir immer wieder erneut für die Technik(folgen)-Inkompetenz der Politik - sollten wir sie und die Lobby nicht endlich mal daran verhungern lassen? Das nächste (dann ewig zu beschönigende oder für uns noch teurer werdende) Fiasko steht ja schon bevor (Maut). Und dazu die gehypte Elektromobilität - die ersten Besucher mit eBike-Akkus hatten wir schon im Repaircafe - war vom Timing her zu erwarten.

Boffin am 26.03.2017 um 19:27 Uhr
@EnglandJoki (DVB-T2 Stick)

Gestern habe ich beim Ringplaneten in Köln einen (noch?) recht großen Haufen "Freenet" USB-Sticks gesehen. 59,99 € pro Stück (= UVP).
Mindestanforderung lt. Verpackung:
6 GB RAM und Core i3 (ohne Angabe des Prozessortaktes). Im Web hab ich irritierenderweise nichts dazu gefunden.
Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass die bloße Erfüllung der Mindestanforderungen den Komfort oder die Videoqualität reduziert. Wer Genaueres inkl. erstem privatem Erfahrungsbericht lesen will, kann das Forum von "Digitalfernsehen" oder auch die Website von "Dehnmedia" durchforsten oder die Suchmaschinen bemühen, es zu tun. Darin jeweils weitere interessante Links.
Der Stick macht aus dem PC wohl nicht mehr als einen simplen Fernseher und ein einziger Monat kostenlose Testdauer soll für PC-User (im Gegensatz zu Boxen) reichen. Immerhin gibt es wohl ein monatlich kündbares Abo für diejenigen, die nur im Urlaub (oder in Reha, Kur etc.) das Notebook zum Fernsehen nutzen wollen.

Boffin am 12.03.2017 um 20:08 Uhr
@ Stiftung_Warentest (korrigierte Fassung)

Bleibt für mich die Frage offen, ob der CC Ultra - entgegen Ihrem Kurztest - neben LAN nicht doch einen entscheidenden Vorteil hat: HEVC-Decodierung? (Siehe Widevine Quarterly Partner Update - Q3 2016.)
Auch bei den anderen Streaming-Boxen und -Sticks ist das nicht klar, zumal es nichts mit UHD/4k zu tun haben muss - oder kann das delegiert werden an den (HEVC-fähigen!) Fernseher - mein Wissen über HDMI reicht gerade nicht aus...
Sonst ist man ja auf das Wohlwollen der Programmanbieter angewiesen, im Bedarfsfall auf unterstützte Codecs zurückzufallen. Auch im Web ist ja nicht auszuschließen, dass HEVC schon mit 720p oder 1080p benutzt werden wird, um Streamingvolumen zu sparen. Oder man muss im eigenen LAN erst transcodieren, was das Abspielgerät zum Witz macht, ob nun "self contained" oder als Renderer mit externem Controlpoint (wie eben CC). Ein Software-Update wird's mangels Leistung oft nicht richten können. Eine weitere Problematik könnte sich mit neuen Audio-Codecs ergeben.