Alkohol ist in der Schwangerschaft tabu – das weiß jeder. Doch auch Tonicwater oder Bitterlemon sind nicht unbedenklich für werdende Mütter: In den bitteren Durstlöschern steckt Chinin. Chinin stammt aus der Rinde des Chinarindenbaums. Es wird in der Medizin zur Behandlung von Malaria und nächtlichen Wadenkrämpfen eingesetzt. Als Kontraindikation gilt eine Schwangerschaft. Der Geschmacksstoff gilt als leicht wehenfördernd und kann in hohen Dosen die Gesundheit von Mutter und Kind be­einträchtigen. Unerwünschte Nebenwirkungen sind zum Beispiel Übelkeit, Kopfschmerzen, Tinnitus und Verwirrtheitszustände.

Bei überempfindlichen Menschen können auch Hautreaktionen, Arzneimittelfieber oder Bronchospasmen auftreten. Werdende Mütter sollten deshalb lieber nicht zur Bitterlimonade oder zu Tonicwater greifen, empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung. In Deutschland sind 85 Milligramm Chinin je Liter in alkoholfreien Getränken erlaubt.

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