Chrome­cast & Co Mit Dongles bequem im Netz fernsehen

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Filme aus Online-Video­theken wie Netflix oder Maxdome lassen sich auch auf Fernsehern ohne Internet­zugang ansehen. Boxen und Sticks fürs Streaming, oft auch vereinfacht als Dongles bezeichnet, machen TV-Geräte fit fürs Netz und peppen sogar manch smarten Fernseher auf. Von Google Chrome­cast bis Amazon Fire TV Stick – wir haben sieben Streaminggeräte und zwei Adapter geprüft (Preise: 35 bis 177 Euro). Fünf Geräte sind gut. Zudem im Schnell­test: Chrome­cast Ultra mit vierfacher HD-Auflösung.

Chrome­cast & Co Testergebnisse für 9 Streaminggeräte 1/2017

Liste der 9 getesteten Produkte
Streaminggeräte 1/2017 - Streamingboxen und -sticks
  • Amazon Fire TV Hauptbild
    Amazon Fire TV
  • Amazon Fire TV Stick mit Sprachsteuerung Hauptbild
    Amazon Fire TV Stick mit Sprachsteuerung
  • Apple TV mit 32 GB Hauptbild
    Apple TV mit 32 GB
  • Google Chromecast Hauptbild
    Google Chromecast
  • Humax H1 Hauptbild
    Humax H1
  • Minix Neo U1 Hauptbild
    Minix Neo U1
  • Xoro HST 250 Hauptbild
    Xoro HST 250
Streaminggeräte 1/2017 - Adapter
  • Microsoft Wireless Display Adapter Hauptbild
    Microsoft Wireless Display Adapter
  • Optoma HDCast Pro Hauptbild
    Optoma HDCast Pro

So kommen Internetfilme auf den Fernseher

Selbst bestimmen, was auf dem Fernseher läuft – das geht mit Streamingboxen und -sticks. Die kleinen Helfer mit Internet­zugang versorgen Matt­scheiben ohne eigenen Zugang mit Filmen und Serien aus dem Netz. Sie zapfen zum Beispiel Online-Video­theken, Youtube oder die Mediatheken der TV-Sender an. Was bisher nur auf PC, Notebook oder Tablet zu sehen war, bringen Streaminggeräte meist ohne großen Aufwand auf den Fernseher. Fünf der sieben geprüften Geräte ließen sich einfach hand­haben, bei den übrigen hakelte die Bedienung hier und da.

Wenige Boxen spendieren viele Video­portale

Wer die Boxen und Sticks nutzen will, braucht eine Internet­verbindung und einen Fernseher mit HDMI-Anschluss. In diesen Anschluss wird das Streaminggerät einge­stöpselt, sein Nutzer hat dann Zugriff auf Apps und deren Video­angebot. Aber Achtung: Nur wenige Geräte erlauben den Zugang zu vielen verschiedenen Online-Video­theken. Nutzer, die Filme bei mehreren Portalen oder einem bestimmten Dienst leihen wollen, sollten sich vorher schlaumachen. Unsere test-Tabelle zeigt, welche Online-Video­theken über welches Gerät verfügbar sind.

Beim Bild gibt es wenig zu meckern

Die Bild­qualität der meisten Test­kandidaten war über­raschend gut. Doch ausgerechnet eines der prominentesten Geräte am Markt konnte nicht ganz mithalten, seine Bilder ruckelten öfter als die der Konkurrenz. Wir haben unter optimalen Bedingungen getestet, darauf sollten Nutzer achten: Eine schnelle Internet­verbindung sorgt für eine flotte Daten­ver­arbeitung, das Heimnetz­werk darf nicht ausgelastet sein und das gewählte Video­portal muss Filme in guter Auflösung bereit­stellen (siehe Online-Videotheken 1/2017).

Tipp: Wenn Sie noch einen Fernseher suchen, der die guten Signale auch brilliant darstellt – im Produktfinder Fernseher finden Sie Test von hunderten Geräten.

Sogar smarte Fernseher profitieren

Interes­sant sind Steamingboxen und Streaming­sticks selbst für Besitzer von smarten Fernsehern mit integriertem Internet­zugang. Ihre Bedienung ist oft umständlich, teils bieten sie nur wenig Apps. Manch älterer Smart-Fernseher unterstützt aktuelle Apps nicht einmal. Einfacher gelingt Internet­fernsehen über die Boxen und Sticks, sie halten noch dazu eine Menge Apps und damit mehr Abwechs­lung bereit.

Auch im Test: Adapter als Alternative

Neben den Streaminggeräten haben wir zwei Adapter untersucht. Sie spiegeln alles, was auf dem Display eines Smartphones oder Tablets zu sehen ist, auf den Fernseher – über eine direkte Funk­verbindung, ohne WLan. Uneinge­schränkt gelangen sämtliche Inhalte aus dem Internet auf den Fernseher. Ob die Adapter eine gute Alternative zu den Boxen und Sticks sind, erfahren sie nach dem Frei­schalten des Tests.

Der Einstieg in den test-Artikel

„Auf der Couch herum­lümmeln und selbst Programm­chef sein – will­kommen beim Fernsehen der Gegen­wart. Das Internet spendiert TV nach Wahl. Dort stehen beliebte Serien und Filme in Online-Video­theken bereit, Videos bis zum Abwinken auf Youtube oder der verpasste „Tatort“ in der ARD-Mediathek. Neuere Fernseher besitzen meist einen eigenen Internet­zugang, ältere Modelle brauchen Nach­hilfe. Streamingboxen und -sticks machen sie fit fürs Netz, sie lassen sich einfach ins Fernsehgerät einstöpseln. Die kleinen Helfer über­tragen Internet-Video­dateien in über­schaubaren Daten­paketen direkt auf den Fernseher. Streamen bedeutet: Der Nutzer muss den Film nicht komplett herunter­laden, sondern kann ihn betrachten, während er über­mittelt wird. (...)“

Das bietet der Test

Unsere Multimedia-Experten haben heraus­gefunden, welcher der kleinen Helfer

  • das beste Bild liefert,
  • sich am einfachsten bedienen lässt
  • die meisten großen Online-Video­theken unterstützt.

In einem Schnell­test prüften wir zudem den brandneuen Chrome­cast Ultra mit vierfacher HD-Auflösung, er kostet doppelt so viel wie sein Schwesternmodell. Ob sich die Investition lohnt, erfahren Sie nach Frei­schalten des Tests.

Ebenfalls getestet: Online-Video­theken

Couch statt Kino­sessel: Wer Online-Video­theken nutzt, braucht nicht durch den Regen zum Kino zu laufen, muss keine 20 Minuten Werbung über sich ergehen lassen und auch kein Popcorn-Geraschel vom Sitz­nach­barn ertragen. Und das Beste: Der Zuschauer bestimmt selbst, was läuft. Wie gut das Film- und Serien­angebot im Netz ist, haben wir bei acht Anbietern getestet – darunter die Streaming­dienste von Netflix, Amazon, Maxdome, iTunes und Sky. Zum Test Online-Videotheken

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Tonekaboni am 12.11.2017 um 08:56 Uhr
ÖR Mediatheken

Hallo
Schade, dass nicht aufgenommen wurde, ob die Geräte die Mediatheken von ARD, ZDF und arte unterstützen.
Ansonsten war mir der Test ein guter Ratgeber.
Schöne Grüße
KT

Boffin am 29.03.2017 um 22:33 Uhr
Nachtrag zum Freenet-USB-Stick

Die ct hat einen Kurztest kostenlos auf ihre Website gestellt, zu dem es auch schon zwei "politische" und einen technisch weiterführenden Kommentar gibt. Letzter und der Test bestätigen alles, was an Negativem zu erwarten war.
Der Stick läuft nur mit der dazugehörigen Software und die ist ein unausgegorener Schnellschuss zum Start, der moderne Hardware nicht ausnutzen kann und so selbst damit leistungshungrig ist. Aber das könnte sich ja noch bessern... Wenn genug davon verkauft werden und das Ding nicht einer der typischen TV-Ladenhüter bleibt, derer wir schon so einige erlebt haben.
DVB-T2-HD wird sich m. E. etlicher Kunden und damit der Rechtfertigung, auch aus Gebühren finanziert worden zu sein, selbst berauben. Neben ohnehin nur (!) 2,3 Mio Exklusiv-Usern, deren viele man potenziell verprellt, verärgert man so ziemlich jeden bisherigen Notebook- und Zweitgeräte-DVB-Benutzer. Das geht gleich mehrfach gut ins Geld...

Boffin am 26.03.2017 um 20:03 Uhr
"Freenet" USB-Stick

Mein Eindruck aus dem erwähnten Erfahrungsbericht:
Wenn die Software des Sticks bei dem Core i5 des Users bei 25% Last "anschlägt" und es trotzdem von Zeit zu Zeit ruckelt (wie dort beschrieben) und dabei primär ein Kern belastet ist (leider nicht genau genug beschrieben, aber sehr naheliegend), würde das m. W. darauf hindeuten, dass die SW oder HW nicht optimal auf Mehrkerner angepasst ist (oder sein kann) und es doch mehr auf den Prozessortakt ankommt, als die Verpackung glauben machen kann, da eine entsprechende Angabe fehlt.
Irgendwie zahlen wir immer wieder erneut für die Technik(folgen)-Inkompetenz der Politik - sollten wir sie und die Lobby nicht endlich mal daran verhungern lassen? Das nächste (dann ewig zu beschönigende oder für uns noch teurer werdende) Fiasko steht ja schon bevor (Maut). Und dazu die gehypte Elektromobilität - die ersten Besucher mit eBike-Akkus hatten wir schon im Repaircafe - war vom Timing her zu erwarten.

Boffin am 26.03.2017 um 19:27 Uhr
@EnglandJoki (DVB-T2 Stick)

Gestern habe ich beim Ringplaneten in Köln einen (noch?) recht großen Haufen "Freenet" USB-Sticks gesehen. 59,99 € pro Stück (= UVP).
Mindestanforderung lt. Verpackung:
6 GB RAM und Core i3 (ohne Angabe des Prozessortaktes). Im Web hab ich irritierenderweise nichts dazu gefunden.
Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass die bloße Erfüllung der Mindestanforderungen den Komfort oder die Videoqualität reduziert. Wer Genaueres inkl. erstem privatem Erfahrungsbericht lesen will, kann das Forum von "Digitalfernsehen" oder auch die Website von "Dehnmedia" durchforsten oder die Suchmaschinen bemühen, es zu tun. Darin jeweils weitere interessante Links.
Der Stick macht aus dem PC wohl nicht mehr als einen simplen Fernseher und ein einziger Monat kostenlose Testdauer soll für PC-User (im Gegensatz zu Boxen) reichen. Immerhin gibt es wohl ein monatlich kündbares Abo für diejenigen, die nur im Urlaub (oder in Reha, Kur etc.) das Notebook zum Fernsehen nutzen wollen.

Boffin am 12.03.2017 um 20:08 Uhr
@ Stiftung_Warentest (korrigierte Fassung)

Bleibt für mich die Frage offen, ob der CC Ultra - entgegen Ihrem Kurztest - neben LAN nicht doch einen entscheidenden Vorteil hat: HEVC-Decodierung? (Siehe Widevine Quarterly Partner Update - Q3 2016.)
Auch bei den anderen Streaming-Boxen und -Sticks ist das nicht klar, zumal es nichts mit UHD/4k zu tun haben muss - oder kann das delegiert werden an den (HEVC-fähigen!) Fernseher - mein Wissen über HDMI reicht gerade nicht aus...
Sonst ist man ja auf das Wohlwollen der Programmanbieter angewiesen, im Bedarfsfall auf unterstützte Codecs zurückzufallen. Auch im Web ist ja nicht auszuschließen, dass HEVC schon mit 720p oder 1080p benutzt werden wird, um Streamingvolumen zu sparen. Oder man muss im eigenen LAN erst transcodieren, was das Abspielgerät zum Witz macht, ob nun "self contained" oder als Renderer mit externem Controlpoint (wie eben CC). Ein Software-Update wird's mangels Leistung oft nicht richten können. Eine weitere Problematik könnte sich mit neuen Audio-Codecs ergeben.