Die Bank­beratung für Anleger ist noch schlechter als vor knapp einem Jahr. Das hat Finanztest in einem zweiten Test unter 21 Banken fest­gestellt. Wie zufrieden waren Sie mit Ihrem Bank­berater? Alle Fragen zum Thema beant­worten die Finanztest-Experten Karin Baur und Dr. Bernd Brück­mann im Chat.

Banken sind noch schlechter geworden

Moderator: So, es ist 13 Uhr und unsere Finanztest-Experten sind bereits einge­troffen. Frau Baur, Herr Dr. Brück­mann – wie sieht es aus, wollen wir starten?

Karin Baur: Klar.

Bernd Brück­mann: Ja.

Moderator: Die Stiftung Warentest hat ja aktuell 21 Banken getestet. Was waren die zentralen Ergeb­nisse Ihrer Unter­suchung?

Karin Baur: Im Vergleich mit unserem letzten Test sind die Banken noch schlechter geworden. Es gab kein Sehr Gut, kein Gut, dreimal Befriedigend und sechs­mal Mangelhaft. Das Haupt­problem war, dass die Banken, obwohl sie dazu verpflichtet gewesen wären, die Beratungs­protokolle nicht ausgehändigt haben.

Protokolle müssen direkt nach Beratung ausgehändigt werden

Wunder: Meine Bank hat mir in einem allgemeinen Rund­schreiben mitgeteilt, dass sie mir nach erfolgter Beratung ein Protokoll zusendet und ich dann die Richtig­keit und Voll­ständig­keit des Protokolls bestätigen muss. Das ist doch gesetzwid­rig, oder nicht?

Bernd Brück­mann: Das steht nicht im Einklang mit dem Gesetz, weil dieses verlangt, dass unmittel­bar nach der Anla­geberatung eine Ausfertigung des Protokolls ausgehändigt werden muss.

Karin Baur: Außerdem muss nur der Bank­berater unter­schreiben.

Columbus: Bankenberatungen sind doch nur noch reine Verkaufs­gespräche! Wo kann ich eine gute individuelle und vor allem unabhängige Beratung bekommen?

Karin Baur: Unabhängig beraten zum Beispiel die Verbraucherzentralen. Es gibt auch immer mehr sogenannte Honorarberater, die eine Alternative darstellen.

Bernd Brück­mann: In puncto Bank­beratung sollten Sie unterscheiden hinsicht­lich provisions­basierter und honorarbasierter Beratung.

Mögliche Falsch­beratung juristisch prüfen

Moderator: Vorab konnten unsere Chatte­rinnen und Chatter auch bereits Fragen stellen und über die Fragen anderer Nutzer abstimmen. Dies war diejenige mit den meisten Stimmen:
Black­feet: Kann ein Bank­berater in Regress genommen werden für eine offensicht­lich mangelhafte Beratung (z. B. auch bei einer Beratung über einen bereits bestehenden Kredit)?

Karin Baur: Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie falsch beraten worden sind, lassen Sie das juristisch prüfen. Auch das bieten die Verbraucherzentralen an. Sie können sich auch an den Ombudsmann der Banken wenden. Wenn alles nichts hilft, bleibt nur der Weg vor Gericht.

Moderator: Eine Nach­frage zur Beratung:
Best2010: Ist es richtig, dass Honorarberater die Produkte anbieten, bei denen sie die höchste Provision erhalten?

Bernd Brück­mann: Honorarberater sollten, wie es der Name schon sagt, gegen Honorar beraten. Dies bedeutet, dass keine Provisionen direkt oder indirekt zu zahlen sind.

Schmusebaerlinaer: Vor allem online fühle ich mich von meiner Bank schlecht beraten. Welche Bank ist in diesem Bereich „Top“?

Bernd Brück­mann: In unserem Test haben wir nur Filialbanken getestet. Daher können wir kein Urteil über die Qualität der Onlineberatung geben.

Von der Provision merkt der Kunde nichts

Rtc: Wodurch unterscheidet sich eine Provision von einem Honorar?

Bernd Brück­mann: Honorar sollte unmittel­bar mit dem Gespräch fällig werden und fließen. Von der Provision merkt man im allgemeinen Fall nichts. Man wird bestenfalls vom Berater darauf aufmerk­sam gemacht. Die Höhe der Provision hängt vom Anlageprodukt ab.

Klaus: Welche Kennt­nisse sollte ein Kunde besitzen, bevor er sich zu etwas anderem als zu einem Spar­buch beraten lässt.

Bernd Brück­mann: Aufgabe des Beraters sollte es eigentlich sein, die Kennt­nisse, Erfahrungen und Anlageziele zu erfragen und darauf aufbauend ein geeignetes Produkt zu empfehlen.

Dirk N.: Hallo, wenn ich zu meiner Bank gehe, habe ich mir schon vorher bestimmte Wertpapiere (Aktien) ausgesucht. Das teile ich meinem Berater mit. Dieser nennt mir dazu nur noch den aktuellen Kurs und die Börsenplätze, an der die Aktie gehandelt wird. Handelt es sich hierbei schon um eine Beratung und kann ich für diese Info ein Protokoll (Durch­schrift) verlangen? Hintergrund: Ein befreundeter Jurist ist der Meinung, dass es sich um eine Anla­geberatung handelt, sobald der Bank­berater „den Mund aufmacht“. Ich kann das noch nicht so richtig glauben. Bin ich denn als Kunde verpflichtet, eine Beratung über mich ergehen zu lassen – nur, weil mein Bank­berater mir noch aktuelle Kurse bzw. Börsenplätze zu einer Aktie nennt? Wann endet die Information und wann fängt eine Beratung (gemäß Gesetz) an?

Bernd Brück­mann: Auch Juristen fällen da kein einheitliches Urteil, daher fällt es uns auch schwer, dies zu tun. Wenn es sich bloß um eine Auftrags­er­teilung handelt – sprich: ich gehe zur Bank und sage, ich möchte die Anzahl Aktien an einem bestimmten Ort kaufen – dann handelt es sich aus unserer Sicht nicht um eine Beratung.

Beratungs­protokoll nicht unter­schreiben!

Juli­anda: Nach dem Beratungs­gespräch sollte ich ein mehr­seitiges Dokument unter­schreiben über das Gespräch. Ich habe von dessen Inhalt nichts verstanden, sollte aber sofort unter­schreiben. Woher soll ich wissen, dass das alles korrekt ist?

Karin Baur: Unter­schreiben müssen Sie dieses Dokument über­haupt nicht. Sie sollten das auch nicht tun, weil es im Zweifels­fall gegen Sie verwendet werden könnte. Wenn Sie nicht verstehen, was in dem Dokument drin­steht, sollten Sie außerdem unbe­dingt nach­fragen.

Anonymous: Hilft ein formales Beratungs­protokoll im Hinblick auf die Beratungs­qualität dem Kunden wirk­lich weiter?

Bernd Brück­mann: Das kann schluss­endlich nur der Kunde beant­worten. Wir bewerten die Qualität der Anla­geberatung hinsicht­lich der Beachtung und Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Sollten die gesetzlichen Vorgaben im Einklang mit den Qualitäts­ansprüchen des Kunden stehen, so hilft es ihm weiter.

Anlageziele und -wünsche müssen geeignet sein

Moderator: Uns haben auch einige Fragen zum Test an sich erreicht. Darunter auch diese:

Kleinsparer: Mich interes­sieren die Kriterien der Bewertung: Wer hat den „idealen Lösungs­ansatz“ (der laut Bericht von der Mittel­brandenburgischen Sparkasse ja umge­setzt wurde) als solchen fest­gelegt und unter welchen Kriterien wurde dies entschieden?

Bernd Brück­mann: Die Bewertungs­kriterien werden haus­intern diskutiert. Einen einzigen Lösungs­ansatz gibt es in diesem Testfall nicht. Grund­sätzlich wird die empfohlene Lösung hinsicht­lich ihrer Eignung bezüglich der Anlageziele und -wünsche bewertet.

Bababo: Wie kommen sie zu einer so schlechten Beur­teilung der Baden-Württem­bergischen Bank. Außer der Unter­schrift für den Kunden war in meinem Beratungs­protokoll alles korrekt.

Karin Baur: Die schlechte Note der Baden-Württem­bergischen Bank kommt vor allem zustande, weil sie die Beratungs­protokolle nicht ausgehändigt hat.

Bernd Brück­mann: Wenn Sie mit der Beratung der BW Bank zufrieden sind, gibt es keinen Anlass, die Bank zu wechseln.

Moderator: Eine Frage zum Finanz­rahmen der Test­kunden:
Morti: Lassen sich 35.000 Euro über­haupt sinn­voll im Wert­papier­bereich anlegen? Mit diesem kleinen Betrag ist eine richtige Risikodi­versifizierung nicht möglich, zumindest nicht mit Stan­dard­produkten, die ich als Stan­dard­kunde angeboten bekomme.

Bernd Brück­mann: In unserem Test lässt sich eine geeignete Diver­sifikation erreichen, indem das Geld auf Einlagen und Fonds verteilt wird. Ein Groß­teil des Geldes sollte in Einlagen fließen und der Rest des Geldes in Fonds. Bei diesen Fonds wären Aktienfonds möglich, die für sich eine Diver­sifikation von riskanten Aktien realisieren.

Karin Baur: Fonds kann man im Übrigen schon für wenig Geld bekommen.

Sichere und riskantere Anlagen mischen

Tiga: Die Prämisse des Kunden war „Geld definitiv zurück in 10 Jahren.“ Das ist bei keinem Aktienfonds garan­tiert. Wie können Sie so eine Empfehlung als richtig, aber Anlage in Bundes­schatz­briefe als falsch ansehen? Es geht doch um Erfüllung des Kunden­wunsches an erster Stelle.

Karin Baur: Wenn der Berater nur einen Aktienfonds empfohlen hat und sonst nichts, hat er eine schlechte Note bekommen. Gut war nur, wer eine Mischung aus sicheren und riskanteren Anlagen empfohlen hat. Dabei sollte der sichere Anteil der größere sein.
Moderator: Zurück zum Thema Beratung mit dieser Erfahrung von:
Klasse: Wir wurden bei der Commerz­bank mit einer Risiko­bereitschaft von 40–70 Prozent einge­stuft, obwohl wir kein so hohes Risiko haben wollten – nur, weil wir ein paar Aktien (Banken, RWE usw.) haben. Das ging nicht anders, sonst müssten wir erst Aktien verkaufen.

Bernd Brück­mann: Die Risiko­einstufung bei Ihrem Depot ist nicht anders möglich, wenn Sie Aktien haben. Wenn Ihnen Aktien zu riskant erscheinen, können Sie sie jeder­zeit veräußern, unabhängig von der Risiko­einstufung Ihres Depots.

Falsch­beratung muss gegen den Bank­berater geltend gemacht werden

Karin43: Ich habe 2008 die bei unten aufgeführten Fonds mit einer monatlichen Zahlung von je 100 Euro erworben. Als ich im Februar 2009 fest­stellte, dass ich so große Verluste erlitten habe, kündigte ich ab 1.3.2009 die beiden Verträge. Ich habe jedoch die Fonds nicht verkauft. Jetzt bekomme ich, obwohl ich die Verluste erlitten habe, auch noch eine Abrechnung, in der die DEKA Zinsen an das Finanz­amt für die restliche Summe abge­führt hat. Ich habe seiner­seits bei der Stadt­sparkasse um eine sichere Anlage gebeten. Man empfahl mir deshalb die DEKA-Fonds, weil diese angeblich am sichersten sein sollten. Meine Fragen: Kann ich die DEKA für den Verlust verantwort­lich machen? Muss ich für den Rest­betrag auch noch Zinsen zahlen, obwohl ich keinen Gewinn erzielt habe?

Bernd Brück­mann: Wenn Sie den Verdacht haben, falsch beraten worden zu sein, so können Sie dies nur gegen­über dem Berater oder der beratenden Bank geltend machen (nicht DEKA). Wahr­scheinlich haben Sie Steuern auf Zins- und Dividenden­erträge gezahlt, die unabhängig vom Verlust oder Gewinn des Fonds an das Finanz­amt abzu­führen sind.

Heinz: Von der damaligen Dresdner Bank bekam ich in 2006 die Empfehlung, den „Degi Europa“ als sicheren Fond zu kaufen. Inzwischen ist der Fond aus Liquiditäts­gründen geschlossen. Im April bekam ich von der jetzigen Commerz­bank ein Wert­papiervotum, in dem auf die Risiken und Verluste usw. hingewiesen wird mit dem Endergebnis, diesen Fond nicht zu verkaufen. Da aber der Nettoinventar­wert ständig fällt und die Zukunft dieses Fond offen ist – unklar was passiert wenn er geöffnet wird – habe ich mich entschlossen, ihn über die Börse mit großen Verlusten zu verkaufen. Welche Möglich­keiten habe ich gegen­über der Bank wegen falscher Beratung etwas zu unternehmen? Ich möchte noch ergänzen, dass ich ein konservativer Anleger bin. Vielen Dank für ihre Antwort.

Bernd Brück­mann: Auch in diesem Fall müssen Sie gegen­über der Bank nach­weisen können, dass Sie falsch beraten worden sind. Erst dann besteht Aussicht auf Erfolg in dem Sinne, dass Sie Ihren entstandenen Schaden ersetzt bekommen.

Bank und Berater in der Prüfung

Andreas: Lässt sich eine Aussage treffen, ob die (fehlende) Qualität der Gespräche eher von der Bank oder vom Berater selbst abhängen? (Oder: Lässt sich von einem schlechten Ergebnis in diesem Test darauf schließen, dass diese Bank grund­sätzlich eher schlecht berät?)

Bernd Brück­mann: Grund­sätzlich hängt die Qualität des Gespräches mit der Qualität des Beraters zusammen. Jedoch hat auch die Bank erheblichen Einfluss auf die Qualität des Beraters (beispiels­weise durch Schulung). Wenn wir jedoch in mehreren Test­gesprächen fest­stellen, dass kein Beratungs­protokoll ausgehändigt wurde, obwohl eines notwendig gewesen wäre, so kreiden wir dies eher der Bank als dem Berater an.

Franzi: Beim letzten Gespräch musste ich ein paar Fragen beant­worten und wurde dann in eine Risiko-Stufe einge­teilt. Wie zuver­lässig ist so eine Kategorisierung?

Bernd Brück­mann: Von der Einstufung in eine Depotrisikoklasse hängt es ab, welche riskanten Anlagen Sie grund­sätzlich kaufen können.

Karin Baur: Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Einstufung passt, dann fragen Sie Ihren Berater doch mal ganz konkret, welche Verluste Sie mit den Produkten im schlimmsten Fall machen könnten. Dann können Sie sich das Risiko besser vorstellen.

Bernd Brück­mann: Sie können in der höchsten Risikoklasse einge­stuft werden und trotzdem durchweg sichere Anlagen erwerben. Deshalb sollten Sie sich vergewissern welche Risiken mit der jeweiligen Anlage verbunden sind.

Was bei einer hohen Depot-Risikoklasse passieren kann

Kama: Mache ich mich strafbar wenn die Bank meine Risikoklasse erfragt und ich für eine höhere Risikoklasse unter­schreibe als es der Realität entspricht?

Karin Baur: Nein, Sie machen sich nicht strafbar. Es kann Ihnen aber passieren, dass Sie dann zu riskante Produkte verkauft bekommen. Das ist dann Ihr Problem.

Koschka: Mir wurden trotz Risikoklasse-Drei unterschiedliche Zertifikate verkauft, die demnächst mit hohem Verlust realisiert werden müssen. Ist das Schick­sal, oder kann der Ombuds­mann helfen?

Karin Baur: Das könnte durch­aus ein Fall für den Ombuds­mann sein.

Hellen57: Ich war bisher sonst sehr zufrieden mit meiner Bank und auch mit der Beratung. Gibt es auch positive Dinge, die Sie berichten können? Bisher geben Sie das Gefühl, dass ich keiner Bank und keinem Berater mehr trauen kann.

Bernd Brück­mann: Wenn Sie zufrieden sind mit Ihrer Bank, gibt es aus unserer Sicht keinen Grund zu wechseln.

Karin Baur: Wenn die Banken immer die Protokolle ausgehändigt hätten, wären die Noten für die Anla­geberatung besser ausgefallen.

Oft scheint es, dass es mehr um Verkauf geht als um Beratung

Stopp­Loss: Ist es richtig, dass die Banker vor Ort Vorgaben aus „Frank­furt“ erhalten, nach denen sie sich richten müssen? Bedeutet also, dass mir der beste Berater vor Ort nicht hilft, weil auch er mir verkaufen muss, was seine Bosse ihm vorgeben?!

Bernd Brück­mann: Die Geschäfts­vorgaben der Banken kennen wir nicht. Daher wissen wir auch nicht, welche Vorgaben sie haben. In vielen Testfällen haben wir jedoch den Verdacht, dass es mehr um den Verkauf als um eine Beratung geht.

Wolf­gangshr: Wie kann ich sicher sein, dass der Berater unabhängig berät und nicht nur die Anlagen empfiehlt, die von seiner Bank ausgegeben werden?

Karin Baur: Die Gefahr, dass der Berater nicht unabhängig berät, besteht. Fragen Sie Ihren Berater, wie viel Provision die Bank für das Produkt bekommt, das sie Ihnen anbietet!

Wenn ein Beratungs­protokoll fällig ist

Black­feet: Ich habe niemals nach einem Beratungs­gespräch ein Gesprächs­protokoll bekommen. Ist das rechtens ?

Karin Baur: Das kommt darauf an welche Anlagen in dem Gespräch empfohlen wurden. Nur wenn Wert­papiere Gegen­stand des Gespräches waren, muss der Berater ein Protokoll anfertigen.

Dragon: Wir habe in einer Bank­beratung 2007 um Hilfe bei der Anlage einer größeren Summe gebeten. Aufgabe war eine Anlage mit mitt­lerem Risiko und permanenten Ausschüttungen, um davon ein Teil der Hypothek zu zahlen. Unter anderem wurde uns eine Schiffs­beteiligung und eine fonds­gebundene Renten­versicherung verkauft. Im Nach­hinein denken wir, dass die Provision im Vordergrund stand. Haben wir die Chance, aus den Versicherungen beziehungs­weise der Schiffs­beteiligung ohne größere Verlust heraus­zukommen?

Karin Baur: Bei beiden Anlagen handelt es sich um eher riskante Anlageformen. Deshalb kann es sich lohnen, den Fall juristisch prüfen zu lassen.

Moderator: Eine Rück­meldung von Black­feet:

Black­feet: Es wurde sowohl über Fonds als auch über Aktien gesprochen.

Karin Baur: Dann wäre ein Beratungs­protokoll fällig gewesen.

Stopp­Loss: Warum prüft Finanztest nicht auch freie Berater?

Bernd Brück­mann: Wer sagt Ihnen, dass wir die nicht auch prüfen? ;-)

Zum Anlage­gespräch einen Zeugen mitnehmen

Kama: Was muss ich tun, um den Inhalt des Beratungs­gespräch im Nach­hinein nach­weisen zu können?

Karin Baur: Wir empfehlen zu einem Anlage­gespräch einen Zeugen mitzunehmen. Das sollte nicht der Ehepartner sein. Besser ist ein Freund oder eine Freundin.

Hoffi: Wieso werden mir immer wieder bei der SEB-Bank Produkte anderer Banken angeboten?

Karin Baur: Eigentlich ist das gar nichts schlechtes, wenn eine Bank nicht nur ihre haus­eigenen, sondern auch andere Produkte anbietet. Auf diese Weise könnten Sie sogar bessere Produkte bekommen. Wenn aber wieder­holt Ihnen der Berater ein Gespräch aufdrängt, obwohl Sie Execution Only wünschen, ist zu prüfen, ob nicht ein Wechsel der Filiale oder Bank hilft.

Moderator: Wir sind kurz vor Ende unseres Chats. Die leider letzten Fragen für heute:

Gloin: Sind die oft viel zu komplizierten Finanz­produkte von heute für „Normal­verbraucher“ über­haupt noch zu empfehlen?

Karin Baur: Eine gute Frage. Es gibt zahlreiche Produkte, die so kompliziert sind, dass man wirk­lich nur die Finger davon lassen kann. Allerdings gibt es auch immer noch einfache Geld­anlagen. Wir empfehlen Ihnen, nur das zu kaufen, was Sie verstehen.

Moderator: So, unsere Chat­zeit ist auch leider schon um. Vielen Dank an die Chatte­rinnen und Chatter für die vielen Fragen und einen ganz besonderen Dank an unsere Experten für die Antworten. Wir entschuldigen uns bei allen Fragestel­lern, deren Beiträge wir aus Zeitgründen leider nicht berück­sichtigen konnten. Das Tran­skript dieses Chats können Sie in Kürze auf test.de nach­lesen. Das Chat­team wünscht allen Beteiligten noch einen schönen Tag.

Der Bankentest: Die Blamage geht weiter

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