Chlamydien-Test Die Kassen zahlen

Frauen bis zum Alter von 25 Jahren haben ab Januar 2008 Anspruch auf einen jährlichen Chlamydien-Test. Eine entsprechende Empfehlung hat der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen ausgesprochen. Der Test soll die Ausbreitung von Chlamydien verhindern. Er kann mithilfe einer Urinprobe oder durch einen Abstrich gemacht werden. Einer Studie der Berliner Charité zufolge ist bereits jedes zehnte Mädchen im Alter von 17 Jahren mit dem bakteriellen Erreger infiziert. Die Bakterien infizieren zunächst den Gebärmutterhals, später auch die Gebärmutter und Eileiter. Die Infektionen können chronische Entzündungen oder Unfruchtbarkeit zur Folge haben. Da die Krankheit meist ohne Symptome verläuft, wird sie häufig erst diag­nostiziert, wenn schon Schäden aufgetreten sind. Ein regelmäßiger Test ermöglicht eine frühzeitige Behandlung mit Antibio­tika. Die kostenlose Broschüre „Ach, übrigens ...“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert über sexuell übertragbare Krankheiten.

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MelusineApfelsine am 18.08.2020 um 08:47 Uhr
Gendermedizin

Ja, das wurde meiner Tochter damals auch empfohlen, eine Schwangerschaft als Therapie. Inzwischen ist sie Ende 30, in keiner festen Beziehung, schwanger werden als Therapie für sie keine Option.
Die Gebärmutter zu entfernen ist natürlich der letzte Ausweg (für eine Leihmutter - sogar in der Ukraine, wo es am günstigsten ist – hat sie kein Geld), wenn alle Kinderwünsche erfüllt sind, hier steht Lebensqualität gegen Lebensplanung. Stichwort: Gendermedizin
(Übrigens eine Innovation des so-oft verteufelten Gender Studies.)