Historie und Tipps: Symbol & Genuss

Wussten Sie, dass der Stollen ein „Gebildebrot“ ist?

Herkunft. „Stolle“ bedeutet eigentlich Pfosten oder Stütze. Im 14. Jahrhundert nannte man das Gebäck im Plural Stollen. Seit dem 18. Jahrhundert werden die weibliche und die männliche Form des Wortes benutzt.

Bedeutung. Der Stollen ist ein so genanntes Gebildebrot. Es soll das in Windeln gewickelte Christkind symboli­sie­ren. Andere Gebildebrote sind zum Beispiel der Pfannkuchen (gilt als Schwamm, mit dem der Heiland am Kreuz getränkt wurde) oder die Brezel (Fessel, die der Herr tragen musste).

Backen. Stollen selbst zu backen ist eine Kunst. Der Hefeteig muss mehrmals zwischendurch gehen. Damit die Rosinen nicht verbrennen, kann man ihn in einer dünnen Teighülle ausbacken.

Essen. Bevor er angeschnitten wird – am besten von der Mitte aus – sollte der Stollen mindestens zwei Wochen lagern. Frisch gebacken schmeckt er noch nicht ab­gerundet. Einmal angeschnitten sollte das Weihnachtsgebäck möglichst bald gegessen werden. Sonst trocknet es aus und verliert an Aroma.

Lagern. Optimal sind Temperaturen von 12 bis 15 Grad Celsius. Profis lagern ihre Stollen bei 60 bis 70 Prozent Luftfeuchtigkeit. Früher legte man einen Apfel mit in die Blechdose, damit der Teig schön feucht blieb.

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