Chat Steuern für Rentner Meldung

Stephanie Zipp, Steuerex­per­tin der Stiftung Warentest.

Dem Finanz­amt bleibt nicht verborgen, wie viel Rente und Pension ältere Menschen beziehen. Besteht der Verdacht, dass jemand Steuern schuldig bleibt, kommt es zu unangenehmen Nach­fragen. Rentner, die Bescheid wissen, können Ärger vorbeugen. Die wichtigsten Fragen klärte Steuer­expertin Stephanie Zipp im Chat auf test.de. Hier alle Antworten!

Die Top3-Fragen

Moderator: Vor dem Chat hatten die Leser und Lese­rinnen bereits die Möglich­keit, Fragen zu stellen und zu bewerten. Hier die TOP-1-Frage aus dem Pre-Chat:

Lollo: Sehr geehrte Frau Zipp, ich beziehe eine volle Erwerbs­minderungs­rente in Höhe von 1 425 Euro. Muss ich diese versteuern? Gibt es irgend­eine Höchst­grenze, bzw. ab wann ich eine Steuererklärung machen muss? Welche anfallenden Kosten wie Versicherungen etc. kann ich geltend machen? Nach Abzug aller monatlichen Fixkosten bleibt mir von meiner Rente nichts mehr übrig bzw. muss ich immer wieder auf meine Alters­vorsorge bzw. Rück­stel­lungen zurück greifen! Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Stephanie Zipp: Ob Sie die Erwerbs­minderungs­rente versteuern müssen, hängt davon ab, in welchem Jahr sie begonnen hat. Hat sie z.B. 2005 begonnen, wäre eine Rente bis 1 586 Euro im Monat steuerfrei. Läuft sie erst seit 2012, sind es dagegen nur 1 274 Euro im Monat und Sie müssten eine Steuererklärung machen.

Wenn Sie gesetzlicher Rentner sind, müssen Sie eine Steuererklärung machen, wenn Ihre Einkünfte 2012 höher als 8 004 Euro waren. Ehepaare können das Doppelte haben. Die Einkünfte sind aber nicht die Brutto-Renten. Sie können davon Ihre Rentenfrei­beträge abziehen und mindestens eine Werbungs­kostenpauschale von 102 Euro.

Das Ergebnis entscheidet über die Steuer­pflicht. Rentner und Pensionäre sollten auf jeden Fall ihre Beiträge für die Kranken- und Pflege­versicherung in der Steuererklärung angeben. Auch Schutz wie Haft­pflicht- oder Unfall­versicherung zählt. Jeder kann außerdem Kosten für Haus­halts­hilfen, Hand­werker, Pflege­dienste, Kirchen­steuern, Parteibeiträge und Spenden absetzen. Sind hohe Krank­heits­kosten vorhanden, bringen auch diese Steuererspar­nisse.

Moderator: und hier die Top2-Frage:

Serdanovic: Sehr geehrte Frau Zipp, könnten Sie kurz erklären, ob es Frei­beträge und Pauschalen gibt, die meine Steuerbelastung mindern? Wenn ja, welche?

Stephanie Zipp: Ja, es gibt einige Frei­beträge und Pauschalen, durch die Renten und Pensionen zum Teil steuerfrei sind. Der Frei­betrag für die gesetzliche Rente hängt vom Renten­beginn ab. Läuft die Rente schon seit 2005, haben Rentner damals einen Rentenfrei­betrag von 50 Prozent der Rente bekommen. Beginnt sie dieses Jahr, sind es nur noch 34 Prozent. Für Firmen- und Beamtenpensionen auf Steuerkarte gibt es Versorgungs­frei­beträge. Auch die richten sich nach dem Beginn der Pension. Bestand 2005 zum ersten Mal Anspruch, sind maximal 3 900 Euro im Jahr steuerfrei.

Bekommen Pensionäre 2013 zum ersten Mal Versorgungs­frei­beträge, kassieren sie nur noch 2 652 Euro Pension im Jahr maximal steuerfrei. Von privaten Renten und bestimmten betrieblichen Renten ist sehr viel steuerfrei, wenn es dafür im Berufs­leben keine steuerliche Förderung gab. Der steuer­pflichtige Teil richtet sich nach dem Alter bei Renten­beginn. Beginnt die Rente mit 60, sind 78 Prozent steuerfrei, mit 65 Jahren sind es 82 Prozent. Beziehen Rentner und Pensionäre nebenbei auch Miet­einkünfte oder Einkünfte aus selbst­ständiger Arbeit, kommt dafür ein Alters­entlastungs­betrag in Frage. Sie erhalten ihn, wenn Sie am Jahres­anfang mindestens 64 Jahre alt waren. Der Alters­entlastungs­betrag beträgt maximal 1 900 Euro im Jahr.

Moderator: und die Top-3-Frage:

locita: Sehr geehrte Frau Zipp, ich (42 Jahre) beziehe seit Januar 2009 eine Rente wegen voller Erwerbs­minderung aus gesundheitlichen Gründen. 2012 waren es 8 782 Euro, davon 915 Euro für Kranken und Pflege­versicherung. Auf Honorarbasis verdiente ich auch 2 300 Euro im Jahr 2012 dazu. Wenn ich nun nach Abzug aller möglichen Kosten über den Frei­betrag von 8 004 Euro liege, ist dann das ganze Jahres­einkommen steuer­pflichtig oder nur das, was über dem Grund­frei­betrag von 8 004 Euro liegt?

Stephanie Zipp: Jeder bezieht Einkommen bis zum Grund­frei­betrag von 8 004 Euro im Jahr 2012 steuerfrei. Nur das Einkommen, das darüber liegt, versteuert das Finanz­amt.

Steuer­pflicht

robby: Ab welcher Rentenhöhe ist man als Rentner-Ehepaar Steuer­pflichtig?

Stephanie Zipp: Jeder muss Steuern zahlen, wenn das zu versteuernde Einkommen höher als 8 004 Euro im Jahr ist. Bei Ehepaaren kann es doppelt so hoch sein. Das zu versteuernde Einkommen ergibt sich aber erst, nachdem alle Frei­beträge, Pauschalen und andere Ausgaben, die Rentner und Pensionäre in der Steuererklärung geltend machen, abge­zogen sind. Wenn Rentner nur gesetzliche Rente beziehen, können sie auch von der Bruttorente ausgehen. Je nachdem, wann diese begonnen hat, ist ein Teil davon steuerfrei. Hat die Rente 2012 begonnen, sind Rentner zum Beispiel nicht steuer­pflichtig, wenn sie maximal 15 120 Euro Rente im Jahr haben. Ehepaare können doppelt so viel steuerfrei einnehmen.

Erwerbs­minderungs­rente

merkstef: Was ist der Unterschied zwischen einem „gesetzlichen Rentner“ und Bezug von voller Erwerbs­minderungs­rente?

Stephanie Zipp: Der Frei­betrag für die Erwerbs­minderungs­rente hängt ebenso wie der für die gesetzliche Rente vom Renten­beginn ab. Bezieht jemand erst Erwerbs­minderungs­rente und danach Alters­rente, wird die Lauf­zeit der Erwerbs­minderungs­rente mit berück­sichtigt.

Minijob

Gerd: Sehr geehrte Frau Zipp, Meine Frau ist 1940 und ich 1941 geboren. Seit zwei Jahren sind wir von der Steuer befreit. Meine Frau bekommt 1 147,14 Euro Rente und ich bekomme 1 026,52 Euro Rente. Beide Beträge sind Brutto­angaben. In 2012 habe ich im Rahmen 400,00 Euro insgesamt 4 406,67 Euro steuerfrei dazu­verdient. Wie wirkt sich der Zuver­dienst auf die Abgabe­pflicht einer Steuererklärung aus?

Stephanie Zipp: Wenn Sie zusätzlich zur Rente einen pauschal versteuerten Minijob von maximal 400 Euro im Monat hatten, spielt dieser für die Steuer­pflicht keine Rolle. Dieses Jahr beträgt die Grenze 450 Euro im Monat.

NV-Bescheinigung

Thekla: Bis zu welchem jähr­lichen Gesamt­einkommen (Witwe; Rente + Sparerpausch­betrag 801 Euro + evtl. Sonder­ausgabenpausch­betrag) kann eine NV-Bescheinigung beim Finanz­amt beantragt werden?

Stephanie Zipp: Wenn Sie eine Steuererklärung abgeben und sich heraus­stellt, dass Sie keine Steuern zahlen müssen, können Sie sich vom Finanz­amt bestätigen lassen, dass Sie keine Steuererklärung abgeben müssen. Wenn Sie eine Nicht­ver­anlagungs­bescheinigung brauchen, fragen Sie ebenfalls das Finanz­amt danach. Sie wird Ihnen normaler­weise gewährt, wenn Ihr zu versteuerndes Einkommen 2012 nicht über dem Grund­frei­betrag von 8 004 Euro hinaus geht.

Rente vom Ehegatten

birgit: Sehr geehrte Frau Zipp, meine Mutter (72) bezieht seit dem Tod meines Vaters (2003) von der BG Rente und vom Arbeit­geber. Sie selbst war seit 1960 nicht mehr berufs­tätig. Nun erhält sie vom Finanz­amt einen Brief, in dem Sie gebeten wird, für die letzten Jahre eine Steuererklärung abzu­geben. Sie hat bisher nie eine Steuererklärung für die Rente meines Vaters abgeben müssen. Wie soll sie sich verhalten?

Stephanie Zipp: Ihre Mutter sollte der Aufforderung des Finanz­amtes unbe­dingt nach­kommen. Wenn sie alleine mit der Abrechnung nicht klar kommt, kann sie sich an einen Lohn­steuer­hilfe­ver­ein oder Steuerberater wenden. Möglicher­weise stellt sich heraus, dass die Einkünfte aus beiden Renten so nied­rig sind, dass dafür gar keine Steuern anfallen. Dann können Sie sich vom Finanz­amt bescheinigen lassen, dass Ihre Mutter keine Steuererklärung machen muss. Wenn Sie den Eindruck haben, dass gar keine Steuer­pflicht besteht, können Sie sich aber auch direkt an das Finanz­amt wenden. Lassen Sie dort prüfen, ob für die Renten über­haupt Steuern fällig sind. Die Finanz­beamten dürfen zwar keine Steuerberatung bieten, können aber mit Tipps durch­aus weiterhelfen.

Betriebs­rente

Herbert: Mein Arbeit­geber legt für mich Geld an, für eine Betriebs­rente. Muss diese später versteuert werden? Oder wird Sie ange­rechnet von der LVA?

Stephanie Zipp: Es kommt darauf an, um was für eine Betriebs­rente es geht. Wenn die Beiträge aus steuerfreien Einnahmen während des Berufs­lebens gezahlt werden, sind die Renten später voll steuer­pflichtig. Stammen sie aus versteuertem, auch pauschal versteuertem Einkommen, ist dagegen ein großer Teil steuerfrei im Alter. Sie müssen immer sämtliche Einkünfte im Alter beim Finanz­amt abrechnen und dafür Steuern zahlen, wenn nach Abzug aller Frei­beträge, Pauschalen und Ausgaben mehr als der Grund­frei­betrag übrig bleibt.

gbauer: Im Januar 2018 habe ich das Renten­alter erreicht und bekomme nach dem heutigen Stand eine monatliche Regel­alters­rente von ca. 1 750 Euro. Außerdem bekomme ich bereits ab Juli 2017 von meinem früheren Arbeit­geber eine betriebliche Rente in Höhe von 85,17 Euro. Muss diese auch versteuert werden? Und wenn sich die Frage ohne zusätzliche Informationen beant­worten lässt: Mit welcher Steuer­pflicht muss ich bei der Regel­alters­rente rechnen. Ich bin im Juli 1952 geboren.

Stephanie Zipp: Sie müssen sämtliche Alters­einkünfte beim Finanz­amt abrechnen, also sowohl Ihre Alters­rente als auch Ihre betriebliche Rente. Das Finanz­amt zieht davon Frei­beträge, Pauschalen und auf jeden Fall die Versicherungs­beiträge für die Kranken- und Pflege­versicherung ab. Das Ergebnis zeigt dann, ob Sie Steuern zahlen müssen oder nicht – je nachdem, wie hoch der Grund­frei­betrag im Jahr 2018 ist.

Steuerklassen

Krück­emeier: Hallo Frau Zipp, ich bin Beamtin im Vorruhestand, mein Mann ist Angestellter in der Ruhephase der flexiblen Alters­rente. Wir hatten bisher die Steuerklassen III (mein Mann) und V (ich), obwohl wir nahezu gleiches Einkommen haben. Ab 2014 (wir sind beide Jahr­gang 49) bekommt mein Mann Rente und ich Pension. Sind da die Steuerklassen IV/IV güns­tiger?

Stephanie Zipp: In Steuerklasse III haben Sie die geringsten Lohn­steuer­abzüge, müssen dafür aber höhere Steuern nach­zahlen, wenn das Finanz­amt vorab zu wenig Lohn­steuer bekommen hat. Mit Steuerklasse IV fällt die Nach­zahlung in diesem Fall nied­riger aus. Beträgt die Nach­zahlung mehr als 400 Euro im Jahr, setzt das Finanz­amt für die Zukunft Einkommensteuer­voraus­zahlungen fest.

Freiberuflicher Neben­verdienst

Sambal: Hallo Frau Zipp. Bekomme volle EU Rente seit 2009 (8 782 Euro) und arbeite freiberuflich (2 300 Euro). Was wird da genau besteuert? 58 Prozent der Rente oder alles ab 8 004 Euro? Und wie hoch wird es dann gegebenenfalls besteuert?

Stephanie Zipp: Von der EU-Rente sind 58 Prozent steuer­pflichtig. Davon geht mindestens eine Werbungs­kostenpauschale von 102 Euro ab. Die Einnahmen aus selbst­ständiger Arbeit zählen nach Abzug der Betriebs­ausgaben. Sie können außerdem die Beiträge für Ihre Kranken- und Pflege­versicherung absetzen und bekommen auf jeden Fall eine Sonder­ausgabenpauschale von 32 Euro, für Verheiratete 74 Euro. Nachdem alles abge­zogen ist, kommt es darauf an, ob Ihr zu versteuerndes Einkommen höher als der Grund­frei­betrag von 8 004 Euro im Jahr 2012 ist.

Moderator: und eine aktuelle Nach­frage:

Sambal: Hallo nochmal Frau Zipp. Wenn doch 58 Prozent meiner EU- Rente nach Abzug aller Ausgaben steuer­pflichtig sind, dann gilt das aber erst ab 8 004 Euro oder wie sind diese 58 Prozent zu verstehen?

Stephanie Zipp: Sie müssen alle Ihre Einkünfte betrachten. Da ist zunächst Ihre Rente: Davon können Sie 42 Prozent als Frei­betrag abziehen, außerdem eine Werbungs­kostenpauschale von 102 Euro. Dann nehmen Sie die Einnahmen aus selbst­ständiger Arbeit und ziehen davon Ihre Betriebs­ausgaben ab. Jetzt addieren Sie die verbliebenen Einkünfte aus Ihrer Rente und aus Ihren selbst­ständigen Einnahmen. Davon können Sie mindestens die Beiträge für Ihre Kranken- und Pflege­versicherung und eine Sonder­ausgabenpauschale von 32 Euro pro Person abziehen. Ist das Ergebnis höher als der Grund­frei­betrag, müssen Sie Steuern zahlen.

Erwerbs­unfähigkeits­rente

witharoswitha: Ich bin Erwerbs­unfähigkeits­rentner und 11/1950 geboren. Wann kann ich Alters­rente beantragen und welcher Prozent­satz wird zur Berechnung heran­gezogen der nach der ersten Rente oder der zweiten Rente(Euro oder AR)?

Stephanie Zipp: Wann Sie die Alters­rente beantragen können, erfahren Sie bei der Deutschen Renten­versicherung Bund. Der Frei­betrag für die Alters­rente richtet sich nach dem Beginn der Erwerbs­unfähigkeits­rente.

omadoris: Ich bin 64 Jahre alt, wegen Schwerbehin­derung seit 4 Jahren in Rente, davor seit 2005 50 Prozent erwerbs­unfähig. Wenn mein Mann Rentner wird, muss ich dann weniger Steuern zahlen?

Stephanie Zipp: Die meisten Ehepaare lassen sich vom Finanz­amt zusammen veranlagen und zahlen für ihr gemein­sames Einkommen Steuern. Im Renten­alter haben Rentner erfahrungs­gemäß geringere Einkommen als während des Berufs­lebens. Es ist deshalb zu vermuten, dass Sie und Ihr Mann weniger Steuern zahlen müssen, wenn Sie beide in Rente sind.

Alters­teil­zeit

nieder­sachsen-renee: Im Oktober ist meine passive Alters­teil­zeit beendet. Ab November bin ich Renten­empfänger. Was sollte man beachten?

Stephanie Zipp: Wenn Sie nur gesetzliche Rente beziehen, können Sie rund 1 200 Euro im Monat steuerfrei kassieren und müssen keine Steuererklärung abgeben. Haben Sie andere Einkünfte, z.B. aus Pension, Betriebs­rente oder Mieten, können Sie in die Steuer­pflicht hinein­rutschen und müssen unter Umständen eine Steuererklärung machen. Im Zweifel sollten Sie sich an einen Lohn­steuer­hilfe­ver­ein oder an einen Steuerberater wenden, um Ihre Steuer­pflicht zu klären.

Chat Steuern für Rentner Meldung

Die Stiftung Warentest gibt für Rentner jedes Jahr einen Ratgeber heraus, mit dem Sie Ihre Steuererklärung machen können. Außerdem ist für alle zur Zeit das Finanztest Spezial­heft Steuern 2013 am Markt. Beide Publikationen können Sie auch direkt auf test.de bestellen. Mit ihrer Hilfe können Sie auch Ihre Steuer­pflicht prüfen.

Private Renten­versicherung

mayermarl: Sehr geehrte Frau Zipp, ich bekomme in diesem Jahr meine private Renten­versicherung ausbezahlt (17 000 Euro). Mein Mann ist Rentner (ich bin arbeitslos ohne Bezüge). Muss mein Mann diesen Betrag in der Steuererklärung angeben und versteuern? Bisher musste er noch keine Steuern zahlen. Vielen Dank für eine Antwort. Mit freundlichem Gruß

Stephanie Zipp: Ob Leistungen, die einmalig ausgezahlt werden, steuer­pflichtig sind, hängt von der Lauf­zeit der Versicherung, dem Jahr des Vertrags­abschlusses und dem Alter bei der Auszahlung ab. Sie sollten sich an Ihren Anbieter wenden und fragen, ob die Auszahlung bei Ihnen steuerfrei ist.

Individuelle Hilfe

T. Bruns: Wo kann ich mich individuell über meine Steuer-Verhält­nisse informieren? Wie teuer ist der Steuerberater, helfen auch Verbraucherzentralen oder andere Dienste. Danke für die Antwort.

Stephanie Zipp: Antwort auf Steuerfragen gibt Ihnen kostenlos Ihr Finanz­amt, so lange es sich nicht um eine komplette Steuerberatung handelt. Die Steuerberatung erlaubt es nur Steuerberatern und Lohn­steuer­hilfe­ver­einen. Zum Steuerberater kann jeder gehen, Lohn­steuer­hilfe­ver­eine dürfen vor allem Arbeitnehmer, Rentner und Pensionäre beraten. Anderen Institutionen ist die Steuerberatung nicht erlaubt, zur Steuererklärung gibt aber auch die Stiftung Warentest Bücher und Spezial­hefte heraus. Das Honorar des Steuerberaters variiert je nach Steuerfall. Der Lohn­steuer­hilfe­ver­ein verlangt einen Jahres­beitrag, der sich nach dem Einkommen richtet. Er kann z. B. 180 oder auch 250 Euro betragen.

Moderator: Die Chat-Zeit ist schon um: Wollen Sie noch ein kurzes Schluss­wort an die User richten?

Stephanie Zipp: Weitere Informationen finden Sie auch unter www.test.de/thema/steuern-im-alter. Ich hoffe, dass Sie keinen Ärger mit dem Finanz­amt haben – so schwierig ist die Abrechnung eigentlich nicht.

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