Nach den Feier­tagen wollen viele ihre angeges­senen Pfunde wieder los werden. Online-Diät­pro­gramme bieten sich als Coach an. Ob sie tat­säch­lich helfen, beant­worten die test-Exper­tinnen Nicole Merbach und Anke Scheiber im Chat auf test.de.

Drei Online-Diäten über­zeugen

Moderator: So, es ist jetzt 13 Uhr. Hier im Chat begrüße ich jetzt Nicole Merbach und Anke Scheiber. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen und die Fragen unserer Chatte­rinnen und Chatter beant­worten. Gleich die erste Frage an unsere Gäste: Wie sieht es aus, wollen wir starten?

Anke Scheiber, Nicole Merbach: Ja, sicher.

Moderator: Damit unsere Nutzer alle auf einem Stand sind: Was haben Sie getestet und was waren die zentralen Ergeb­nisse?

Anke Scheiber: Wir haben uns zehn Online-Diätprogramme angeschaut. Das waren Programme, die ganz viele Nutze­rinnen und Nutzer haben oder Programme mit einem speziellen Diät­ansatz. Drei der Programme konnten im Test über­zeugen. Drei konnten wir leider nur mit „ausreichend“ bewerten. Unsere Test­personen haben sich bei allen Programmen als Nutzer angemeldet und drei Monate lang alle Möglich­keiten genutzt und genau protokolliert, was an Antworten, Hinweisen und Aufgaben gekommen ist.

PtrKng: Was genau ist das Neue an Online-Diäten? Sind das Stan­dard­programme oder bekommt man persönliche Mails?

Nicole Merbach: Online-Diäten bieten vor allen Dingen Anony­mität. Das heißt: Anders als bei Gruppen­sitzungen ist man allein zu Hause mit dem Computer, kann sich einloggen, wann man möchte und kann auch mögliche Miss­erfolge erst einmal alleine verarbeiten. Ansonsten im Prinzip teils teils. Die Programme arbeiten ansonsten, kann man sagen, unterschiedlich. Das heißt, es gibt stan­dardisierte E-Mails und Aufgaben für alle registrierten Nutzer. Auf der anderen Seite werden Fragen der Nutzer, die sie an Experten der Programme stellen, mehr oder weniger individuell beant­wortet.

Moderator: Hier eine aktuelle Nach­frage zu Ihrem Test:

Supermom: Welche drei Programme haben denn am besten abge­schnitten?

Anke Scheiber: Am besten abge­schnitten haben die Programme „eBalance“, „Gesund abnehmen“ und der „Abnehmcoach“ von xx-well.

MarvinP: Von welchen Diäten raten Sie ab?

Anke Scheiber: In unserem Test war kein Programm so schlecht, dass wir generell abraten würden. Die Programme Slimcoach, Logi-Online und 5plus2 hatten einige Schwächen, vor allem in der praktischen Umsetzung. Generell sind Diäten, die an einer Misch­kost – das heißt: nichts oder nichts, was wir normaler­weise essen, ist grund­sätzlich „verboten“ – ansetzen, am erfolg­reichsten. Grund ist, dass sie sich am besten in den Lebens­alltag integrieren lassen. Und das ist eine wesentliche Voraus­setzung dafür, dass der Diät­erfolg nicht nur von kurzer Dauer ist.

Diät-Programme sollen lang­fristig wirken

Karin_99: Was macht denn ein „gutes“ Diät­programm aus?

Nicole Merbach: Ein gutes Diät­programm umfasst drei Säulen: Es geht auf die Ernährung ein, auf die Bewegung und auf den Lebens­stil generell. Es muss lang­fristig ausgerichtet sein, so dass nach der mehr­monatigen Diät der Nutzer nicht sofort in alte Verhaltens­weisen zurück­fällt und der berühmt berüchtigte Jojo-Effekt eintritt. Besonders gut ist, wenn das Programm auf individuelle Vorlieben, zum Beispiel beim Essen oder beim Sport, eingeht. Dazu müssen diese bei der Registrierung erfragt und erfasst werden.

Apotheken Umschau stellt Programm ein

Moderator: Im Vorfeld des Chats hatten die Lese­rinnen und Leser von test.de bereits die Möglich­keit, Fragen zu stellen bzw. die Fragen anderer zu bewerten. Hier kommt die Frage, die von den Usern auf Platz 1 gewählt worden ist:

Hippo: Das Programm der Apotheken Umschau wird einge­stellt, eine Anmeldung ist nicht mehr möglich. Gibt es ein ähnliches Programm, das gut ist???

Nicole Merbach: Richtig ist, dass „Gesund abnehmen“, welches zur Apotheken Umschau gehört, Ende März 2011 einge­stellt wird. Schon jetzt ist keine Neuanmeldung mehr möglich. Wir haben beim Anbieter nachgefragt, weshalb das so ist. Man teilte uns mit, dass Kostengründe dafür verantwort­lich sind. In unserem Test gab es daneben zwei andere gute Diät­programme. Das deutlich kostengüns­tigere der beiden ist der Abnehm-Coach von xx-well.com für rund 30 Euro pro Quartal.

Lausemädchen: Ich habe schon „Gesund abnehmen“ probiert und finde es als Einstieg ganz gut. Man braucht aber viel Disziplin. Haben Sie Tipps, wie man besser durch­hält?

Anke Scheiber: Tja, durch­halten ist immer schwierig. Gerade Online-Diätprogramme haben da eine Schwäche. Ist man in einer Gruppe vor Ort, ist die Verbindlich­keit einfach viel größer und man kann sich gegen­seitig direkt bei Krisen unterstützen. Die Online-Foren, die die meisten Programme anbieten, sollen hier weiterhelfen. Wir mussten leider fest­stellen, dass dort manchmal nichts los ist. Das heißt: Nach­richten unserer Tester blieben unbe­antwortet und dann hilft eben ein Forum auch nichts. Was das Durch­halten betrifft, hilft es vielen Leuten, sich nicht allein zu fühlen. Beispiels­weise eine Diät mit einem Freund zu starten. Ein guter Ratschlag ist auch, sich nicht nur auf das Essen zu konzentrieren, sondern den Alltag aktiv zu gestalten. Beispiels­weise mit langen Spaziergängen.

Viel Gewicht kann man in der Gruppe besser reduzieren

Anke4911: Ist es bei Online-Diäten generell leichter oder schwerer, „bei der Stange“ zu bleiben?

Anke Scheiber: Das kommt darauf an, welche Unterstüt­zung man beim Abnehmen braucht. Es gibt Menschen, denen hilft es, in der Anony­mität mit ihren Problemen oder Krisen klar­kommen zu können. Andere brauchen die direkte Ansprache und Unterstüt­zung. Wer viel Gewicht reduzieren will, ist nach Stand der Forschung in einem Vor-Ort-Programm besser aufgehoben. Wer viel unterwegs ist oder auf dem Land lebt, hat kaum Alternativen zu einem Online-Programm. Unser Test hat gezeigt, dass Online-Diäten funk­tionieren können. Dass man mit ihnen tatsäch­lich abnehmen kann. Voraus­setzung dafür ist aber, dass man aktiv die Ernährung umstellt und sich mehr bewegt.

Grinch: Zu den Kosten: Ist bei einer Beteiligung an einem Online-Programm eine finanzielle Unterstüt­zung der Krankenkasse möglich?

Nicole Merbach: Die zehn Programme, die wir uns im Test angeschaut haben, kosten im Quartal zwischen 20 und 60 Euro. Bei einigen zahlt auch die Krankenkasse etwas hinzu. Hierfür muss das Programm von der jeweiligen Krankenkasse anerkannt sein. Ein Beispiel wäre „eBalance“, die im Test „gut“ war. Hier beteiligen sich die Betriebskrankenkassen, die HKK und Salus BKK, an den Kosten. Bei anderen Programmen sollte man seine Krankenkasse einfach direkt ansprechen. Einige Kassen wie die AOK haben auch eigene Diät­angebote für ihre Mitglieder.

Grobi: Ich bin tech­nisch leider nicht so begabt. Lassen sich die Online-Diät­programme relativ einfach bedienen?

Anke Scheiber: Wir haben bei unserem Test auch die Hand­habung der Webseiten getestet. Zwei Programme haben da „sehr gut“ abge­schnitten. „eBalance“ und das Angebot der „Weight-Watchers“. „gut“ war auch noch der Abnehmcoach von xx-well.com. Hier sollten Sie, bevor Sie sich registrieren, selber einmal über die Webseiten surfen und ein Gefühl dafür bekommen. Ansonsten setzen die meisten Seiten keine vertieften Comput­erkennt­nisse voraus.

Etwa 80 Prozent der Online-Diäten-Nutzer sind weiblich

Moderator: Hier kommen drei User mit dem gleichen Anliegen:

Balou: Sind die meisten Diät-Programme nicht eher für Frauen gedacht? Salate, Obst etc. gehen an der Ernährungs­realität vieler Männer vorbei.
DagmarHH: Ich möchte meinen Mann zum Abnehmen moti­vieren. Gibt es auch Online-Diäten speziell für Männer?
Koller: Gibt es auch Programme speziell für Männer?

Nicole Merbach: Die Mehr­zahl der Nutzer von Online-Diäten ist definitiv weiblich. Der Anteil liegt bei schät­zungs­weise 80 Prozent. Da aber gerade Männer technikaffin sind, sind für sie Online-Diäten mindestens einen Versuch wert. Viele fühlen sich dadurch moti­viert. Es gibt Programme, die sich in ihrem Angebot speziell auch an dem Bedarf von Männern orientieren. Beispiels­weise wird das Programm Abnehmcoach von xx-well.com auch als Mens­Health-Abnehmcoach angeboten. Dort wird zum Beispiel besonders Wert auf Fitness gelegt. Außerdem ist eBalance auch auf Männer zuge­schnitten. Das Programm kommt relativ neutral daher. Beispiels­weise ermöglicht es auch, die Diät über ein Smartphone zu verfolgen. Wir hatten auch drei männ­liche Tester dabei und denen hat dieses Programm auch optisch gut gefallen. Einfach mal selber auf die Seiten schauen – dann sehen Sie schon, wo Sie sich wohl­fühlen könnten.

Schrödigers­Katze: Wie lange dauern Online-Diäten? Muss man auch nach erfolg­reicher Diät dabei bleiben (Jojo-Effekt)?

Nicole Merbach: Wir haben die Online-Diäten drei Monate lang getestet. Dieser Zeitraum gilt als Einstieg, bei dem man erst einmal einen guten Eindruck bekommt, ob man Kilos abnimmt oder nicht. Bei vielen der Programme kann man sich deutlich länger registrieren – auch für sechs Monate oder länger. Lediglich bei Slimcoach endet die Vertrags­lauf­zeit nach 13 Wochen. Wie lange eine Diät dauert, hängt erst einmal davon ab, wie viel Gewicht man reduzieren will. Realistisch ist ein halbes bis ein Kilo pro Woche. Da kann sich jeder selber ausrechnen, wie lange er brauchen würde, mögliche Rück­schläge einkalkuliert. Richtig spannend wird es allerdings erst danach, wenn es darum geht, das Gewicht auch zu halten. Da geht es oft weniger um eine Diät als um die dauer­hafte Änderung des Lebens­stils. Darunter versteht man neben den Ernährungs­gewohn­heiten insbesondere auch, wie häufig man Sport macht oder sich bewegt, oder ob Essen aus Frust kein Thema mehr ist. Es gibt also keine feste Dauer einer Diät.

Probezeiten sollten Sie nutzen

StupsDEG: Sollte man immer bei einer Art von Diät und einem Online-Anbieter bleiben?

Nicole Merbach: Da wo es möglich ist und es eine Probezeit gibt, sollte man diese auch nutzen. Also die Webseite intensiv nutzen, sich Menüpläne und Sport­programme anschauen, gucken wie aktiv das Forum ist und entscheiden, ob sich diese Diät praktisch in den eigenen Alltag integrieren lässt. Auf dieser Basis kann man eine passende Online-Diät für sich finden und muss nicht alle paar Monate ein neues Konzept ausprobieren. Das einzige Problem besteht bei einer Diät, die nicht nach dem Misch­kost-Prinzip funk­tioniert. Hier kann es sein, dass man nicht alle lebens­notwendigen Nähr­stoffe allein durch die Diät erhält. Achten Sie also darauf, dass die Menüpläne nicht über längere Zeit komplett auf Fett oder Kohlenhydrate oder Eiweiß verzichten. Außerdem sollten pro Tag mindestens 1.200 Kilokalorien aufgenommen werden.

Moderator: Hier eine aktuelle Nach­frage zu den Kosten:

Kerstin14: Wie steht es um die Zusatz­kosten bei Online-Diäten? Was muss ich z. B. für teurere Lebens­mittel aus dem Reform­haus einkalkulieren?

Nicole Merbach: Wir haben fest­gestellt, dass die Menüpläne sehr detailliert sind und tatsäch­lich oftmals nicht leicht im Alltag umzu­setzen sind. Das heißt: es müssen auch mal exotische Zutaten einge­kauft werden. Zum Teil in winzigen nicht praktikablen Mengen. Und es muss viel Zeit fürs Kochen aufgewandt werden. Gut sind Programme, die es erlauben, bei Menü­vorschlägen bestimmte Zutaten – die man nicht mag oder die schwierig zu besorgen sind – auszutauschen. Ansonsten sollten die Menü­vorschläge normale Lebens­mittel enthalten und keine hohen Zusatz­kosten verursachen.

Robi84: Wie sieht es aus, wenn man Vegetarier ist beziehungs­weise Veganer, wie gut gehen die Programme darauf ein?

Anke Scheiber: Wenn Sie bestimmte Anforderungen an die Menü­vorschläge haben, sollten Sie dies vor dem Vertrags­abschluss bei dem Programm einfach mal per E-Mail oder telefo­nisch nach­fragen. Auch wer aufgrund von Erkrankung oder Nahrungs­mittel­unver­träglich­keiten bestimmte Nähr­stoffe meiden muss, sollte sich vorher erkundigen, ob das Programm darauf Rück­sicht nimmt.

Individuelle Beratung braucht viele persönliche Daten

Napfekarl: Wurden die Diät-Programme auch darauf­hin getestet, ob sie in der Erfassung der vielen Daten den Anwender effektiv unterstützen? Wenn es umständlich ist, Daten bzgl. Essen, Fitness usw. einzugeben, werden das die wenigsten über einen längeren Zeitraum durch­halten. Welches Programm ist in dieser Hinsicht das optimale?

Anke Scheiber: Das Eingeben von Daten, zum Beispiel dem Gewicht oder bestimmten Vorlieben beim Essen oder beim Sport, ist natürlich erst einmal etwas aufwendig und kann auch lästig werden. Aber wenn das Programm nicht weiß, was dem Nutzer individuell gefällt oder wie sich das Gewicht im Laufe der Diät entwickelt, kann das Programm auch nicht individuell beraten. Außerdem ist es für Nutzer auch wichtig, über das Protokollieren des Gewichts im Verlauf der Diät zu sehen, dass das Bemühen Erfolg hat. Oft über­zeugt nichts so sehr wie eine Grafik zum erfolg­reichen Gewichts­verlauf. Also: Die Mühe lohnt sich.

Experten aus allen Bereichen müssen an Bord sein

Akira911: Ist es wichtig, dass Diät­programme von Experten, also Sport­wissenschaft­lern, Psycho­logen oder Medizinern, betreut werden? Wird dies in den Online-Programmen deutlich?

Anke Scheiber: Ja, es ist wichtig. Und es müssen Experten aus allen Bereichen, also Ernährung, Sport und Motivation, da sein. Grund dafür ist, dass die Empfehlungen und Tipps individuell auf die einzelnen Nutzer zuge­schnitten sein sollten, um erfolg­reich zu sein. Das klappt nur, wenn Experten nach den Vorlieben der Nutzer jeweils angepasste Programme erstellen. Einige Programme werben mit einem großen Experten­team. Dieses ist erst einmal positiv. Wichtig ist aber auch, ob diese Experten tatsäch­lich für die Nutzer erreich­bar sind, wenn es beispiels­weise zu einer Motivations­krise kommt oder man eine Frage zur Ernährung hat. Gut geklappt hat dies im Test beispiels­weise bei dem Abnehmcoach von xx-well.com und bei Vida Vida.

G342: Welche (Online-)Diäten gibt es, bei denen man sich nicht stunden­lang in Kalorien­tabellen usw. einlesen und jede Kalorie zählen muss?

Anke Scheiber: Im Prinzip kann man anhand von Menüplänen bei den meisten Programmen seinen Essensall­tag gestalten. Das heißt: es gibt Vorschläge für die drei wichtigsten Mahl­zeiten am Tag. Hier werden jeweils die Gesamt­kalorien angegeben. Man muss sie sich aber nicht selbst berechnen und Zutaten zusammen­stellen.

Vor Vertrags­abschluss über Kündigung informieren

Ladner: Thema Kündigungs­fristen: Kann man auch zwischendrin aussteigen oder ist dann das ganze Geld weg?

Anke Scheiber: Vor Vertrags­abschluss sollte man auf jeden Fall die Allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB) des Anbieters zum Thema „Kündigung“ durch­lesen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob das Programm zu Ihnen passt, nutzen Sie die Probezeit oder schließen Sie eine möglichst kurze Vertrags­lauf­zeit ab. Ansonsten haben Sie in der Regel bei den Programmen die Möglich­keit, nach 14 Tagen zu kündigen. Dann sollten Ihnen auch die Beiträge ohne Abzüge zurück­gezahlt werden. Sehr faire Vertrags­bedingungen bietet das Programm „eBalance“. Deutliche Mängel in den Vertrags­bedingungen mussten wir beim Slimcoach fest­stellen. Und bei Vida Vida gab es auch deutliche Mängel.

Mrs. X.: Gibt’s auch Online-Diäten, die Rauchern helfen, beim Aufhören das Gewicht zu halten?

Anke Scheiber: Sollten Sie Gewicht zunehmen, zum Beispiel weil Sie mit dem Rauchen aufgehört haben, könnte ein Online-Diätprogramm anschließend für Sie eine Möglich­keit sein. Erst einmal viel Erfolg beim Nicht­rauchen!

Sport wird mit der Zeit intensiver

Quidam: Sind die vorgeschlagenen sport­lichen Übungen auch für ungeübte Personen geeignet?

Nicole Merbach: Auch hier hat man die Wahl. Einige Programme zeigen sogar Sport­videos, in denen sie die Übungen vorzeigen. Andere beschreiben sie detailliert anhand von Bildern. Man kann sich Vorschläge machen lassen, welche Sport­übungen am Tag ausgeführt werden sollten und diese verändern, wenn sie einen über­fordern. Der Gesamt­eindruck der Programme ist, dass das Sport­programm gesteigert wird und man sich nicht von der ersten Diät­woche an massiv physisch betätigen muss. Eine unserer Teste­rinnen war über 70 Jahre alt und auch für sie haben die meisten Programme akzeptable Bewegungs­tipps gegeben. Sie entdeckte darüber das „Tram­polin springen“.

SV23: Meine Tochter (13) möchte abnehmen. Gibt es auch Diäten für Jugend­liche?

Anke Scheiber: Für Kinder und Jugend­liche bietet es sich nicht an, an Online-Diäten teil­zunehmen. Hier ist ein möglichst auch medizi­nisch betreutes Vor-Ort-Programm sicherlich der bessere Weg. Vielleicht kann eine Online-Community unterstützen. Minderjäh­rige sollten von den Online-Diät­programmen nicht als Nutzer angenommen werden. Ansonsten gibt es keinen Grund, warum nicht auch ältere Menschen Online-Programme nutzen sollten. Wichtig ist, egal wie alt man ist, dass man sich mit den Programm­seiten, der Art der Ansprache in den Nach­richten und mit den Menüplänen wohl­fühlt. Ältere Personen beispiels­weise haben einen geringeren Energiebedarf, der Ernährungs­plan sollte darauf Rück­sicht nehmen.

Moderator: So, die Chat-Zeit ist auch schon fast um: Wollen sie noch ein kurzes Schluss­wort an die User richten?

Anke Scheiber und Nicole Merbach: Wir wünschen allen, die auf der Suche nach der passenden Diät sind, dass sie das richtige Angebot für sich finden. Viel Motivation und Durch­halte­vermögen. Wir drücken die Daumen!

Moderator: Das waren 60 Minuten test.de-Expertenchat. Vielen Dank an die User für die vielen Fragen – die wir aus Zeitgründen leider nicht alle beant­worten konnten. Vielen Dank auch an Nicole Merbach und Anke Scheiber, dass Sie sich die Zeit für die User genommen haben. Das Tran­skript dieses Chats können Sie in Kürze auf test.de nach­lesen. Das Chat-Team wünscht allen noch einen schönen Tag.

Zum Test Online-Diäten

Dieser Artikel ist hilfreich. 597 Nutzer finden das hilfreich.