Chlorhühn­chen

Tipps

Inhalt
  1. Überblick
  2. Lebensmittelbedingten Erkrankungen vorbeugen
  • Kühlkette nicht unter­brechen. Legen Sie rohes, aber auch tiefgekühltes Fleisch im Supermarkt erst zuletzt in den Einkaufs­korb. Trans­portieren Sie es – ebenso wie rohen Fisch, Milch und Milch­produkte – am besten in einer Kühltasche nach Hause. Bewahren Sie rohes Fleisch zu Hause im Kühl­schrank im untersten Fach über den Gemüsefächern auf, weil es dort am kältesten ist. Weitere Tipps zum richtigen Einräumen des Kühl­schranks bietet unser Video.
  • Verbrauchs­datum beachten. Ist das Verbrauchs­datum von Fleisch­produkten über­schritten, sollten Sie diese auf keinen Fall mehr essen.
  • Küchenhygiene einhalten. Um Lebens­mittel­vergiftungen zu vermeiden, ist Küchenhygiene das A und O. Verwenden Sie für rohes Fleisch eigene Schneidbretter und Messer, damit Keime nicht auf Gemüse oder Salat übergehen. Danach nicht nur die Hände waschen, sondern auch die Arbeits­flächen reinigen, die für die Zubereitung des Fleisches verwendet wurden.
  • Waschen. Nutzen und Risiken des Waschens von rohem Geflügel sind laut Bundes­institut für Risiko­bewertung (BfR) nicht eindeutig geklärt: Zwar können Sie so den Keim­gehalt erheblich reduzieren, Keime lassen sich aber nicht voll­ständig entfernen. Außerdem besteht die Gefahr, Krank­heits­erreger beispiels­weise durch spritzende Wasser­tropfen in der Küche zu verteilen und andere Lebens­mittel damit zu verunreinigen. Stellen Sie daher beispiels­weise Salat nicht direkt neben das Wasch­becken.
  • Durch­erhitzen. Achten Sie beim Kochen und Aufwärmen darauf, dass Gerichte mindestens eine Kern­temperatur von 70 Grad erreichen. Das tötet Krank­heits­erreger wie Salmonellen ab. Verzehren Sie gekochte Speisen möglichst schnell und halten Sie sie nicht lange warm, weil sich Krank­heits­erreger bei nied­rigen Temperaturen zwischen 60 und 10 Grad Celsius schnell wieder vermehren können.
  • Vorsicht bei kleinen Kindern, Schwangeren, Immun­geschwächten. Seien Sie besonders vorsichtig im Umgang mit rohen Hähn­chen­fleisch bei der Zubereitung von Speisen für kleine Kinder, Schwangere, ältere und abwehr­geschwächte Menschen. Bei ihnen können Lebens­mittel­infektionen sehr schwer verlaufen. Weitere Informationen finden Sie im BfR-Merk­blatt „Verbrauchertipps: Schutz vor Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt“ mit Empfehlungen zur Lebens­mittel- und Küchenhygiene.

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Gelöschter Nutzer am 02.07.2014 um 07:09 Uhr
@JoeAverage

Ich kann ihnen nur voll und ganz zustimmen. Vor allem sollten sich die Kritiker einmal vor Augen halten, dass die meisten Trinkwässer gechlort werden - und zwar mengenmäßig durchaus vergleichbar mit den "Chlorhühnern". Und dieses Trinkwasser trinken wir täglich - ohne jedes Problem.

JoeAverage am 01.07.2014 um 11:56 Uhr
@berliner.zweifel: Die "Produkte der Chlor-Chemie"

Zu Ihren gefürchteten "Produkten der Chlorchemie":
Wie ich schon sagte, nichts genaues wissen Sie nicht! Chlor in Form des Chlorid-Ions ist für den Menschen ESSENTIELL! Sie nehmen das täglich in Form von Kochsalz zu sich. Ihr Rumschwadronieren von Chlorchemie beweist nur Ihr Nichtwissen.
Wenn Sie den TEST-Artikel vollständig gelesen hätten und ggf dem Link zum EFSA-Gutachten gefolgt wären, hätten Sie lesen können, dass die Behandlung mit verschiedenen Desinfektionsmitteln KEINE gefährlichen Rückstände auf dem Fleisch hinterlässt!
Tja, WER LESEN KANN IST KLAR IM VORTEIL.
Und ich bleibe dabei: "Beweise für eine weiterhin bestehende Gefahr haben Sie nicht!"
- - - - -
Übrigens, was machen SIe,wenn Sie im Freibad in gechlortem Wasser geschwommen sind? Dann laufen Sie also als verchlorte Giftbombe umher, oder wie? Oder gehen Sie nie ins Hallen- oder Freibad?

JoeAverage am 01.07.2014 um 11:47 Uhr
Tja, berliner.zweifel, nix Genaues weiß man nicht!

"Ich erwarte von einem Lebensmittel, egal ob "industriell oder handwerklich erzeugt", dass es mir beim Verzehr zumindest nicht schadet."
Bei einem nicht-behandelten, salmonellenverseuchten Huhn besteht die Gefahr!
"daher wird jeder aufgeklärte Verbraucher eine vollständige hohe Erhitzung derartiger Produkte vornehmen,"
Ach ja? Und die nicht aufgeklärten? Deren Gesundheit ist Ihnen egal. Es wird dringend empfohlen, die zur Zubereitung von Geflügel verwendeten Küchengeräte nicht für andere Lebensmittel zu verwenden, da Salmonellen übertragen werden können. Wieviele wissen das? Besser die Salmonellen abtöten, bevor die Hühner in den Laden kommen, als auf die Aufgeklärtheit der Verbraucher zu vertrauen, aber das ist Ihnen ja egal!
"Die Produkte der Chlor -Chemie stehen grundsätzlich unter dem begründeten Verdacht, dass sie gesundheitsschädlich sind." Grundsätzlich? Von welchen "Produkten der Chlorchemie" reden Sie eigentlich?

berliner.Zweifel am 27.06.2014 um 10:45 Uhr
Anmerkung

Die in dem Vorgängerbeitrag erhobene Behauptung;
"Fest steht: Die chlorhaltigen Desinfektionsmittel sind wasserlöslich - nach Behandlung sind die weg, wenn man mit sauberem keimfreien Wasser abspült. Beweise für eine weiterhin bestehende Gefahr haben Sie nicht!"
stimmt so leider nicht, da zusammen mit dem Wasser, Chlor vom Fleisch aufgenommen wird und nicht einfach durch klares Wasser abgespült werden kann.
Die Gewichtszunahme von Hähnchen, die zur Abkühlung mit Wasser besprüht oder in einem Kühlbad behandelt werden liegt je nach Wassertemperatur bei deutlich über 10%.

berliner.Zweifel am 27.06.2014 um 10:10 Uhr
Emotionen und Verantwortungsbewustsein

Warum findet hier eine Auseinandersetzung "Bio" oder "Nicht Bio" statt? Ich erwarte von einem Lebensmittel, egal ob "industriell oder handwerklich erzeugt", dass es mir beim Verzehr zumindest nicht schadet.
Es ist bekannt, dass rohe Geflügelprodukte zu einem hohen Anteil mikrobiell belastet sind, daher wird jeder aufgeklärte Verbraucher eine vollständige hohe Erhitzung derartiger Produkte vornehmen, um die Mikroorganismen abzutöten.
Handeln Produzenten von zum Rohverzehr bestimmte Zwiebelmettprodukten aus Geflügelfleisch, verantwortungsbewusst?
"Die Produkte der Chlor -Chemie stehen grundsätzlich unter dem begründeten Verdacht, dass sie gesundheitsschädlich sind. Diese Gefahr erhöht sich durch ihre Langlebigkeit und ihre Anreicherung in Mensch, Tier und Umwelt".
Sollten die "Chlor-Wasserhähnchen" sogar im deklarierten "frischen" Zustand aus den USA zu uns gelangen, dient das Chlor lediglich der Kaschierung des auf dem langen Weg weit fortgeschrittenen Verderbnis-Prozesses.