Die ersten Hersteller bringen 3D-Fernseher auf den Markt. Eines von 17 Geräten im Test zeigt Bilder in der dritten Dimension. Welche Eindrücke und Ergeb­nisse die Experten Swantje Water­straat und Peter Knaak von der neuen Technik haben, können Nutzer von ihnen im Chat erfahren.

Viele Hersteller bieten dreidimensionales Fernsehen

Moderator: So, unsere Experten sind bereits einge­troffen und wir haben auch schon viele Fragen der Chatte­rinnen und Chatter rund um das Thema 3-D-Fernsehen erhalten. In den kommenden 60 Minuten werden wir versuchen, so viele wie möglich davon zu beant­worten. Die erste Frage an unsere Experten: Können wir starten?

Swantje Water­straat und Peter Knaak: Ja!

Flo: „3D-Anläufe“ gab es doch schon öfter. Ist es diesmal von Dauer oder nur Marketing?

Peter Knaak: Wir können nicht in die Zukunft schauen, aber es gibt schon jede Menge Anbieter, die solche 3D-Fernseher auf dem Markt haben und es ist der ernst­hafteste Versuch bisher.

Abwarten und die Technik reifen lassen

Thorak: Wie sinn­voll ist es, sich zum jetzigen Zeit­punkt ein 3D-TV-Gerät zu kaufen? Der Preis­unterschied zu einem herkömm­lichen Plasma- oder LCD-TV ist enorm. Des Weiteren ist das Thema HD-TV nicht einmal ansatz­weise ausgereizt. Entsprechende 3D-Inhalte wird es vor­erst sicherlich nur von der Blue-ray geben, oder?

Peter Knaak: Wir raten abzu­warten, die Technik ist noch nicht so reif, die Preise zu hoch, Fernseh­inhalte fehlen.

Moderator: Vorab konnten die Chatte­rinnen und Chatter auch bereits Fragen stellen und über die Fragen anderer Nutzer abstimmen. Diese hat die meisten Stimmen erhalten:
Lemon curry: Sollte man als leid­geprüfter Verbraucher nicht auf die zweite oder dritte Generation der neuen Fernseher warten?

Peter Knaak: Das wäre klug!

Zwei Systeme für 3D-Technik

Char_lie: Bleibt es in Zukunft bei einem 3D-Verfahren?

Swantje Water­straat: Nein. Es gibt auch noch Systeme mit Polarisations- statt Shutterbrillen, LG will dieses Jahr noch damit auf den Markt kommen. Zu der Qualität können wir allerdings noch nichts sagen.

PC: Welche unterschiedlichen Techniken gibt es und wie hoch sind die Kosten dafür?

Peter Knaak: Zur Zeit können wir nur über Shutter- oder Polarisations­brillen reden. Shutterbrillen kosten um 100 Euro das Stück, Polfilterbrillen gibt es ab 1 Euro.

JediQuiGon: Kommt mit 3D-Fernsehen auch wieder ein Nach­folger der Blu-ray und damit ein neuer Typ von Player?

Peter Knaak: Ja. 3D-fähige Blu-ray Player und speziell 3D-Blu-rays sind Pflicht.

Betze: Wird es eine Möglich­keit geben, einen LCD oder Plasma mit der 3D-Technik nach­zurüsten?

Peter Knaak: Nein.

Kayjay: Wie groß beziehungs­weise sicht­bar ist der Unterschied zwischen LED-Edge-Back­light und LED-Full-Back­light? Sind bei LED-Edge-Back­light die Ränder heller als die Mitte des Bildes?

Peter Knaak: Der Haupt­unterschied ist die Möglich­keit mit Full-LED lokal zu dimmen. Das verbessert den Kontrast, schlägt sich aber nicht so in dem Fernseh­bild nieder, wie man erwarten könnte. Es kommt darauf an, wie es realisiert wird.

Swantje Water­straat: Ein über­durch­schnitt­liches Bild ist durch LED-Back­light nicht garan­tiert.

Moderator: Ein Einwurf eines Users:
Ulmi: Das Polarisations­filter­verfahren bringt nur die halbe Zeilenzahl!

Peter Knaak: Das ist richtig.

Swantje Water­straat: Es stehen in den Labors auch schon Fernsehgeräte mit doppelter Bild­punkt­zahl, Stich­wort: 4K (Anm. der Red.: Kurz­form für 4 000 und bezeichnet die Anzahl der horizontalen Pixel).

Betze: Was ist der Unterschied zwischen echtem 3D und unechtem?

Peter Knaak: Wenn mit „unecht“ hoch­gerechnetes 2D-Material gemeint ist, ist der Unterschied gewaltig.

Geräte mit mindestens 100 cm Bild­schirm­diagonale kaufen

Namenlos: Welche Bild­schirm­größe ist optimal für 3D?

Swantje Water­straat: Ein kleiner Bild­schirm unter 100cm ist nicht zu empfehlen.

Herman: Wie nimmt man eigentlich (tech­nisch) 3D-Bilder auf?

Swantje Water­straat: Mit zwei Kameras, deren Linsen so weit wie die Augen oder weiter auseinander liegen.

Achimweb: Gibt es schon eine gute Video­bearbeitungs­software, mit der eine einfache Erstellung von S3D Videos möglich ist?

Peter Knaak: Die suche ich auch noch :-)

Moderator: Sehr viele Fragen haben uns auch zum Thema 3-D-Fernsehen ohne Brille erreicht. Dazu stell­vertretend diese:
Couch: Wann werden 3D-TVs Stan­dard, die man ohne Brille schauen kann? Auf der Messe habe ich das vor Jahren schon gesehen.

Peter Knaak: Die tech­nischen Probleme sind in den nächsten Jahren nicht zu lösen. Man kann derzeit bestenfalls für einen Zuschauer ein 3D-Bild ohne Brille zaubern.

Wenn das Bild durch die Brille flimmert

St: Ich habe neulich in einem Elektronikmarkt 3D-Fernseher mit einer Shutterbrille betrachtet und meinte, ein Flimmern wahr­zunehmen. War das Einbildung oder bin ich über­empfindlich?

Peter Knaak: Das kann passieren. Und zwar dann, wenn Brille und Fernsehgerät nicht genau synchronisiert sind und das Fernsehgerät zu träge umschaltet (Reaktions­zeit).

Swantje Water­straat: Deswegen sollte man auch nur Shutterbrillen vom gleichen Anbieter kaufen wie dem des Fernsehers kaufen.

Spell­fire: Gibt es Erkennt­nisse, ob bei „Veranlagung zu Epilepsie“ ein erhöhtes Risiko besteht, einen Anfall zu erleiden? Insbesondere bei der Verwendung der Shutterbrille?

Swantje Water­straat: Samsung selbst schreibt: Einige Zuschauer bekommen epileptische Anfälle, wenn sie solche flackernden Bilder sehen. Wenn jemand aus der Familie bereits Epilepsie hat, sollte man zuvor einen Arzt konsultieren.

Kama: Muss ich bei einem 3D-Gerät immer eine 3D-Brille aufsetzen? Wenn ich das nicht möchte, hat das 3D-Gerät dann ein schlechteres Bild gegen­über einem 2D-Gerät?

Peter Knaak: Ohne Brille sollte man auf 2D umschalten, sonst sieht es komisch aus :-)

Swantje Water­straat: Ohne 3D-Brille sieht man nur verschwommene Doppelbilder. Fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung können gar nicht dreidimensional sehen.

Moderator: Noch ein Einwurf von Ulmi:
Ulmi: Das Flimmern kam wahr­scheinlich von der Beleuchtung des Umfeldes (Leucht­stoff­röhren).

Peter Knaak: Es kann Über­lagerungen geben, deswegen rate ich generell von Leucht­stoff­lampen als Fernsehlicht ab.

Heim­kino: Müssen 3D-Brillen mit dem Fernseher kalibriert werden?

Peter Knaak: Nein, das ist auch gar nicht vorgesehen.

Brillen­träger sollten länger als eine Viertel Stunde Probeschauen

Eumel: Zur Zeit geht 3D mit Wahr­scheinlich­keit nur mit der entsprechenden Brille. Als Brillen­träger noch ein Brille aufzusetzen ist unbe­quem. Auch soll nicht jeder fähig sein 3D sehen zu können. Stimmt das?

Swantje Water­straat: Ja, die Erfahrung haben wir auch schon gemacht.

Fette­anlage: Was muss ich als Brillen­träger beachten?

Swantje Water­straat: Ich würde im Laden einmal Probeschauen, mit den verschiedenen Brillen der verschiedenen Anbieter, am besten länger als eine Viertel­stunde.

Simona_ulm: Kann man sich als Brillen­träger so Aufsätze besorgen, wie es sie zum Beispiel schon als Sonnenbrillen­ersatz gibt?

Peter Knaak: Nein, es sind ja Flüssig­kristalle, die abwechselnd dunkel und durch­lässig geschaltet werden, da gehört eben auch Elektronik dazu.

Swantje Water­straat: Vielleicht später einmal bei den Polarisations­brillen.

Moderator: Viele Fragen haben uns auch zum Thema Beamer erreicht, zum Beispiel diese:
Zero: Gibt es schon 3D-LCD- oder DLP-Projektoren für das Heim­kino und in welcher Preisklasse bewegen sich die Geräte?

Peter Knaak: Meines Wissens gibt es für den Heim­bereich noch keine bezahl­baren Geräte.

Nancy34: Wie umwelt­freundlich im Bereich Strom­verbrauch sind die 3D-Fernseher?

Peter Knaak: Die bisherigen sind Modelle mit LED-Hintergrund­beleuchtung. Das ist zur Zeit das ökonomischste System. Sorry, abge­sehen von Plasmamodellen, die furcht­bare Strom­fresser sind, auch ohne 3D. Die Größe macht den Strom­verbrauch aus, insofern treibt 3D natürlich den Verbrauch hoch, weil man viel Bild­diagonale möchte.

Hingu­cker: Im Test ist ein 3D-Fernseher

NonName: Bester 3D-Fernseher auf dem Markt aktuell?

Peter Knaak: Wir haben noch keinen Vergleich gehabt, sondern nur den Samsung UE40C7700 getestet. Der war ein ziemlicher Hingu­cker.

Raffael: Was kann ich derzeit eigentlich 3D abspielen? Nur die Filme, die auch im Kino als 3D laufen?

Peter Knaak: Jein, alle 3D-Fernsehgeräte bieten die Option, herkömm­liches Material dreidimensional aufzubereiten. Aber das ist eher ein Gag und nicht ernst­haft.

Animations­filme und Fußball­bilder über­zeugen in 3D

Fernseheule: Subjektive Frage: Welche 3D-Filme fanden Sie wirk­lich eindrucks­voll, auch auf einem Fernseher?

Swantje Water­straat: Vor allem Animations­filme kommen gut, weil der 3D-Effekt gleich beim Animieren einge­baut wird. Auch die Fußball­bilder waren über­zeugend.

Peter Knaak: Spielfilme sind eher kritisch, weil die Kameraleute 3D erst lernen müssen – wo legt er die scharfe Bild­ebene hin?

IMarwil: Ist 3D ein reines Home-Entertainment-Thema oder wird es auch im TV-Programm Einzug halten?

Peter Knaak: Wollen tun die Studios schon, können aber noch lange nicht. Das ist eine finanzielle Frage.

Moderator: Ein weiterer Einwurf zur Antwort zum Thema Beamer:
FrankZ: Meines Wissens gibt es schon Beamer „3D-Ready“ für unter 400 Euro.

Peter Knaak: Danke für die News, haben Sie einen Herstel­lerlink?

Achimweb: Doch es gibt bezahl­bare Beamer „Acer H5360 DLP Video­projektor Beamer HDMI 3D READY“

Peter Knaak: Wunder­bar, wieder was gelernt :-) Bisherige Full-HD Beamer für 2D waren erst ab etwa 1000 Euro brauch­bar, für 400 Euro HD und 3D, also mit zweitem optischem System, halte ich für schwer realisier­bar. Die Qualität?

Sandra321: Was muss ich derzeit für einen soliden 3D-Fernseher ausgeben?

Peter Knaak: Größen­ordnung: 2000 Euro, online etwa ab 1600 Euro.

Swantje Water­straat: Bis Mai wurden in Europa gut 25.000 Fernseher mit 3D-Technik verkauft.

Der 3D-Fernseher im Test hat bestes 2D-Bild

Kama: Bieten die 3D Geräte außer dem 3D Bild prinzipiell noch Vorteile gegen­über 2D Geräten?

Swantje Water­straat: Der 3D-Fernseher, den wir im Test hatten, lieferte auch das beste 2D-Bild, das wir je im Test hatten.

Peter Knaak: Die geforderte schnelle Reaktions­zeit hilft auch bei der Bewegt­bild­darstellung.

Kein Name: Wo unterscheiden sich 3D-Fernseher von konventionellen Geräten?

Peter Knaak: Das eine ist die besonders schnelle Bild­wieder­holrate, zum Teil sogar mit schwarzen Zwischen­bildern für bessere Trenn­nung des Bildes für das rechte und das linke Auge, und die Ansteuerung für die Shutterbrille.

Gregor: Ist die normale 2D-Qualität des Bildes bei neuen 3D-Fernsehern einge­schränkt?

Peter Knaak: Keinesfalls, im Gegen­teil.

3D genießen können drei Zuschauer, wenn sie eng zusammen sitzen

Gre331: LCD/LED-TVs haben Blick­winkel-Nachteile gegen­über Plasma-TV. Wie wirkt sich das beim 3D-Fernsehen aus?

Peter Knaak: Wir haben nicht wirk­lich ausprobiert, ob sich der Blick­winkel bei 3D anders darstellt. Aufgefallen ist uns nichts.

Swantje Water­straat: Drei Zuschauer können problemlos neben­einander recht dicht vor dem Fernseher die Bilder genießen.

Bondgirl: Was ist der optimale Abstand zum Fernseher? Ich habe eine Bild­diagonale von 107 cm.

Peter Knaak: Bei Full-HD-Material: 2 Meter. Da kommt Kino-Feeling auf!

Swantje Water­straat: Bei größerer Distanz (zum Beispiel fünf Meter) sind die 3D-Effekte zwar noch zu sehen, aber nicht mehr so beein­druckend.

Volga: Sind die Hersteller in Sachen 3D alle noch gleich auf oder gibt es Vorreiter im Heim­anwendungs­markt?

Swantje Water­straat: Wir haben noch keinen vergleichenden Test.

Kama: Wann ist inner­halb der nächsten zwölf Monate die beste Zeit, ein 3D Gerät zu kaufen? Nach der IFA, vor Weih­nachten oder nach Weih­nachten?

Peter Knaak: Je später desto besser. Wir haben wieder den Effekt: Die Technik wird besser, die Preise sinken, wer wartet, bekommt mehr 3D fürs Geld.

3D-Sendungen lassen sich bisher nicht aufzeichnen

Anonym: Lassen sich 3D-Sendungen mit Analog- und Digital­video aufzeichnen?

Peter Knaak: Bisher gibt es 3D nur von der Blue-ray und da sind keine Aufzeichnungen möglich. Nur analog, und da geht 3D gar nicht.

Hl: Können eigene 3D-Stand­bilder wiederge­geben werden? Ist die Über­tragungs­norm offen gelegt?
Peter Knaak: Fuji bietet 3D Digitalkameras an und auch eine Anschluss­box fürs Fernsehgerät. Andere Möglich­keiten kenne ich zur Zeit nicht.

Rom1981: Vergleichs­tests im Internet behaupten, das Plasma Fernseher inzwischen gar keine so großen Strom­fresser mehr sind wie soeben behauptet. So wäre ein Plasma nur dann ein Strom­fresser, wenn man permanent ein weißes Bild erzeugt, was in Praxis­tests eher selten vorkommt. Ein LCD hingegen braucht konstant Strom, unabhängig vom gezeigten Bild. Stimmen Sie dem zu?

Peter Knaak: Tatsäch­lich braucht ein LCD immer das „volle Licht“, aber dimmen Sie mal einen Plasma bis der Strom­verbrauch stimmt, das Bild ist ungenieß­bar.

Lieber das Notebook an den Fernseher anschließen

Testermuc: Macht es Sinn bei aktuellem Kauf­interesse auf Internet­fähig­keit zu achten?

Peter Knaak: Das wird zur Zeit über­schätzt.

Swantje Water­straat: Die Navigation mit der Tastatur ist recht umständlich. Viele Fernseher bieten nur Zugriff auf bestimmte anbieterspezi­fische Seiten.

Peter Knaak: Mein Tipp wäre, das Notebook an den Fernseher anzu­schließen. :-)

Stiwaleser: Wird es auch 3D-Spiele­konsolen geben? Die Play­station 4 zum Beispiel?

Peter Knaak: Ganz gewiss. Selbst Nintendo kommt jetzt mit einer trag­baren 3D-Konsole.

Volga: Stimmt es, dass Eutelsat schon ein 3D Test­programm ausprobiert? Gibt es so etwas auch schon im Kabel?

Heim­kinop: Wenn ich mich richtig erinnere wollte Sky einen eigenen 3D Kanal starten in diesem Jahr. Wissen Sie genaueres?

Peter Knaak: Es gibt einen Demo­kanal über Eutelsat und wohl auch einen über Astra – ausschließ­lich für die Händ­lerpräsentationen. Im Kabel ist nichts dergleichen angedacht, bis zum 3D-Regel­fernseh­betrieb fließt noch viel Wasser die Spree hinunter.

Flach­bild-TV über Stereo- oder Heim­kino­anlage laufen lassen

FrankZ: Sollte man bei 3D TVs auch auf eine entsprechende Sound-Anlage achten?

Swantje Water­straat: Genereller Tipp: Einen Flach­bild­fernseher immer über Stereo- oder Heim­kino­anlage betreiben.

Peter Knaak: Die flachen Teile haben eh keinen dicken Sound.

Gonzo: Muss ich mit der Einführung von HDMI 1.4 auch meine bisherige Heim­kino-Verkabelung austauschen?

Peter Knaak: Ganz gewiss nicht. 90 Prozent der HDMI 1.4-Geschichte kommt eh aus dem Marketing :-)

Ken: Auf welche Reaktions­zeit sollte man beim TV-Kauf denn achten?

Peter Knaak: Die Reaktions­zeit allein ist kein Qualitäts­garant, wichtig ist immer (unser Prüf­punkt): Bewegt­bild­darstellung.

Jochen1978: Ist es bei einem 3D-TV egal, woher das TV-Signal kommt? DVB-T? Kabel? Satellit?

Peter Knaak: Als Fernsehgerät funk­tionieren sie wie alle anderen auch, 3D nehmen sie zur Zeit nur von der Blue-ray entgegen.

Jeder Fernseher hat seinen eigenen Blick­winkel

Tester007: Zu 3D via TV: 1. Ausgehend von einer optimalen Beob­achter­position im senkrechten Abstand vom Screen, in welchem Öffnungs­winkel des Blick­kegels (Screen­punkt zum konzentrisch bewegten Auge) ist der räumliche Eindruck noch empfäng­lich?

Peter Knaak: Jedes Fernsehgerät hat seinen eigenen Blick­winkel. Für 3D würde ich es auf jeden Fall beim Händler ausprobieren.

Kama: Wenn mein neues Gerät in den nächsten 20 Jahren zukunfts­fähig sein soll, muss es dann ein 3D-Gerät sein?

Peter Knaak: Nein. Kein Gerät ist 20 Jahre zukunfts­fähig und das heutige 3D wird es in 20 Jahren ganz gewiss nicht mehr geben.

Surfer: Ich schaue Blue-ray über PC. Kann ich auch dort den 3D-Effekt haben oder muss ich einen neuen Monitor besorgen?

Peter Knaak: Ich kenne noch keinen Blue-ray-Player für den PC, der auch 3D bringt. Und wenn, dann wäre dann auch ein neuer Monitor notwendig.

PC: Was bringt die Anaglyph-Technik noch?

Peter Knaak: Die Anaglyph-Technik ist Spielkram, die Bilder sind dunkel und die Farben stimmen nicht.

PC: Gibt es brauch­bare „Monitorbrillen“, also 2 Mini-Monitore vor den Augen?

Peter Knaak: Für 3D-Fernsehen gibt es da noch nichts. Aber nach der IFA und Photokina in diesem Herbst sind wir vielleicht klüger.

Klaus: Wird man mit einem LED-TV jahre­lang auskommen, was dessen Möglich­keiten und Funk­tionen angeht? Oder steht bereits eine neue Technik in den Start­löchern?

Peter Knaak: Fürs Fernsehen wird jedes heute gekaufte Gerät auch in 20 Jahren noch taugen.

Im hellen Wohn­zimmer ist LCD unschlagbar

Rudi09: LCD oder Plasma: Was ist besser?

Peter Knaak: Besser wofür? Im Fernsehkeller mag Plasma über­zeugen, im hellen Wohn­zimmer ist LCD unschlagbar.

Surfer: Erwarten Sie den großen „Big Bang“ für die IFA? Hört man schon ein paar Gerüchte im „Wald rauschen“?

Peter Knaak: Es wird bestimmt spannend.

Moderator: Ein Einwurf zu Brillen:
Hdvdive: Doch, es gibt schon eine „Monitorbrille“. Die Video­brille Cinemizer Plus von Carl Zeiss.

Peter Knaak: Ja, die habe ich auch schon aufgehabt auf einer Messe. Aber es ist noch kein Massen­produkt. Diese Geräte gibt es noch nicht im Handel.

Das 3D Fernseh-Set

Brombie: Welche weitere Hard­ware­komponenten sind neben dem TV-Gerät für einen optimalen Fernsehgenuss mit 3D unbe­dingt notwendig, welche weiteren Optionen empfehlens­wert?

Peter Knaak: 3D-Blu-ray-Player, -brillen und -blue-rays sind neben dem Fernseher Pflicht, zur Soundanlage raten wir ohnehin.

Sonnenbrille: Können mich Media Markt und Co. über­haupt schon ordentlich zu 3D-TVs beraten?

Peter Knaak: Auch dort gibt es gute Verkäufer.

Surfer: Nach­frage IFA: Könnten Sie das auch präziser formulieren? Nur für „spannend“ kauf ich mir kein Ticket.

Peter Knaak: Dann sparen Sie vielleicht besser Ihr Geld. Im Internet gibt es auch viele Informationen.
Hdvdive: Die Video­brille „Cinemizer Plus“ gibt es ganz normal bei Amazon zu kaufen.

Peter Knaak: Ja natürlich, warum aber nicht im Massen­handel? Weil sie kein Massen­produkt ist. Trage­komfort und Auflösung ist noch nicht auf dem geforderten Stand. Wenn sie das bringt, nimmt auch der normale Handel sie in die Regale. Das wäre der richtige Zeit­punkt zum kaufen :-)

Inception: Gibt es die 3D-Brillen zum Fernseher dazu?

Swantje Water­straat: Das ist je nach Anbieter unterschiedlich, manchmal wird eine mitgeliefert. Oft aber keine.

Moderator: Das waren 60 Minuten test.de-Expertenchat. Vielen Dank an unsere Chatte­rinnen und Chatter für die vielen Fragen, Die wir aus Zeitgründen leider nicht alle beant­worten konnten. Ein ganz besonderer Dank geht auch an unsere Experten für die Antworten. Das Tran­skript dieses Chats können Sie in Kürze auf test.de auch noch einmal nach­lesen. Das Chat­team wünscht allen Beteiligten noch einen schönen Tag!

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