Chipdrive Kidscard Meldung


Preis: 60 Mark

Anbieter: Towitoko
Haidgraben 2
85521 Ottobrunn
Tel. 0 89/66 68 30
Fax 0 89/ 66 68 32 22
www.towitoko.de

Ein Chiplesegerät soll Kinder vor zu langem Surfen im Internet bewahren. Mit mäßigem Erfolg.

"Mit Köpfchen gegen Dauerchats und Endlosspiele", wirbt der Anbieter Towitoko, "die unkontrolliert teure Nutzung des Internets oder das stundenlange Spielen am PC gehören damit der Vergangenheit an". Eigentlich eine tolle Idee. Die gelieferten Chipkarten können individuell programmiert werden und legen fest, wie lange der Besitzer der Karte welche Programme nutzen darf.

Doch die Umsetzung ist zweifelhaft. Das mitgelieferte Kartenlesegerät sowie die Chipkarten sind zwar mit einigen Fachkenntnissen in Betrieb zu nehmen, doch der gewünschte Zweck ist damit nicht recht erreicht. Zu schnell hatten unsere zwölfjährigen, durchschnittlich PC-erfahrenen Testkandidaten den "Schutz" geknackt.

Zum Lieferumfang von Chipcard micro 120 kidscard gehören eine Eltern- und zwei Kinder-Chipkarten, sowie ein Lesegerät, das an den seriellen PC-Anschluss (COM-Port) gesteckt wird und unter den MS-Windows-Versionen ab Win95 funktioniert. Weitere Kinderkarten kosten etwa 10 Mark. Die mitgelieferte Softwareversion V 1.01 war bereits beim Kauf veraltet, sie konnte durch simples Abziehen der Kabelverbindung oder durch mehrfaches Drücken eines Tastaturknopfes ausgetrickst werden. Mit einigem Aufwand haben wir aus dem Internet die 2,7 Megabyte große aktuellere Version V1.11 heruntergeladen. Positiv zu Buche schlugen nun die einfachere Vorgabe der Nutzerrechte für Computer und Internet. Die Auflistung der ausgeführten PC-Aktivitäten war verbessert, aber trotzdem noch unzureichend.

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